The Rock (1996)

„We’ve brought you here because there’s a situation that we think you can help us with.“ – „And what might that be? I’ve been in jail longer than Nelson Mandela, so maybe you want me to run for president.“

Die Liste meiner Allgemeinbildungs-Filmlücken ist gross. Sehr gross. Weit oben auf die Liste gesetzt wurde neben Fight Club und Die Hard auch The Rock, und zwar von Simon, der den Film als seine persönliche Erleuchtung bezeichnete und mir im Detail beschrieb, wie ihn der Streifen von Michael Bay zum – cineastischen, wohlgemerkt – Orgasmus trieb. Oder sowas in der Art. Jedenfalls gab und gibt es keine Gründe, The Rock nicht zu gucken, und sei es nur, um sich eine weitere Bildungslücke zu schliessen.

Als sich ein von seinem Land enttäuschter Vietnamveteran mit einigen VX-Raketen auf Alcatraz verschanzt und droht, die tödlichen Raketen auf San Francisco zu schiessen, wenn sie ihnen nicht 100 Millionen zahlen, entsendet das FBI ein SEAL-Kommando auf Alcatraz, um die Kontrolle über die Raketen wiederzuerlangen. Unterstützt werden die SEALs vom Chemiker Stanley Goodspeed, der die Waffen entschärfen soll, sowie von der einzigen Person, die je von Alcatraz flüchten konnte, dem britischen Agenten John Mason.

The Rock konnte in jedem Augenblick des Films meinen Erwartungen gerecht werden – der Film ist ein cooler Mix aus Action, Thriller und dem typischen Humor eines Michael Bay. Der auch ohne kämpfende Riesenroboter cooles Kino produzieren kann. Mit dem hosenscheissenden Nicolas Cage und dem alternden Sean Connery hat der Film auch zwei (grossartig aufspielende) Helden, die überhaupt nicht ins Schema des typischen Actionhelden passen, trotzdem aber letztlich irgendwie als solche dastehen. Ed Harris gibt den Antagonisten, der sich plötzlich als humaner erweist, als man anfangs dachte, dadurch aber auch an Bedrohlichkeit einbüsst.

Auch optisch ist der Film top-notch. Bay fängt die Action gekonnt ein, und natürlich muss alles, was explodieren kann, auch effektiv explodieren. Vornehmlich Strassenbahnen. Die haben das ja so an sich. Aber das ist schon okay. Denn wenn dies von diesem Regisseur in Szene gesetzt wird, und vorallem, wenn es zu einem derart grossartigen Soundtrack geschieht, wie jenem von Nick Glennie-Smith, Hans Zimmer und Harry Gregson-Williams (dass der Score recht kurzfristig eingespielt wurde, merkt man der Qualität überhaupt nicht an), wird alles super.

Verpacken wir die Gasampullen der wohl tödlichsten Waffe so filigran wie möglich. Seems legit.

Ein einwandfreier Actionfilm, der sich zwar selber immer wieder um einen gewissen Tiefgang bringt, aber unterm Strich mehr als zufriedenstellend, wegen seiner spielfreudigen Darsteller, sowie dem gelungenen Mix aus Optik und Sound. The Rock fetzt.

  • Phil

    Und der Soundtrack ist auch noch recht episch.
    Der Film war übrigens meine erste DVD… die war sogar noch zweiseitig. In der hälfte des Films musste man die DVD wenden um weiterzuschauen. crazy…

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  • Damian

    Und einer DER Pluspunkte schlechthin: Da gab man noch einen Fuck auf ein PG12 und hat Filme um des Filmes Willen gemacht.

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  • Dominik

    Ich liebe diesen Film. Ist einfach so.

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  • donpozuelo

    Ja, „The Rock“!!! Ein geiler Film! Da wo man Nic Cage als Action-Held noch ernst nehmen konnte! 😉

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  • Kevin

    Yepp, gehört auch zu meinen absoluten Lieblingen.

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  • Lukas

    Ach, sieh mal einer das Titelbild an… die Idee kommt mir bekannt vor 😀
    Ansonsten stimm ich 140%ig zu, mit Ausnahme von der Bewertung – aber das ist ja eh kein wirklicher Streitpunkt. Ebenfalls einer meiner absoluten Lieblingsfilme 🙂

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  • Simon

    Da haut’s mir doch die Eule raus, der Owley hat endlich mal Zeit gefunden für’s Meisterwerk. Sehr gut. 😉

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  • Dos Corazones

    Von dem Film kenne ich auch nur den Anfang, das Ende und ein paar Schnipsel von zwischendrin. Ich habe den hier als VHS-Kassette rumliegen, halt nur auf deutsch – aber läuft noch.

    Aber moment! Du hast noch kein Fight Club gesehen? Und kein Die Hard? – Friendship cancelled! 😀

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  • Bendrix

    Finde es übrigens geil das jemand, der einen Blog mit dem (bzw. einem) Schwerpunkt „Film“ betreibt, kein Problem damit hat zuzugeben, dass er so einige „must sees“ noch nicht gesehen hat. Meine ich völlig unironisch.

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  • Lukas

    @Dos Corazones: Der Fight Club-Fehler wurde gewissermaßen korrigiert. Er hat aber einen leichten Stupser gebraucht 😉
    @Owley: Ich persönlich hätte ihm natürlich mehr gegeben, aber Grund zum beschweren ist das jetzt wirklich nicht. Offenkundig hattest du ja deinen Spaß 😀
    @Bendrix: Stimm ich dir zu. Ist halt genau so, wie es ja eigentlich selbstverständlich sein sollte – und dennoch meistens leider nicht ist, da vorgetäusche Unfehlbarkeit ja schließlich alles ist, um glaubwürdig wirken zu können -.-‚

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  • Dos Corazones

    @Owley: Oh ja doch. Und tut mir aufrichtig leid, dass ich mich nicht an die sicherlich herausragende Review erinnert habe.

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  • Dos Corazones

    @Owley: Bei dem Film ist es tatsächlich ratsam, erst nach 3 oder 4 Sichtungen darüber zu schreiben… Ok, bevor ich mich weiter verhasple, bin ich mal ruhig 😀

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  • Stefan

    Meisterwerk!

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  • Pfirsich

    Du hast den noch gar nicht gesehen gehabt? 😀 Gut, dass du’s nachgeholt hast. Action vom Feinsten und das auch noch mit Connery und Cages. 😀 Ein wahres Meisterwerk.

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