Ticketverlosung Hello Tomorrow #1

HelloTomorrowVol1_Poster

„Ich kannte XY schon, bevor er cool war.“

Wolltest du schon immer ein Hipster sein? Dann hast du jetzt die Gelegenheit dazu. Just Because hat mit Hello Tomorrow eine neue Eventreihe ins Leben gerufen, die junge Talente fördert. Das erste dieser Konzerte, bei dem mehrere kleine Acts nacheinander auf derselben Bühne auftreten, findet am nächsten Dienstag, 5. April im Plaza in Zürich statt. Hinter die grossen Headliner von Bear’s Den schart sich eine vielzahl kleinerer, internationaler Acts – wie The Franklin Electric aus Kanada oder Mutelights aus Stuttgart.

Weil ich das ein cooles Projekt finde, habe ich natürlich sofort zugesagt, als man mich fragte, ob ich etwas dazu schreiben möchte. Ich finde es toll, wenn junge Musik so aktiv gefördert wird und unterstütze das gerne. Und das Beste: Ich habe 2×2 Tickets für das Konzert zur Verfügung, die ich an dieser Stelle verlose. Was ihr tun müsst? Nichts, ausser mir eine Mail an owley[att]owley.ch schreiben mit dem Betreff „Hello Tomorrow Never Dies“ und eurem Namen. Die schnellsten zwei Teilnehmer landen auf der Gästeliste fürs Hello Tomorrow #1.

Picture my Day Day #20

1810

Gestern war – nach langer Durststrecke – wieder einmal Picture my Day Day, der Zwanzigste, um genau zu sein. Organisiert wurde er zum zweiten Mal von mir. Ich musste gestern am Abend aber noch arbeiten, weshalb ich mich nicht so gut um die Teilnehmer kümmern konnte, wie ich wollte, und weshalb auch die Zusammenfassung erst jetzt folgt. Ich habe mich sehr über die rege Teilnahme gefreut und hoffe, dass das auch beim nächsten Mal so gut läuft. A propos nächstes Mal: Wer möchte?

Ich erlaube mir übrigens, hier noch die sehr detaillierte PMDD-Statistik von Frau Margarete aufzuführen:

Meinen Beitrag (mit viel Zugfahren) gibt’s nach dem Klick, hier noch die Beiträge der anderen Teilnehmer. Ich versuche, die Liste seriös nachzutragen, sollte ich jemanden vergessen haben, gebt mir doch bitte Bescheid. Zum Lesen bin ich leider noch nicht gekommen – ich musste mir natürlich für die Organisation des Picture my Day Day ausgerechnet ein hektisches Wochenende aussuchen. Das hole ich später noch nach, versprochen.

Teilnehmerliste

ChaosmacherinYviZimtschnuteArneMarcKonradConsuelaFrau TonariSarahChris (Ice Dragon)KaddinatorBee – Einzelkämpferin – MeikeHeldenhaushaltSvenjaOrakelcimddwcSteffiDaggiApfelkernTorstenFrau MargareteFeuerkatzeKaro KafkaEvaFamLog – Anne – Silent ProtagonistVickySibelSabieneAnjaHotaruHeleneStousnKyrallaFrau GemüsekeksNilsEllaThiaraAkiVerena (Flying Thoughts)SinahKarinaFrau HeldinVerena (Verenas Welt)Ni-chanMiss AchtungVarisAnnJenniKlaus EngelhardtElliVanessaAngelikaAngymaTTes

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Kung Fu Panda 3 Gewinnspiel

KFP3

Fast fünf Jahre mussten wir uns gedulden, doch nun ist es endlich so weit – unser aller Lieblings-Panda kullert wieder über die Leinwände. In Kung Fu Panda 3 trifft Po endlich seinen Vater und muss die neu gewonnenen Freunde gleich vor einem übermächtigen Gegner beschützen. Wir können uns also auf eine ordentliche Portion Action, Slapstick und Nudelsuppe freuen, wenn der dritte Film dieser Reihe am Donnerstag, 17. März bei uns ins Kino kommt.

Zum Filmstart verlose ich zwei Goodie-Sets, die aus einem Trinkbecher und Strohhalm, einer Maske, einem Frisbee, einem Activity-Set und einem Nintendo 3DS-Game zum Film bestehen. Ihr könnt euch eines dieser Sets sichern, wenn ihr mir im Kommentarbereich verratet, mit welchem Gericht ihr euch vor dem grossen Kampf stärken würdet. Aus allen Antworten, die bis am 21. März 2016 um 12:00 Uhr eingehen werde ich zwei glückliche Gewinner ziehen.

Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen, beziehungsweise Personen mit einer Anschrift in der Schweiz. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Viel Liebe für Exsila

Exsila

Meine DVD-Sammlung umfasst mittlerweile an die 800 Stück und auch meine CD-Sammlung kann sich mit rund 400 Exemplaren sehen lassen. Ehrensache, dass sich dabei über die Zeit auch die ein oder anderen Fehlkäufe eingeschlichen haben – Titel, die man nicht wirklich brauchen kann oder will. Bis vor Kurzem habe ich diese Filme und CDs jeweils zu meinem Händler gebracht, der mir diese zwar nicht annähernd zum Originalpreis abkaufte, aber mir doch einen vernünftigen Preis dafür bezahlte. Mit der Zeit wies er aber immer mehr meiner CDs und DVDs ab. Also beschloss ich, die Dinger an meine Facebook-Freunde zu verscherbeln, mit maximalem Aufwand und – weil es ja schliesslich meine Freunde waren – minimalem Ertrag.

Dann entdeckte ich Exsila. Zugegebenermassen, sehr spät. Exsila gibt es schon seit zehn Jahren und ich hatte immer wieder davon gehört, mich aber aus was für Gründen auch immer, nicht damit befasst. Exsila ist eine Tauschbörse für CDs, DVDs, BluRays, Bücher, Comics und Games. Dabei bekommt man für verkaufte Ware Punkte, die man wieder ausgeben kann. Wer mit seinen DVDs das grosse Geld verdienen will oder die CD-Sammlung des Grossvaters rasch loswerden möchte, ist bei Exsila also fehl am Platz. Denn bei Exsila wird wie bereits gesagt getauscht. Der Clou dabei ist, dass der Wert dieser Punkte nicht fest definiert ist. Jeder kann selber entscheiden, wieviele Punkte er oder sie für eine CD oder DVD verlangen will. Dabei übernimmt der Verkäufer jeweils die Versandkosten der Artikel, was in den Punkten auch miteinberechnet sein will. Das macht es dann dafür umso lukrativer, wenn man Artikel kaufen will.

Nun bin ich schon ein gutes halbes Jahr ein sogenannter Exsilaner, wie sich die Nutzer dieser Plattform selber nennen. Exsila hat mich gebeten, euch zu erzählen, warum ich das auch weiterhin sein werde. Fünf Gründe, die für Exsila sprechen:

1: Ich bin alte DVDs los geworden, die niemand wollte.

Ich hatte meine unvollständige Friends-DVD-Sammlung im letzten Sommer durch ein günstiges Box-Set ersetzt. Die alten Staffel-Boxen mussten also raus. Doch alle Händler die ich anschrieb, winkten ab – TV-Serien seien Ladenhüter und Friends erst recht. Auf Exsila dagegen gingen meine acht DVDs sehr schnell weg, und das sogar zu guten Preisen (beziehungsweise Punktewerten). Auch von Freunden habe ich gehört, dass sie Käufer für Artikel gefunden hätten, von denen sie gar nicht mehr erwartet haben, dass sie die noch loswerden.

2: Ich habe CDs gefunden, die ich nur teuer bekommen hätte.

Ich bezahle gern für gute Musik, aber gerade bei älteren CDs habe ich kein Problem damit, wenn ich sie abgegriffen und verstaubt auf einem Flohmarkt finde. Ehrlich gesagt hat das sogar einen gewissen Charme. Darum war ich umso erfreuter, als ich alte CDs, die ich schon länger gesucht hatte, auf Exsila fand – und erst noch für wenig Punkte. Konkret holte ich mir für den Betrag, den mir eine Friends-Staffel einbrachte, drei CDs. Kein schlechter Deal. Jetzt gibt’s eben Pet Shop Boys auf Dauerschleife.

3: Ich habe fürschi gemacht.

Mit den insgesamt zehn CDs, DVDs und Büchern, die ich bisher verkauft habe, habe ich knapp 300 Punkte eingenommen. Gleichzeitig habe ich über dreissig Artikel gekauft – und habe immer noch Guthaben übrig. Warum das so ist? Ich kaufe kaum neue CDs und Filme, diese werden für meinen Geschmack viel zu teuer angeboten. Ältere Artikel sind meist viel günstiger. Dabei achte ich aber immer darauf, dass sie in ordentlichem Zustand sind. Bisher wurde ich noch nie enttäuscht. Wer also geschickt handelt, kann die offene Auslegung des Exsila-Punktesystems geschickt nutzen.

4: Die Nutzer sind echt freundlich.

Exsila verfügt über eine kleine Community, in der es recht familiär zu und her geht. Bisher wurde ich immer sehr freundlich behandelt – meine Bewertungen sind nicht nur sehr positiv ausgefallen, auch bei kleineren Missverständnissen blieben die Exsilaner stets freundlich und sachlich. Das hat mich sehr überrascht, war ich mir doch anderes gewohnt. Bei einer Bestellung lag sogar eine Notiz auf einem Diddl-Papier bei! Jawohl! Diddl-Papier! Wie grossartig. Natürlich kann man jetzt sagen, dass es auch auf Exsila irgendwo schwarze Schafe gibt – aber bisher habe ich noch wirklich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Vielleicht kommt das ja noch.

5: Neue Nutzer werben lohnt sich!

Wenn sich jemand Neues anmeldet, und angibt, dass er von dir geworben wurde, erhältst du einen Prozentsatz seiner ersten Einnahmen als Provision. Wie genau das funktioniert, weiss ich nicht genau (ich konnte es auf Exsila leider nirgends in Erfahrung bringen) aber ich kann sagen, dass ich dadurch schon rund 4 Franken auf mein Konto gutgeschrieben bekommen habe.

„Aber du hast doch gerade gesagt, auf Exsila wird nur in Punkten gehandelt!“

Das stimmt. Doch trotzdem kommt man ohne Geld nicht aus. Für jeden Verkauf wird nämlich eine Gebühr in Franken berechnet – ähnlich wie bei Ricardo. Das ist ein bisschen mühsam, aber die Beträge, die dadurch resultieren, sind nicht wirklich erwähnenswert. Erst recht nicht, wenn man sie mit Provisionen decken kann. Also: Wenn ihr euch ein Exsila-Konto anlegen möchtet, dann gebt unbedingt an, dass ihr von meiner Wenigkeit (Owley) angeworben wurdet – damit helft ihr mir bei jedem Verkauf.

Und falls ihr immer noch unsicher seid, ob sich das lohnt: Wer sich einen neuen Account anlegt, erhält als Willkommensgeschenk einen Artikel im Wert von 50 Punkten. Nicht übel, oder?

Deadpool (2016)

Deadpool

„I know right? You’re probably thinking „Whose balls did I have to fondle to get my very own movie“? I can’t tell you his name, but it rhymes with ‚pullverine.'“

Bevor ich euch erzähle, wie ich Deadpool fand, möchte ich etwas festhalten: Wer behauptet, der Film wäre ein Risiko für das Studio gewesen, ein Gamble, der hat einen anderen Film gesehen als ich. Es erstaunt doch vielmehr, dass 20th Century Fox überhaupt so lange gebraucht hat, um einen Film mit dem Söldner mit der grossen Klappe durchzuwinken. Schliesslich spricht doch alles für Deadpool. Da wäre zum Einen die grosse Fanbase – kaum ein Superheld, oder Supersöldner in diesem Fall, ist so beliebt wie Wade Wilson. Auch darum, ob sich der Film vom restlichen Superheldengedöns abhebt, müssen sich die Macher keine Sorgen machen, schliesslich ist Deadpool mit seinem Meta-Humor und seinem Bewusstsein für das Medium in dem er sich bewegt einzigartig. Warum also stellen sich die Macher so übervorsichtig an? Warum gehen sie nicht aufs Ganze, sagen den Konventionen des Genres „Fuck You!“ und gehen tatsächlich ein Risiko ein?

Nicht dass man mich jetzt falsch versteht – Deadpool hat mir sehr gut gefallen. Der Humor ist mit seinen zahlreichen Seitenhieben auf das ganze Superheldenuniversum und den bissigen Pointen spot on. Es ist lange her, dass mich ein Blockbuster so sehr zum Lachen gebracht hat. Für den stark aufspielenden Ryan Reynolds dürfte Deadpool die Rolle seines Lebens sein. Man mag ihm den Erfolg nach seiner Bauchlandung mit Green Lantern von Herzen gönnen. Mit dem humorlosen Hünen Colossus hat Deadpool zudem den coolsten Sidekick im Superheldenuniversum. Dass es ganze vier Anläufe brauchte, bis diese Figur in irgendeiner Weise relevant wurde sagt eigentlich genug aus über die Probleme mit Charakteren im X-Men-Universum. Der britische Rapper und Ex-Game of Thrones-Schönling Ed Skrein schnuppert zudem als schmieriger Fiesling Francis ein weiteres Mal Blockbusterluft.

Diese Dinge sind Grund genug, Deadpool zu mögen. Und ihm zu verzeihen, dass er so unglaublich schwach geschrieben ist. Für einen Film, der sich auf die Fahne geschrieben hat, das Superheldenuniversum aufzumischen, ist Deadpool erschreckend konventionell gestrickt. Es ist, als ob sich die Macher nicht sicher gewesen wäre, ob das Publikum auf das Konzept anspricht. Und darum soll uns eine überlange Origin Story erklären, warum Deadpool so ist, wie er ist. Doch statt Empathie weckt diese nach klassischem Schema gestrickte Einführung nur Langeweile – wie können wir mit einem Charakter mitfühlen, wenn sich die Macher in nahezu sämtlichen Szenen des Films über diesen mokieren? Was ist der Anreiz, diesem Charakter, der in jeder Szene als unberechenbarer Kindskopf und notorischer Eigenbrötler dargestellt wird, auch noch eine Liebesgeschichte anzudichten? Eine Love Story, die obendrein darin gipfelt, dass der Held seine Geliebte aus den Klauen des Bösewichtes retten muss? Es wäre doch spannend gewesen, wenn Deadpool eben gerade einen Fick auf all diese Klischees gegeben hätte und damit bewiesen hätte, dass er nicht nur auf dem Papier anders ist.

In Kürze:

Mit Deadpool landen Fox und Regiedebütant Tim Miller einen Volltreffer. Ryan Reynolds überzeugt in der Hauptrolle dieses bissigen und schonungslosen Action-Spektakels. Schade, dass das Drehbuch mit diesem Drang zum Anderssein nicht einhergeht und den Film mit seiner Konventionalität immer wieder ausbremst.

Wertung:

4 von 5 Adventure Time-Armbanduhren

Owley und Harrison Ford

Vor einigen Jahren hatte ich am Zurich Film Festival die Gelegenheit, einer Pressekonferenz mit Harrison Ford beizuwohnen. Ford war nicht wirklich gut drauf, musste erklären, warum ihm dieser x-te Award für sein Lebenswerk, ausgestellt von irgend so einem Schweizer Festival, unglaublich viel bedeutet und war – habe ich es schon erwähnt? – schlecht aufgelegt. Immerhin konnte ich ihn dann doch noch zum Grinsen bringen. Ich hatte damals nämlich den Geistesblitz Harrison Ford zu fragen, ob er in Star Wars mitspielen würde. Damals gab es noch keine Bestätigung, nur Gerüchte – denen ich, wie ich in meiner Naivität glaubte, ein Ende setzen zu können.

Dieser Moment ist für mich immer noch einer der Tief- und gleichzeitig Höhepunkte meiner Arbeit als Filmjournalist. Ich bin zwar ganz schön auf die Schnauze geflogen, aber ich bin vor Harrison Ford auf die Schnauze geflogen, und das ist immerhin etwas. Nun habe ich vor Kurzem auf einem YouTube-Kanal einen Live-Mitschnitt der Konferenz entdeckt. Ich habe meinen Teil ausgeschnitten, untertitelt und einen Einspieler aus dem originalen Star Wars entfernt (darum der abgehackte Schnitt zwischen den Fragen).

Zootopia Gewinnspiel

Zootopia

Nachdem das Studio im vergangenen Jahr pausiert hat, bringt Disney am 3. März mit Zootopia endlich wieder einen neuen Film ins Kino. Der Animationsfilm von Byron Howard, Rich Moore und Jared Bush erzählt dabei von einer Welt, die nur von Tieren bevölkert wird. Die neue Hasen-Polizistin Judy Hops muss dabei – mit der mehr oder weniger freiwilligen Unterstützung des Fuchses Nick Wilde – ein Verbrechen aufklären. Der erste Disney-Film seit fünf Jahren mit tierischen Helden in der Hauptrolle verspricht beste Unterhaltung. Für mich ist Zootopia definitiv das erste grosse Animations-Highlight in diesem Jahr.

Und weil ich mich so sehr auf den Film freue, verlose ich zwei coole Goodie-Sets, die ein Erwachsenen-T-Shirt, einen Trinkbecher, eine Stofftasche, ein Notizbuch und einen Stift mit kuschligem Bommel beinhalten. Ihr könnt euch eines dieser Sets sichern, indem ihr mir im Kommentarbereich verratet, welches Tier am ehesten eurem Charakter entspricht. Unter allen Einsendungen, die bis am 4. März 2016 um 12:00 Uhr eingehen, werde ich zwei glückliche Gewinner ziehen.

Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Übrigens: Wer sich über die unzähligen Titel für diesen Film wundert, für den eine kurze Erklärung. Zootopia lautet der originale Titel, der im deutschen Markt in Zoomania abgeändert wurde. Auch in den UK wurde der Titel angepasst, dort heisst der Film Zootropolis. Da die Goodies für den britischen Markt produziert wurden, werden sie darum auch diesen Titel tragen.

The Hateful Eight (2015)

HatefulEight

„One of them fellas is not what he says he is…“

Es gibt wenige Namen im Filmgeschäft, die mit so hohen Erwartungen verknüpft sind wie Quentin Tarantino. Der amerikanische Regisseur hat es geschafft, dass für seine Filme sowohl der Feuilleton als auch das Blockbusterpublikum Schlange stehen. Wer, wenn nicht der aufbrausende Tarantino kann es sich erlauben, den Kinos für die Kinoauswertung von The Hateful Eight eine 70mm-Kopie aufzuzwingen? Nun ist der achte Film der eigensinnigen Regie-Ikone mit der grossen Klappe auch bei uns angelaufen. The Hateful Eight erzählt die Geschichte der beiden Kopfgeldjäger Marquis Warren und John Ruth, die die Gefangene Daisy Domergue nach Red Rock bringen wollen, wegen eines Schneesturms jedoch in einem Gemischtwarenladen Halt machen müssen. Dort treffen sie auf eine Schar komischer Gestalten – doch können sie den Fremden trauen? Ich habe mir The Hateful Eight angesehen und war begeistert – und enttäuscht zugleich.

Tarantino unterteilt seinen Film in sechs Kapitel, ein spannendes Stilmittel, das es mir zudem ein bisschen erleichtert, genau zu benennen, wo für mich die Schwächen des Films liegen. Dieser dreistündige Western beginnt eigentlich ganz gut. Die ersten drei Kapitel von The Hateful Eight sind angenehm träge. Und das meine ich im positiven Sinne. Es passiert wenig auf der Leinwand, dafür bekommen wir gewohnt geschliffenen Dialoge, dargeboten von einem starken Ensemble um Kurt Russell und Samuel L. Jackson. Die hasserfüllten Acht harmonieren – keine Frage. Während Jennifer Jason Leigh in meinen Augen ein bisschen blass bleibt, können ihre männlichen Counterparts umso stärker überzeugen. Allen voran Tim Roth, der sich als schmieriger Oswaldo Mobray stark in den Fussstapfen eines Christoph Waltz bewegt. Der Brite tut dies aber mit soviel Eleganz und Liebe zum Detail, dass man ihm diese Nähe zu Waltz nicht übel nimmt. Drei Kapitel lang ist The Hateful Eight der beste Film, den ich seit Langem gesehen habe. Einfach alles stimmt. Das Drehbuch, die Darsteller – ja auch der Soundtrack von Altmeister Ennio Morricone lässt keine Wünsche offen. Was dann folgt, ist eine überhastete und plumpe Auflösung, die bemüht wirkt und irgendwie viel von dem zugrunde macht, was Tarantino über weite Strecken aufgebaut hat. Dass beim Kultregisseur Blut fliessen muss, verstehe ich ja. Aber irgendwie will mir dieser Schluss in seiner Einfachheit und Vorhersehbarkeit nicht passen – wo sich The Hateful Eight doch ansonsten darum bemüht, eben gerade nicht die einfachste Lösung zu präsentieren.

In Kürze:

Quentin Tarantino beweist mit The Hateful Eight eindrücklich, was er drauf hat – dennoch ist dieser verschneite Western längst nicht sein bester Film. Das kann der Kultregisseur dann doch besser.

Wertung:

4 von 5 Briefen von Abraham Lincoln

Straight Outta Compton (2015)

StraightOuttaCompton

„They want N.W.A, let’s give em N.W.A.!“

Straight Outta Compton – irgendwann im letzten Sommer war der Film urplötzlich da und dominierte die Kinokassen (was im sehr lahmen Spätsommer 2015 zwar auch nicht schwierig war). Von überall her hörte man, wie toll dieses Biopic sei – ja, sogar für den Oscar wurde der Film ins Gespräch gebracht. Dafür hat es am Ende dann, abgesehen von einer Nomination in der Drehbuchkategorie, nicht ganz gereicht. Womöglich waren der Academy die Darsteller zu wenig weiss. Dabei hätte der Film vom frischgebackenen Fast & Furious 8-Regisseur F. Gary Gray tatsächlich viel mehr Liebe verdient. Das Biopic über die Gangster-Rap-Kombo N.W.A. mischt das Genre geschickt auf und kann durchaus als eine der stärksten Biographienverfilmungen der letzten Jahre bezeichnet werden. Gray dokumentiert in seinem Film den rasanten Aufstieg der Gruppe aus Compton und schildert packend, wie Streitereien um Geld und Ansehen die Gruppe schliesslich auseinanderreissen.

Straight Outta Compton dreht sich vorallem um die drei zentralen Mitglieder und wohl bekanntesten Gesichter dieser Kombo, Eazy-E, Dr. Dre und Ice Cube. Der Regisseur spinnt aus einer Geschichte um diese Kombo drei parallel verlaufende Erzählungen: Während Eric Wright alias Eazy-E schnell zum Favoriten des schmierigen Managers Jerry Heller (herrlich verkörpert von Paul Giamatti) wird, fühlt sich O’Shea Jackson alias Ice Cube um seinen Teil des Kuchens betrogen. Andre Young, besser bekannt als Dr. Dre, ist derweil bedacht darum, dass die Musik weiterhin im Zentrum von N.W.A. steht. Man verfolgt diese Entwicklung, dieses Auseinanderdritften dreier Sturköpfe gespannt – auch, weil Gray mit Jason Mitchell, Corey Hawkins und O’Shea Jackson Jr. (Ice Cubes Zögling) auf starke und unverbrauchte junge Gesichter setzt, die ihren Rollen mehr als gerecht werden können. Straight Outta Compton ist aber nicht nur starkes Schauspielerkino – der Film ist in Zeiten sinnloser Polizeigewalt gegen schwarze Jugendliche wieder brandaktuell, und dürfte der Diskussion mit seinem Lösungsvorschlag (Fuck Tha Police) eine neue Ebene verleihen.

In Kürze:

F. Gary Gray schafft mit Straight Outta Compton ein Biopic, das den Zeitgeist trifft. Mit starken Newcomern besetzt lässt einen dieser Film so schnell nicht mehr los.

Wertung:

4 von 5 überschwänglichen Hotelparties

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