Abend 18: 19. 7. 2009 – Zu Gast bei Pitschi, Pumpkin und Puzzle

Gestern Abend stand dann noch ein kurzer Besuch bei Pitschi, Pumpkin und Puzzle, namentlich die Mäuse meiner Schwester, ins Haus, denn ich musste/durfte die Mäuse meiner Schwester füttern. Benannt sind die Mäuse folgendermassen: Pitschi (die schwarze Maus – leider fotoscheu) nach einer schwarzen Kinderbuchkatze, Pumpkin wegen dem kürbisorangen Fell und Puzzle wegen dem wirren (puzzled) Blick. Hab nicht ich ausgesucht die Namen. Ehrlich. =)

Die drei begrüssten den Neuankömmling Wiesel stürmisch (und begannen – oder besser versuchten – an ihm rumzuknabbern). Bei der Fütterung frassen mir die kleinen Puschelbälle – die im Übrigen mit dem Wiesel diesbezüglich konkurrieren könnten – aus der Hand und bissen mir in den Finger. Das Wiesel wollte die drei Mäuse gar behalten, was sich leider nicht einrichten liess.

Tag 18: 19. 7. 2009 – Aufräumhilfe & Springwiesel

Das Wiesel hat mir heute ganz doll dabei geholfen, mein neues Zimmer auf- und einzuräumen. Bücher an den richtigen Ort im Bücherregal, DVDs ins neue DVD-Gestell und Colabüchsen an den richtigen Platz. Dadurch war das Gröbste in meinem Zimmer dermassen schnell fertig, dass ich dem Wiesel versprach, mit ihm draussen was zu spielen.

Als ich es dann nach seinem Spielewunsch fragte, nannte es mir „Spring-Wiesel“. Worum es sich dabei handelte, darüber war ich mir nicht ganz im Klaren und liess mir die Regeln erklären. Und die sind ganz simpel: Das Wiesel wird in die Luft geworfen (und wieder aufgefangen). Punkt. Na dann, spielen wir das, dachte ich mir…

Dem Wiesel reichte die Sache dann aber schon schnell, so schlecht war ihm wegen den vielen Auf und Abs… 😉

Lippenstempel – Schlampenstift

Eine meiner absoluten Lieblingszeilen von Jennifer Rostock, der deutschen Rock-Punk-Gruppe, die mittlerweile mit ihrem zweiten Album „Der Film“ am Start sind. JR kannte ich schon etwas länger, dank einem Freund, der total drauf abfährt. Erst war ich skeptisch, als ich dann „Der Film“ zum ersten Mal hörte, gefiels mir gar nicht. Dann hab ich mir das Ganze mal genauer angehört und Stücke wie „Nenn mich nicht Jenny!“ oder „Schmutzig“ oder das Aushängeschild des Albums „Du willst mir an die Wäsche!“, die rockig und mainstreamig sind und durch super Texte bestechen. Die Texte sind poetisch und nachdenklich, aber auch wieder dreckig und liebenswürdig. Grossartig.

Mir ist aufgefallen, wie unbekannt JR hierzulande ist, als ich ihr Album tatsächlich unter „Filmmusik“ gefunden hatte… 🙂

Kaum an der Tür schon in Position
nimmt das Drama einmal mehr seinen Lauf
Und du fragst mich nur wie mein Tag war
und schon geht mir das Messer in meiner Tasche auf

Deine Freundlichkeit verdirbt mir den Tag
Was ich mir selber nich erklären kann
Zwar weiß ich, dass ich dich im Grunde noch mag,
aber bitte fass mich nicht an

Und nenn mich nicht Jenny, oh, nenn mich nicht Jenny
Nenn mich nicht Jenny, oh, nenn mich nicht Jenny
Gespräche stehen Tag für Tag Spalier
und haben keinen weiteren Sinn
Wir wünschen uns Tag für Tag weg von hier
und wissen doch nich wohin

Das Verlangen kommt abhanden, wenn man zuviel verlangt
es ertrinkt in kalter Gleichgültigkeit
Man bleibt solange im Bett bis man daran erkrankt
Schuld war zu viel Zeit zu zweit
Es tut mir Leid, wir können uns nicht vertragen
denn es gab keinen Streit und keine offenen Fragen

Nenn mich nicht Jenny, oh, nenn mich nicht Jenny
das Spiel ist verloren, also spiel uns nichts vor
nenn mich nicht Jenny, oh, nenn mich nicht Jenny
Verbrauchte Namen und sie bohren sich ins Ohr
Die eigene Vergangenheit zu oft kopiert
Haben wir uns dabei vor uns selbst blamiert

Nenn mich nicht Jenny, oh, nenn mich nicht Jenny
Die Luft ist raus, es ist aus, es ist aus

Wir haben einander, wir habeneinander
wir haben einander nichts mehr zu sagen
Wir haben einander, wir haben einander
wir haben einander nichts mehr zu sagen

Es tut mir leid wir können uns nicht mehr vertragen,
denn es gab keinen Streit und keine offenen Fragen
Nenn mich nicht Jenny, …

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Tor-Tour

Die Meldungen zur Tour de France machen mir Angst. Oscar Freire und Julian Dean werden auf der Strecke angeschossen. Eine Zuschauerin gerät unter ein Motorrad und stirbt, zwei weitere werden beim Unfall verletzt. Und wer trägt nochmal das gelbe Trikot?

Mehr hier: Welt.de

Doktorspiele – Der Wieselkrimi: Teil 2

Was bisher geschah:

Dr. Keinnam Namlosz, ein Forscher wird kaltblütig mit einem Messer erstochen. Unter den Tatverdächtigen befinden sich Ladaam Namlosz, Namlosz‘ Exfrau und Anton Stillheit, ein gescheiterter Rock-Musiker.

Teil 2

Wiesel schlug die Tür hinter sich energisch zu. Der Fall war doch nicht so einfach, wie er erwartet hatte. Sie hatte ein einwandfreies Alibi. Ladaam Namlosz war zur Tatzeit bei einer Freundin an deren Geburtstagsfeier. Überprüft und sogar dokumentiert auf der Fotokamera einer Bekannten. Blieb also nur noch der Rocker. Wiesel genehmigte sich einen Instantkaffee aus der Maschine. Er schmeckte hässlich. Passte also zum Fall.

Er betrat den Raum, in dem er kurz zuvor die Ex-Gattin des Forschers verhört hatte. Ladaam hatte zwar zugestimmt, dass sie immer noch wütend war auf ihren früheren Gatten. Keinnam Namlosz hatte eine Affäre mit einer Laborantin gehabt. Zwar hatte er diese entlassen (auf Drängen seiner damaligen Frau) und Ladaam erhielt die Scheidung – die Wut blieb jedoch. Doch das klare Alibi räumte sämtliche Zweifel aus. Nun wäre also der zweite momentane Tatverdächtige am Zug. Anton Stillheit, gescheiterter Rockmusiker, früherer Bassist der Rockband Guitar Heroes. Chartleader über einige Monate. Bis zur Auflösung nach dem Tod des Drummers. Heute sieht man Stillheit den Erfolg nicht mehr an. Augenringe zeugen von einer wilden Zeit.

„Name.“ – „Anton Egon Stillheit“ – „Was haben Sie in der Zeit von 18 Uhr – 18.45 Uhr gemacht – heute Abend?“ Wiesel hatte wirklich keine Lust auf diese ermüdenden Verhöre. Stillheit schniefte laut und schluckte das Geschniefte geräuschvoll hinunter. Widerlich. „Na…“, überlegte er, “ Ich war…“, fuhr er dann mit nachdenklichem Blick fort, „Ich war, naja. Spielen. Gitarrenheld. Kennense dat Spiel?“ – Wiesel verneinte. „Zeugen haben Sie wohl keine?“ – Diesmal verneinte Stillheit. Dann schien ihm ein Licht aufzugehen „Das heisst… Naja – doch.“ – „Klartext, bitte“ – „Naja, ich hab nunja heute Abend dat Spiel gespielt. Und da glaub ich – ich weiss janich ob man das rausfinden kann – zu der Zeit etwa – wann war das nochma? 18 Uhr etwa?“ – Der Inspektor nickte. -„Hmmnja. Da hab ich den Heiskoor geknacht. Vielleicht kann man das, naja, Sie wissen schon, nachschauen oder so, naja.“ Wiesel notierte. „Und was sagen Sie, haben Sie geknackt? Den Tresor?“ Unter einem schrecklichen Grunzen begann der etwa eine Minute andauernde Lachanfall des Gegenübers. „Nah. Den Hei-Skoor! Sewissn schon, das Dinge wo wenn man, naja gut ist, man drein kommt.“ Er verstand. Der Wahnsinnige hatte den Highscore geknackt. Und stolz drauf war er auch noch. Wiesel war seinerseits stolz darauf, dass er das undeutliche Gebrabbel Stillheits verstand. Er würde sich freuen, wenn er den Typen los ist. „Ja dann überprüfen wir das mal.“

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Ich poke.

Nun mutiere ich, wie es scheint, auch noch zum Tech-Freak. Denn ich poke. Was poken ist? Poken ist der Austausch seiner Facebook-, Xing-, Flickr-, MySpace- usw.-Daten mit einem kleinen Monster – namens Poken. Diese kleinen Monster, die es in 12 verschiedenen Versionen gibt, mit der übergrossen Hand halten zwei Poker mit der Hand aneinander. Seine zuvor darauf gespeicherten Daten werden dem Gegenüber übermittelt und zuhause kann er seinen Poken gemütlich an den PC anschliessen und die Person als Freund hinzufügen.

Ich besitze in Kürze mein erstes Poken, ein feueroranges Skelett, das ich zum Spezialpreis (nur für Schweizer) kaufen konnte… Hach, wie ich mich aufs Poken freue!

Doktorspiele – Der Wieselkrimi: Teil 1

Es war dunkel auf den Strassen von Wieselhausen. Die spärliche Strassenbeleuchtung warf ihr fahles Licht auf die Regenfäden, die ein Netz vom Himmel zu spannen schienen. Inspektor Wiesel zog seine Jacke tiefer ins Gesicht. Das Wetter war, wie so oft in Krimis, unwirtlich. Niemand würde sich bei diesem Wetter auf die Strassen trauen. Dr. Keinnam Namlosz hatte dies trotzdem getan. Es wurde ihm zum Verhängnis. Die weissen Linien am Boden zeugten von seinem Ableben. Ein Beamter der Spurensicherung überprüfte das blutige Messer. Wiesel zog an seiner Pfeife und entschloss sich, die Wärme des Büros von Namlosz aufzusuchen und den Regen und die Kälte hinter sich zu lassen.

Vor dem Büro standen zwei Streifenwagen und zwei eifrige Polizisten begrüssten den Inspektor. Sie brachten ihn auf den neuesten Stand, als sie ihm erzählten, dass sie bereits zwei Personen verhaftet hätten. Die eine war die geschiedene Frau von Namlosz, Ladaam, eine Dame mittleren Alters, die sich vor 10 Jahren scheiden lassen hatte, nachdem sie Namlosz bei einem Seitensprung mit einer Laborantin erwischt hatte. Die andere Person, fuhr der Polizeibeamte  fort, als er Wiesel einen Briefumschlag hinhielt, sei ein gescheiterter Rock-Musiker und Rock-Spiele-Gamer namens Anton Stillheit. Dieser hatte Namlosz seinerzeit eine Rock-Band-Gitarre vertickert, welche dieser jedoch nicht bezahlt hatte. Die Spurensicherung durchsuchte bereits beide Wohnungen, schloss der Beamte seine Ausführungen ab.

Wiesel war schliesslich gar nicht ins Büro hereingekommen und stand immer noch im Regen. Er begab sich jedoch wieder in den Regen hinaus. In die Kälte der Tatsachen. Irgendjemand, wahrscheinlich seine Frau oder ein gescheiterter Rockmusiker, hatten den Forscher Namlosz umgebracht. Sein Job war es nun diesen Mörder zu entlarven. Er stieg in einen Streifenwagen und fuhr zur Streife. Nur eine halbe Stunde nach seiner Ankunft kam es bereits zum Verhör mit der Ex-Frau von Namlosz. „Man hat mir gesagt, dass Keinnam getötet wurde. Ich kann Ihnen versichern, dass ich es nicht war.“ begann die Frau das Gespräch. Sie war gross und schlank und hatte ihr Haar hochgesteckt. Gesamt machte sie einen noblen Eindruck. „Setzen Sie sich bitte erst mal.“ erwiderte Wiesel. „Was macht Sie denn so sicher, dass Sie es nicht gewesen sind?“

 >> Teil 2

Tage 16 & 17: 17. & 18. 7. 2009: Wiesel Leon

Gestern stand eigentlich eine Überraschung an, die „attraktiv für das Wiesel“ gewesen wäre – und von der ich selbst rein garnix wusste – ehrlich. Doch dann fiel sie ins Wasser – im wahrsten Sinne des Wortes. Anscheinend ging diese Überraschung nur bei schönem Wetter. Das Wiesel war zwar leicht enttäuscht, hatte aber dann schon einen neuen Plan, wie es den Tag gestalten wollte: Es schrieb einen Krimi.

Zuerst legte es sich einen Künstlernamen an. Es nannte sich Wiesel Leon, sehr fantasievoll, wie ich fand. Danach setzte es sich an die Schreibmaschine und tippte, bis die Finger wund wurden. Und noch viel länger. Heute Nachmittag hat es  mir dann den Anfang gezeigt. Er heisst „Doktorspiele“

Der erste Teil des Krimis findet sich hier.

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