Fantoche 2015: Internationaler Wettbewerb

Changeover
Changeover von Mehdi Alibeygi

Das Fantoche hat auch im aktuellen Jahr einige Perlen im Internationalen Wettbewerb. Die nominierten Kurzfilme sind dabei zu vier jeweils knapp siebzigminütigen Blöcken zusammengeschnitten, die noch bis Samstag im Kino Trafo 1 gezeigt werden. Lasst euch diese Werke nicht entgehen!

Freitag:
12.15: Internationaler Wettbewerb 3
16.15: Internationaler Wettbewerb 4
18.30: Internationaler Wettbewerb 2
20.45: Internationaler Wettbewerb 1
Samstag:
12.15: Internationaler Wettbewerb 1
16.15: Internationaler Wettbewerb 2
18.30: Internationaler Wettbewerb 4
20.45: Internationaler Wettbewerb 3

 

 

 


Meine Favoriten:

Jerzy Kucia ist mit seiner Fugue for Cello, Trumpet and Landscape ein eindrückliches Werk gelungen, das vom Zusammenspiel der Klang- und Bildwelten lebt und dabei in den Fusstapfen von Fantasia wandelt.

Benches No. 0458 von Ivan Maximov aus Russland ist ein aberwitziges und absurdes Sammelsurium an Parkbank-Eindrücken.

Traditionell mit Tusche erzählt Weiyu Wang in Let’s Wait Together von dem Verlangen, dazuzugehören, auch wenn man nicht genau weiss, worum es überhaupt geht.

Nicht einmal zwei Minuten dauert Changeover von Mehdi Alibeygi über Verführung und Verwechslung – aber der kurze Animationsfilm zählt schon jetzt zu meinen absoluten Favoriten.

Isle of Seals vom litauischen Künstler Edmunds Jansons ist ein makabres und visuell eindrückliches Werk über die Parallelen zwischen der Linse des Fotografen und der Flinte des Robbenjägers.

WorldofTomorrow
World of Tomorrow von Don Hertzfeld

Der vierminütige Film Geniu Expo von Mirai Mizue ist ein kaleidoskopähnliches Feuerwerk der Farben und Formen, das sämtliche Sinne des Betrachters auf die Probe stellt.

In Piano erzählt Kaspar Jancis von Liebe, Leidenschaft und Lust – und welche Rolle ein Klimperkasten im Leben einiger Menschen spielt.

Unhappy Happy ist ein experimentieller Film von Peter Millard, der mit seinem Publikum spielt. Bei diesem mit traditioneller Malerei animierten Fiebertraum muss man einfach Tränen lachen.

Oscar-Preisträger Don Hertzfeld geht mit World of Tomorrow ins Rennen. Der rund viertelstündige Film schildert augenzwinkernd eine Zukunftsvision mit Klonen, Robotern und Weltuntergängen.

IslandersRest
Islander’s Rest von Claudius Gentinetta und Frank Braun

Die beiden Schweizer Filmemacher Claudius Gentinetta und Frank Braun schaffen mit Islander’s Rest den visuell wohl eindrücklichsten Beitrag dieses Jahres. Traditionell mit Kohle animiert erzählt dieser Film von einem kleinen Jungen, der auf einer ebenso kleinen Insel lebt.

Eine Katze mit Putzfimmel findet Gefallen an einer Bad Boy-Ratte. Der Film Life with Herman H. Rott von Chintis Lundgren erzählt augenzwinkernd von einer in vielerlei Hinsicht ungleichen Beziehung.

Paul Bush erspart einem mit seinem virtuosen Animationsfilm den Gang ins Museum. In The Five Minute Museum erweckt der Brite unzählige Gegenstände aus der Weltgeschichte im Schnelldurchlauf zum Leben.

That’s Mine! zeigt spielende Kinder in einer ländlichen Gegend. Doch inmitten dieser Idylle lauert ein Relikt vergangener Kriege. Maryam Kashkoolinia sorgt mit ihrem Film für Gesprächstoff – zu Recht.

Georges Schwizgebel setzt mit Erlkönig das Gedicht von Goethe in animierter Form um und beweist mit seinem Film eindrücklich, warum er auch mit 70 Jahren noch immer zu den wichtigsten Figuren des Schweizer Animationsfilms zählt.

Fantoche2015

Kommentar schreiben