Von Quarten und Oberterzen

Als ich so durch die Schweiz getrudelt bin, ist mir aufgefallen, wie musikalisch die Schweizer sind. Gut nicht alle. Aber die Leute aus Unter- und Oberterzen, aus Quarten, Quinten (liegen alle beieinander) und vom Septimer – die sollten’s sein.

Eher ruhig zu und her geht’s in Betten und Bettwiesen. Da können die Leute von Bullet noch so lärmen. Und auch die Affolterer können da mit ihren sadistischen Methoden nichts ausrichten.

Fürs Wetter zuständig sind die Leute in Regensberg (in Blitzingen und Fläsch ist man für das Lichtspektakel dazu verantwortlich), während die Gastronomen ihre Basis in Brot, in Champagne und in Donat haben. Belesen sind die Typen aus Buch und eher martialisch geht es in Degen und Galgenen zu und her. Animalische Anzeichen sind in Hasliberg, Luchsingen, Dachsen, WauwilGänsbrunnen und in Entlebuch zu erkennen. Ja sogar in Knutwil. Die Flora und Fauna findet sich in Bauma, Erlen, Wald und Eschenbach.

Wer es eher mit dem Glauben hat, sollte sich nach Gottlieben begeben. Oder nach Engelberg. Oder nach Gottshaus. Oder nach Klosters. Nicht aber nach Heiden. Dort geht es nämlich ähnlich zu und her wie in Kleinbösingen.

Geradezu einfallsreich war man bei der Namensgebung in Dorf, im bereits erwähnten Wald und in Burg; in Gurbrü und Paspels hingegen war man dann wiederum ausgesprochen kreativ. In Männedorf werden weibliche Dorfbewohnerinnen gesucht. Vorzugsweise aus Frauenfeld.

Das Ganze war übrigens – ein ziemlich schlechter – Scherz.

  • hirnwirr

    Ist doch klar, warum mensch bei Dir liest! Hier kann mensch was lernen. und ich lerne gerne, aber ich belehre auch gerne:-)

    Aber Du hast Glück, ich zähl jetzt aus Zeitgründen nicht alle deutschen Orte mit namentlichen Besonderheiten auf. Ich beschränke mich auf „Erbsen“, unser Nachbardorf und auf „Essen“, meine Heimatstadt.

    Find ich aber nett, was es bei euch alles gibt!

    PS „Eiterhagen“ gibts hier auch noch:-)

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  • mendweg

    Oh, danke für die Schmunzler. Da versuche ich natürlich auch gerne was aus meiner Region beizutragen 😉
    Hells Corners, Ohio
    Hopeulikit, Georgia
    Knockemstiff, Ohio
    Tannenbaum, Arkansas
    Poor Town, North Carolina
    Cookietown, Oklahoma (Yes!)
    Humbug, Arizona
    Whynot, Mississippi
    Mosquitoville, Vermont
    Fleatown, Ohio
    Dead Women Crossing, Oklahoma
    Ding Dong, Texas
    und Hot Coffee, Mississippi

    Von den erstaunlich vielen unanständigen Ortsnamen nehme ich aufgrund der Minderjährigkeit dieses Blogs Abstand und beschränke mich auf ein geheimnisvolles Lächeln

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  • hirnwirr

    Südniedersachsen ist ja auch viel kleiner als die Vereinigten Staaten von Amerika:-)
    Ich kann damit leben. *gg*

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  • zimtapfel

    Oh, Hot Coffee, Mississippi klingt aber sehr charmant, ich glaube, da würde ich gern wohnen! 😀

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  • mendweg

    Oh Frau Hirnwirr, das ist natürlich kein Wettbewerb. Zumal mich große Achtung vor Niedersachsen erfüllt – wurde doch erst im vergangenen Jahr 2009 dort der wunderbare und Geschichtsverändernde Butterspender patentiert! http://butterspender.de/presse/LR-Broering-wd-bs.jpg

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  • mendweg

    Herr graval – bitte beachten sie auch die Einwohner Cookietowns: http://4.bp.blogspot.com/_ZhwmW3rF91c/SwF7G15JEbI/AAAAAAAABc8/kmKzwshmne8/s400/kr%C3%BCmelmonster.jpg

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  • hirnwirr

    *ichverkriechmichschämendinderEcke*

    und ich bin Rheinländerin, das muss jetzt mal gesagt werden:-)

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  • mendweg

    Frau Hirnwirr,
    ich dachte immer das Exilrheinländer automatisch in Bayern ansässig werden, wo sie versuchen mit Dirndl/Trachtenanzügerl und wohlartikuliertem Pseudobayerisch einen erfolgreichen Integrationsprozess zu durchlaufen der von den Ureinwohnern auch nach 40 Jahren noch müde belächelt wird. So wie OmaMendweg.

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  • hirnwirr

    fast hätte es mich nach Bayern verschlagen:-)
    Naja, nach Oberfranken um genau zu sein.
    Aber ich bin doch froh, hier gelandet zu sein. Ist so schön zentral!

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