Händel & Nausicaä

Die beiden Dinge haben viel mehr miteinander zu tun, als man denken mag, und ich habe den perfekten Übergang von Händel zu Nausicaä gefunden. Aber erstmal, was ich zu Händel zu sagen habe. Denn mit Händel schlage ich mich in der Schule momentan gerade ein bisschen rum, und so sehr mir klassische Musik gefällt, so sehr mir auch dieses Stück zusagt, es geht mir jetzt schon auf die Nerven, mit seinen Längen und den unglaublich komplexen Stellen. Denn wir singen momentan gerade „The Ways of Zion Do Mourn“, das wir irgendwann nächstes Jahr im Konzert singen werden, und das Stück ist nicht das einfachste, das wir bisher gesungen haben… Ich fand leider kein gutes Video auf YouTube von der Anfangsstelle.

Dafür fand ich ein gutes von Händels „Sarabande“ aus der Cembalo Suite Nr. 11, einem sehr schönen klassischen Stück, das beweist, dass Soundtracks allen Unkenrufen zum Trotz doch noch etwas mit klassischer Musik zu tun haben. Denn die Melodie von „Sarabande“ wurde in einem Filmsoundtrack verwendet, und zwar in jenem zum Anime „Nausicaä aus dem Tal der Winde“, der von Joe Hisaishi komponiert wurde und zwar als Intro zum Requiem, dem Teil mit dem Lalalala. Übrigens wurde das erwähnte Stück auch noch von Stanley Kubrick für den Film „Barry Lindon“ eingespielt, was meine Aussage im Anfangssatz dieses Abschnitts noch mal unterstreicht. Doch zurück zum Thema.

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Eigentlich würde ich ganz gerne „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ schauen, da der gleich am TV kommt (um 23:00 Uhr auf SF zwei), aber ich muss ja noch lernen, und soviel nach Mitternacht kann ich auch nicht mehr zu Bett gehen. Da ich ohnehin wieder einmal einige Ghibli-Filme schauen möchte schlage ich vor, dass wir demnächst einen Ghibli-Tag veranstalten, an dem jeder seinen Lieblings-Ghibli oder Lieblings-Miyazaki schaut 🙂 Wäre jemand dabei?

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Und habt ihr den tollen Übergang von Händel zu Nausicaä bemerkt? Klasse Sache, was?

  • maloney8032

    Bin dabei!

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  • der Nachbar

    Mann kann ja von Animes halten, was man will. Aber was die Soundtracks bzw. die daraus erzeugte Atmosphäre betrifft, sind sie gegenüber den meisten westl. Zeichentrick…’tschuldigung…Animationsfilmen um Welten besser.
    Zuletzt wieder mal in Erinnerung gerufen durch: Ghost in the Shell und Cowboy Bebop (bester Anime-Soundtrack überhaupt)

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  • maloney8032

    Ghost in the Shell hab ich dir doch gezeigt, naja das DVD Cover 😉

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  • der Nachbar

    Die erwähnten Scores kenn ich nicht, weil ich die Animes nicht kenne
    Skandal! 😉 Du kennst einige der „most relevant“ Animes nicht? Na, dann wirds aber schleunigst Zeit, diese Lücke zu schliessen.

    Nein, ernsthaft. Schau dir die Filme bei Gelegenheit mal an. Absolut empfehlenswert. Und falls noch nicht geschehen, guck dir auch AKIRA an.

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  • donpozuelo

    Die „Nausicaä“-Anime-Variante finde ich ehrlich gesagt etwas enttäuschend. Wirkt vollkommen zerstückelt, wenn man den Manga kennt. Ist zwar ein netter Film, wird dem Manga aber kaum gerecht. DAfür fehlt einfach viel zu viel.

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  • Dr. Borstel

    Ich fand übrigens auch „Akira“ etwas enttäuschend. Unter der Prämisse, dass ich den Manga (unverzeihlicherweise) noch nicht gelesen habe, wirkte der Anime tatsächlich so, als habe man sechs (?) dicke Bände versucht, in einen Film zu pressen und sich demzufolge bei der Story vor allem auf die Action-Elemente konzentriert. Die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit der Bewohner einer postapokalyptischen Welt, die meiner Vermutung nach den Kern des Mangas ausmacht, kam dabei gar nicht wirklich raus. Sehenswert ist der Film dennoch, wird dem Manga aber sicher nicht gerecht.

    Zu Miyazaki: Ach, ich hab die doch alle erst vor kurzem gesehen, als sie auf Arte liefen … Ist doch erst zwei Monate her oder so. Oder?

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  • donpozuelo

    Japp, das war Carlsen. Mit insgesamt 7 Bändern, wenn ich mich nicht irre

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  • Julian

    Für mich sind ja Prinzessin Mononoke, Nausicaa, Chihiros Reise ins Zauberland und Kikis kleiner Lieferservice die Animes überhaupt. Die Filme sind so wunderbar emotional und wagnerianisch. Denkt mal an das Ende von Pom Poko! Vor allem die Musik von Joe Hisaishi hat es mir doch sehr angetan, auch die Musik zu Realfilmen wie Kikujiros Sommer ist grandios. Filmmusik und Klassik sind sich seit jeher sehr nah, nur die Sachen von Hans Zimmer sind immer ein wenig möchtgernfuturistisch. Wenn schon modern, dann doch bitte moderne Klassik wie in Matrix 1 (von Don Davis). Kleiner Soundtracktipp: Tristen et Iseult von Christian Vanders Magma. Harter Stoff.

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ePF056VfC5k]

    …nur Händel finde ich doch nur bedingt erträglich.

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  • Julian

    Ach ja, Hans Zimmer halte ich für volkommen überschätzt. Hört euch im Kontrast zu ihm mal den Soundtrack zu Dark Crystal, Loch Ness oder Der Letzte Mohikaner an. Oder von Warren Ellis und Nick Cave den Score zu Die Ermordung des Jesse James. Oder Ennio Morricons Musik zu Cinema Paradiso. Oder so ziemlich jeden Score, der für französische Filme geschrieben wurde. Sowohl die wuchtigen Stellen als auch die ruhigen Passagen übertreffen Hans Zimmers Gesample so gut wie immer.

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  • Julian

    Ja, die Jungs und Mädels von Magma sind harter Stoff, den man sich erarbeiten muss. Ich habe wirklich Jahre gebraucht, bis dann endlich ein Album zündete (2001 – 2008). Sollte einfach mal ein Beispiel für extreme Musik sein, die so in manchen Filmen schlummert (Habe versucht den Film in Frankreich zu bekommen – unmöglich, trotz Nationalheldenstatus‘ der Band).

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