Also Norman Osborn wars nicht.

Ich fand The Amazing Spider-Man ja nur ein bisschen „meh“. Was mich aber am meisten störte, war die Szene nach dem Abspann (weshalb hier eine Spoiler-Warnung steht, für alle, die den Film noch nicht gesehen haben), die mich masslos enttäuschte. Wirklich. Das hat mir fast den ganzen Film versaut.

Abgesehen davon, dass die Szene mid-credits angesiedelt wurde, was ich schonmal voll beknackt finde, war es auch einfach viel zu lieblos gemacht. Den ganzen Film hindurch wurden einige Aspekte aufgebaut, die man hätte in der Abspannszene gipfeln können, was man aber völlig bescheuerterweise nicht tat. Stattdessen zeigte der Nachspann, wie Curt Connors im Knast/Irrenhaus (ich tippe ja auf The Raft) Besuch erhält von einem Typen mit Hut, der ihn fragt, ob er Peter Parker die Wahrheit über dessen Eltern erzählt hätte. That’s it. Und als ob das nicht plump genug wäre, zeigte man diese Szene schon in den Trailern. Ganz mies.

Einerseits war ja immer wieder von Norman Osborn die Rede, wo bei jedem Fan die Alarmglocken schrillen dürften. Norman Osborn, Konzernchef von OSCORP, ist einer der wichtigsten Bösewichte des Marvel-Universums und war in Sam Raimis Filmen allgegenwärtig, in Spider-Man war er der Bösewicht. War also für mich schon gekauft, dass Norman Osborn auftauchen würde, aber nun ist man sich da nicht mehr ganz sicher. Einige meinten auch, es sei Richard Parker gewesen. Oder Mysterio. Ist natürlich gut für das Rätselraten, aber halt auch viel zu einfach. Auch wenn, falls es Osborn war, verständlich ist, dass man es im Dunkeln liess – anscheinend ist die rechtliche Lage bei Bösewichten und Nebenfiguren noch nicht so richtig geregelt, da ja die verschiedenen Helden von Marvel verschiedenen Filmstudios angehören. Denn gerade Osborn war in letzter Zeit auch eher der Bad Guy des gesamten Marvel Universums, als nur von Spidey. Trotzdem hätte man, sofern es Osborn war, und meine Vermutung stimmt, halt lieber einen anderen Cameo gesucht.

Oder man hätte einfach JJJ gezeigt. Das wurde ja immer wieder angedeutet, und die Fans hätten ebensosehr gejubelt, wenn Peter das Büro des Daily Bugle Chefredaktors betreten hätte, und sich der riesige Stuhl umgedreht hätte, und JJJ ihm zugegrinst hätte. Bestenfalls noch in der Person von JK Simmons. Wäre durchaus dringelegen. Aber eben, stattdessen setzte man auf diese unklare Mid-Credits-Szene. Denn, wenn man Rhys Ifans glaubt, war es auch garantiert nicht Norman Osborn, sondern nur einer seiner Mitarbeiter. Was ich auch unglaublich doof finde, denn so eine Schlussszene muss schon ein deutliches Statement haben.

  • Dos Corazones

    Ich dachte auch erst an Osborn, aber da der ja todkrank sein soll, wäre es seltsam, wenn er plötzlich in der Zelle von Connors auftaucht – alleine. Nun ja. Das einzig interessante daran ist ja, dass irgendetwas von Peters Vater noch nicht geklärt worden ist – welch Überraschung, nachdem man sich nur etwa 20 Minuten überhaupt um die Hintergrundstory gekümmert hat.
    Ich warte mal mit verhaltener Anspannung ab, was sich um Spidey so tun wird.

    AntwortenAntworten
  • Damian

    Hmm. War das nicht einfach sein zweites Ich? Er war ja schlussendlich faktisch schizophren. So habe ich das zumindest interpretiert.

    AntwortenAntworten
  • donpozuelo

    Wenn man bedenkt, dass diese „Easter Egg“-Szene in einem der Trailer sogar schon zu sehen ist, dann wird sie noch ein wenig belangloser 😉

    Zum Thema, wer war’s: Ich gehöre ja auch zu der Kategorie, die den Mann mit Hut für Norman Osborne hält. Aber spätestens in ein paar Wochen wissen wir es mit Sicherheit, dann wenn die PR-Show für Spidey 2 gestartet wird 😉

    AntwortenAntworten
  • Kim

    Also ich habe nicht einmal halb so viele Kritikpunkte wie du gefunden ^^

    AntwortenAntworten
  • ReservoirHog

    Nachdem bereits angekündigt wurde, dass auch hier eine Trilogie entsteht, werden sie wohl nicht alle Rätsel im zweiten Teil auflösen.

    AntwortenAntworten

Kommentar schreiben