How To Train Your Dragon 2 (2014)

HTTYD2

„With Vikings on the backs of dragons, the world just got a whole lot bigger.“

Fünf Jahre sind vergangen, seit der Wikingerjunge Hiccup und sein Drachen Toothless das Leben im verschlafenen Nest Berk über den Haufen geworfen haben. Auf dem Rücken seines Drachen macht sich Hiccup nun daran, die Welt zu erkunden, die ihm neu offensteht – und stolpert dabei Hals über Kopf in einen seit Langem schwelenden Konflikt zwischen Menschen und Drachen. Nach zahlreichen Flops wartet DreamWorks Animation nun mit einem garantierten Kassenschlager auf: How To Train Your Dragon 2 wird dem Studio ordentliche Einspielergebnisse bescheren, und das zu Recht. Die Fortsetzung des Überraschungs-Hits von 2010 ist einer der besten DreamWorks-Filme überhaupt.

Mitverantwortlich für den Erfolg von How To Train Your Dragon 2 dürfte die Tatsache sein, dass die Macher ihr Publikum für voll nehmen und es mit ernsthaften Themen wie Leben, Tod, Verantwortung und Macht konfrontieren. Alles Themen, vor denen man sich bei DreamWorks immer ein bisschen gedrückt hat und die den Flops der vergangenen Jahre gefehlt haben. Und es wäre schön, wenn Katzenberg & Co. daraus die richtigen Schlüsse ziehen würden. Doch zurück zum Film, der ganz generell als Fabel für den Umgang mit Tieren gedeutet werden – das Thema der Unterdrückung und Unterwerfung des Tieres (respektive Drachen) kommt hier deutlich zum Tragen. Dass nur der Weg des friedlichen Zusammenlebens eine Zukunft hat, lautet die Moral, die DeBlois den Zuschauern mitgibt. Recht so.

Optisch ist How To Train Your Dragon 2 ebenfalls sehr gelungen. Für die eisigen Landschaften haben sich die Macher am Vorbild von Norwegen orientiert – das Ergebnis sind eindrückliche Set Pieces des hohen Nordens. Auch die vielfältigen Figuren (bei deren Entwicklung der Schweizer Animator Simon Otto massgeblich beteiligt war) können gefallen. So gibt es mit Cloudjumper quasi als Gegenstück zum katzenhaften Toothless einen neuen Drachen, der einer Eule nachempfunden wurde und mir daher entsprechend gefällt. Auch die menschlichen Neuzugänge gefallen, allen voran der Antagonist dieses Films, der finstere Drachenjäger Drago. Drago ist ein Bösewicht der Sorte, bei der einem das Blut in den Adern gefriert, was nicht zuletzt Djimon Hounsous starker Synchronarbeit zuzuschreiben sein dürfte.

"Truly, songs and tales fall utterly short of your enormity, O Alpha the Stupendous!"
„Truly, songs and tales fall utterly short of your enormity, O Alpha the Stupendous!“

Nach einer langen Durststrecke kann DreamWorks endlich wieder einmal einen Erfolg landen – und was für einen. How To Train Your Dragon 2 ist ein berührender Animationsfilm für die ganze Familie, der seinem Publikum eine spannende Story bietet, der es auch an Witz nicht mangelt. Den turbulenten Drachenspass sollte man ausserdem unbedingt in 3D geniessen.

10 Sterne

  • donpozuelo

    Sehr gut. Auf den freue ich mich ja auch schon. Nachdem ich den ersten Teil im Kino verpasst habe, muss ich den hier auf jeden Fall in 3D im Kino sehen!!!

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  • Sumi

    So gut??? 😀 Ich fand den ersten schon total überraschend gut! Wir haben den damals an Weihnachten mit der Familie geguckt, weil meine Schwägerin in Spe den geschenkt bekommen hatte und ich hatte keine Ahnung um was es geht und eigentlich auch kein großes Interesse und dann war der so gut. Hatte zweifel, dass eine Fortsetzzung an diese Klasse rankommt, Bin mal gespannt.

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  • CharlesDexterWard

    Hui, na wird die Vorfreude neu angefacht! Fand den ersten schon überraschend gut und war schon drauf und dran die Filmdeko im Uci zu klauen :))

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