Home (2015)

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„Oh, no! My hands are in the air like I just do not care!“

Eine Alien-Rasse namens Boov ist auf der Flucht vor ihren Feinden. Auf der Suche nach einer neuen Heimat stranden sie auf der Erde. Und so werden die Menschen kurzerhand umgesiedelt, um den Boov Platz zu machen. Als der schusselige Oh versehentlich seine Position an die Feinde verrät, herrscht Panik in den Reihen der Boov. Zusammen mit dem Menschenmädchen Tip muss Oh das Chaos wieder in Ordnung bringen.

Ich erinnere mich noch, als vor Mr. Peabody & Sherman im Kino der Kurzfilm Almost Home lief. Auch wenn die Story dieser kurzen Vorgeschichte zu Home ein bisschen simpel war, gefiel mir dieser Short vorallem wegen der witzigen Charaktere. Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass aus dem Film doch noch etwas werden könnte, was mich angesichts meiner Erfahrungen mit dem DreamWorks der letzten Jahre ein bisschen überraschte. Doch weit gefehlt: Home ist ein typischer Film des Studios, der so unwitzig wie lieblos gemacht ist und auf die Dauer einfach nur nervt.

Die Grundidee einer Freundschaft eines Menschenmädchens und eines Alien wäre gar nicht mal so übel und bietet durchaus Potential. Doch Johnson weiss dies nicht zu nutzen – er reduziert die Interaktion zwischen Tip und Oh stattdessen auf gemeinsames Tanzen im Auto zu schlechter Musik. Diese stammt natürlich von Rihanna, die im Film auch die Protagonistin spricht und deren Beteiligung an diesem Film abgesehen vom Song Towards the Sun zum Vergessen ist.

Während die Boov mit ihren Schnörkelohren und den drei Zähnen echt lässig aussehen, ist das Charakterdesign der menschlichen Figuren zum Heulen. Mit ihren unnötig übertriebenen Proportionen wirken die Menschen bestenfalls creepy und lächerlich. Ich habe kein Problem mit überzeichneten Charakteren, doch nicht um jeden Preis – hier hätte ein realistischerer Ansatz den besseren Kontrast zu den ulkigen Aliens geboten. Und was sich die Macher von Home beim Look der würfelförmigen Katze gedacht haben, will ich gar nicht wissen.

Home2

Mit Home haut sich das bereits am Boden liegende DreamWorks gleich noch einmal zünftig in die Fresse. Der lustlos inszenierte Buddy-Movie dürfte mit seinen eindimensionalen Charakteren und seiner seichten Story schnell in Vergessenheit geraten.

2 Sterne

  • donpozuelo

    Das Einzige, was mich an dem Film kurzzeitig gereizt hat, war Jim Parsons. Aber das ist dann auch schnell verflogen. Zu Recht, wie ich sehe.

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