The Nightmare Before Christmas (1993)

TNBCAnimontag

„Haven’t you heard of peace on earth and goodwill toward men?“ – „No!“

Jack Skellington ist der „Pumpkin King“ von Halloween Town – doch wirklich Spass bereitet ihm das schon lange nicht mehr, er sehnt sich nach Abwechslung. Als er eines Tages zufällig Christmas Town entdeckt, eine völlig gegensätzliche Stadt voller Liebe und Freude, ist er sich sicher, dass er das auch haben muss. The Nightmare Before Christmas ist eine Geschichte von Tim Burton, die aber nicht von diesem verfilmt wurde, sonder unter der Regie von Henry Selick entstand (Burton sass zu jenem Zeitpunkt auf dem Regiestuhl zu Batman Returns). Die Handschrift des Kultregisseurs ist aber trotzdem unverkennbar.

The Nightmare Before Christmas ist einer dieser Filme, die ich schon zigmal gesehen habe – das Stop Motion-Abenteuer zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und wird von mir mindestens einmal im Jahr geschaut. Wann der beste Zeitpunkt für diesen Film ist, darüber bin ich noch unschlüssig, und auch in Fankreisen wird diese Frage wild diskutiert. Soll man den Film eher an Weihnachten schauen, oder doch bereits zu Halloween? Das Feiertagscrossover spielt nämlich gekonnt mit den Klischees und verbindet die beiden Welten geschickt zu einem Ganzen. Obschon die Geschichte im Grund ein alter Hut ist (Stichwort Hybris) fühlt sich The Nightmare Before Christmas frisch und unverbraucht an. Auch Danny Elfmans Beitrag zu diesem Musical ist nicht zu unterschätzen – seine Songs und Kompositionen sind die Seele des Films und zählen für mich zu seinen stärksten Arbeiten.

Die Technik ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil dieses Werks – in den 80ern und 90ern hatte sich Stop Motion vorallem als Mittel zum Zweck etabliert, etwa um Figuren in Star Wars oder RoboCop zu animieren. Langspielfilme dieser Art waren nicht so verbreitet, weshalb The Nightmare Before Christmas durchaus als Vorreiter der Stop Motion-Filme bezeichnet werden kann. Und nicht nur das, der Film zählt mit seinen liebevoll gestalteten Sets, den vielfältigen Figuren und den geschickten Animationen für mich auch zu den besten Vertretern dieser Filmgattung. Natürlich merkt man dem Film zeitweise sein Alter an, was aber überhaupt kein Schwachpunkt ist, und auch den Spass daran in keiner Weise mindert.

TNBC2

The Nightmare Before Christmas ist für mich in der Weihnachtszeit ein Must, aber auch sonst ein zwingender Filmtipp. Der Stop Motion-Film von Tim Burton und Henry Selick ist ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht – auch über zwanzig Jahre nach seiner Veröffentlichung.

10 Sterne

 

  • Gamemore

    Don’t forget Ray Harryhausen the master of stop motion! 😀

    AntwortenAntworten
  • christian

    Word. Aber: eindeutig ein Halloween-Film 😉

    AntwortenAntworten
  • Julian

    Super Film. Corpse Bride ist ja ähnlich gut gemacht, aber Nightmare ist perfekt.

    AntwortenAntworten
  • donpozuelo

    Jaaaa… ein toller Film… und die Frage ist berechtigt, wann man den Film schauen sollte. Am besten zweimal… einmal zu Halloween und einmal zu Weihnachten. Problem gelöst 😀

    AntwortenAntworten

Kommentar schreiben