8 Highlights des 8. Zurich Film Festival

Noch ein kleines bisschen wehmütig denke ich ans 8. Zurich Film Festival zurück, das definitiv zu meinen Highlights des Jahres zählen wird. Und weil es bei der grossen Zahl an Filmen unmöglich ist, einen Überblick zu behalten, gibt es hier acht grossartige Filme, die am 8. Zurich Film Festival gezeigt wurden, und die man sich unbedingt merken muss. 8 Highlights des 8. Zurich Film Festival.

1. Jagten (Review)

Mads Mikkelsen holte für diesen Film in Cannes den Preis als bester Schauspieler – völlig verdient. Aber auch der Film selber kann sich sehen lassen. Vinterberg zaubert mit Jagten einen packenden Thriller auf die Leinwand, in dem sich ein Lehrer gegen das Gerücht, dass er ein Kind sexuell belästigt haben soll, wehren muss – erfolglos, denn die Leute haben die Lüge schon längst gekauft. Mit unangenehmen Folgen für den Lehrer.

Jagten kommt am 31. Januar 2013 in die deutschprachigen Kinos.

2. Beasts of the Southern Wild (Review)

Für Benh Zeitlin, Quvenzhané Wallis und Dwight Henry ist Beasts of the Southern Wild der erste Film. Das merkt man diesem bildgewaltigen Film aber zu keinem Zeitpunkt an. Zeitlin präsentiert einen erfrischend anderen Film über ein naturverbundenes Mädchen, das plötzlich im Kampf gegen die Naturgewalten Stärke zeigen muss. Ein traumhafter Film, der zurecht für die Oscars gehandelt wird.

Beasts of the Southern Wild kommt am 20. Dezember 2012 in die deutschsprachigen Kinos.

3. Broken (Review)

Tim Roth und Cillian Murphy spielen beide im überraschenden Gewinner des Festivals, dem liebevoll gestalteten Coming of Age-Drama Broken mit – aber nur in Nebenrollen, denn die Show gehört eindeutig der unbeschwerten Skunk, dargestellt von Eloise Laurence. Skunk ist ein kleines Mädchen, das an Diabetes leidet, und sich mit damit arrangiert hat. Doch ihre Welt wird plötzlich auf den Kopf gestellt, als ihr Nachbar Rick brutal verprügelt wird.

Broken kommt am 13. Dezember 2012 in die deutschsprachigen Kinos.

4. The Impossible (Review)

Das Tsunami-Drama von Juan Antonio Bayona hat zwar grosse Namen (Ewan McGregor, Naomi Watts) in den Hauptrollen, ist aber kein Hollywood-Blockbuster, sondern ein spanischer Film. Als solcher ist The Impossible auch härter und schonungsloser in der Erzählung jener Ereignisse, die man in Hollywood wohl beschönigt und glorifiziert hätte. Bayonas Film ist nüchtern in seinem Storytelling und lässt einen so schnell nicht los.

The Impossible kommt im Laufe des aktuellen Jahres in die deutschsprachigen Kinos.

5. Robot & Frank (Review)

Für das scheinbar kleine Zukunftsdrama Robot & Frank hat Jake Schreier einen ziemlich grossen Cast versammelt: Die Hauptrolle des alternden Juwelendiebes Frank spielt Frank Langella, ausserdem spielen James Marsden, Liv Tyler und Susan Sarandon mit. Von seinem Sohn bekommt Frank einen Roboter, der nach ihm sehen soll (gesprochen von Peter Sarsgaard). Langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.

Robot & Frank kommt am 25. Oktober 2012 in die deutschsprachigen Kinos.

6. The Imposter (Review)

Ich bin ein ziemlicher Doku-Muffel, aber The Imposter musste ich mir dennoch zu Gemüte führen. Ein Junge verschwindet, und taucht Jahre später wieder auf – doch er sieht völlig anders aus. Die Familie nimmt ihn dennoch mit offenen Armen auf, nichtsahnend, wer der Mann wirklich ist. Eine packende, thrillerähnliche Dokumentation, die Regisseur Burt Layton uns da vorsetzt, und die den Preis für die beste Dokumentation verdient hat.

The Imposter hat noch kein Startdatum.

7. End of Watch (Review)

Aus der Feder von End of Watch-Regisseur David Ayer stammt auch das Drehbuch zu Training Day, und die Parallelen enden längst nicht dort. In South Central sorgen die beiden jungen Cops Brian und Mike für Recht und Ordnung – mit ganz eigenen Methoden. Als sie eine unerwartete Entdeckung machen, heftet sich die Mafia an ihre Fersen. Klingt an sich nach Durchschnitt, wurde aber überdurchschnittlich gut umgesetzt.

End of Watch kommt am 13. Januar 2013 in die deutschsprachigen Kinos.

8. Argo (Review)

Der grosse Oscar-Kandidat in der Liste, mal abgesehen von Beasts of the Southern Wild, ist Ben Afflecks dritte Regiearbeit Argo. Dieser schildert die Geschehnisse der iranischen Revolution in den frühen Achtzigern, als das CIA, als Filmteam getarnt, sechs Geiseln aus dem Land schaffen muss. Affleck erzählt diese wahre, wenn auch surreal erscheinende Geschichte sehr packend, sodass man während der ganzen Laufzeit mitfiebert.

Argo kommt am 8. November 2012 in die deutschsprachigen Kinos.

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