A Million Ways To Die In The West (2014)

MillionWays

„People die at the fair.“

Der Schafzüchter Albert Stark hasst den Westen – überall lauern tödliche Gefahren oder schreckliche Krankheiten. Als er aber einem berüchtigen Gauner noch die Frau ausspannt, wird es für ihn erst richtig brenzlig. Mit A Million Ways To Die In The West liefert uns Seth MacFarlane seine zweite Komödie nach dem Riesenerfolg Ted. Diesmal hat er aber nicht nur eine Sprechrolle, sondern spielt auch gleich die Hauptrolle. An seiner Seite zu sehen sind Charlize Theron, Liam Neeson, Giovanni Ribisi und Sarah Silverman.

Mit A Million Ways To Die In The West gibt sich Seth MacFarlane ein bisschen ernsthafter als in seinem letzten Film – ich sage bewusst „gibt sich“, weil das eben nicht immer gleich gut funktioniert. Der Family Guy-Macher möchte uns nämlich vielschichtige Charaktere präsentieren, die im Film gewisse Entwicklungen durchlaufen und an ihren Aufgaben wachsen. Doch leider ist es nicht wirklich möglich, eine Figur ernstzunehmen, wenn sich MacFarlane im gleichen Atemzug über sie lustig macht. Er hätte sich lieber darauf beschränkt, denn da liegt seine Stärke – auch sein zweiter Film ist ein Gagfeuerwerk, das uns eine Pointe nach der anderen liefert.

Dabei bleibt er erwartungsgemäss nicht immer im Bereich der political correctness, und das ist gut so. Auch als Darsteller macht MacFarlane eine gute Figur in der Rolle des trotteligen Schafzüchters, der irgendwie in allen Belangen ein Versager ist. Der sorgfältig ausgelesene Cast mit Giovanni Ribisi, Sarah Silverman, Amanda Seyfried, Neil Patrick Harris, Charlize Theron und natürlich Liam Neeson kann ebenfalls gefallen. Letzterer ist damit seinem vor einigen Jahren heimlich geäusserten Ziel einen grossen Schritt nähergekommen. Was A Million Ways To Die In The West zusätzlich zu einem Must-See macht, sind die Gastauftritte, darunter zwei der genialsten Cameos der letzten Jahre.

"Suit up!"
„Suit up!“

A Million Ways To Die In The West ist kein Ted – Seth MacFarlanes Westernkomödie ist dafür ein kleines bisschen zu verkrampft. Doch auch so ist der Film einer der lustigsten und vermutlich bissigsten des Jahres. Und so etwas ist immer gut.

8 Sterne

  • Sascha

    Da bin ich jetzt aber mal gespannt. Dass du den so gut findest, lässt mich noch ein wenig hoffen. Fast alle US-Kritiker, denen ich auf Twitter folgte, fanden den, milde ausgedrückt, lahm und unlustig.

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