Madagascar (2005)

„Welcome to Madagascar.“ – „Mada-who-ah?“ – „No. Not who-ah. As-car.“

Let me get one thing straight: Ohne Madagascar wäre DreamWorks heute nicht da, wo sie sind. Klar, das Studio hatte seinen richtigen Durchbruch bereits mit Shrek, aber erst mit Madagascar konnte die von Steven Spielberg mitgegründete Filmschmiede zeigen, was in ihr steckte. Und auch wenn in der Folge da so mancher Flop darunter war (I’m looking at you, Monsters vs. Aliens!), hatte das Studio auch viel Gutes zu bieten, wie etwa die kürzlichen How To Train Your Dragon oder Kung Fu Panda 2. Doch wie gesagt, all das machte erst Madagascar überhaupt möglich…

Die vier Zootiere Alex, der Löwe, Marty, das Zebra, Melman, die Giraffe und das Nilpferd Gloria geniessen das Leben im Central Park Zoo in New York in vollen Zügen. Doch Marty träumt von der freien Wildbahn, und flieht aus dem Zoo. Als seine Freunde ihn zurückholen wollen, werden sie alle für Ausreisser gehalten und auf Drängen von Tierschützern per Frachter nach Kenia in einen Wildpark geschickt. In Kenia kommen sie aber nie an, denn ihre Kisten landen im Wasser und werden in Madagaskar an Land gespült, wo sie neue Freunde – und Feinde – finden…

Mit Madagascar beweist DreamWorks, dass sie nebst Furz- und Fäkalienwitzen auch sonst noch etwas können – denn der Film bietet eine packende Story, die zwar nie wirklich in die Tiefe geht, aber dennoch zu gefallen weiss. Dafür sorgt unter anderem das entspannte Script, das nicht zuviel erzählen will, und so (vermutlich unfreiwillig) Platz für Lacher lässt. Solche bietet Madagascar dann auch haufenweise, neben Popkulturreferenzen und Running Gags bekommen wir einen Sacha Baron Cohen in Höchstform, der den narzisstischen Lemurenkönig Julien gibt. Der effektiv in diesem Teil noch komisch ist.

Julien gehören die Lacher, für das Funktionieren der Story verantwortlich sind dagegen vorallem die vier Protagonisten, gesprochen von Ben Stiller, Chris Rock, Ross Geller und Jada Pinkett Smith – namentlich der risikoscheue Alex, der tollpatschige Marty, sowie der Hypochonder Melman und Gloria, die allen zeigt, wo’s langgeht. Und diese Rollenaufteilung klappt bestens, was nicht heisst, dass die Hauptfiguren nicht auch den einen oder anderen Gag bieten. Nur haben die von Julien – und nicht zu vergessen, von den vier obercoolen Pinguinen – eine deutlich höhere Trefferquote. Optisch wirklich beeindruckend ist der Film zu keinem Zeitpunkt, aber irgendwie passt das ins Bild von DreamWorks, deren Filme nie in erster Linie fürs Auge gemacht zu sein scheinen.

Ohne Worte.

An den Kassen war Madagascar ein voller Erfolg, nicht aber bei den Kritiken. Dabei ist er ganz ordentlich: Spannende Figuren und eine hohe Gag-Dichte, von denen zugegebenermassen aber nicht alle zünden. Dennoch weiss der Film bestens zu unterhalten und zählt zu den besseren Produkten aus dem Hause DreamWorks.

  • Alan

    Erster Teil in New York: Wunderbar. Danach aber flacht das Ganze sehr schnell ab.

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  • Alan

    @Owley: Jaja, der Julien verbessert das Ganze ein wenig, das stimmt auch wieder. 😀

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  • Fox

    Das ist einer meiner Lieblings-Animationsfilme. Allein die Gags mit dem Betäubungspfeil oder die Oma aufm Bahnhof. 😀

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