Ant-Man Gewinnspiel

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Es dauert zwar noch einige Monate, bis der neue Marvel-Streifen Captain America: Civil War (oder wie man ihn hier nennt The First Avenger: Civil War… bwahahaha…) endlich in die Kinos kommt, doch Marvel wäre nicht Marvel, wenn sie nicht eine Linderung unserer durch die lange Wartezeit bedingten Schmerzen in petto hätten. Ta-Dah! Ant-Man heisst das Wundermittel – denn der Film über den kleinesten Superhelden von Peyton Reed erscheint am 26. November bereits auf DVD und BluRay. Wenn man sich den Film 2016-mal anschaut, vergeht die Zeit bis zum 5. Mai wie im Flug.

Der Film hat mir im Kino soviel Spass bereitet, dass ich mir die BluRay nicht nur weil ich Komplettist bin, zulegen werde. Einer der witzigsten Marvel-Filme, wie ich finde, der mit den Regeln des Genres spielt und das Marvel Cinematic Universe gehörig aufmischt. Da der Film nicht nur bei mir auf Anklang stiess, kündigte Marvel vor einigen Wochen bereits die Fortsetzung an. Ant-Man and the Wasp kommt im Juli 2018 (bis dahin kann man sich den ersten Ant-Man sogar starke 11460-mal ansehen).

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Ich habe hier zwei Exemplare der BluRay liegen, die ich gerne verlosen möchte. Diesmal machen wir das aber ein bisschen anders: Ich habe hier meine persönliche Top 5 der Marvel-Filme aufgeschrieben, die ich aber niemandem verrate. Unter allen Kommentaren, die die richtige Owley-Top 5 erraten, verlose ich die zwei BluRays. Sollte niemandem das Kunststück gelingen, gehen die BluRays an jene Personen, die die meisten gleichen Filme wie ich auf dem gleichen Platz haben. Welche Filme zum Marvel Cinematic Universe gehören, könnt ihr dieser Liste entnehmen. Das Gewinnspiel endet am 26. November um 12 Uhr, ich werde dann die Liste mit meinen Favoriten veröffentlichen (die ich mit Zeitstempel abfotografiert habe). Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Kleiner Hinweis: Ich habe die Liste ganz spontan nach meinem Gefühl aufgeschrieben – kann also gut sein, dass sich die Reihenfolge nachher nicht mit der vergebenen Punktzahl meiner Reviews deckt. Ich habe das nicht überprüft.

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Edit vom 26. November: Von 8 Teilnehmern haben 7 die gleichen fünf Filme gewählt, einfach in anderer Reihenfolge. Immerhin sind vier davon richtig, weshalb es letztlich darum ging, herauszufinden, wer meine Reihenfolge am ehesten erraten konnte. Mit drei Treffern hat Nicky die meisten Treffer, Luciano folgt mit zwei Richtigen gleich danach. Daher gehen die beiden BluRays an sie.

Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back (1980)

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„Impressive. Most impressive. Obi-Wan has taught you well. You have controlled your fear. Now, release your anger. Only your hatred can destroy me.“

Nach der stressigen Produktion von A New Hope wollte sich George Lucas auf das Schreiben und Produzieren der Fortsetzung konzentrieren, weshalb er für Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back den Regiestuhl für Irvin Kershner freiräumte. Und der neue Regisseur beginnt den Film auf einer weniger hoffnungsvollen Note als den Vorgänger. Im Auftrag der Rebellen-Allianz erkundet Luke Skywalker auf dem Rücken seines Tauntauns die endlosen Eiswüsten des Planeten Hoth. Was in Norwegen im kältesten Schneesturm in fünfzig Jahren bei unmenschlichen Minustemparaturen gedreht wurde, fühlt sich auch so an. Es ist ein unangenehmer Anfang für diesen Film, der uns klarmachen soll, dass den Rebellen ein eisiger Wind entgegenweht. Literally. Es dauert nicht lange, bis das Imperium die Rebellen ausfindig macht und ihnen in einer der legendärsten Kampfsequenzen in der Science-Fiction-Geschichte mit einer Armee AT-ATs auf den Leib rückt. Die Stop Motion-Sequenzen  mögen schlecht gealtert sein, nicht aber der Film selber. Auch 35 Jahre später ist die Geschichte um das Schicksal von Luke Skywalker, Leia Organa sowie Han Solo und Chewbacca, die erbittert gegen die Vorherrschaft des Galaktischen Imperiums kämpfen, noch immer eine der spannendsten Erzählungen des Genres.

Irvin Kershner macht mit seinem Film alles richtig. Er gesteht den Figuren Raum zur Entwicklung zu, schliesslich sind sowohl vor als auch hinter den Kulissen 3 Jahre vergangen. Luke Skywalker ist nicht mehr der naive Bauernjunge von Tatooine – er stellt sich seinem Schicksal als Jedi-Ritter und lässt sich vom sonderbaren Meister Yoda in den Wegen der Macht unterrichten. Auch der einsilbige Han Solo taut allmählich auf (nein, nicht sprichwörtlich – da wäre ich ein Film zu früh dran). Die Wortgefechte zwischen Harrison Fords Charakter und Carrie Fisher als Prinzessin Leia sind absolute Highlights von The Empire Strikes Back. Mit dem schmierigen Lando Calrissian stösst zudem ein neues Gesicht zur Reihe, dessen Beteiligung dem Film gut tut. Kershner will uns anhand dieser Figur zeigen, was die Herrschaft des gnadenlosen Imperiums selbst mit guten Menschen anstellt. Darth Vader ist auch in diesem Film das Gesicht des Bösen und nimmt in diesem Film eine zentralere Rolle ein als noch in A New Hope, wo er uns lediglich als Schosshund von Tarkin präsentiert wurde. Zwar noch immer Schosshund, ist Vader in The Empire Strikes Back ein ernstzunehmender Gegner, der keine Skrupel zeigt. Von John Williams bekommt der dunkle Lord mit dem Imperial March ein legendäres Thema spendiert, das durchaus als Williams‘ wohl grösstes Werk bezeichnet werden darf.

In Kürze:

The Empire Strikes Back ist ein zeitloses Science-Fiction-Werk, das geschickt auf den Geschichten des Vorgängers aufbaut und eindrücklich die Tragweite dieses Konfliktes zeigt. Auch ohne grosse Weltraumschlachten wird dieses düstere Kapitel dem titelgebenden Sternen-Krieg mehr als nur gerecht.

Wertung:

5 von 5 einarmigen Wampas

Star Wars According To Frau Laura: Eddie Murphy-Double

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Es ist Donnerstag und das bedeutet gleich drei tolle Dinge. Erstens, bald ist Wochenende. Zweitens, es gibt eine neue Ausgabe von Star Wars According To Frau Laura, meiner Gastbeitragsreihe auf Owleys Blog – diesmal mit zwei Stills aus The Empire Strikes Back, die ich interpretiere. Drittens, wer letzte Woche gelesen hat, weiß, dass donnerstags auch die Wahrscheinlichkeit eines Kosmetiksalon-Besuchs durch Han Solo drastisch ansteigt. Wenn ich mir das erste Still dieser Woche anschaue, sollte er Luke vielleicht mitnehmen und ihm eine Rückenmassage verpassen lassen…

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„Luke will einfach nur ins Bett. Möge die Macht mit dir sein – am Arsch!“

Luke sieht hier ja ganz schön bedröppelt aus. Da Owley mich dazu gebracht hat, nach meinem letzten Beitrag endlich A New Hope anzuschauen, habe ich da jetzt also auch ein bisschen Kontext zu. Meine Gedanken schweifen daher zu Einsamkeit. Nach dem High, welches mit der Zerstörung des Death Stars und somit Rettung des Universums vor planetenzerstörenden, künstlichen Himmelskörpern kam, setzt nun vielleicht das Low ein.

Man realisiert, dass man jetzt ganz alleine da steht, ohne Familie, und auch ohne Mentor. Obwohl man ja jetzt einen Neuen im Rücken sitzen hat. (See what I did there?) Also liege ich vielleicht ganz falsch und Luke ist einfach nur erschöpft, weil Meister Yoda schwerer ist, als er aussieht. Luke findet das so gar nicht geil, dass er ihn den ganzen Tag im Rucksack herumschleppen muss. Warum trägt er ihn aber herum?

Training natürlich. Luke lernt die Wege eines Jedis. Luke hatte aber auch einen langen Tag. Irgendwo im Urwald eines ihm fremden Planetens verlässt einen dann doch schon einmal die Energie. Luke ist müde, er ist nass, er stinkt nach Schweiß, er kann’s einfach nicht mehr hören, wie Yoda ihm da über die Force ins Ohr faselt. Luke will einfach nur ins Bett. Möge die Macht mit dir sein – am Arsch!

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„Der Typ links sieht ja aus wie ein Eddie Murphy-Double, das am falschen Set aufgetaucht ist. Ich könnte ihn mir eher in irgendeinem Quentin Tarantino-Schinken über Vampir-Hipster vorstellen.“

Auch in dieser Woche stellt mir Owley ein zweites Still zur Verfügung, in welchem mir unbekannte Charaktere vorkommen. Der Typ links sieht ja aus wie ein Eddie Murphy-Double, das am falschen Set aufgetaucht ist. Ich könnte ihn mir eher in irgendeinem Quentin Tarantino-Schinken über Vampir-Hipster vorstellen. Der Stormtrooper im Hintergrund, wie er die Tür bewacht, könnte bedeuten, dass EMD (“Eddie Murphy-Double”) sich in Gewahrsam befindet.

Oder vielleicht wartet er auf eine Audienz mit irgendeinem hohen Ross der Dunklen Seite? In der Zwischenzeit schaut er sich im “Warteraum” um. Seine Pose spricht von Ungeduld. Dass man ihn warten lässt, gefällt ihm so gar nicht. Können die sich das erlauben, nachdem der Dunklen Seite ein großer Seitenhieb verpasst wurde? EMD hat Informationen für dich, Darth Vader! Informationen, die der Dunklen Seite zurück zur Macht verhelfen könnten! Alles, was er im Gegenzug möchte, ist ein bisschen (viel) Geld. Aber bald! Er hat auch noch andere, nicht so ganz legale, Geschäfte zu betreiben.

Ich frage mich, wer oder was hinter der grün-grauen Uniform steckt. Was mir auffällt, sind zum einen die Spuren eines Kampfes an der Uniform. Zum anderen wären da die Haarzöpfe. Ginge ich jetzt total heternormativ an die Sache heran, würde ich denken, das bedeute, dass sich ein weibliches Wesen hinter der Maske versteckt. Aber warum ist der Brustpanzer dann so flach? Vielleicht interessiert das ja auch gar nicht. Vielleicht ist EMD ja einfach mit eigenem Beistand in der Form eines Bodyguards angerückt und bespricht jetzt nur noch einmal schnell den Schlachtplan, falls alles schief geht. Man trifft sich ja auch nicht jeden Tag mit der Dunklen Seite der Macht.

Owley x Juniqe

Juniqe

Vor einigen Jahren habe ich drei minimalistische Plakatsujets zu den alten Star Wars-Filmen gestaltet. Die Idee dieser Poster war, anhand der Transportmittel von Luke Skywalker dessen Aufstieg vom Bauernjungen zum Helden der Galaxis, zu illustrieren. Im Hinblick auf den neuen Film habe ich meine Designs noch einmal überarbeitet und zusätzlich drei Plakate zu den Prequels, sowie eines zu The Force Awakens entwickelt, in denen Anakin Skywalker, beziehungsweise Rey (Solo?) im Vordergrund stehen.

Und jetzt der Grund für das ganze Tamtam: Ihr könnt diese sieben Sujets nun bei Juniqe beziehen. Der Berliner Postershop bietet meine Plakate exklusiv zum Verkauf an – als Plakatdrucke, Postkarten, Handyhüllen und sogar Notizbücher.

Hier kommt ihr zu meiner Künstlerseite.

TPM
AOTC
ROTS
ANH
TESB
ROTJ
TFA

Yume to Kyōki no Ōkoku (2013)

Yume

„Filmmaking only brings suffering.“

Es kommt sehr selten vor, dass ich mir Dokumentarfilme ansehe. Ich konnte mich nie wirklich für diese Erzählform erwärmen – dass das ignorant und doof ist, weiss ich eigentlich ja auch. Trotzdem ist es fast drei Jahre her, seit ich mit The Imposter meine bis dato letzte Dokumentation gesehen habe, wenn man jetzt einmal von den zahlreichen Sichtungen von Banksys genialer Mockumentary Exit Through The Gift Shop absieht. Für Yume to Kyōki no Ōkoku (The Kingdom of Dreams and Madness) der japanischen Dokumentarfilmerin Mami Sunada habe ich mich wieder einmal mit einem Beitrag des Genres befasst. Der Film blickt hinter die Kulissen des renommierten Studio Ghibli und gibt Einblicke in die turbulente Produktion der Filme Kaze Tachinu (The Wind Rises) von Hayao Miyazaki und Kaguya-Hime no Monogatari (Die Legende der Prinzessin Kaguya) von Isao Takahata. Sunada fokussiert sich bei ihrem Film vorallem auf Miyazaki, den sie auf Schritt und Tritt begleitet. Es gelingt ihr, diese unberührbar wirkende Ikone des Animationsfilms zu demystifizieren und ihm als Menschen zu begegnen.

Miyazaki ist ein inspirierender Künstler, der sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht und auch mit über 70 Jahren noch bemüht ist, sich selber zu verbessern. Sunada zeigt uns in Yume to Kyōki no Ōkoku aber auch einen verbitterten alten Mann, der von der Welt enttäuscht wurde. Im Zuge der Atomkatastrophe von Fukushima hat er den Glauben an die Regierung, aber auch die Gesellschaft allmählich verloren. Was auch auffällt, ist dass Hayao Miyazaki, so unbeholfen er zeitweise wirkt, diese Plattform, die ihm Sunada bietet, offenbar ganz bewusst zu nutzen weiss. Er erzählt viel aus seinem Leben und zeigt sich generell als weisen Patron dieses legendären Studios – kritischen Fragen muss sich Miyazaki kaum stellen. Hier hätte ich mir von der Regisseurin mehr Initiative und Nachdruck und vorallem mehr Mut erhofft. Ihr Respekt und ihre Achtung vor Hayao Miyazaki stehen da einem etwas differenzierteren Bild offenbar im Weg.

In Kürze:

Mami Sunadas Dokumentarfilm Yume to Kyōki no Ōkoku gibt einen spannenden Einblick in das Schaffen eines der legendärsten Filmstudios der Welt – der Blick auf die Animationsikone Hayao Miyazaki bleibt aber stets oberflächlich und damit recht brav.

Wertung:

4 von 5 abgenutzten Bleistiften

Jeff Daniels – Are You As Excited About Me As I Am?

Ich habe ja schon genug erwähnt, dass ihr euch unbedingt eine Daytrotter-Mitgliedschaft holen sollt (für 2 Dollar im Monat könnt ihr exklusive Sessions mit den angesagtesten Indie-Künstler runterladen). Ich muss es aber wieder erwähnen, weil Daytrotter einfach ein Projekt ist, das unbedingt am Leben bleiben muss. Und sei es nur, um ab und zu eine so berührende Session zu erhalten, wie sie Jeff Daniels abliefert. Eine Kostprobe gibt es mit dem berührenden Stück Are You As Excited About Me As I Am?, in dem er über (s)eine gescheiterte Schauspielkarriere singt. Wenn euch das gefällt, holt euch die Mitgliedschaft und damit die ganze Session.

Welche Sessions ihr ebenfalls anspielen sollt, könnt ihr hier erfahren.

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Kurenai no Buta (1992)

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Nur ein fliegendes Schwein ist ein gutes Schwein!

Vor einigen Jahren machten Gerüchte die Runde, dass Hayao Miyazaki an einer Fortsetzung zu Kurenai no Buta (Porco Rosso) arbeiten würde, die einige Jahre nach dem originalen Film spielen soll und einen deutlich gealterten Titelhelden zeigen soll. Aus dem Projekt wurde nie etwas und nun, wo Miyazaki im Ruhestand ist, wird das wohl auch nichts mehr werden. Schade eigentlich, denn anders als bei vielen Filmen des japanischen Regisseurs hätte ich mir einen zweiten Teil von Kurenai no Buta gut vorstellen können. Der Film über einen schweinischen Piloten, der an der Adria gegen Luftpiraten kämpft und immer stärker ins Visier der faschistischen Geheimpolizei gerät, ist Miyazakis ehrlichstes Werk. Auch technisch kann der Film überzeugen. Die Animation ist einwandfrei und der Soundtrack von Joe Hisaishi weiss in den richtigen Momenten zu berühren.

In Kurenai no Buta gibt sich Hayao Miyazaki so politisch, wie nie zuvor. Kaze no Tani no Naushika (Nausicaä aus dem Tal der Winde) und Tenkū no Shiro no Rapyuta (Das Schloss im Himmel) thematisieren zwar auch die Folgen des Krieges, doch so direkt wie in diesem Film war er noch nie. Den Aufstieg der Faschisten macht er zur eigentlichen Bedrohung des Films, die wie ein Schatten über die romantische Welt der wagemutigen Fliegerasse fällt. Dass er keine Liebe für die damalige Regierung und ihre Sympathisanten übrig hat, macht Miyazaki deutlich. „Ich bin lieber Schwein als Faschist“, erwidert Porco Rosso auf die Rekrutierungsversuche eines Majors. Der zynische Pilot mit dem Schweinekopf ist ein charismatischer Held, einer von der gleichen Sorte wie Humphrey Bogart. Ein einsamer Cowboy, der das Rennen gegen die Zeit längst verloren hat.

In Kürze:

Kurenai no Buta ist einer von Miyazakis Besten – ein berührendes Drama über einen Helden, der seine besten Tage hinter sich hat.

Wertung:

5 von 5 feuerroten Flugmaschinen

Ticketverlosung: MS MR

MsMr2015

Das New Yorker Du MS MR hatte ich in den letzten Jahren ein bisschen aus den Augen verloren. Ich weiss, dass sie irgendwann nach ihrem grossartigen Debüt Secondhand Rapture ein zweites Album veröffentlicht haben, aber bisher kam ich noch nicht dazu, mir dieses zu kaufen. Nun treten Lizzy Plapinger und Max Hershenow wieder einmal in Zürich auf, und werden kommenden Montag im X-Tra ihren pumpenden und rockigen Sound zum Besten. Nicht nur eine gute Gelegenheit, mir das neue Album How Does It Feel zuzulegen, sondern auch ein Konzert, das man nicht missen sollte.

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Welch ein Zufall! Für MS MRs Konzert vom 16. November 2015 im X-Tra habe ich 1×2 Tickets, die ihr euch sichern könnt, wenn ihr folgende Frage richtig beantwortet:

Sängerin Lizzy Plapinger ist zwar aus New York, Amerikanerin ist sie aber nicht. Aus welchem Land kommt sie eigentlich?

Schickt mir mit die Antwort als Mail oder twittert sie mir und die Tickets sind euch. First come, first served.

Die Tix sind bereits weg – sorry!

Star Wars: Episode IV – A New Hope (1977)

EpisodeIV

„Use the Force, Luke!“

Nach über sechs Jahren rezensiere ich auf meinem Blog endlich jene Filme, ohne die Kino für mich nur halb so viel Spass machen würde. Dabei habe ich mich dazu entschlossen, die Filme in der chronologischen und nicht in der numerischen Reihenfolge zu besprechen. Ich finde, man sollte die Filme auch in dieser Reihenfolge schauen – und ich will schliesslich auch Bezug nehmen auf die originalen Filme, wenn ich dann bei den Prequels angekommen bin. Darum starte ich mit dem Film, mit dem alles begann: Star Wars, oder wie er später benannt wurde, Star Wars: Episode IV – A New Hope. Ein Aspekt, der diese Episode für mich von den anderen Star Wars-Filmen abhebt und einzigartig macht ist seine Erzählstruktur. Wir werden in dieser uns fremden Welt nicht mit unzähligen Figuren konfrontiert, sondern langsam in die Geschichte eingeführt. Die Geschichte wandert mit den Charakteren – von den Droiden zu Luke, von Luke zu Obi-Wan, von Obi-Wan zu Han Solo, von Han Solo zu Leia. Dieser Aufbau der Erzählung ermöglicht es uns, einen Überblick über diese weit, weit entfernte Galaxis zu bekommen, ohne gleich von der Fülle an Charakteren und den unterschiedlichen Motivationen überfordert zu sein. Prinzessin Leia ist eine der zentralen Figuren der Rebellion, die gegen die Übermacht der Imperialen kämpft. Auf Initiative des Jedi-Ritters Obi-Wan Kenobi retten Luke Skywalker und der Schmuggler Han Solo sie aus den Fängen des düsteren Darth Vader und geraten dadurch selber ins Visier des Imperiums.

Mit Vader präsentierte uns George Lucas vor bald vierzig Jahren einen Bösewicht, der die Filmgeschichte massgeblich prägte. Der schwarzgekleidete Hüne mit der Atemmaske ist aus der Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken – kaum ein Bösewicht ist so cool und bedrohlich wie Darth Vader, dem James Earl Jones die Stimme leiht. Die Figuren in A New Hope sind ohnehin alle perfekt besetzt. Der junge Mark Hamill mimt den naiven Bauernjungen Luke Skywalker während Carrie Fisher die toughe Prinzessin Leia spielt. Die Schau stiehlt den Beiden aber Harrison Ford, der durch seine Rolle als smarter Schmuggler Han Solo zur Schauspielikone wurde. Die Altstars Sir Alec Guiness als Obi-Wan Kenobi und Peter Cushing als Grand Moff Tarkin verleihen dem Film den nötigen Glamour, ohne die eigentlichen Helden in den Schatten zu stellen. Was Star Wars zudem einzigartig macht, ist sein „used-future“-Look. Alles sieht abgenutzt und verbraucht aus, die Raumschiffe sind rostig und die Kleider verfilzt. Diese anti-idealistische Zukunft, trägt, zusammen mit den handgemachten Effekten massiv zur Authenzität dieses Universums bei. Und Star Wars wäre natürlich nicht Star Wars ohne die Musik die John Williams für diese Filmreihe schrieb. A New Hope bringt uns zum ersten Mal die grandiosen Melodien – wie das epische Titelstück oder das mystische „Force Theme“. Und natürlich nicht zu vergessen: Das ikonische Stück, das die Band in der Cantina spielt.

In Kürze:

Es ist Star Wars, was soll ich da noch sagen? A New Hope ist ein wundervoller Film, der mich mit seinen illustren Figuren, bahnbrechenden Effekten und der wunderschönen Musik von John Williams immer wieder aufs Neue verzaubert.

Wertung:

5 von 5 zerstörten Heimatplaneten

Star Wars According to Frau Laura: Prinzessin der Galaxie

FRAULAURA

Es gibt Dinge, die gibt’s gar nicht. Und dann es gibt Menschen, die noch nie Star Wars gesehen haben. So wie ich, die Frau Laura. Der Owley fand das so faszinierend, dass er mich auf seinen Blog eingeladen hat, um mich hier zum Deppen zu machen und über die Filme zu faseln, die im Moment wegen des neuen Kinofilms wieder in aller Munde liegen — und dabei euch Star Wars-Fangirls und -boys zu unterhalten. Owley wird mir wöchentich Stills aus den Filmen, die er dann am darauffolgenden Freitag reviewen wird, zur Verfügung stellen. In meiner Gastbeitragsreihe Star Wars According To Frau Laura bespreche ich diese dann, aus der Perspektive eines Unwissenden. Should be fun. Heute geht’s los mit zwei Bildern aus dem ersten Film, Star Wars: Episode IV – A New Hope.

Zunächst muss ich aber erst einmal etwas debunken. Owley hat euch in seiner Ankündigung nämlich zu glauben gegeben, ich hätte null Ahnung von Star Wars. Stimmt schon, irgendwie, jedoch ist es als Serien- und Filmfan absolut unmöglich Star Wars-Referenzen zu entkommen. Ein bisschen wahlloses, kontextloses Wissen über das Franchise weise ich also schon vor — sei es durch Ross und Rachels Sexleben oder durch die “Nerdcharaktere” aus den verschiedensten TV-Serien.

Nun aber zum ersten Still.

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„Welchem Gegenüber will Han da eine klatschen? Und überhaupt: Wo sind die Lightsaber??“

Natürlich weiß ich, wen wir hier haben: Luke und Leia, das Pärchen, das beinahe Inzucht beging —ein Spoiler dem absolut nicht zu entgehen ist, wenn du dich im Internet bewegst— und Han Solo mit seiner unvergleichlichen Brusthaar-V-Neck-Westen-Kombo. Die Frage stellt sich nun, was die Drei da treiben. Han Solo hat seine Waffe und sein Bitchface gezückt. (Ist ein “hansolosbitchfaces”-Tumblrlog schon existent?) Luke und Leia schauen arg unbeeindruckt aus. Es muss sich hier auf jeden Fall um ein Face-Off handeln. Vielleicht wurde hier ein Kidnapping-Versuch vereitelt? Leia ist ja Prinzessin. (Frag mich nicht wovon. Der Galaxie? Des Universums?) Und Luke und Han? Springen hier als Leibwächter ein!

Leia ist also umgeben von diesen zwei starken Kerlen und hält sich direkt mal an Hans Bizeps fest, wie sich das so für eine Damsel in Distress gehört. (Und sowieso, wer kann es ihr verachten, richtig?) Nun könnte sie ihn aber auch zurückhalten wollen. Meines —zugestanden, möglicherweise durch irgendwelche feministisch angehauchten Tumblr-Posts manipulierten— Halbwissens nach, kann Prinzessin Leia sich ganz gut selbst behaupten. Harrison Fords Filmographie gibt mir das Gefühl, dass Han Solo ein Hitzkopf sein kann. Wenn sie ihn aber zurückhält… wovor? Einer Sache bin ich mir allerdings fast sicher: Leia wird hier beschützt, sei der Schutz von ihr gewollt, oder unerwünscht. Aber welchem Gegenüber will Han da eine klatschen? Und überhaupt: Wo sind die Lightsaber??

Ich sag’ es euch: Lightsaber kriegen nur Jedi-Meister! (Ja, den Terminus kenne ich auch!) Und Han… ist weit entfernt vom Jedi-Dasein. Han ist ein Rowdy! Zumindest spricht sein Outfit nicht dafür, dass er hier in irgendeiner offiziellen Position vor Ort wäre. Wahrscheinlich ist er irgendwie in diese Situation reingerutscht und, einmal geblinkt, kann er jetzt auf einmal die Position als Leias Co-Leibwächter auf seinem Lebenslauf aufführen. (Das mag er warscheinlich gar nicht. Zitat Han Solo: “So hatte ich mir meinen Donnerstag jetzt aber nicht vorgestellt. Prinzessinnen retten. Zukünftigen Jedis zeigen wo’s lang geht. Muss ich mein Brusthaar-Waxing schon wieder absagen.” Wie das eben so ist.)

Soviel also zum ersten Still. Moving on.

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„Vielleicht weiß er ja, dass Luke und Leia Geschwister sind und schaut der Flirterei zwischen den Beiden mit Argwohn entgegen.“

Hier kann ich besten Gewissens sagen: Ich habe keine Ahnung, wer dieser Typ ist. Ohne da jetzt irgendwie beleidigend sein zu wollen, er sieht irgendwie aus wie eine Kreuzung zwischen Tywin Lannister aus Game of Thrones und einem Pavian. Er scheint irgendein General zu sein? Zumindest lässt die Uniform und dessen Bestickung, und auch sein Alter, darauf zurückschließen. Sein Stirnrunzeln könnte entweder seine Sorge oder seine Skepsis gegenüber einer Sache bedeuten. (Vielleicht weiß er ja, dass Luke und Leia Geschwister sind und schaut der Flirterei zwischen den Beiden mit Argwohn entgegen. Ha!)

Ist er ein Baddie oder ein “Goodie”? Kann ich so jetzt nicht sagen. Irgendwie sieht er so aus, als wäre er eigentlich einer der “Guten”, aber, aus irgendwelchen persönlichen Gründen, wie das halt immer so ist, arbeitet er der bösen Seite zu. Es ist vielleicht nicht jedem möglich, einer Einladung wie “Come to the Dark Side” zu widerstehen. Besonders wenn’s da Cookies gibt.

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