The Boy and the World Ticketverlosung

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Es hat eine Weile gedauert, aber nun kommt der brasilianische Animationsfilm O Menino e o Mundo endlich auch zu uns in die Kinos. Am 24. Dezember läuft der Film von Alê Abreu unter dem internationalen Titel The Boy and the World endlich auch bei uns an. Diese sozialkritische Fabel erzählt ohne Worte die Geschichte eines kleinen Jungen, der durch das Land zieht und viel Schönes, aber auch viel Schlechtes entdeckt. Damit wird Weihnachten zum Animationsfilmfeiertag, laufen mit The Peanuts Movie und dem irischen Song of the Sea doch gleich noch zwei weitere Zeichentrick-Abenteuer in den Kinos an.

Auch wenn O Menino e o Mundo reele Chancen auf den Oscar hat (wenn ein Film Inside Out die Trophäe wegschnappen kann, dann wohl dieser), handelt es sich bei diesem kunterbunten Ökomärchen um einen kleinen Film, der in einer anderen Liga spielt als die amerikanischen Grossproduktionen. Umso mehr liegt es mir am Herzen, dass dieser Film sein Publikum findet – es ist handelt sich dabei um ein wirklich rares Juwel. Ich durfte den Film bereits 2014 am Fantoche sehen und bin begeistert.

In Zusammenarbeit mit der Film Verleih Gruppe darf ich deswegen 2×2 Tickets für den Film verlosen, die ihr euch sichern könnt, wenn ihr mir in den Kommentaren erzählt, warum ausgerechnet ihr diese Tickets verdient habt. Unter allen Kommentaren, die bis am 25. Dezember um 12:00 Uhr eingehen, werde ich zwei Gewinner ziehen, die persönlich benachrichtigt werden. Also vergesst nicht, eure E-Mail-Adresse anzugeben. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Hier eine Liste mit allen Kinos der Schweiz, in denen ihr O Menino e o Mundo sehen könnt. Die Tickets sind nur in der Schweiz einlösbar.

Basel: Kultkino Atelier – ab 24.12.2015
Bern: Rexbern – ab 24.12.2015
Frauenfeld: Cinema Luna – ab 24.12.2015
Zürich: Houdini – ab 24.12.2015

Winterthur: Kino Cameo – ab 27.12.2015

Luzern: Stattkino – ab 1.2.2016
St. Gallen: KinoK – ab 1.2.2016

Langenthal: Chrämerhuus – ab 29.2.2016

Star Wars: The Force Awakens Gewinnspiel

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Am Donnerstag erscheint nach zehn Jahren endlich wieder ein Star Wars-Film – aber das wissen vermutlich längst alle. Star Wars: The Force Awakens heisst diese siebte Episode, die unter der Regie von J.J. Abrams entstanden ist. Der Hype könnte nicht grösser sein, bereits vor dem offiziellen Kinostart hat der Film mehr als 50 Millionen Dollar eingespielt – einzig durch den Ticketvorverkauf.

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Aus diesem Anlass habe ich zwei Goodie-Pakete bereitgelegt, die ich an dieser Stelle verlosen werde. Die Pakete bestehen aus je einem T-Shirts (einmal Männer – S und einmal Frauen – S) sowie einem schicken Pin und einem Turnbeutel. Ihr könnt euch eines dieser Sets sichern, indem ihr mir im Kommentarbereich dieses Beitrags verratet, worauf genau ihr euch beim neuen Star Wars-Film freut. Ist es BB-8? Oder doch Adam Driver als böser Kylo Ren? Gebt zudem an ob ihr das Paket mit dem Männer-Shirt oder das Paket mit dem Frauen-Shirt wollt. Aus allen Kommentaren, die bis 25. Dezember 2015 um 12:00 Uhr eintreffen, werde ich zwei Gewinner ziehen, die von mir persönlich benachrichtigt werden. Also vergesst nicht, eure E-Mail-Adresse anzugeben. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Le Petit Prince (2015)

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„It is only with the heart that one can see rightly. What is essential is invisible to the eye.“

Ich finde es immer wieder schön, wenn sich gestandene Animationsfilmemacher von den grossen Studios lösen können und in Eigenregie Projekte verwirklichen, die bei den grossen Studios nie umgesetzt worden wären. Das neueste Beispiel dafür ist Mark Osborne, der DreamWorks nach dem Grosserfolg von Kung Fu Panda verliess und sich mit dem französischen Studio On der Verfilmung des Buches Le Petit Prince von Antoine de Saint-Exupéry widmete. Dass sich diese dünne und skurille Geschichte nur schwer abendfüllend verfilmen lässt, dürfte Osborne klar gewesen sein – deshalb rahmt er de Saint-Exupérys Erzählung mit einer neuen Geschichte ein. Ein kleines Mädchen lebt in einer Welt, in der alles klar strukturiert und geordnet ist – Dinge, die keinen Nutzen haben, werden weggeschafft. Eine Begegnung mit ihrem Nachbarn, einem alten Fliegernarr, der ihr eine Geschichte über einen kleinen Prinzen erzählt, stellt ihre Welt völlig auf den Kopf.

Die Geschichte über das kleine Mädchen setzt Osborne mit 3D-Animation um, die ein wenig generisch daherkommt, unterm Strich aber gefällt. Die Welt, in der diese Rahmenhandlung angesiedelt ist, wird einem leider nie richtig erklärt, sodass man sich auch nur begrenzt mit den Figuren und ihren Schicksalen identifizieren kann. Richtig eindrücklich wird Le Petit Prince erst, wenn sich die Geschichte des alten Mannes entfaltet – die fantastischen Welten von de Saint-Exupérys Erzählung setzt Osborne mit atemberaubenden Stop Motion-Bildern um. Diese verspielte, handgemachte Optik passt perfekt zum zuckersüssen Soundtrack, den Hans Zimmer und Richard Harvey in Zusammenarbeit mit der französischen Chanteuse Camille beisteuern. Die Musik zu Le Petit Prince ist für mich definitiv eines der Soundtrack-Highlights des aktuellen Kinojahres.

Was mich übrigens ziemlich irritierte, war die Diskrepanz in der Animation selber: Während sich das Lip Sync, also die Lippenbewegungen, an der englischen Synchronisation orientiert, ist das Produktionsdesign mit den Beschriftungen, in französischer Sprache gehalten. Das ist ein Phänomen, das ich auch bei internationalen Co-Produktionen so noch nie beobachtet habe, und das ich mir ehrlich gesagt auch nicht erklären kann.

In Kürze:

Osborne versucht die Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry mit einem neuen Handlungsstrang zu verbinden, was ihm nicht immer gleich gut gelingt. Es ist die liebevolle Umsetzung der in dieser neuen Rahmenhandlung angesiedelten Vorlage, die Le Petit Prince zu einem der spannendsten Animationsfilme der letzten Jahre macht.

Wertung:

4 von 5 eitlen Rosen

Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith (2005)

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„If you’re not with me, then you’re my enemy.“ – „Only a Sith deals in absolutes.“

Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith wirft uns mitten in eine Schlacht der legendären Klonkriege – den Weltraumkampf über Coruscant. So eindrücklich diese ersten 20 Minuten des dritten Prequels inszeniert sind, so ernüchternd ist die Tatsache, dass es sich dabei – nach der Schlacht um Geonosis in Attack of the Clones – um die erst zweite und letzte Schlacht der Klonkriege handelt, die wir in den Filmen zu Gesicht bekommen. Die Klonkriege passieren off-screen – etwa im TV. George Lucas wollte ursprünglich auch erklären, warum die Klonarmee überhaupt ins Leben gerufen wurde, oder was mit Boba Fett geschah – diese Storylines strich er jedoch aus dem Script, um einen stärkeren Fokus auf das Schicksal von Anakin Skywalker zu legen. Der junge Jedi-Ritter fühlt sich vom Grossen Rat ungerecht behandelt und lässt sich immer stärker von den Lügen des sinistren Kanzlers beeinflussen. Als ihm eine Vision den Tod seiner schwangeren Frau Padmé prophezeit, wendet sich Anakin an Palpatine, der ihm Hilfe verspricht.

Leider geht dieser Gesinneswandel ein bisschen schnell, was stark an der Glaubwürdigkeit von Anakins Fall auf die dunkle Seite nagt. Dass sich der Jedi mal eben davon überzeugen lässt, dass die Mitglieder seines Ordens alle böse sind, ist mir schlicht zu einfach – auch wenn mir Hayden Christensen in der Rolle des beleidigten Leberwürstchen-Siths zum ersten Mal gefällt. Damit auch Obi-Wan in diesem Film auch etwas zu tun hat, wird mit General Grievous ein eindrücklicher Cyborg-General eingeführt, der aufgrund der Anakin-Storyline leider viel zu kurz kommt. Doch Revenge of the Sith macht viel von seinem inhaltlichen Murks durch den wohl eindrücklichsten Lichtschwertkampf der ganzen Reihe wett. Es ist das Duell, das über die Zukunft der Galaxis entscheidet und George Lucas lässt sich nicht lumpen. Der Vulkanplanet Mustafar bietet sich als dramatische Kulisse für diesen wunderbar choreografierten Kampf zwischen Obi-Wan Kenobi und seinem auf die dunkle Seite der Macht gewechselten Schüler Anakin Skywalker. Natürlich wissen wir, wie das Ganze enden wird, schliesslich kennen wir ja die alten Filme, an die auch der Epilog von Revenge of the Sith anknüpft. Doch das macht das Duell zwischen Gut und Böse, das von Stunt-Koordinator Nick Gillard meisterlich orchestriert wurde, nicht weniger packend.

In Kürze:

Der verstärkte Fokus auf Anakin Skywalkers Fall auf die dunkle Seite kostet den düsteren Revenge of the Sith einige interessante sekundäre Storylines. Doch die eindrücklichen Schlachten reissen viele Schwächen dieses Films heraus und versöhnen uns nach Attack of the Clones wieder mit den Prequels.

Wertung:

4 von 5 Skywalker-Zwillingen

Star Wars According To Frau Laura: Revenge of the Cringe

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Test, eins, zwei. Test, eins, zwei. Lest ihr noch? Ich finde, wenn ich mir The Cringeworthy Menace und Attack of the Cringeworthy reinziehen musste, solltet ihr auch noch bei meiner Gastbeitragsreihe Star Wars According To Frau Laura auf Owleys Blog dabei sein. Diese Woche schauen wir uns zwei Stills aus Revenge of the Cringewor– ehm, Sith an. Nächste Woche kommt dann The Force Awakens auf die Leinwand. Lasst uns hoffen, dass ich den nicht auch noch in ‘The Fuckery Awakens’ umtaufen muss.

Aber zurück zum Thema. Schauen wir uns mal an, was Revenge of the Sith zu bieten hat.

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„Padme sieht traurig und hilflos aus.“

Zunächst mal ein Kompliment an Padmes Haarschmuck. Less ist da auf jeden Fall more. Ich bin mir fast sicher, dass Mrs. Anakin Skywalker und ihr Co-Senator dort mal wieder von ihrem fliegenden Senatorenstuhl aus mit Schrecken dem Supreme Chancellor bei der Arbeit zusehen. Padme sieht traurig und hilflos aus. Wahrscheinlich kann sie als Ex-Königin da nicht mehr die Vertrauensfrage stellen. Ihr Freund weiß das leider auch. Aber wenigstens sieht er in seinem Outfit dabei gut aus.

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„Farben beiseite, frage ich mich warum ein Droide Klauen und ein Cape braucht.“

Ja, also. Ich weiß gar nicht was ich hierzu sagen soll. Zunächst mal sticht mir die Farbwahl ins Auge. Lila und Hellgrün sind da wohl “the chosen ones” (falsches Filmuniversum, sorry) mit denen Herr Lucas da vorrangig gearbeitet hat. Hier in diesem Still sind Beide ein bisschen übermäßig vertreten, wenn ihr mich fragt. Farben beiseite, frage ich mich warum ein Droide Klauen und ein Cape braucht. Und seine Companions auch? Wird euch Bubis das Metall zu kalt da im Weltraum? Fragt mal R2D2; der muss immer ohne Haube durch’s All fliegen. Dagegen seid ihr ja Luschen. Nee, ihr merkt’s schon. Ich habe keine Ahnung was hier vor sich geht, oder warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden (Droids mit Capes??), aber so sah meine Reaktion auf einige andere Dinge in The Phantom Menace und Attack of the Clones auch aus, also warum sollte sich das für den dritten Teil ändern, gell?

The Force Awakens, die Zwölfte.

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Der Weg ist das Ziel, sagt der Volksmund.

Mein Weg zu Star Wars: The Force Awakens dauerte über drei Jahre, vor rund 600 Tagen habe ich damit begonnen, diesen Weg zu dokumentieren. Ich bin schon fast am Ziel. Am 19. Dezember 2015 werde ich den Film endlich sehen. Eine Woche vor dem offiziellen Kinostart will ich noch einmal zurückblicken auf die letzten 600 Tage.

Ich weiss noch genau, wie ich beinahe verzweifelt bin, als ich während der Arbeit erfahren habe, dass der Star Wars-Cast bekanntgegeben wurde, und in meiner Pause mit schlechtem Netz eine halbe Ewigkeit darauf warten musste, dass die Liste mit den Darstellern geladen wurde. Dann kam der 6. November 2014, als der Titel des neuen Films angekündigt wurde und ich (abgesehen von leichten Vorbehalten gegenüber dem Fehlen des „Episoden“-Untertitels) nicht enttäuscht, sondern extrem begeistert war.

Nur wenige Wochen später, am 28. November 2014, ging der erste Teaser-Trailer online. Und ich verbrachte den ganzen Tag damit, mein Newsfeed zu refreshen, um auch ja den Release nicht zu verpassen. Dann sass ich zum falschen Zeitpunkt in einer Besprechung, die ich überhastet verliess, um den Trailer sehen zu können. Ich könnte ihn mir immer wieder anschauen:

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Den letzten Hobbit-Teil habe ich mir eigentlich nur deshalb dreimal im Kino angeschaut.

Für den zweiten Teaser-Trailer nahm ich im April eine mehrstündige Zugfahrt auf mich. In der Westschweiz gab es nämlich ein Kino, das ihn auf der grossen Leinwand zeigte. Es war magisch.

YouTube Preview Image

Schöne Produktionsvideos und das erste Poster überbrückten die Zeit bis zum 20. Oktober 2015 als man den Ticketvorverkauf einläutete, der ja auch ein bisschen eine Sache für sich war. Aber jetzt habe ich meine Tickets und freue mich und alles ist gut. Am gleichen Abend gab es den ersten richtigen, langen Trailer, den ich am nächsten Morgen, als ich noch im Bett lag, gesehen habe. Und da ein bisschen geweint habe. Es wird so schön.

The Peanuts Movie Gewinnspiel

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3D-Umsetzungen von 2D-Cartoons haben es ja generell sehr schwer beim Publikum – ausser, sie sind so liebevoll gemacht wie im Fall von The Peanuts Movie. Der auf den Zeichnungen von Charles Schulz basierende Animationsfilm ist das beste Beispiel für einen Film, der trotz starker optischer Anpassungen stets bemüht war, nahe am Look des Originals zu bleiben. Und mit Erfolg: Der knuffige Winterspass feierte in den Staaten einen erfolgreichen Kinostart und wird von der Kritik regelrecht gefeiert. Auch für mich ist dieser Film – neben Star Wars: The Force Awakens – eines der grossen Highlights des Jahres.

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Aus diesem Grund habe ich zwei dicke Goodie-Pakete zum Film geschnürt, die ihr euch sichern könnt, wenn ihr mir in den Kommentaren verratet, welcher Animationsfilm euch in diesem Jahr besonders gut gefallen hat. Unter allen Beiträgen verlose ich am 25. Dezember um 12:00 Uhr die beiden Goodie-Sets. Damit ich euch anschreiben kann, ist es wichtig, dass ihr eure E-Mail-Adresse im entsprechenden Feld angebt. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Ab 23. Dezember im Kino
www.peanutsmovie.ch
© 2015 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Steve Jobs (2015)

SteveJobs

„The musicians play their instruments. I play the orchestra.“

Aaron Sorkin ist meines Erachtens einer der interessantesten Drehbuchautoren, den Hollywood in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat. Als Sorkin also kurz nach dem Tod von Steve Jobs bekanntgab, dass er an einem Biopic über den Mann arbeite, das in drei Szenen, also drei Akte aufgeteilt war, klang das verdammt spannend. Doch langsam geriet das Projekt Steve Jobs ins Stocken – David Fincher verzockte angeblich seinen Platz auf dem Regiestuhl, weshalb in der Folge immer neue Filmemacher und Hauptdarsteller mit dem Projekt in Verbindung gebracht wurden. Mein Interesse an diesem Film verflog etwa zu dem Zeitpunkt, als Michael Fassbender die Hauptrolle übernahm – ich mag Fassbender, aber ich konnte ihn mir nicht in der Hauptrolle vorstellen.

Ich habe Steve Jobs dann aber doch noch eine Chance gegeben – zum Glück. Es ist schon eine Weile her, dass mich ein Film, und erst recht ein Biopic, so umgehauen haben, wie dieses. Michael Fassbender macht sich diese Figur zu Eigen und schafft es so geschickt, über die Tatsache, dass er überhaupt nicht wie Jobs aussieht, hinwegzutäuschen. Er gibt dem Zuschauer keine Chance, daran zu zweifeln, wer er ist. Das Herzstück dieses Films ist aber das Drehbuch von Sorkin, das die drei Schlüsselszenen (Ankündigung des Macintosh 1984, Ankündigung des NeXTcube 1988 und die Ankündigung des iMac 1998) geschickt verwebt und daraus eine kohärente Erzählung spinnt. Ein brutal simpler Aufbau, der aber so verdammt wirkungsvoll umgesetzt wurde – Hut ab!

In Kürze:

Danny Boyle mag hier Regie geführt haben, aber Steve Jobs ist ganz klar das Baby von Aaron Sorkin, der hierfür auf jeden Fall den Drehbuch-Oscar verdient hat. Michael Fassbender beweist indes eindrücklich, dass er einer der wichtigsten Schauspieler unserer Generation ist.

Wertung:

5 von 5 schwarzen Rollkragenpullis

The Good Dinosaur (2015)

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„You have to get through your fear to see the beauty on the other side.“

Mit The Good Dinosaur bringt Pixar nicht nur in einem Jahr zwei Filme ins Kino, der Saurier-Animationsfilm wird dem Studio so wie es aussieht wohl auch eines der schwächsten Einspielergebnisse überhaupt bescheren. Das dürfte vorallem zwei Gründe haben: Erstens hat man wohl kaum mit der Werbetrommel gerührt, was zweitens daran liegen dürfte, dass die Produzenten geahnt hatten, dass es sich bei diesem Film um eine Totgeburt handelt. Und auch wenn The Good Dinosaur kein wirklich guter Pixar-Streifen geworden ist, so ist der Film über die Freundschaft zwischen dem schlauen Dino Arlo und dem wilden Menschenjungen Spot immer noch ein starkes Stück Animationsfilm. Regisseur Peter Sohn setzt auf atemberaubende Bilder – die Landschaften sind brutal fotorealistisch, das Wasser blubbert überraschend naturgetreu. Einigen Leuten fielen die cartoonigen Charaktere störend auf, mir gefiel der Kontrast sehr gut.

Ich traue Pixar durchaus zu, dass sie bei der Optik bewusst so aufgedreht haben, um über die Schwächen in die Story hinwegzutäuschen. Das funktioniert nur bedingt, denn die Geschichte ist eben schon extrem konstruiert. Die Charaktere handeln komisch, der Handlungsbogen ist nicht sauber gespannt und am Schluss bleiben viele Fragen offen. Man hat das alles irgendwie schon gesehen. Peter Sohn hätte aus dieser Steilvorlage von Bob Peterson (der Regisseur, der diesen Film konzipiert hatte, bevor er rausgeworfen wurde) weit mehr herausholen können. Ab und zu gibt es wirklich herrliche Momente in The Good Dinosaur, etwa, wenn der Film mit den Genres spielt und plötzlich zum Western wird, oder wenn er mit wunderbar makabren Wendungen aufwartet. Aber leider sind es viel zu wenige Lichtblicke. Weit innovativer, einzigartiger und vorallem persönlicher ist da der eröffnende Kurzfilm Sanjay’s Super Team, der geschickt Religion und Superhelden-Serien verbindet.

In Kürze:

In einem anderen Jahr wäre The Good Dinosaur ein sicherer Kandidat für eine Oscar-Nomination. Peter Sohns visuell beeindruckender, inhaltlich aber brutal schwacher Saurierstreifen muss sich in diesem starken Animationsfilmjahr wohl mit der Shortlist begnügen.

Wertung:

3 von 5 fiesen Flugsauriern

4. Allgemeine Altpapiersammlung (die Beiträge)

AAPS_4

Alle Jahre wieder… findet die Allgemeine Altpapiersammlung, oder auch AAPS, statt. Schon zum vierten Mal folgen Blogger meinem Aufruf, zehn Beiträge zu posten, die ihrer Meinung nach zu wenig Liebe erfahren haben. Ich habe mir selber dabei zwei Vorgaben gesetzt: Einerseits sollten die Beiträge alle aus den letzten 365 Tagen stammen und andererseits sollte es sich dabei um Kritiken handeln. Es ist mir auch diesmal nicht schwergefallen, diese Vorgaben einzuhalten. Hier also zehn Film- und Serienbesprechungen aus den letzten Monaten, die – zu Unrecht? – untergegangen sind:

Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 2
„Das frische Blut hat dem Team gut getan und durch die neuen Mitstreiter wurden einige wichtige Fragen aufgeworfen.“

Game of Thrones – Staffel 3
„Schauspielerisch stechen in der dritten Staffel vorallem diejenigen Darsteller hervor, die in den früheren Staffeln etwas im Hintergrund standen.“

The Last Man on Earth – Staffel 1
The Last Man on Earth ist so witzig, weil Lord, Miller und Forte die Gags auf die Spitze treiben und mit absurden und unvorhersehbaren Wendungen aufwarten.“

Schellen-Ursli
„Es geht in Kollers Film eigentlich gar nicht mehr um den Bub Ursli, der am Frühlingsumzug „Chalandamarz“ die grösste Glocke läuten möchte, sondern um gestohlenen Käse und Freundschaften mit Ziegen und Mädchen.“

Home
„Während die Boov mit ihren Schnörkelohren und den drei Zähnen echt lässig aussehen, ist das Charakterdesign der menschlichen Figuren zum Heulen.“

Black Mass
„Scott Cooper ist mit seiner dritten Regie-Arbeit ein packender und schonungsloser Mafia-Thriller gelungen, der geschickt den Aufstieg und Fall einer schillernden Figur zeigt.“

Unbroken
„Vermutlich hätte eine weniger verkrampfte Herangehensweise an diese Geschichte mehr erzählerische Möglichkeiten geschaffen.“

Irrational Man
„Joaquin Phoenix gefällt zwar als bierbäuchiger Denker, der seine Sorgen im Scotch ertränkt, doch wirklich in die Gänge kommen will Irrational Man nicht.“

Still Alice
Still Alice ist ein Film, der ganz klar vom Spiel seiner Hauptdarstellerin lebt.“

Spy
„Die Pointen sitzen und bis zum letzten Augenblick ist dieser Film eine Wucht.“

 

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