Kurenai no Buta (1992)

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Nur ein fliegendes Schwein ist ein gutes Schwein!

Vor einigen Jahren machten Gerüchte die Runde, dass Hayao Miyazaki an einer Fortsetzung zu Kurenai no Buta (Porco Rosso) arbeiten würde, die einige Jahre nach dem originalen Film spielen soll und einen deutlich gealterten Titelhelden zeigen soll. Aus dem Projekt wurde nie etwas und nun, wo Miyazaki im Ruhestand ist, wird das wohl auch nichts mehr werden. Schade eigentlich, denn anders als bei vielen Filmen des japanischen Regisseurs hätte ich mir einen zweiten Teil von Kurenai no Buta gut vorstellen können. Der Film über einen schweinischen Piloten, der an der Adria gegen Luftpiraten kämpft und immer stärker ins Visier der faschistischen Geheimpolizei gerät, ist Miyazakis ehrlichstes Werk. Auch technisch kann der Film überzeugen. Die Animation ist einwandfrei und der Soundtrack von Joe Hisaishi weiss in den richtigen Momenten zu berühren.

In Kurenai no Buta gibt sich Hayao Miyazaki so politisch, wie nie zuvor. Kaze no Tani no Naushika (Nausicaä aus dem Tal der Winde) und Tenkū no Shiro no Rapyuta (Das Schloss im Himmel) thematisieren zwar auch die Folgen des Krieges, doch so direkt wie in diesem Film war er noch nie. Den Aufstieg der Faschisten macht er zur eigentlichen Bedrohung des Films, die wie ein Schatten über die romantische Welt der wagemutigen Fliegerasse fällt. Dass er keine Liebe für die damalige Regierung und ihre Sympathisanten übrig hat, macht Miyazaki deutlich. „Ich bin lieber Schwein als Faschist“, erwidert Porco Rosso auf die Rekrutierungsversuche eines Majors. Der zynische Pilot mit dem Schweinekopf ist ein charismatischer Held, einer von der gleichen Sorte wie Humphrey Bogart. Ein einsamer Cowboy, der das Rennen gegen die Zeit längst verloren hat.

In Kürze:

Kurenai no Buta ist einer von Miyazakis Besten – ein berührendes Drama über einen Helden, der seine besten Tage hinter sich hat.

Wertung:

5 von 5 feuerroten Flugmaschinen

  • donpozuelo

    Hach, das fliegende Schwein. Diesen Film habe ich so spät erst gesehen. Was echt schade ist, denn das ist wirklich so ein schöner, skurriler, witziger und liebevoller Film. Echt total toll!

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