Turbo (2013)

Turbo

„No dream is too big, and no dreamer too small.“

Nach einem schrägen Unfall ist die Gartenschnecke Turbo plötzlich total schnell. Mit dieser Superkraft ausgerüstet steht einer Teilnahme am Indy 500 eigentlich nichts mehr im Wege. Für weit hergeholte Geschichten ist DreamWorks immer gut, und auch Turbo bildet da keine Ausnahme. Was der Debutfilm von David Soren sonst noch alles falsch macht, erfahrt ihr in meiner Review nach dem Klick.

Christopher Nolans Kameramann und Oscar-Preisträger Wally Pfister war Berater für die Optik bei Turbo – und wie schon bei Guillermo del Toro, der bei Kung Fu Panda 2 seine Hände im Spiel hatte, zeigt sich sein Einfluss hier immer wieder. Denn der DreamWorks’sche Schneckenfilm wartet mit schönen Bildern, die gut aufeinander abgestimmt sind, auf und hebt sich dadurch von den letzten Arbeiten des Studios ab. Doch dass man Hilfe von Aussen nötig hat. zeigt auch deutlich, mit was für Baustellen das Studio zu schaffen hat. Dazu passt dann auch die uninspirierte Story, die ihr Underdog-Potential komplett ungenutzt lässt und sich ganz einfach alter Klischees bedient. Da wäre vielleicht auch ein Story-Consultant analog zu Wally Pfister keine schlechte Idee gewesen.

Einige Qualitäten zeigen sich aber selbst bei diesem einfach gestrickten Plot: Das Ende etwa, ist wiederum ein bisschen unkonventionell und spannender als der Rest des Films und auch wie Turbos Held plötzlich zu seinem erbittersten Gegner wird, ist ein nettes Element. Dass man da aus der Figur des französischen Rennfahrers im Zusammenhang mit einer Schnecke aber nicht mehr herausgeholt hat, geht wieder unter „ungenutztes Potential“. Da ich Turbo zudem in der deutschen Sprachversion gesehen habe, möchte ich an dieser Stelle auch noch einige Worte über die deutsche Synchronarbeit verlieren. Denn die ist unter aller Sau. Aber was erwartet man schon von einem Film, der für Hauptrollen Sprecher wie Giovanni Zarrella (der weder Schauspiel- noch Synchronerfahrung hat) verpflichtet und einen Namen wie Theo englisch aussprechen lässt?

Gibt sich und hat Mühe - das DreamWorks-Motto?
Gibt sich und hat Mühe – das DreamWorks-Motto?

Es ist immer ein bisschen das Gleiche mit DreamWorks, die einfach keine rechte Story hinbekommen. Auch Turbo wird das zum Verhängnis und so erstaunt es auch nicht, dass der Film für das Studio ein weiterer Flop an den Kinokassen war.

4 Sterne

  • Silencer

    Wobei schon das Grundthema Banane ist und selbst Pixar daraus kein Meisterwerk mehr hätte stricken können.

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  • Fox

    boah, bei dem Film wollte ich nach der Hälfte schon nicht mehr weitergucken. Wirklich mieses Gesamtbild – trotz einiger Lichtblicke

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