Magic in the Moonlight (2014)

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„She’s quite likable, even if she is a fraud.“

1928: Stanley Crawford ist ein gefeierter Magier, der mit seiner Show durch ganz Europa tourt. Als ihm ein Jugendfreund von einem Medium erzählt, das eine ganze Familie an der französischen Riviera zum Narren hält, ist Stanley entschlossen, dieser Scharlatanin das Handwerk zu legen. Doch ist diese Hellseherin wirklich eine Betrügerin? Magic in the Moonlight ist der Titel von Woody Allen Nummer 44 und die erste Zusammenarbeit des Kultregisseurs mit Colin Firth und Emma Stone.

Kaum etwas ist so gewiss, wie dass Jahr für Jahr ein neuer Woody Allen-Film in die Kinos kommt. Noch während der Post-Produktion des letzten Filmes arbeitet die fast achtzigjährige Filmikone bereits am nächsten Machwerk. Und das letzte Jahr ohne Woody Allen-Film war 1981 – also vor 33 Jahren. Dass da nicht jeder Film ein Meisterwerk sein kann, versteht sich von alleine. Doch keine Bange, mit Magic in the Moonlight ist es Woody Allen gelungen, nach dem oscarprämierten Blue Jasmine einen weiteren starken Film nachzureichen. Ganz so überzeugen wie sein letzter kann die gehetzte Illusionistenfabel zwar nicht, doch für lockere Unterhaltung reicht es allemal.

Dabei liegt Magic in the Moonlight die interessante Frage zugrunde, ob es sich lohnt, sich eine Scheinwelt vorzugaukeln (lassen), wenn man dadurch ein glücklicheres Leben führt. Ein bestimmtes Nein, gibt es dazu von Stanley Crawford, dem von Colin Firth brilliant gespielten Magier. Er glaubt nur an das, was er sieht und kann mit solchem Humbug wenig anfangen. Stanley ist mürrisch, anmassend, herablassend und pessimistisch – und Firth lebt diese Eigenschaften wundervoll aus. Auch das Zusammenspiel mit Emma Stone, die als „Medium“ die gegenteilige Meinung verkörpert, ist herrlich – wenngleich die charismatische Stone klar im Schatten des gut aufgelegten Oscarpreisträgers steht.

Mit Magic in the Moonlight ist Woody Allen ein leichtverdaulicher und stimmiger Film gelungen, der interessante Fragen behandelt, aber auch trotz eines starken Colin Firth längst nicht zu seinen Besten zählt.

8 Sterne

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