Community – Staffel 3

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„It won’t matter what happens to us as long as we stay honest and accepting of each others‘ flaws and virtues. Annie will always be driven, Shirley will always be giving, Pierce will never apologize, Britta’s sort of a wild card from my perspective, and Jeff will forever remain a conniving son of a bitch.“

Das neue Schuljahr am Greendale Community College birgt zahlreiche neue Probleme für die Study Group: Jeff und Pierce müssen um den einzigen freien Platz in der Gruppe kämpfen, Troy wird von einem mysteriösen Bund umgarnt und Abed verliert langsam aber merklich den Bezug zur Realität. Auch die dritte Staffel von Community ist höchst legendär und etwas vom Besten, was ich serienmässig zu Gesicht bekommen habe – trotz erster Abnutzungserscheinungen.

Dan Harmon hat mich erhört und präsentiert uns in der dritten Staffel von Community stärker zusammenhängende Episoden und Storylines. Das tut der Narrative extrem gut und treibt die Charakterentwicklung stark vorwärts. Gerade Jeff und Troy wird in dieser Staffel einiges abverlangt und auch Pierce durchlebt einige interessante Momente. Dass man John Goodman als Quasi-Antagonisten dieser Staffel verpflichten konnte und ihn als durchgehendes Element einsetzt, ist für mich nicht nur das absolute Highlight dieser Staffel, sondern eigentlich der ganzen bisherigen Serie. Leider bleiben dabei einige andere, ebenfalls interessante Storyelemente aussen vor – wie Shirley ihr neues Doppelleben als Mutter und Studentin meistert, wird gar nicht thematisiert.

Und dieser Hang zum Storytelling scheint auch ein bisschen auf Kosten der Spontaneität und Gags passiert zu sein. Die ersten beiden Staffeln konnten den Spagat zwischen Humor und Inhalt besser meistern, hier geht es nicht mehr ganz so witzig zu und her. Sicher, Lacher gibts auch im dritten Durchgang, aber die ganz schrägen und aberwitzigen Einfälle vermisse ich halt schon ein bisschen. Die Videospielefolge (die angeblich den Ausschlag für Dan Harmons Streit mit Chevy Chase gab), die Kissenschlachtepisoden oder natürlich die ganze Idee mit Chang als korrupter Sicherheitsboss sind einige der Gags, die auch tatsächlich zünden. Und sie sind es definitiv wert, Community auch noch weiterhin treu zu bleiben.

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I believe I can fly!

Auch in der dritten Staffel von Community geht es rasant zu und her – die thematischen Folgen fehlen mir zwar ein bisschen und auch die Gags sind nicht alle gleich witzig, aber diejenigen, die zünden, sind dafür umso witziger. Vice Dean Laybourne FTW.

  • Alice

    Das ist so das Ding: Auch die dritte Staffel macht ihre Fehler, aber bleibt weitgehend genial.
    Nur dass viele „Fans“ es dieser vergeben, der vierten aber nicht, weils eben jetzt ‚cool‘ ist, die vierte Season zu haten.
    Dan Harmon meinte ja dazu, Season vier zu schauen sei für ihn wie „being held down and watching your family get raped on a beach“. Not cool, dude.

    Oh and did you know, that when it snows…

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  • Julian

    Eine Serie, die ich – wie auch Das Grünflächenamt- erst nur ab und an gesehen habe und plötzlich so gut fand, dass ich sie nicht mehr missen möchte.

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  • Jan

    Meiner Meinung nach hat die dritte Staffel wirklich viel zu bieten, die besonderen Folgen hast du ja schon genannt, wobei mir dann auch noch vor allem das Finale einfällt, dass mit einer weiteren kompletten Mindfuck-Folge aufwartet, dazu noch eine Heist-Episode inszeniert und generell einfach prächtig unterhält. Abnutzungserscheinungen sind mir indes kaum aufgefallen. Dass Jeff wie jeher die gleiche Moral immer wieder neu erlernen muss, bleibt zwar nach wie vor ein eher nerviges Element, ansonsten aber wirkt die Serie mit ihren vielen Ideen weiterhin frisch. Und das sind einige Ideen, die der vierten Staffel irgendwie gefehlt haben, weshalb ich die stärkere Kritik an der noch aktuellsten Staffel durchaus nachvollziehen kann.

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