Fading Gigolo (2014)

FadingGigolo

„Do you have any idea what goes on inside a woman’s head?“ – „If I did, I wouldn’t be here.“

Unterstützt von seinem Freund Murray versucht sich der Gärtner Fioravante als Callboy für New Yorks Elite – mit Erfolg. Als er sich jedoch unverhofft in eine jüdische Witwe verliebt, scheint diese Wendung das Aus für sein Leben als Casanova zu bedeuten. Fading Gigolo, die bereits fünfte Regiearbeit von John Turturro, wartet mit einem beeindruckenden Cast auf (neben Turturro sind Woody Allen, Liev Schreiber, Sharon Stone, Vanessa Paradis und Sofia Vergara zu sehen) – dennoch ist der Film eine milde Enttäuschung.

Die grösste Schwäche von Fading Gigolo ist, dass der Film verbissen versucht, den Stil von Woody Allen zu kopieren. Und das klappt leider nie richtig – dem jazzigen Soundtrack fehlt der Schwung, den verschwurbelten Dialogen fehlt der Biss und die Story ist ein einziges Chaos. Turturro schafft es nicht, uns die Figuren wirklich näherzubringen, was sicher auch damit zu tun hat, dass sie immer wieder total unnachvollziehbare und überraschende Entscheidungen treffen.

Dass Woody Allen auch noch mitspielt, bricht dem Film schliesslich das Genick. Der von ihm mit einer spitzbübischen Lässigkeit gespielte Murray alias Dan Bongo stellt alle Figuren des Films in den Schatten und unterstreicht immer wieder, wie meilenweit entfernt Fading Gigolo von der Qualität des „Originals“ ist. Man ist versucht, sich auszumalen, wie gut der Film hätte werden können, wenn Allen ihn gemacht hätte und nicht Turturro.

Original (links) und Kopie (rechts)
Original (links) und Kopie (rechts)

Fading Gigolo klang vielversprechend, kann aber leider nicht wirklich überzeugen. Mit der bemühten und wirren Woody Allen-Kopie tut sich der Regisseur und Hauptdarsteller Turturro leider keinen Gefallen.

4 Sterne

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