Hercules (2014)

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„Are you only the legend, or are you truth behind the legend?“

Ganz Griechenland kennt die Legende des Hercules, der in heldenhafter Weise unzählige Monster besiegt hat. Auch König Cotys kennt die Legende, weshalb er den Söldner in seine Dienste beruft. Im Kampf gegen einen dämonischen Zentaurenkönig soll Hercules an Cotys‘ Seite kämpfen. Spätestens seit Troy und 300 gelten die griechischen Sagen in Hollywood als wahre Goldgruben. Da darf natürlich die vermutlich bekannteste dieser Sagen nicht fehlen: Gleich zweimal wurde dieses Jahr die Sage des Herakles oder, wie ihn die Römer nannten, Hercules umgesetzt. Wirklich von sich reden machte aber nur die Adaptation mit The Rock in der Hauptrolle.

Brett Ratner hat sich für seine Interpretation dieser Sage für einen interessanten Ansatz entschieden: Bei ihm ist die Legende pures Marketing, das die Massen davon überzeugen soll, dass Hercules badass ist. Denn der von The Rock gespielte Titelheld ist offiziell gar kein Halbgott, sondern einfach ein bärenstarker Teufelskerl. Die perfekte Rolle für den früheren Wrestler also, der sich im Verlauf dieses hundertminütigen Heldenepos mit dem grössten Vergnügen durch ganze Heerscharen kloppt. Ja, so dümmlich, wie Hercules klingt ist der Film auch.

Doch das ist Brett Ratner natürlich völlig bewusst – und der Regisseur lässt es sich auch gar nicht nehmen, sich selber über seinen Streifen und seinen Helden lustig zu machen. Mit dieser zünftigen Prise Selbstironie angereichert schmeckt Hercules dann auch schon viel besser – obschon ich auch so nicht wirklich warm werde mit diesem Film. Dafür ist Hercules dann doch eine Spur zu simpel gestrickt, was zur Folge hat, dass man Brett Ratners Machwerk spätestens beim Verlassen des Kinos wieder vergessen hat.

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Hercules hält, was er verspricht: Der Film bietet dumme Unterhaltung. Wer das Kinoticket nicht in erster Linie wegen The Rock, sondern wegen Irina Shayks Hintern bezahlt hat, dürfte vom Film hingegen enttäuscht werden – der Trailer zeigt da leider schon alles.

7 Sterne

  • donpozuelo

    Der Trailer zeigt sogar mehr von Irina Shayks Hintern als der Film, aber das nur am Rande 😀

    Ich fand den Film ja vor allem deswegen so doof, weil die Trailer einfach mal in die komplett falsche Richtung weisen. Trailer verspricht Fantasy-Gekloppe, Film ist dann so pseudo-realistischer Ansatz und psychologische Kriegsführung… das hat mich im Kino echt gestört… aber gut… ich glaube, selbst wenn ich gewusst hätte, dass es in eine andere Richtung geht, hätte mich der Film nicht so begeistern können.

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  • donpozuelo

    @Owley: Davon ist auszugehen 😀

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