Kinotipps: 2. Juni 2016

Kinotipps
Das erste Juni-Wochenende steht an – Lust auf Kino? Dann habe ich fünf heisse Empfehlungen für euch!

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The Nice Guys – Shane Black
Ab 2. Juni 2016

Regisseur Shane Black hat ja schon mit Kiss Kiss Bang Bang eine ordentliche Kiste abgeliefert, aber was er da mit The Nice Guys macht, ist nochmal auf einem ganz neuen Level. Seine Film Noir-Komödie über zwei Privatermittler, die in den 70ern eine vermisste junge Frau ausfindig machen müssen, ist einer der besten Filme des Jahres. Mit Ryan Gosling und Russell Crowe setzt Black auf zwei Hauptdarsteller, die sich für nichts zu schade sind. Gosling und Crowe spielen so gut wie schon lange nicht mehr – das ungleiche Duo harmoniert wunderbar. Dazu liefert der Regisseur von Iron Man 3 ein wendungsreiches und scharfzüngiges Drehbuch, gegen das selbst die One-Liner von Deadpool zahm aussehen.

Warcraft – Duncan Jones
Seit 26. Mai 2016

Wenn man wirklich will, dann gibt einem Warcraft Grund genug, enttäuscht zu sein. Der Film ist Welten davon entfernt, den Ruf der Game-Verfilmungen retten. Der grosse Schwachpunkt sind die unzähligen Figuren, die alle gleichzeitig um die Aufmerksamkeit des Publikums buhlen, uns aber im Grunde eigentlich alle einfach egal sind. Dem Film fehlen die grossen Namen, die ein solch grosses Projekt schultern können. Zum Glück sitzt auf dem Regiestuhl aber nicht irgendjemand, sondern Duncan Jones. Der junge britische Regisseur kann bei dieser schauspielerischen Hypothek zwar kein Meisterwerk mehr abliefern, aber immerhin einen soliden Sommerblockbuster, der vorallem in Bezug auf die Effekte und die gezeigten Welten überzeugen kann. Die Fortsetzung, die sich dieser Film so sehr wünscht, wird Warcraft wohl nicht bekommen – man würde sie ihm aber gönnen.

X-Men: Apocalypse – Bryan Singer
Seit 19. Mai 2016

Ganz soviel Liebe von Publikum & Kritik wie für X-Men: Days of Future Past gab es für die Fortsetzung leider nicht, was eigentlich schade ist. Denn obschon X-Men: Apocalypse bei Weitem nicht so tiefgründig und komplex daherkommt wie noch der letzte Film, liefert uns Bryan Singer einen soliden Nachfolger. Der neunte Mutantenfilm erzählt die Geschichte eines übermächtigen Mutanten, der nichts anderes, als die Erde zerstören will. X-Men: Apocalypse bietet viel Action und tolle Kampfsequenzen, die der Regisseur in starken Bildern einfängt. Der Film führt zudem einige junge Mutanten ein – trotz zahlreicher Figuren gelingt es Singer aber, das Gleichgewicht zu halten. Schade nur, dass Oscar Isaac statt zu schauspielern hinter einer dicken Schicht Make-Up versteckt irgendwelchen Nonsens brüllen muss.

En Man Som Heter Ove (Ein Mann namens Ove) – Hannes Holm
Seit 5. Mai 2016

En Man Som Heter Ove ist wieder einmal eine dieser kleinen Arthouse-Perlen. Aus dem hohen Norden kommt die Geschichte über einen grummligen Rentner, der sich eigentlich einfach nur in Ruhe umbringen will. Das turbulente Leben in seiner Nachbarschaft macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Mit einem Rolf Lassgård in Bestform ist dieser schwedische Up schwer zu empfehlen!

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Regisseur Dexter Fletcher stammt aus dem Dunstkreis von Guy Ritchie und Matthew Vaughn, fiel aber bislang vorallem als Schauspieler auf. Mit Eddie the Eagle beweist der Brite, dass er aber auch als Regisseur etwas taugt. Die absurde Komödie über einen schusseligen Skispringer (herrlich verkörpert von Taron Egerton) ist einer der Überraschungs-Hits des Jahres.

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The Angry Birds Movie – Clay Kaytis, Fergal Reilly
Seit 12. Mai 2016

Über 200 Millionen hat The Angry Birds Movie weltweit schon einigespielt, verglichen mit den 70 Millionen Produktionskosten* ein solides Ergebnis. Leider aber auch höchst unverdient. Der Film hat keine vernünftige Story und kann bestenfalls als eine Aneinanderreihung müder Nummern bezeichnet werden, die nie wirklich witzig sind. Ich mag eigentlich gar nicht mehr Worte über den Film verlieren. Just… don’t do it.

* verglichen mit den Marketingkosten von 300 Millionen ein Klacks

Owley.ch wird 7

Jobs

Alles Gute zum Geburtstag, ich!

Mein Blog wird heute schon sieben Jahre alt. Viel hat sich seit den ersten Tagen verändert – alleine in den letzten Monaten hat sich einiges getan. Owley.ch erscheint nun in neuem Gewand (danke noch einmal an Stefan) und beheimatet nun auch ein Portfolio meiner Arbeiten. Zudem haben sich Filmkritiken ein bisschen rar gemacht. Ganz verschwinden werden die Filmbesprechungen wohl nicht, aber fürs Erste ziehe ich die gesammelten, wöchentlichen Kinotipps vor. Trotzdem ist und bleibt Owley.ch auch in Zukunft ein Filmblog.

Und um das zu beweisen, verlose ich in freundlicher Zusammenarbeit mit meinen Freunden von Universal eine DVD zu Steve Jobs, einem meiner Lieblingsfilme aus dem letzten Jahr. Danny Boyle führte bei diesem in drei Akten erzählten Biopic Regie, während Michael Fassbender in der Hauptrolle brilliert. Ich sage selten von Filmen, dass man sie gesehen haben sollte, aber im Falle von Steve Jobs würde ich das tun. Eine filmische Meisterleistung.

Was müsst ihr tun um die DVD zu gewinnen? Erzählt mir im Kommentarbereich dieses Posts, warum ihr Owley.ch niemandem empfehlen würdet. Unter allen Nicht-Empfehlungen, die bis am 5. Juni um 12:00 Uhr eingehen, werde ich einen glücklichen Gewinner oder eine glückliche Gewinnerin ziehen.

Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz, Deutschland und Österreich wohnhaften Personen, beziehungsweise Personen mit einer Anschrift in einem dieser Länder. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Owlàlà, Paris!

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Die Euro 2016 rückt in grossen Schritten näher und das heisst, dass jetzt natürlich auch die ganze Tschutti Heftli-Maschinerie ins Rollen kommt. Am meisten freue ich mich darüber, am Startwochenende der Europameisterschaft (11./12. Juni) in Paris sein zu dürfen. Dort werde ich zusammen mit einigen Schweizer Künstlern das Tschutti Heftli im House of Switzerland vertreten und dabei zeichnen, signieren und feiern. Owlàlà!

Schon morgen Samstag bin ich im Analph in Zürich an einer Tauschbörse zu Gast. Eine Woche später, am 4. Juni, werde ich anlässlich einer weiteren Tauschbörse in Kallnach zeichnen, signieren und feiern. Tags darauf bin ich zudem wieder an der Comicbörse im Volkshaus und werde dort neben dem Tschutti Heftli auch meine Bücher und Postkarten dabei haben. Am 18. Juni geht’s ein weiteres Mal ins Ausland, und zwar nach Wien, wo ich die Tschuttisage, die Vernissage unserer Originalzeichnungen, besuche.

Wer also unbedingt meine zarten Pfoten schütteln will, hat jetzt die Gelegenheit dazu – zumindest wenn ihr aus der Schweiz, Paris oder Wien seid. 😉

Iwan Rheon – Bang! Bang!

Iwan Rheon reiht sich nahtlos in meine immer länger werdende Liste von Schauspielern ein, die auch als Musiker etwas hermachen. Der Waliser, bekannt als Hassfigur Ramsay Bolton aus Game of Thrones, hat bereits drei EPs veröffentlicht, im letzten Frühling folgte dann die erste richtige Platte mit dem Titel Dinard. Ruhige Klänge, viel Gitarre und eine verdammt schöne Stimme. Eine Kostprobe gefällig? Hier kommt das Titelstück seiner dritten EP Bang! Bang!

Kinotipps: 26. Mai 2016

Kinotipps

Eine neue Kinowoche steht an, 5 Tipps für regnerische (oder viel zu heisse Tage). In der Liste hat sich einiges geändert, einige neue Filme kamen hinzu. Und natürlich gibt es wie immer auch noch eine Warnung…
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Alice Through The Looking Glass – James Bobin
Ab 26. Mai 2016

Für einen Film, der jetzt wirklich niemand ausser dem Studio wollte, macht sich Alice Through The Looking Glass nicht schlecht. Die Fortsetzung von The Muppets-Macher James Bobin erzählt eine eigenständige Geschichte und beschreitet neue Wege. Alice, die nach Wonderland zurückkehrt, muss dem Mad Hatter helfen und bringt dabei die Zeit durcheinander. Diese ist übrigens alles andere als abstrakt, sondern eine echte Person, herrlich schrullig verkörpert von Sacha Baron Herzog. Abgesehen von ihm nerven die meisten Figuren in dieser Fortsetzung – da hätte man auch gerne auf einige Gesichter aus dem ersten Film verzichten dürfen. Und wie immer sind die Effekte… nicht immer gleich gelungen.

X-Men: Apocalypse – Bryan Singer
Seit 19. Mai 2016

Von den sechs Superheldenfilmen in diesem Jahr reizte mich X-Men: Apocalypse eindeutig am Wenigsten. Ich war nie ein grosser Fan der Mutantenschar und die Trailer sahen mir zu bunt und campy aus. Tatsächlich hat mir der Film aber sehr gut gefallen – er mag recht einfach und geradlinig gestrickt sein, aber er funktioniert – und wird vorallem nie langweilig. Der ägyptische Apocalypse, seines Zeichens der erste Mutant wacht 1983 aus dem Dornröschenschlaf auf. Sein Plan: Die Erde zu zerstören und eine neue Welt nach seiner Vorstellung zu schaffen. Klar, dass die X-Men etwas dagegen haben. Bryan Singer versammelt eine Vielzahl unterschiedlicher Figuren auf der Leinwand und schafft es, trotzdem jedem Charakter Leben einzuhauchen und gleichzeitig auch die Weichen für eine neue Ära zu stellen. Einzig Oscar Isaac, der als Übermutant Apocalypse vom vielen Makeup erdrückt zu werden scheint, bleibt blass.

En Man Som Heter Ove (Ein Mann namens Ove) – Hannes Holm
Seit 5. Mai 2016

Die Buchvorlage zu En Man Som Heter Ove kannte ich überhaupt nicht, aber der Trailer sah witzig aus. Und in dieser bissigen schwedischen Komödie über einen desillusionierten und grummligen Rentner kommt man auch wirklich auf seine Kosten. Regisseur Hannes Holm inszeniert diese Geschichte gleichermassen witzig und berührend. Rolf Lassgård besticht zudem in der Hauptrolle dieses zutiefst verletzten Mannes, der seine Trauer über den Tod seiner Frau an seinen Mitmenschen auslässt. Wollte man jetzt kleinlich sein, so müsste man aber doch noch festhalten, dass En Man Som Heter Ove im Grund einfach Up ohne Ballons ist.

Kollektivet – Thomas Vinterberg
Seit 21. April 2016

Auch aus dem Norden, wenn auch aus Dänemark statt Schweden, kommt Kollektivet von Ausnahmeregisseur Thomas Vinterberg. Mit viel Zurückhaltung erzählt der Filmemacher die Geschichte eines Paares in den 70er-Jahren, das das Feuer ihrer Liebe erneut entfachen will. Aus diesem Grund ziehen sie mit Freunden in eine grosse Villa und gründen eine Kommune. Doch die Probleme haben sich dadurch nicht einfach in Luft aufgelöst. Eine eindrückliche Charakterstudie in Form eines Quasi-Kammerspiels.

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Seit der ersten Ausgabe und damit schon geschlagene acht Wochen in dieser Liste dabei ist Eddie the Eagle, die liebevolle und absurde Komödie über einen waschechten Underdog. Der schrullige Michael Edwards will unbedingt an Olympischen Spielen teilnehmen, ist aber leider überhaupt nicht talentiert. Als er durch eine Lücke im Regelwerk 1988 als Skispringer nach Calgary fährt, sorgt der schrullige „Eddie the Eagle“ für Furore. Taron Egerton besticht in der Hauptrolle, Hugh Jackman gibt den grummligen Coach.

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The Angry Birds Movie – Clay Kaytis, Fergal Reilly
Seit 12. Mai 2016

Fast 400 Millionen soll The Angry Birds Movie gekostet haben – das Marketingbudget miteingerechnet. Mit Merchandise und Lizenzen dürften die Macher das Geld zwar wieder einspielen, ob es aber an der Kinokasse reicht, wage ich zu bezweifeln. Die lustlose Spielverfilmung läuft zwar im Moment nahezu ohne Konkurrenz, dürfte aber schon bald von Finding Dory und Konsorten aus den Kinosälen verdrängt werden. Zu Recht: The Angry Birds Movie ist nicht witzig genug, schlecht animiert und einfach nur plump.

Kinotipps: 19. Mai 2016

KinotippsDiese Woche ändert sich nur wenig – wer also an Pfingsten nicht dazu kam, meine Kinotipps zu befolgen, hat diese Woche noch Zeit.

CivilWar

Captain America: Civil War – Joe & Anthony Russo
Seit 28. April 2016

Marvel-Film Nummer 12 ist zwar bei Weitem kein Meisterwerk, aber trotz allem solides Actionkino mit Tiefgang. Captain America: Civil War stellt unangenehme Fragen – der Film der Russo Brothers bleibt uns aber bis zum Schluss leider die Antworten schuldig. Robert Downey Jr. spielt stark (badumm-tss) und die Neuzugänge Tom Holland (Spider-Man) und Chadwick Boseman (Black Panther) sind angenehm erfrischend. Da sieht man gerne über die verschwendeten Daniel Brühl und Martin Freeman hinweg.

Kollektivet – Thomas Vinterberg
Seit 21. April 2016

Die dänische Filmikone Thomas Vinterberg verfilmt mit Kollektivet ein von ihm verfasstes Bühnenstück über eine Kommune, die nicht ganz so gut funktioniert, wie sich das die Beteiligten erhofft hatten. Vinterberg beweist mit diesem Film einmal mehr, was für ein versierter Autorenfilmer er doch ist.

Une Famille à Louer – Jean-Pierre Améris
Seit 21. April 2016

Benoît Poelvoorde gibt in Une Famille à Louer von Jean-Pierre Améris einen einsamen Superreichen, der erleben will, wie es ist, eine Familie zu haben. Aus diesem Grund „mietet“ er die Familie einer alleinerziehenden Mutter. Wirklich überraschen dürfte dieser Film mit seiner geradlinigen Erzählweise niemanden, aber so charmant wie Améris seine Geschichte inszeniert, verzeiht man ihm das gerne.

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Nach Cool Runnings startet wieder eine Komödie über einen untalentierten und ehrgeizigen Sportler so richtig durch. Taron Egerton spielt den britischen Skispringer Michael Edwards, der als „Eddie the Eagle“ 1988 die Winterspiele von Calgary aufmischt. Eddie the Eagle ist eine herrlich absurde Komödie mit einem wunderbaren Taron Egerton.

Hail, Caesar! – The Coen Brothers
Seit 18. Februar 2016

Hail, Caesar! versammelt einen unglaublichen Cast – George Clooney, Josh Brolin oder Tilda Swinton geben sich für die Coen Brothers die Ehre. Die Komödie über einen entführten Hauptdarsteller, eine sinistre Verschwörung und einen überforderten Studioboss ist herrlich inszeniert und macht bis zum Schluss verdammt viel Spass.

Kino_SchrottAngryBirds

The Angry Birds Movie – Clay Kaytis, Fergal Reilly
Seit 12. Mai 2016

In einem Jahr, in dem wir in den Genuss zahlreicher unglaublich „toller“ Animationsfilme kommen (The Secret Life of Pets und Sing, Trolls, Ice Age: Collision Course oder Storks, um nur einige dieser Meisterwerke in spe zu nennen), dürfte The Angry Birds Movie wohl kaum der schlimmste Vertreter seines Genres sein. Der Film, der offenbar allein für das Marketing 300 Millionen gekostet haben dürfte, hat durchaus seine lustigen Momente. Alles in allem ist die Verfilmung des beliebten Handyspiels aber ein viel zu einfach gestrickter Film, der nie lustig genug ist, um darüber hinwegzutäuschen, dass er ein major cashgrab ist.

Kinotipps: 12. Mai 2016

KinotippsEs ist wieder Donnerstag, was heisst: Zeit für die Kinotipps! Ich bin leider nicht dazu gekommen, ins Kino zu gehen, weshalb die Liste gleich bleibt. Nächste Woche dann, okay?

CivilWar

Captain America: Civil War – Joe & Anthony Russo
Seit 28. April 2016

Ich behalte Captain America: Civil War in dieser Liste, wenn ihr dafür mit diesem „Bester Marvel-Film Ever“-Blödsinn aufhört. Das ist noch immer Guardians of the Galaxy, The Avengers oder Iron Man. Aber sicher nicht dieser Film. Das dritte Abenteuer des patriotischen Helden bietet solide Action, viel Tiefgang und starke neue und alte Helden. Das muss man ihm lassen – er macht Spass. Der Film krankt aber an der fehlenden Eigenständigkeit die durch die starke Vernetzung einhergeht und die dafür sorgt, dass sich mittlerweile alle grossen Marvel-Filme gleich anfühlen.

Kollektivet – Thomas Vinterberg
Seit 21. April 2016

Nach Festen und Jagten nimmt sich Thomas Vinterberg mit Kollektivet eines weniger schweren Themas an: Eine Kommune in den Siebzigern steht im Zentrum dieser Theaterverfilmung. In der Hoffnung, ihre kriselnde Ehe noch irgendwie zu retten, ziehen Erik und Anna mit einigen Freunden zusammen. Vinterberg inszeniert diese Geschichte berührend und trotz des vorhersehbaren Ausgangs bis zum Schluss spannend.

Une Famille à Louer – Jean-Pierre Améris
Seit 21. April 2016

Nein, ein grosser Wurf ist Une Famille à Louer aus Frankreich nicht. Die Komödie über einen einsamen Geldsack, der einmal eine Familie „ausprobieren“ möchte, ist sehr klischeehaft umgesetzt. Aber: Sie hat Benoît Poelvoorde in der Hauptrolle. Der belgische Schauspieler gefällt als schrulliger Business-Mann, der vom Familienleben völlig überfordert ist – der Belgier trägt den Film locker. Und so verlässt man das Kino zwar nicht schlauer, aber mit der erneuten Erkenntnis, dass Poelvoorde grossartig ist.

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Taron Egerton stellt nach Kingsman: The Secret Service erneut eindrücklich sein Können unter Beweis. In Eddie the Eagle gibt er den Titelhelden, den wahnwitzigen und ungeschickten britischen Skispringer Michael Edwards, der um jeden Preis Olympionike werden wollte und 1988 für sein Land an die Spiele in Calgary fährt. Dexter Fletcher überspitzt die Ereignisse geschickt und macht den Film so zu einem absurden und aberwitzigen Erlebnis.

Hail, Caesar! – The Coen Brothers
Seit 18. Februar 2016

Die Coen Brothers beschwören mit Hail, Caesar! das goldene Zeitalter des Kinos herauf. Die beiden Regisseure tun dies mit grossen Namen, tollen Kostümen und Sets und viel Witz. Josh Brolin ist herrlich als überforderter Studio-Heini, während George Clooney den dümmlichen Superstar gibt. Definitiv einer der Filme, die man dieses Jahr gesehen haben muss! (Star Wars läuft ja nicht mehr)

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The Jungle Book – Jon Favreau
Seit 14. April 2016

Ich habe in den vergangenen Wochen viel Schrott im Kino gesehen, am Meisten geärgert hat mich aber dieser Film. The Jungle Book hätte toll werden können, herausgekommen ist aber ein wildes Durcheinander. Das liegt sicher daran, dass Favreau selber nicht ganz zu wissen scheint, was er mit dem Film so richtig will. Mal soll er düster sein, mit hyperrealistischen Viechern und epischer Musik, dann wieder sollen die Figuren witzig sein und locker-flockig „Bare Necessities“ düdeln. Passt hinten und vorne nicht und nervt auf die Dauer nur. Next!

Owley x do nxt

DonxtBartLogo

So, ich probiere mal etwas aus. Man soll ja neuen und ungewohnten Ideen gegenüber nicht verschlossen sein.

Und zwar werde ich eine eigene Kampagne auf do nxt launchen. do nxt, das ist eine Plattform im Stile von Patreon, auf der man Unterstützer für persönliche Projekte sammeln kann. Man kann Künstler mit monatlichen Fixbeträgen unterstützen und im Gegenzug gibt es regelmässige Belohnungen – in meinem Fall Postkarten, Prints und Originalzeichnungen. Wie das im Detail aussieht kann man hier sehen.

Ich würde mich über eure Unterstützung bei meinem Versuch, mich als Künstler zu etablieren, freuen.

 

Kinotipps: 5. Mai 2016

Kinotipps
’s ist ein schöner Tag im Mai, wer nicht arbeitet hat frei! Ist herrscht zwar kein Kinowetter, aber hier gibt es trotzdem noch die Kinotipps für das Auffahrtswochenende. Fünf Empfehlungen, und – wie immer – ein Film auf den man getrost verzichten kann.

CivilWar

Captain America: Civil War – Joe & Anthony Russo
Seit 28. April 2016

Ich ging mit hohen Erwartungen an Captain America: Civil War, den nunmehr dreizehnten Film des Marvel Cinematic Universe. Ganz erfüllen kann der Film diese Erwartungen leider nicht. Dafür dauert er mit zweieinhalb Stunden Laufzeit schlicht zu lang und auch die Story ist schleppend und unfertig. Trotzdem ist dieser Konflikt der Ideologien packend und mit viel Tiefgang inszeniert. Speziell die Figur des Iron Man gewinnt durch diesen Film an Tiefe, was auch Robert Downey Jr. zu verdanken ist, der seine Rolle stark spielt und dem man die innere Zerrissenheit locker abkauft. Während andere, etablierte Charaktere wie Hawkeye, War Machine oder Vision langweilen, führen die Regisseure mit Black Panther und Spider-Man zwei starke neue Figuren ein, die den Film bereichern. Auf ihre beiden Solo-Auftritte freue ich mich schon jetzt. Captain America: Civil War ist zwar nicht das Meisterwerk, als das er bezeichnet wird, aber ein solider Superheldenfilm mit ein bisschen mehr Hirn als sonst.

Kollektivet – Thomas Vinterberg
Seit 21. April 2016

Der Däne Thomas Vinterberg verfilmt mit Kollektivet ein Bühnenstück über eine Kommune in den Siebzigern. Erik erbt eine grosse Villa und lädt auf Wunsch seiner Frau Anna seine Freunde ein, fortan mit ihnen zu wohnen. Das muss einfach schiefgehen – doch trotz des vorhersehbaren Konflikts weiss Vinterberg zu fesseln. Das ist in erster Linie den authentisch geschriebenen, greifbaren Figuren geschuldet.

Une Famille à Louer – Jean-Pierre Améris
Seit 21. April 2016

Definitiv das Leichtgewicht in dieser Liste – die seichte und zuckersüsse Komödie aus Frankreich. Jean-Pierre Améris‘ Film erzählt die Geschichte eines einsamen Schwerreichen, der das Familienleben entdecken will und darum eine Familie aus der Unterschicht „mietet“. Wie es ausgeht, weiss man schon zu Beginn – doch es gelingt dem Regisseur immer wieder, mit Tiefgang zu überraschen. Und natürlich ist Benoît Poelvoorde wieder einmal grosse Klasse.

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Ebenfalls leichte Kost ist Eddie the Eagle über einen trotteligen Skispringer (gespielt vom talentierten Newcomer Taron Egerton). Der Film von Dexter Fletcher tut niemandem weh und stellt auch kein Weltbild auf den Kopf. Eddie the Eagle ist ein liebevoll inszeniertes und kurzweiliges Biopic eines schillernden Underdogs, der an den Olympischen Spielen teilnehmen will  – for the sake of it. Und habe ich schon gesagt, dass Taron Egerton grossartig ist?

Hail, Caesar! – The Coen Brothers
Seit 18. Februar 2016

Die bissige Kinosatire der Coen Brothers ist ein Volltreffer. Eine charmante Liebeserklärung an die goldene Ära der Filmstudios mit einem herausragenden Ensemble. Josh Brolin gefällt als unerbittlicher Studiovertreter auf der Suche nach seinem dümmlichen Hauptdarsteller (George Clooney). Allen die Schau stiehlt aber auf jeden Fall Alden Ehrenreich, den man bisher nicht als tollen Charakterdarsteller kannte. Als zurückgebliebener John Wayne-Verschnitt ist der designierte Han Solo eine Wucht.

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The Jungle Book – Jon Favreau
Seit 14. April 2016

Die Box Office-Flops Gods of Egypt und The Huntsman: Winter’s War haben soviel Hass nicht verdient, Batman v Superman: Dawn of Justice ist schon lange wieder irrelevant. The Jungle Book hingegen hält sich hartnäckig an der Spitze der Charts, kommt mit 94% positiven Bewertungen auf Rotten Tomatoes viel zu gut weg – und es ist sogar schon eine Fortsetzung geplant. Da muss ich einfach protestieren. Jon Favreaus Realverfilmung ist ein chaotischer Film, der nie genau weiss, ob er dem Original gerecht werden, oder doch alles über den Haufen werfen möchte. Ein fehlbesetzter Menschenjunge, unglaubwürdige Viecher und missglückte Songeinlagen. Das war leider nichts.

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