Episodes – Staffel 1

Episodes1

„Seriously, I wanna have sex with your show.“

Als Friends– und Matt LeBlanc-Fan ist Episodes für mich natürlich eine Pflicht, zumal der Schauspieler dafür einen Golden Globe abräumen durfte. Und in der Tat ist diese Auszeichnung mehr als verdient. Der Rest von Episodes hingegen… not so much. Meine Review zur ersten Staffel, nach dem Klick.

Das Ehepaar Sean und Beverly Lincoln wird nach dem wiederholten Gewinn eines BAFTAs für ihre Erfolgsserie Lyman’s Boys von einem amerikanischen Produzenten gebeten, eine US-Version der Serie zu entwickeln. Doch als sie in LA ankommen, werden sie rasch auf den Boden der Realität geholt und müssen nicht nur mit den Änderungen an der Serie, darunter das Casting des total mühsamen Matt LeBlanc in der Hauptrolle, klarkommen, sondern auch mit den Auswirkungen derselben auf ihre Ehe…

Es dauerte ein bisschen, bis ich mit Episodes warm wurde. Gerade die ersten paar Folgen strecken sich ziemlich hin, was vermutlich auch daran liegt, dass Matt LeBlanc erst etwas später seinen ersten Auftritt hat. Die beiden britischen Hauptdarsteller Stephen Mangan und Tamsin Greig machen ihren Job zwar sehr gut, können aber eine solche Serie nicht tragen. Und so wird Episodes merklich besser, sobald Matt LeBlanc das Geschehen betritt. Der Friends-Darsteller spielt eine fiktionalisierte Version seiner Selbst und blüht richtig auf in der Rolle des dämlichen Machos. Dass dabei sehr viel Joey drinsteckt, ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass sich Friends-Produzent David Crane für Episodes verantwortlich zeichnet.

Das Hauptproblem von dieser Serie ist, dass sie abgesehen von Matt LeBlanc nicht wirklich funktioniert. Gerade was den Humor betrifft, ist Episodes extrem zurückhaltend und präsentiert viele Gags, die leider nicht wirklich ins Schwarze treffen. So gähnt man sich durch diese Comedy, in der Hoffnung, dass uns wenigstens ein bisschen Charakterentwicklung präsentiert wird. Doch leider klappt auch das nur beschränkt, die Bromance zwischen Sean und Matt ist das einzige spannende Element dieser Serie. Nur wissen die Macher nichts damit anzustellen und lassen auch hier viel Potential ungenutzt. Immerhin verspricht das Staffelfinale eine etwas unterhaltsamere zweite Staffel, doch dazu müssen auch mehr Gags her.

Smell the fart acting
Smell the fart acting

„It’s not funny enough. It’s not smart enough, there’s nothing unique or special. It’s just profoundly mediocre.“

Ich danke den Machern an dieser Stelle für den Steilpass, denn diese Aussage von Beverly über die Serie, die sie produzieren trifft leider so oder so ähnlich auch auf Episodes zu. Wäre Matt LeBlanc nicht, würde ich vermutlich nicht einmal in Erwägung ziehen, die zweite Staffel zu schauen.

  • donpozuelo

    Ich habe bis jetzt die ersten fünf Folgen gesehen und bin im Moment noch sehr angetan von der Serie. Ich mag LeBlanc in seiner Real-Life-Joey-Version, aber ich mag auch die beiden britischen Darsteller. Bis jetzt kann ich mich noch nicht beschweren 😉

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  • Kim

    Wohl einfach nur Durchschnitt 🙁

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  • Jenny

    Also die Serie kenne ich nicht. Was mir aber beim Über-deine-Seite-drübergucken direkt ins Auge gesprungen ist: Mann ist Joey grau geworden 😀 Gestern bei der Emmy-Verleihung war er auch nominiert und man hat ihn kurz gesehen, da sah er auch sehr alt (und übrigens relativ genervt :D) aus.

    Es wird einfach Zeit für ein Friends-Revival oder einen Kinofilm 😀

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