The Muppets (2011)

„No drums! No drums! Jack Black said no drums!“

Diese Review liegt seit zwei Jahren in meinen Entwürfen. Erst wollte ich sie überarbeiten, dann dachte ich, es wäre lustiger, sie so zu belassen, wie sie war.

Die Muppets waren fester Bestandteil meiner Kindheit. An Weihnachten haben wir jeweils A Muppet Christmas Carol geguckt und dann Geschenke ausgepackt. Und auch sonst hatte ich viel Spass an Miss Piggy und Kermit und Beaker und wie sie alle heissen. Angenommen, man kombiniert diesen Bestandteil meiner Kindheit mit meiner liebsten Fernsehserie (gut, Jim Parsons hat keinen grossen Auftritt), mit meiner anderen liebsten Fernsehserie (gut, Bret McKenzie hat „nur“ die Musik geschrieben und auch Kristen Schaal ist kaum zu sehen) und mit einer anderen Fernsehserie, die durch Jason Segel und Neil Patrick Harris zwar prominent vertreten ist, aber nicht zu meinen Favoriten zählt. Ein solches Produkt kann nur grossartig sein, oder? Genau. Das ist The Muppets.

Als Walter, der grösste Muppets-Fan, erfährt, dass der reiche Ölmogul Tex Richman plant, auf dem Anwesen der Muppets-Studios nach Ölvorkommen zu bohren, plant er, die Muppets für eine neue Show wieder zusammenzubringen, um die nötigen 10 Millionen zu sammeln, die es braucht, um Richman von seinem Vorhaben abzubringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, gelingt es Walter, zusammen mit seinem Bruder Gary, die Muppets wieder zu versammeln, doch damit fangen die ganzen Probleme erst richtig an. Doch die Muppets wären nicht die Muppets, wenn sie diese Probleme nicht meistern könnten…

Jason Segel, der seine Liebe für die Muppets bereits schon in Forgetting Sarah Marshall (ha, Marshall) zeigen durfte, erzählt mit The Muppets nicht nur eine schöne und liebevolle Geschichte über unsere Lieblingsfernsehhelden, er bringt uns auch gleichzeitig eine Hommage an die Muppets, wie sie nur ein treuer Fan liefern kann. Ich bin Disney dankbar, dass sie niemand anderen mit dieser Aufgabe betraut haben, denn das Resultat begeistert auf der ganzen Linie. Nicht nur der Muppet-Auflauf kann sich sehen lassen, auch die Zahl der Gastauftritte ist beachtlich: Jim Parsons, Mickey Rooney, Feist, Alan Arkin, Zach Galifianakis, Neil Patrick Harris, Selena Gomez, Jack Black, Whoopi Goldberg, Ken Jeong, Kristen Schaal und selbst Dave Grohl geben sich die Ehre.

Doch den Film nur auf seine Gaststars zu reduzieren, wäre ungerecht, denn er hat weit mehr vorzuweisen, als das. Segel gelingt es, den Ton der Vorgänger beizubehalten, ohne aber altbacken daherzukommen. Zum Glück verzichtet man aber konsequent auf billige Witze und zeigt, dass es durchaus noch Leute gibt, die den classy Humor der Muppets schätzen. Der grossartige Soundtrack von Bret McKenzie und Christophe Beck trägt das Seine zum Revival des 80’s-Feelings bei, das diesem Film den letzten Schliff verleiht, und das selbst ich, als Spätzünder noch mit den Muppets verbinde. So und nicht anders müssen die Muppets sein.

Close Encounters of the Green Kind

Wie schön ist es doch, wenn ein Film die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann. Zugegeben, in letzter Zeit passiert das desöfteren, nichtsdestotrotz freut es mich ständig aufs Neue. So auch bei The Muppets, der mir mit seiner liebevollen Machart viel Freude bereitete.

 

  • Roger

    Echt jetzt? Hab mich bis anhin noch nicht überwinden können … muss ich nach deiner Review wohl ändern.

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  • Verena

    10/10 hätte ich nicht gedacht, obwohl ich großer Muppets-Fan bin und ich den Film auch toll fand. Vielleicht muss ich ihn nochmal im Original schauen. Überhaupt muss ich ihn unbedingt nochmal schauen!
    Vielleicht 8/10. Und vor allem, weil Dave Grohls Cameo viel zur kurz war 😉

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  • weltdeswissens

    Einer der Filme, wo wir uns mal ziemlich einig sind. Kann das sein????

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  • Heuni

    Habe ich in der Sneak gesehen. Fand ihn ebenfalls toll. Unsere Begleiterinenn mochten ihn gar nicht und hatten dann zwei lachende Männer neben sich sitzen 🙂

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