Paddington (2014)

Paddington

„That bear is a danger to this family!“

Seine Tante schickt den kleinen Bären Paddington aus dem peruanischen Regenwald nach einer Naturkatastrophe nach London. Dort soll er bei einer Familie unterkommen und ein besseres Leben führen als im Urwald. Doch als Paddington in London ankommt, wird er nicht gerade mit offenen Armen empfangen – im Gegenteil: Die Briten haben keine Zeit für den kleinen Bären. Einzig die Familie Brown nimmt sich Paddington – eher widerwillig – an. Sein Kinodebüt nach über 55 Jahren verdankt der Bär im blauen Dufflecoat dem Regisseur Paul King, der bisher vorallem durch seine Arbeit an Come Fly With Me aufgefallen ist. Doch keine Angst – King kann auch familiengerechte Filme machen, wie Paddington beweist.

Ich war Paddington im Vorfeld eher abgeneigt – der erste Trailer entlockte mir allenfalls ein müdes Gähnen. Wirklich intelligent sah diese Verfilmung nicht gerade aus, doch ich sollte irren: Der Film von Paul King erwies sich als aberwitziger und turbulenter Familienfilm, der alle Generationen bedient und weder die jüngeren Zuschauer noch das erwachsene Publikum vernachlässigt. Die Kids dürften vorallem am Slapstick und den frechen Sprüchen des marmeladenaffinen Bären ihre helle Freude haben, für das ältere Publikum haben die Macher einen Cast zusammengetrommelt, der sich sehen lassen kann.

Zwar erachte ich die Stimme von Ben Whishaw als ein bisschen zu langweilig für die Rolle des Bären, vermutlich passt er aber dennoch deutlich besser als Colin Firth, der ursprünglich diesen Part hätte übernehmen sollen. Dafür überzeugen die „echten“ Darsteller umso mehr: Hugh Bonneville und Sally Hawkins gefallen als langweilige und überforderte Eltern, während der aktuelle Doctor Peter Capaldi in der Rolle des spiessigen Nachbarn regelrecht aufgeht. Und auch Nicole Kidman macht ihre Arbeit als fiese Präparatorin ganz gut, wobei ich mit ihr auch nach diesem Film nicht warm werden kann.

Paddington2

Seine liebevolle Machart und die berührende Message (die uns im Kino zwar schon hunderdtausend Mal erzählt wurde) machen Paddington zu einem der schönsten Filme der diesjährigen Weihnachtszeit.

8 Sterne

  • Verena

    Ich find, die haben den armen Bären ziemlich hässlich gemacht :/ also niedlich ist anders.

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  • Julian

    Ah, gut, dann werde ich den, sobald die DVD erscheint, verschenken.

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  • Silencer

    Jay, den muss ich sehen. Irgendwann. Im Heimkino. Danke für das review. Und: Mit Kidman wird NIEMAND warm, die hat immer den Charme eines Pinkelbeckens. Kalt und aus Porzellan.

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