Bambi (1942)

Bambi

DisneyThirty2

„What happened, Mother? Why did we all run?“ – „Man was in the forest.“

Ich liege ja grossartig in der Zeit mit meiner Disney Thirty-Reihe, bei der ich 30 Disney-Filme in einem Jahr reviewen wollte. Nun, im Oktober bin ich fängs bei Film Nummer 5. Es ist also anzunehmen, dass die Reihe noch ein bisschen länger läuft. Diesmal ist Bambi am Zug, der fünfte Disney-Film und wie bereits Fantasia und Dumbo bekundete der Film aufgrund des Zweiten Weltkrieges Mühe am Box Office, weshalb darauf einige kleinere Projekte folgten. Rückblickend schadete das dem Film aber nicht, Bambi gilt heute noch als einer der kultigsten Disney-Filme.

Der Wald ist in Aufruhr – soeben wurde der kleine Prinz, ein Rehkitz namens Bambi, geboren. Die Tiere des Waldes freuen sich, allen voran der kleine Hase Thumper, der sich Bambi sofort annimmt. Zusammen mit dem Stinktier Flowers bilden sie ein unzertrennliches und unerschütterliches Trio. Bambis Leben wird aber urplötzlich auf den Kopf gestellt, als die Jäger im Wald auftauchen, und seine Mutter getötet wird. Der Prinz des Waldes muss den Gefahren des Waldes wohl oder übel ins Auge blicken…

Auch wenn Bambi mit knapp 70 Minuten Laufzeit sehr kurz geraten ist, merkt man das dem Film nicht an. Im Gegenteil: Disney lässt sich Zeit für seine Geschichte und wartet mit viel Nebengeplänkel auf – alleine die Eröffnungssequenz dauert eine Ewigkeit. Abgesehen davon, dass daraus viele schöne und witzige Sequenzen resultieren, sorgt dieses gemächliche Erzähltempo für eine wohlige Grundstimmung und bringt uns ausserdem auch die Charaktere näher. Gerade Thumper ist eine der coolsten Disney-Figuren, während ein Charakter wie das kleine Stinktier Flowers heutzutage kaum mehr denkbar wäre. Zu kitschig und überzuckert ist dieser Charakter.

Das ist generell eine der Schwächen von Bambi – während er uns einen spannenden (und kindergerechten) Plot über die Schönheit und die Gefahren des Waldes bietet und diesen auch konsequent erzählt, trägt Disney hie und da etwas gar dick auf. Alles ist süss und knuddlig und schnuckelig. Schön, dass Disney wenigstens in der zweiten Filmhälfte ein bisschen davon wegkommt, und nicht nur seinen Protagonisten erwachsener präsentiert, sondern auch einen etwas ernsteren Ton anschlägt. Der Anstoss zu dieser Entwicklung ist der Schockmoment der Disney-Geschichte, der Tod von Bambis Mutter. Da dürfte wohl kein (Kinder-)Auge trocken geblieben sein.

Dat Spiegel.
Dat Spiegel.

Bambi ist ein extrem kitschiger Disney-Film, der aber, wenn man darüber hinwegsieht, mit seinen schönen Bildern, den spannenden Figuren und der liebevoll erzählten Geschichte sehr gelungen ist.

8,5 Sterne

  • donpozuelo

    Ich gestehe: Habe ich noch nie gesehen!!!!

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  • donpozuelo

    @Owley: Ja, irgendwie schon. Aber wenn ich noch etwas gestehen soll: Der Film spricht mich so gar nicht an. Ansonsten liebe ich die alten Disney-Filme und habe eigentlich auch fast alle gesehen… aber Bamby hat mich irgendwie nie gereizt.

    Aber ja, ich denke mal, irgendwann wird auch Bambis und meine Zeit kommen 😀

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  • Kim

    Rein theoretisch könntest du dennoch noch nachholen, um deine 30 Filme zu reviewen 😀

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