The Grand Budapest Hotel (2014)

GrandBudapestHotel

„Why do you want to be a lobby boy?“ – „Who wouldn’t, sir, at the Grand Budapest?“

Wir befinden uns in der glorreichen Alpenrepublik Zubrowka, im Jahre 1932. Der Concièrge des noblen und prestigeträchtigen Grand Budapest Hotel sieht sich eines Tages plötzlich mit dem unlauteren Vorwurf konfrontiert, seine reiche Geliebte Madame D. hinterhältig ermordet zu haben. Mit der Unterstützung seines Hotelpagen Zero versucht Monsieur Gustave seine Unschuld zu beweisen, steht doch mit ihm der Ruf des Hotels auf dem Spiel. The Grand Budapest Hotel ist der Titel des neuen Films von Wes Anderson, einer Komödie, wie sie nur der Kultregisseur zu fabrizieren weiss.

Anderson bleibt sich selbst auch mit seiner achten Regiearbeit, die zeitweise im Format 4:3 daherkommt, treu – die Pflichtauftritte von Bill Murray, Owen Wilson und Jason Schwartzman, die bisher in fast jedem seiner Filme dabei waren, dürfen natürlich auch in The Grand Budapest Hotel nicht fehlen. Nach ihren Auftritten in Moonrise Kingdom kehren zudem Tilda Swinton, Edward Norton, Bob Balaban und Harvey Keitel zurück und mit Mathieu Amalric, Jude Law, Saoirse Ronan, Ralph Fiennes und dem Neuling Tony Revolori gesellen sich sogar noch einige neue Gesichter zum Anderson-Darsteller-Pool. Dabei wissen alle dieser zahlreichen grossen Namen zu gefallen, doch speziell das ungleiche Duo Fiennes und Revolori hat es mir angetan.

Doch auch Anderson weiss, dass ein guter Cast noch lange keinen guten Film macht. Dass The Grand Budapest Hotel trotzdem begeistert, dafür sorgt in erster Linie die Story, die ganz Anderson-typisch herrlich absurd und gespickt mit schrägen Einfällen daherkommt, im Kern aber mit einer ehrlichen Botschaft über den Wert der Freundschaft aufwartet. Im Bezug auf die liebevollen Miniaturen und die tollen Sets kann ich übrigens diesen ausführlichen Hintergrundartikel von D&C wärmstens empfehlen, und am Besten wäre es natürlich, wenn bei der Lektüre auch gleich noch die fantastische Musik von Alexandre Desplat aus den Lautsprechern schallt. Dass sich in den Film auch noch ein Schweizerisches Zäuerli, also ein Appenzeller Jodel, geschlichen hat, macht The Grand Budapest Hotel nur noch cooler.

"So, jetzt aber im Ernst - wer von euch ist Miss Moneypenny?"
„So, jetzt aber im Ernst – wer von euch ist Miss Moneypenny?“

Dass Wes Anderson momentan einer der angesagtesten Filmemacher ist, hat durchaus seine Gründe. Der Regisseur ist ein versierter Geschichtenerzähler mit einem Händchen für witzige Figuren, wie The Grand Budapest Hotel – einer der stärksten Filme des noch jungen Jahres – eindrücklich beweist.

9 Sterne

  • donpozuelo

    Dieses Wochenende!!! Freue mich schon sehr drauf! Wes Anderson ist ja sowieso Pflicht!!! 😀

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  • Karo Kafka

    Dieser Film steht bei mir sowas von auf der Liste. Kann gar nicht abwarten, ihn anzuschauen. Deine Einschätzung hat das noch einmal verstärkt! 😀

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