Peter Pan (1953)

PeterPan

DisneyThirty1

„I’ll get you for this, Pan, if it’s the last thing I do!“

Wendy und ihre beiden Brüder glauben felsenfest an Peter Pan, den Jungen, der nie erwachsen wird. Als Peter sie eines Nachts besucht, überzeugt er sie, mit ihm nach Neverland zu kommen, eine wunderbare Insel gleich beim zweiten Stern rechts. Eigentlich wäre Peter Pan in der Reihe meiner Disney-Reviews bereits letzte Woche drangewesen, doch irgendwie habe ich den Film vergessen, und so kam Lady and the Tramp zum Zug, der erst zwei Jahre später erschien. Mit einer Woche Verspätung folgt nun also die Rezension zur Adaptation von James M. Barries Theaterstück.

Mit der Flucht in eine viel schönere Welt und dem Wunsch, nie erwachsen werden zu müssen, hat sich auch noch heute wohl jedes Kind befasst – und Peter Pan lässt keine Möglichkeit ungenutzt, uns die Vorzüge und Schönheiten dieses utopischen Neverland zu zeigen: Indianer, Piraten, Abenteuer und für die Mädchen noch ein paar Meerjungfrauen (oder war das auch für die Jungs?). Sieht man mal davon ab, was für einen Frauenverschleiss Peter Pan in seinem Film hinlegt, dann erkennt man, wie sehr dieser Film Walt Disney persönlich am Herzen gelegen hat. Nur schade, dass der Protagonist selber der nervigste Bengel ist, den uns die Mickey Mouse-Filmschmiede je präsentiert hat.

Mit Captain Hook hingegen bekommen wir einen der eindrücklichsten Disney-Bösewichte, der so witzig wie grässlich ist und durch schönes Charakterdesign auffällt. Der von Hans Conried grossartig verkörperte Piratenkapitän (ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich einen Sprecher namentlich erwähne) ist das absolute Highlight dieses Films und sorgt zusammen mit einem schrägen Krokodil für zahlreiche Lacher. Auch wenn die Story etwas lahm daherkommt und sich fast schon zu stark auf den Slapstick verlässt und auch die Musik alles andere als erinnerunsgwürdig ist – die wunderschönen Bildwelten lassen einen diese Mängel schnell vergessen. Man merkt eben doch, dass hier noch alle Nine Old Men gemeinsam am Werk waren.

Cliffhanger
Cliffhanger

Peter Pan bietet einem schöne Bilder, witzige Gags und einen der besten Disney-Bösewichte überhaupt. Ansonsten ist dieser Film aber einer der weniger denkwürdigen in der Geschichte des Studios.

7 Sterne

  • Julian

    Ich liebe den Film. Habe ich im Kino gesehen, da war ich so 7 oder 8. Und der Soundtrack ist richtig gut.

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  • Alice

    Ich muss diesen Film mal gesehen haben, aber ich kann mich kaum noch an etwas davon erinnern. Sollte ich wohl mal wieder meine Erinnerung aufbessern.
    Mal sehen was aus dem gritty evil dark super badass Remake davon wird.

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  • Mister Nick

    Da sind wir ja tatsächlich zu ähnlichen Urteilen gekommen…
    P.S: wenn du hier bereits ausdrücklich Conried erwähnst, dann bin ich ja auf dein Verdikt von Eleanor Audley’s Maleficent gespannt. 😉

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  • Roger

    Als nächstes „Taran und der Zauberkessel“ aka „The Black Cauldron“? Hab ich in meiner Kindheit bis zur Ohnmacht reingezogen 🙂 – hatte den VHS stets dabei haha … Noch heute einer meiner Disney Favoriten. Gurgi for president!

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