Toni vs. Giuseppe & Selektionstheorie

Seit kurzem habe ich ein kleines Entenküken ins Herz geschlossen. Toni, so heisst der Recken, ist ein kleines Entlein, das ich in einer Schulstunde am See entdeckt habe. Damals sass er mit den sieben Geschwisterchen unter dem flauschigen puschligen Gefieder von Mama Mandarinente. So beschloss ich, Toni am nächsten Tag mit meiner Kamera einen Besuch abzustatten. Erschrocken stellte ich fest, dass nur noch ein Küken zu sehen war. Ich machte mir nicht länger Sorgen darum und dachte, die andern Kinder seien wohl mit Papa Mandarinente zum Schwimmkurs gefahren, während Toni beschloss, bei Mama Mandarinente zu bleiben.

So begann ich den kleinen Toni zu fotografieren, was das Zeug hielt. Als ich neben mir einige Körner liegen sah, warf ich sie Toni zu, der natürlich zu ihnen hinschwamm und sie aufzupicken versuchte. Und dann kam Giuseppe. Die grosse, ausgewachsene Ente. Und mit einem bösen Blick stellte Toni klar, wer hier im Ententeich das Sagen hatte (sic!). Wenig später, Toni pickte immer noch, tauchte Giuseppe mit Freund Giovanni erneut auf. Toni klärte diese Angelegenheit erneut souverän und die beiden ausgewachsenen Enten zogen von dannen.

Toni hatte soeben die Selektionstheorie von Darwin über den Haufen geworfen und die stärkeren Enten vertrieben. Von wegen „Stärkere obsiegen…“ – pah!

Harry Plopper und der Fluch der neuen Bücherregale

Ziemlich problematisch, wenn man ein Bücherregal hat, das aus allen Nähten platzt, weil man es dermassen vollgepfrecht hat mit Büchern, dass neue Anschaffungen jederzeit einer Abwägung bedürfen, da man ja um keinen Preis noch mehr Bücher ins Regal stopfen möchte. Da tun neue Bücherregale Not. Nur ist dann das nächste Problem im Anmarsch: Zu wenig Bücher. Jetzt gähnt einem die Leere der Regale ins Gesicht und sagt: Füll mich. Denn ansonsten kippen die Bücher jedesmal, wenn nur ein Windhauch das Regal streift um wie Dominosteine am Domino-Day. So oder so stellt sich die Frage, ob man nun mit einem vollen Regal mit vielen Büchern oder zwei leeren Regalen mit jeweils wenigen Büchern besser lebt.

Und Harry Plopper hatte das erste Schuljahr mit nachhaltigen Schäden überstanden…

Na, welchen Tag haben wir denn heute?

Hättest dus gewusst? So einfach so. Aus heiterem Himmel. 10 Sekunden Zeit. Meinetwegen 20, 30? Sicher nicht. Ich auch nicht.

Mein aufblasbarer Donut - Nicht zum Verzehr geeignet!

Dabei liegt es doch auf der Hand… 5. Juni = Donut-Tag. Sagt mein Kalender. Und der hat immer Recht. Wird’s wohl so sein sag ich mir, als ich meinen aufblasbaren Luft-Donut, den ich als Beilage zu einem Simpsons-Comic erhielt, aufblas. Und wenn wir schon dabei sind: Heute ist der langweiligste Tag des Jahres. Sagt mein Kalender. Heut hat nämlich ein gewisser Wayne Boring seinen Geburtstag. Wer das ist? Na – Wayne?

Die Neugier hat dann doch gesiegt, und so sagt mir Wikipedia, dass Herr Langweilig ein Comiczeichner war und das Superman-Logo erfunden hatte. Nun ist er gleich nicht mehr ganz so langweilig, denk ich mir, als ich in meinen Donut beiss und feststellen muss, dass es sich dabei um keinen echten handelt. Blöder Tag.

Slam…

Slam, präsentiert von Plopper, assistiert von Elmöh als Buchhalter

Echt n gutes Buch. Nick Hornby, Autor von About a Boy (verfilmt mit Hugh Grant, Tony Colette und Rachel Weisz) und High Fidelity, bringt mit Slam einen neuen Knüller auf den Markt. Das Buch erzählt von einem Jugendlichen, Sam, dem einfach alles prima läuft. Seine Mutter wurde ihren dämlichen Freund los, schulisch läufts für ihn akzeptabel, er hat – als leidenschaftlicher Skater – einige Skatetricks gelernt, und mit Freundin Alicia läufts auch… naja… ganz gut. Doch als Alicia schwanger wird, macht Sam, was jeder minderjährige Vater in dieser Situation tut – er zieht den Schwanz ein (bildlich… Niveau, bitte!) und haut ab. Doch damit fangen die Probleme erst an… Ganz amüsant, ist die sarkastische Art, wie Hornby Sams Probleme schildert. Und auch Sams Freund Rabbit ist echt zum Wegschmeissen… Ein Buch, das sich lohnt. Wer die eingangs erwähnten Bücher von Hornby kennt und liebt, wird von Slam begeistert sein. Dermassen viel Feingefühl und Auffassungsgabe muss belohnt werden… Mit dem Plopper-Gütesiegel =)

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