Graval liest: Alan Dean Foster – Ein Sturm zieht auf

Ich lese viel Star Wars, und trotzdem wollte ich versuchen, in meinen Buchreviews diese Woche nicht mehrheitlich Star Wars-Bücher vorzustellen. Wahrscheinlich wird das hier vorerst das einzige Buch bleiben, das dem Erweiterten Star Wars Universum entstammt, damit etwas verschiedene Bücher präsentiert werden können.

Alan Dean Foster – Ein Sturm zieht auf

Dieses Buch war das erste Star Wars-Buch, das ich las und zugleich auch, jenes, das mir am besten gefiel. Ich hatte es eher zufällig gekauft, da ich endlich mal ein Star Wars-Buch lesen wollte und schloss es schnell ins Herz. Es gibt sicher auch andere gute Star Wars-Lektüre, Republic Commando oder die Thrawn-Trilogie sind nur zwei Beispiele, doch keines war so gut, wie dieses Buch. Gut, vielleicht die Thrawn-Trilogie.

Story

Das Buch spielt unmittelbar vor Episode II, zwei Jedi Luminara Unduli und ihre Padawan Barriss Offee begeben sich nach Ansion, um dort zu versuchen, den Ausbruch eines Krieges zwischen zwei Clans zu verhindern und dadurch auch die Abspaltung der zwar eher unscheinbaren, aber dennoch wichtigen Welt Ansion von der Republik zu verhindern. Begleitet werden sie auf ihrer Mission von Obi-Wan Kenobi und dessen Padawan Anakin Skywalker begleitet. Doch gewisse Gruppierungen sind überhaupt nicht an einem Gelingen der Mission interessiert, und so sehen sich die vier Jedi unzähligen Gegnern gegenüber…

Graval findet

Ich finde es noch eine gute Idee, dass man für dieses Buch ein Randzitat aus Episode II aufgegriffen hat, nämlich kurz nach dem Anschlag auf Padmé wünscht Palpatine Anakin und Obi-Wan zum Schutz der Senatorin. Mace Windu sagt dazu nur, dass die Beiden abkömmlich seien, da sie gerade von einem Grenzkonflikt auf Ansion zurückgekehrt seien. Diese Aussage liefert die Basis für Fosters Geschichte.

Die Figuren und Orte werden sehr schön und liebevoll beschrieben, sodass man sich einerseits genau ausmalen kann, wo man sich nun befindet, und nicht, wie in anderen Star Wars-Büchern manchmal vorkam, die Orientierung verliert. Mir gefällt vor allem die Anfangs- und Schlussszene mit der Separatistenführerin Shu Mai, die gewissermassen einen Bogen um das Ganze spannen.

Das Buch erhielt unterschiedliche Feedbacks. Manche fanden es im Grunde gelungen, oft wurde jedoch die Langatmigkeit kritisiert, bzw. die Tatsache, dass Foster den Planeten wirklich detailliert beschreibt. Es werden rund fünf verschiedene Tier- und wahrscheinlich ebensoviele Pflanzenarten geschildert, was die Story in die Länge zieht. Ich finde einfach, dass man sich wirklich Zeit lassen muss für das Buch, es auf sich wirken lassen soll. Die Beschreibung des Planeten ist nicht umsonst so genau, nein, denn immerhin haben wir es mit einem Planeten zu tun, den keiner von uns kennt. Er ist in keinem Film oder Videospiel vorgekommen, und auch die Jedi kennen die Welt kaum, und müssen sie erst einmal erkunden und kennenlernen. Warum sich nicht auch als Leser Zeit dafür nehmen?

Das letzte Wort

Die Präsidentin der Handelsgilde lächelte dünn. „Kleine Schlüssel können sehr grosse Türen öffnen, Senator Mousul“

  • Lichtschwert

    Um den Anteil der SW-/Nicht-SW-Buchkritiken bei 50:50 zu behalten, mache ich einfach nach jedem gelesenen SW-Buch eine Pause, die ich mit einem Nicht-SW-Buch fülle.

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  • Lichtschwert

    Ist ja auch von Jude Watson, die schreibt immer kurz. Ich habe da Erfahrung aus „Jedi Quest“ und „Jedi Padawan“.

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  • Dr. Borstel

    Musste erst mal nachschauen, ob ich was von Foster gelesen habe. Habe ich nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich für Klonkriegs-Romane generell nicht mehr so viel übrig habe, seit ich mich durch dieses furchtbare „Die Feuertaufe“ von Sherman & Cragg gequält habe, von der todlangweiligen literarischen Verwurstung von Episode II mal ganz zu Schweigen, die ich nicht einmal zu Ende gelesen habe. Seitdem habe ich es mehr mit den Romanen, die nach Episode VI spielen.

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  • Lichtschwert

    Dr. Borstel, Sie sind Star-Wars-Fan? Das wusste ich noch garnicht! 🙂
    Wie ist denn Ihre Einstellung gegenüber der animierten Serie The Clone Wars?

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  • Dr. Borstel

    Stimmt, ist besser so. 😉 Du musst mich übrigens nicht siezen, wir sind ja unter uns. 😀

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  • Lichtschwert

    Okay. 🙂

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  • Dr. Borstel

    Was soll das denn heißen? 😀 Im Gegensatz zu euch Kiddies bin ich immerhin volljährig. 😉

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  • Dr. Borstel

    Das bin tatsächlich ich. Und wie sieht’s mit dir aus, Maskenmann? 😉

    Alles klar. :mrgreen:

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  • Lichtschwert

    Yeah, jetzt haben wir alle drei einen Gravatar mit einem Bild von uns. 😉

    Ganz ehrlich, ich dachte, Dr. Borstel wäre in den Dreißigern/Vierzigern. Was so ein Gravatar alles bewirken kann! 😛 Wenn mich mein Auge nicht täuscht, scheinst du ein Mitt-Zwanziger zu sein. Plus/Minus fünf Jahre.

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  • Dr. Borstel

    Also, ich sehe bloß etwas Schwarzes mit etwas Weißem darin. 😀

    Yeah, außerdem trage ich schon meine Dritten und bestelle in Restaurants grundsätzlich den Seniorenteller. Impertinentes Jungvolk! :-p

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  • Dr. Borstel

    Ja, das hatte ich schon verstanden. 😀

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