Owleys Filme 2012 – Winners

OwleysFilme2012

Im vergangenen Jahr (höhö) präsentierte ich euch die Nominierten für den prestigeträchtigen Filmpreis dieses Blogs – Owleys Filme 2012. Da ich mir selber auch einen kurzen Augenblick nehmen musste, um die Gewinner auszusuchen, und vorallem, um einige der potentiellen Gewinner noch einmal zu schauen, kommt die definitive Liste erst jetzt. Ich hoffe, ihr habt all die Rückblicke auf 2012 noch nichtsatt, und interessiert euch zumindest ansatzweise für meinen Lieblings-Bösewicht 2012, oder den besten 3D-Film, oder die beste Szene – oder ganz generell: Meinen Lieblingsfilm.

Wenn ja, dann jetzt bitte klicken.

Bester Film

  • 50/50
  • The Avengers
  • Beasts of the Southern Wild
  • Brave
  • The Dark Knight Rises
  • The Impossible
  • Jagten
  • Moonrise Kingdom
  • Our Idiot Brother
  • SkyFall

Am Schluss waren es noch drei – drei Filme, die alle so perfekt sind, dass es mir brutal schwerfällt, einen den anderen beiden vorzuziehen. Letztlich musste es aber dennoch sein, und so habe ich, ganz Swiss Date-mässig, mein Herz an Moonrise Kingdom verschenkt, einen schrullig-herzigen Film. Die beiden brutal unter die Haut gehenden Jagten und The Impossible gucken da leider in die Röhre, und ich hoffe, dass sie wenigstens bei den Oscars mehr Beachtung finden.

Bester Animationsfilm

  • Brave
  • ParaNorman
  • The Pirates! Band of Misfits
  • Puss in Boots
  • Wreck It Ralph

Dieses Jahr gab es viele interessante Animationsfilme, und davon waren erstaunlich viele auch tatsächlich grossartig. Dreien vergab ich 10/10 Sternen (Brave, ParaNorman und The Pirates! Band of Misfits), einem 9,5/10 Sternen (Wreck-It-Ralph) und angesichts dieser Coolness brauche ich Puss in Boots gar nicht zu erwähnen. Meine Wahl fiel auf ParaNorman, weil er von einem sehr jungen Studio stammt, aber ohne Weiteres mit den Grossen mithalten kann.

Beste Szene

Die anderen vier Szenen waren auch herrlich oder atemberaubend oder komisch, aber nichts toppt die Puny God-Szene in The Avengers. Davon werde ich noch meinen Kindern erzählen. Ohne Scheiss.

Bester Jaw-Dropper (zum Lesen markieren)

  • [Coulsons Tod] (The Avengers)
  • [Talia Al Ghul] (The Dark Knight Rises)
  • [Secret Romance] (Rock of Ages)
  • [Cyanide Effects] (SkyFall)
  • [M stirbt] (SkyFall)

Wer hier gewinnen wird, war nach meiner ausführlichen Berichterstattung wohl kaum eine Überraschung. Die Szene selber wars aber schon. Eine unangenehme Überraschung, sogar.

Beste Effekte

  • The Amazing Spider-Man
  • The Dark Knight Rises
  • The Hobbit: An Unexpected Journey
  • Hugo
  • Life of Pi

Wenn es um Effekte geht, zeigte sich auch 2012 wieder, spielt Weta in den vorderen Reihen mit. Seien das Steinriesen, Trolle, Goblins, Drachen oder Warg-Späher – die Figuren und Settings in The Hobbit: An Unexpected Journey wirkten zu keinem Zeitpunkt künstlich.

Bestes 3D

  • The Amazing Spider-Man
  • The Hobbit: An Unexpected Journey
  • Hugo
  • Life of Pi
  • Men in Black 3

Das 3D in The Hobbit: An Unexpected Journey bot das, was ich mir von dieser Technologie wünsche: Minimale Pop-Out-Effekte, und stattdessen eine atemberaubende Tiefenwirkung, die die Dramatik gewisser Szenen zusätzlich unterstreicht. Ich hoffe, dass man sich in Hollywood je länger, je mehr daran ein Beispiel nimmt.

Beste Regie

  • Chris Nolan (The Dark Knight Rises)
  • Juan Antonio Bayona (The Impossible)
  • Bart Layton (The Imposter)
  • Wes Anderson (Moonrise Kingdom)
  • Martin McDonagh (Seven Psychopaths)

Chris Nolan schaffte es, seiner Trilogie mit The Dark Knight Rises die Krone aufzusetzen. Juan Antonio Bayonas Drama The Impossible ist ein packendes und ungeschöntes Drama. Bart Layton spielt in The Imposter gekonnt mit der „Wahrheit“ des Dokumentarfilms. Wes Andersons Moonrise Kingdom ist ein herrlich schrulliger Indie-Film. Und Martin McDonagh toppt sein Regiedebüt In Bruges mit dem abgedrehten Deppenkrimi Seven Psychopaths.

Verdient hätte es ja jeder, das ist klar. Aber am meisten faszinierte mich dann doch, was Layton aus seinem Film herausholte.

Bester Darsteller

  • Joseph Gordon-Levitt (50/50)
  • Quvenzhané Wallis (Beasts of the Southern Wild)
  • Tom Hanks (Cloud Atlas)
  • Rooney Mara (The Girl With The Dragon Tattoo)
  • Mads Mikkelsen (Jagten)

Der dänische Bond-Bösewicht hat nicht ohne Grund auch in Cannes abgeräumt. Er ist in Thomas Vinterbergs Drama Jagten einfach eine Wucht, und definitiv etwas vom Besten, was ich 2012 in den Kinos gesehen habe.

Bester Nebendarsteller

  • Alan Arkin (Argo)
  • Tom Hardy (The Dark Knight Rises)
  • Andy Serkis (The Hobbit: An Unexpected Journey)
  • Ezra Miller (The Perks of Being a Wallflower)
  • Sam Rockwell (Seven Psychopaths)

Zugegeben, wirklich grossartige Nebendarsteller gab es im vergangenen Jahr nicht wirklich – zumindest keine, die hier bereits im Vorfeld klarer Sieger gewesen wären. Letztlich begeisterte mich aber Andy Serkis als Gollum am Meisten, da er auch nach über zehn Jahren neue Seiten an dieser Figur entdeckte.

Bester Bad Guy

  • Loki – Tom Hiddleston (The Avengers)
  • Bane – Tom Hardy (The Dark Knight Rises)
  • Boris – Jemaine Clement (Men in Black 3)
  • Charlie Costello – Woody Harrelson (Seven Psychopaths)
  • Raoul Silva – Javier Bardem (SkyFall)

Warum erklärt euch der Gewinner gleich selber, und zwar hier.

Bester Soundtrack (Original Score)

  • Beasts of the Southern Wild (Dan Romer, Benh Zeitlin)
  • Cloud Atlas (Tom Tykwer, Johnny Klimek, Reinhold Heil)
  • The Dark Knight Rises (Hans Zimmer)
  • The Hobbit: An Unexpected Journey (Howard Shore)
  • Moonrise Kingdom (Alexandre Desplat)

Es war keine einfache Entscheidung, angesichts der zahlreichen genialen Scores in diesem Jahr, aber sie war schnell gefällt. Kein Soundtrack berührte mich dermassen stark, wie Tom Tykwers Kollaboration mit Johnny Klimek und Reinhold Heil für seinen Film Cloud Atlas. Wundervoll.

Bester Musiktitel (Original Score)

Das ist echt eine knifflige Kategorie. Hier musste ich schon im Vorfeld viel kürzen, und auch jetzt fällt es mir schwer, einen Titel auszuwählen. Nach langem Hin- und Her beschränkte ich die Auswahl auf die beiden Superheldenfilme und Beasts of the Southern Wild, und entschied mich letzten Endes, auch deswegen, für Gothams Reckoning. Ein verdammt pumpender Titel.

Bester Song

  • Immigrant Song – Trent Reznor, Atticus Ross & Karen O (The Girl With The Dragon Tattoo)
  • Misty Mountains – Howard Shore, Richard Armitage, Dwarf Cast (The Hobbit: An Unexpected Journey)
  • Life’s a Happy Song – Bret McKenzie (The Muppets)
  • SkyFall – Adele (SkyFall)
  • Sugar Rush – AKB48 (Wreck It Ralph)

Was machen wir uns da vor, der Sieger dieser Kategorie stand ja schon von Anfang an fest. Zumindest, wenn man mich kennt. So sehr ich nämlich Adele doof finde, so grossartig ist ihr Titelsong für SkyFall – der beste Bond-Titelsong des Jahrhunderts.

Bester Cameo / Gastauftritt

  • Johnny Depp – Tom Hanson (21 Jump Street)
  • Stan Lee – Bibliothekar (The Amazing Spider-Man)
  • Damon Poitier – Thanos (The Avengers)
  • Bret McKenzie – Lindir (The Hobbit: An Unexpected Journey)
  • The Lonely Island – „Casual Wankers“ (The Watch)

Es ist eine schwierige Wahl, da ich an allen Cameos ziemlich Freude hatte. Der unterhaltsamste in dieser Liste war aber schon Stan Lee als Bibliothekar, dem ziemlich egal zu sein scheint, was hinter ihm abgeht. Grossartige Szene.

Bester Kurzfilm

  • Item 47 (BluRay zu The Avengers)
  • La Luna (vor Brave)
  • The Legend of Mor’du (BluRay zu Brave)
  • The Longest Daycare (vor Ice Age: Continental Drift)
  • Paperman (vor Wreck It Ralph)

Mich hat schon lange kein Kurzfilm mehr so fasziniert, wie La Luna von Enrico Casarona, und so ist es nur logisch, dass auch dieser Short mein Favorit ist – nicht zuletzt, weil mich der andere Pixar-Kurzfilm, The Legend of Mor’du nicht völlig begeisterte.

Ehrenfail-Awards

  • Schlechtester Film: The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 2
  • Schlechtester Darsteller: Til Schweiger (Schutzengel)
  • Schlechtester Nebendarsteller: Das Drehbuch (The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 2)

Statistik:

  • 9 Nominationen: The Dark Knight Rises (Gewinne: 2 / Quote: 22%)
  • 7 Nominationen: SkyFall (1/14%)
  • 6 Nominationen: The Avengers (2/33%), The Hobbit: An Unexpected Journey (3/50%)
  • 4 Nominationen: Beasts of the Southern Wild
  • 3 Nominationen: 50/50, The Amazing Spider-Man (1/33%), Cloud Atlas (1/33%), Moonrise Kingdom (1/33%), Seven Psychopaths
  • 2 Nominationen: Brave, The Girl With The Dragon Tattoo, Hugo, The Impossible, Jagten (1/50%), Life of Pi, Men in Black 3, Wreck It Ralph
  • 1 Nomination: 21 Jump Street, Argo, The Dictator, The Imposter (1/100%), The Muppets, Our Idiot Brother, ParaNorman (1/100%), The Perks of Being A Wallflower, The Pirates! Band of Misfits, Puss in Boots, Rock of Ages, The Watch

Was die „gewonnenen“ Kategorien angeht, da hat The Hobbit: An Unexpected Journey offensichtlich die Nase vorn, mit ganzen drei Kategorien – wenn auch zwei davon technischer Art sind. Das erstaunt mich schon ziemlich (ich dachtebei der Vergabe schliesslich nicht daran, wieviele Preise wer gewinnt), war ich doch eigentlich überzeugt, dass ich die Superheldenfilme besser bewerten würde. Auch SkyFall geht in vielen Punkten leer aus, was hingegen angesichts der Konkurrenz nicht erstaunt.

Erwähnenswerte Mehrfach-Nominationen:

  • Tom Hardy – 2 (Bester Nebendarsteller, Bester Bad-Guy)
  • Bret McKenzie – 2 (Bester Song, Bester Cameo/Gastauftritt)
  • Flight of the Conchords – 3 (Bester Bösewicht, Bester Song, Bester Cameo/Gastauftritt)
  • Dos Corazones

    Nun, Chris Nolan hätte meiner Meinung nach den Award auch nicht verdient gehabt – aber egal. Mir fällt jetzt erst auf, dass du beim besten 3D Prometheus überhaupt nicht berücksichtigt hast, obwohl das meiner Meinung nach das künstlerisch best eingesetzte 3D bisher war – technisch gesehen sticht das The Hobbit allerdings auch auf meiner internen Liste aus.

    Auf Jagten und The Impossible bin ich jetzt jedenfalls sehr gespannt, denn die starten ja regulär erst dieses Jahr in den Kinos.

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  • Xander

    Das 3D bei „Prometheus“ fand ich jedoch auch nicht so atemberaubend. Es glänzte weitestgehend durch Abwesenheit… und ob die wenigen Szenen jetzt so künstlerisch sind, würd ich im Zweifel auch verneinen.

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  • vorstadtprinzessin

    Jemand anderes hätte bei „bester Song“ auch gar nicht gewinnen dürfen 🙂

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  • maloney

    Schön zu sehen, dass wir in Bester Film und Bester Animationsfilm überein stimmen….die zwei haben es wirklich verdient^^

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  • Silencer

    Da liegst Du sehr, sehr oft richtig. Gut, Hans Zimmer dürfte für sein im Schlaf abgespultes Standardprogramm im Leben nichts gewinnen und Coulsons Tod war jetzt nicht wirklich der Burner, aber sei´s drum.

    Was ist denn die Puny-God-Szene? Die mit Cap, Thor und Iron Man im Wald?

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  • Sebastian

    Der Cloud-Atlas-Soundtrack ist besser als diejenigen der Herren Desplat, Romer und Shore? Da muss ich wohl mal reinhören …

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  • Maik

    Immer wieder eine Ehre dieser Preisverleihung beizuwohnen.

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