I proudly present: Berninger

MattBerninger

Über ein Jahr ist es nun her, seit Stefan und ich damit begonnen haben, meinen Blog komplett umzukrempeln. Denn das erste Makeover seit dem Umzug auf die eigene Domain vor vier Jahren sollte nicht einfach nur ein schlichtes Redesign, sondern eine partielle Neuausrichtung darstellen. Ich wollte auf Owley.ch schon länger endlich auch ein vernünftiges Portfolio meiner Arbeiten unterbringen. Dabei wollte ich aber vermeiden, dass das Portfolio zuviel Raum einnimmt oder gar den Blog verdrängt. Zusammen mit Stefan habe ich daher den Folio-Bereich erstellt. Man kann sich das als separate Plattform vorstellen, die aber unter der selben Domain läuft. Durch einen Klick auf den Fuchsschwanz* gelangt man vom Folio zum Blog und umgekehrt. Im Prinzip sind die Bereiche aber klar getrennt.

Das Design selber befindet sich schon ein bisschen länger in der Entwicklung und durchlief immer wieder verschiedenste Anpassungen. Es soll übersichtlich und ansprechend daherkommen, und auf den Benutzer unaufdringlich und reduziert wirken. Stefan hat mit mir meine Entwürfe verfeinert und das schliesslich noch ein bisschen besser umgesetzt, als ich das gedacht hätte. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an den besten Eay aller Zeiten!

„Aber sag mal Owley, was hat es mit dem Namen auf sich?“

Gut dass du fragst, random Internetmensch. Der Name für das neue Design kam früh in der Entwicklungsphase dazu und hielt sich recht lange – bis zu dem Punkt an dem ich ihn schon längst ins Herz geschlossen hatte und mich gar nicht mehr davon trennen wollte. Matt Berninger heisst der Sänger der grossartigen The National, einer meiner Lieblingsbands. Und der Name ist nicht ganz zufällig gewählt. Denn genauso schlicht und schnörkellos wie die Musik der Jungs aus Ohio soll auch das neue Design von Owley.ch daherkommen. Ich hoffe, das ist uns auch gelungen.

* Auf dem iPhone fehlt der Fuchsschwanz leider, dort gibt es einen Link im Menü

Owley on Star Wars: Der Trailer zu ROGUE ONE

OOSW

Ist es okay, wenn ich ein bisschen weine? Nur ganz leicht? Okay? Der neue Trailer zu Rogue One: A Star Wars Story ist einfach zu schön. Als Trailer ist er grossartig gemacht, beschwört er doch mit den dumpfen Klängen die düstere Grundstimmung des frühen Imperiums herauf. Aber auch das Bildmaterial sieht wunderbar aus, dynamische Shots, ungewohnte Settings. Bin gespannt, was Felicity Jones zu bieten hat, aber Ben Mendelsohn als hoffentlich fieser Imperialer sieht schon echt cool aus. Ich freue mich schon enorm darauf…

YouTube Preview Image

Kinotipps: 7. April 2016

KinotippsIch versuche an dieser Stelle wöchentlich fünf Filme, die im Kino zu sehen sind zu empfehlen, sowie eine Warnung auszusprechen. Ob sich das durchsetzt, sehen wir ja dann.

Kino_NeuShanHeGuRen

Shan He Gu Ren (Mountains May Depart) – Jia Zhangke

Dass es Jia Zhangke in einer Zeit, in der sich sogar Deadpool die Zähne an der chinesischen Zensurmauer ausbeisst, gelingt, in seiner Heimat derart regime- und gesellschaftskritische Filme zu produzieren, grenzt an ein Wunder. In Shan He Gu Ren (Mountains May Depart) schildert er in drei Episoden das Schicksal einer Familie, die sich allmählich aus den Augen verliert. Während Zhangke in seinem blutigen Drama Tian Zhu Ding (A Touch of Sin) noch die Mechanismen der Volksrepublik anprangerte, mahnt er in seinem neuen Machwerk vor der Globalisierung und dem dadurch erfolgenden Verlust der eigenen Identität. Sein wunderschön gefilmtes Epos ist ein Muss – nicht zuletzt dank den Pet Shop Boys, die diesen Film herrlich absurd eröffnen.

Carol – Todd Haynes
Seit 9. Dezember 2015

Es freut mich, wenn kleine Filme, die ich mag auch nach fast fünf Monaten noch immer im Kino zu sehen sind – erst recht, wenn sie wie Carol bei den grossen internationalen Filmpreisen grässlich übergangen wurden. Dabei bietet dieses behutsam inszenierte Drama über ein lesbisches Liebespaar alles, was das Cineasten-Herz begehrt: Tolle Darstellerinnen (Cate Blanchett, Rooney Mara), eine meisterliche Kameraarbeit von Ed Lachman und schöne Musik. Wer diesen Film bis jetzt noch nicht gesehen hat, soll das schleunigst nachholen.

Hail, Caesar! – The Coen Brothers
Seit 18. Februar 2016

Lange sah es danach aus, als ob Hail, Caesar! mit seiner absurden Prämisse und dem stellaren Cast der neue The Grand Budapest Hotel werden dürfte. Der Film schlug nicht wie erwartet ein und dürfte bis zur nächsten Award-Season (anders als Wes Andersons Hotellerie-Fabel) bereits wieder in Vergessenheit geraten sein. Schade, denn Hail, Caesar! ist ein starker Film der Coen Brothers, der hinter all den durchgeknallten Einfällen und den Seitenhieben wie immer auch eine solide Story zu bieten hat.

Als Double Feature mit Trumbo zu empfehlen.

Zootopia – Byron Howard & Rich Moore
Seit 3. März 2016

Der 55. Disney-Film fällt vorallem durch verwirrende Titel auf (Zootopia, Zootropolis, Zoomania, Zoolander 2), ist aber auch abgesehen davon zu empfehlen. Der Film spricht geschickt Themen wie Ausgrenzung, Diskriminierung, ja sogar Sexismus an – und bleibt dabei doch ganz brav. Vielleicht fast zu brav. Trotzdem ist Zootopia sehr zu empfehlen. Der Film bietet charismatische Figuren und ist sehr schön animiert.

Eddie the Eagle – Dexter Fletcher
Seit 31. März 2016

Cooler als Cool Runnings: Eddie the Eagle, die Geschichte um den verbissenen Michael Edwards, der 1988 Calgary unsicher machte. Wie die Geschichte der jamaikanischen Bobfahrer geht es auch bei diesem Film um einen Underdog, dem niemand eine Chance gibt, und der sich dadurch nicht vom Weg abbringen lässt – und schliesslich sogar an den Olympischen Spielen teilnimmt. Der Film ist mit Taron Egerton und Hugh Jackman toll besetzt und kann neben all den Absurditäten und dem Fremdscham auch noch eine berührende Story vermitteln.

Kino_SchrottBatmanvSuperman

Batman v Superman: Dawn of Justice – Zack Snyder
Seit 24. März 2016

Einmal will ich noch. Mich darüber aufregen, dass Zack Snyder mit Batman v Superman: Dawn of Justice soviel Potential verschwendet hat. Die Prämisse wäre eigentlich gut, Ben Affleck gibt einen guten Batman ab und der Score kann was. Leider ist so ziemlich der ganze Rest bestenfalls genügend, in den meisten Fällen aber schwer ungenügend. Ein unkoordiniertes Chaos. Dann noch viel Spass mit eurem Shared Universe, DC.

Ticketverlosung Hello Tomorrow #1

HelloTomorrowVol1_Poster

„Ich kannte XY schon, bevor er cool war.“

Wolltest du schon immer ein Hipster sein? Dann hast du jetzt die Gelegenheit dazu. Just Because hat mit Hello Tomorrow eine neue Eventreihe ins Leben gerufen, die junge Talente fördert. Das erste dieser Konzerte, bei dem mehrere kleine Acts nacheinander auf derselben Bühne auftreten, findet am nächsten Dienstag, 5. April im Plaza in Zürich statt. Hinter die grossen Headliner von Bear’s Den schart sich eine vielzahl kleinerer, internationaler Acts – wie The Franklin Electric aus Kanada oder Mutelights aus Stuttgart.

Weil ich das ein cooles Projekt finde, habe ich natürlich sofort zugesagt, als man mich fragte, ob ich etwas dazu schreiben möchte. Ich finde es toll, wenn junge Musik so aktiv gefördert wird und unterstütze das gerne. Und das Beste: Ich habe 2×2 Tickets für das Konzert zur Verfügung, die ich an dieser Stelle verlose. Was ihr tun müsst? Nichts, ausser mir eine Mail an owley[att]owley.ch schreiben mit dem Betreff „Hello Tomorrow Never Dies“ und eurem Namen. Die schnellsten zwei Teilnehmer landen auf der Gästeliste fürs Hello Tomorrow #1.

Picture my Day Day #20

1810

Gestern war – nach langer Durststrecke – wieder einmal Picture my Day Day, der Zwanzigste, um genau zu sein. Organisiert wurde er zum zweiten Mal von mir. Ich musste gestern am Abend aber noch arbeiten, weshalb ich mich nicht so gut um die Teilnehmer kümmern konnte, wie ich wollte, und weshalb auch die Zusammenfassung erst jetzt folgt. Ich habe mich sehr über die rege Teilnahme gefreut und hoffe, dass das auch beim nächsten Mal so gut läuft. A propos nächstes Mal: Wer möchte?

Ich erlaube mir übrigens, hier noch die sehr detaillierte PMDD-Statistik von Frau Margarete aufzuführen:

Meinen Beitrag (mit viel Zugfahren) gibt’s nach dem Klick, hier noch die Beiträge der anderen Teilnehmer. Ich versuche, die Liste seriös nachzutragen, sollte ich jemanden vergessen haben, gebt mir doch bitte Bescheid. Zum Lesen bin ich leider noch nicht gekommen – ich musste mir natürlich für die Organisation des Picture my Day Day ausgerechnet ein hektisches Wochenende aussuchen. Das hole ich später noch nach, versprochen.

Teilnehmerliste

ChaosmacherinYviZimtschnuteArneMarcKonradConsuelaFrau TonariSarahChris (Ice Dragon)KaddinatorBee – Einzelkämpferin – MeikeHeldenhaushaltSvenjaOrakelcimddwcSteffiDaggiApfelkernTorstenFrau MargareteFeuerkatzeKaro KafkaEvaFamLog – Anne – Silent ProtagonistVickySibelSabieneAnjaHotaruHeleneStousnKyrallaFrau GemüsekeksNilsEllaThiaraAkiVerena (Flying Thoughts)SinahKarinaFrau HeldinVerena (Verenas Welt)Ni-chanMiss AchtungVarisAnnJenniKlaus EngelhardtElliVanessaAngelikaAngymaTTes

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Kung Fu Panda 3 Gewinnspiel

KFP3

Fast fünf Jahre mussten wir uns gedulden, doch nun ist es endlich so weit – unser aller Lieblings-Panda kullert wieder über die Leinwände. In Kung Fu Panda 3 trifft Po endlich seinen Vater und muss die neu gewonnenen Freunde gleich vor einem übermächtigen Gegner beschützen. Wir können uns also auf eine ordentliche Portion Action, Slapstick und Nudelsuppe freuen, wenn der dritte Film dieser Reihe am Donnerstag, 17. März bei uns ins Kino kommt.

Zum Filmstart verlose ich zwei Goodie-Sets, die aus einem Trinkbecher und Strohhalm, einer Maske, einem Frisbee, einem Activity-Set und einem Nintendo 3DS-Game zum Film bestehen. Ihr könnt euch eines dieser Sets sichern, wenn ihr mir im Kommentarbereich verratet, mit welchem Gericht ihr euch vor dem grossen Kampf stärken würdet. Aus allen Antworten, die bis am 21. März 2016 um 12:00 Uhr eingehen werde ich zwei glückliche Gewinner ziehen.

Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen, beziehungsweise Personen mit einer Anschrift in der Schweiz. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Viel Liebe für Exsila

Exsila

Meine DVD-Sammlung umfasst mittlerweile an die 800 Stück und auch meine CD-Sammlung kann sich mit rund 400 Exemplaren sehen lassen. Ehrensache, dass sich dabei über die Zeit auch die ein oder anderen Fehlkäufe eingeschlichen haben – Titel, die man nicht wirklich brauchen kann oder will. Bis vor Kurzem habe ich diese Filme und CDs jeweils zu meinem Händler gebracht, der mir diese zwar nicht annähernd zum Originalpreis abkaufte, aber mir doch einen vernünftigen Preis dafür bezahlte. Mit der Zeit wies er aber immer mehr meiner CDs und DVDs ab. Also beschloss ich, die Dinger an meine Facebook-Freunde zu verscherbeln, mit maximalem Aufwand und – weil es ja schliesslich meine Freunde waren – minimalem Ertrag.

Dann entdeckte ich Exsila. Zugegebenermassen, sehr spät. Exsila gibt es schon seit zehn Jahren und ich hatte immer wieder davon gehört, mich aber aus was für Gründen auch immer, nicht damit befasst. Exsila ist eine Tauschbörse für CDs, DVDs, BluRays, Bücher, Comics und Games. Dabei bekommt man für verkaufte Ware Punkte, die man wieder ausgeben kann. Wer mit seinen DVDs das grosse Geld verdienen will oder die CD-Sammlung des Grossvaters rasch loswerden möchte, ist bei Exsila also fehl am Platz. Denn bei Exsila wird wie bereits gesagt getauscht. Der Clou dabei ist, dass der Wert dieser Punkte nicht fest definiert ist. Jeder kann selber entscheiden, wieviele Punkte er oder sie für eine CD oder DVD verlangen will. Dabei übernimmt der Verkäufer jeweils die Versandkosten der Artikel, was in den Punkten auch miteinberechnet sein will. Das macht es dann dafür umso lukrativer, wenn man Artikel kaufen will.

Nun bin ich schon ein gutes halbes Jahr ein sogenannter Exsilaner, wie sich die Nutzer dieser Plattform selber nennen. Exsila hat mich gebeten, euch zu erzählen, warum ich das auch weiterhin sein werde. Fünf Gründe, die für Exsila sprechen:

1: Ich bin alte DVDs los geworden, die niemand wollte.

Ich hatte meine unvollständige Friends-DVD-Sammlung im letzten Sommer durch ein günstiges Box-Set ersetzt. Die alten Staffel-Boxen mussten also raus. Doch alle Händler die ich anschrieb, winkten ab – TV-Serien seien Ladenhüter und Friends erst recht. Auf Exsila dagegen gingen meine acht DVDs sehr schnell weg, und das sogar zu guten Preisen (beziehungsweise Punktewerten). Auch von Freunden habe ich gehört, dass sie Käufer für Artikel gefunden hätten, von denen sie gar nicht mehr erwartet haben, dass sie die noch loswerden.

2: Ich habe CDs gefunden, die ich nur teuer bekommen hätte.

Ich bezahle gern für gute Musik, aber gerade bei älteren CDs habe ich kein Problem damit, wenn ich sie abgegriffen und verstaubt auf einem Flohmarkt finde. Ehrlich gesagt hat das sogar einen gewissen Charme. Darum war ich umso erfreuter, als ich alte CDs, die ich schon länger gesucht hatte, auf Exsila fand – und erst noch für wenig Punkte. Konkret holte ich mir für den Betrag, den mir eine Friends-Staffel einbrachte, drei CDs. Kein schlechter Deal. Jetzt gibt’s eben Pet Shop Boys auf Dauerschleife.

3: Ich habe fürschi gemacht.

Mit den insgesamt zehn CDs, DVDs und Büchern, die ich bisher verkauft habe, habe ich knapp 300 Punkte eingenommen. Gleichzeitig habe ich über dreissig Artikel gekauft – und habe immer noch Guthaben übrig. Warum das so ist? Ich kaufe kaum neue CDs und Filme, diese werden für meinen Geschmack viel zu teuer angeboten. Ältere Artikel sind meist viel günstiger. Dabei achte ich aber immer darauf, dass sie in ordentlichem Zustand sind. Bisher wurde ich noch nie enttäuscht. Wer also geschickt handelt, kann die offene Auslegung des Exsila-Punktesystems geschickt nutzen.

4: Die Nutzer sind echt freundlich.

Exsila verfügt über eine kleine Community, in der es recht familiär zu und her geht. Bisher wurde ich immer sehr freundlich behandelt – meine Bewertungen sind nicht nur sehr positiv ausgefallen, auch bei kleineren Missverständnissen blieben die Exsilaner stets freundlich und sachlich. Das hat mich sehr überrascht, war ich mir doch anderes gewohnt. Bei einer Bestellung lag sogar eine Notiz auf einem Diddl-Papier bei! Jawohl! Diddl-Papier! Wie grossartig. Natürlich kann man jetzt sagen, dass es auch auf Exsila irgendwo schwarze Schafe gibt – aber bisher habe ich noch wirklich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Vielleicht kommt das ja noch.

5: Neue Nutzer werben lohnt sich!

Wenn sich jemand Neues anmeldet, und angibt, dass er von dir geworben wurde, erhältst du einen Prozentsatz seiner ersten Einnahmen als Provision. Wie genau das funktioniert, weiss ich nicht genau (ich konnte es auf Exsila leider nirgends in Erfahrung bringen) aber ich kann sagen, dass ich dadurch schon rund 4 Franken auf mein Konto gutgeschrieben bekommen habe.

„Aber du hast doch gerade gesagt, auf Exsila wird nur in Punkten gehandelt!“

Das stimmt. Doch trotzdem kommt man ohne Geld nicht aus. Für jeden Verkauf wird nämlich eine Gebühr in Franken berechnet – ähnlich wie bei Ricardo. Das ist ein bisschen mühsam, aber die Beträge, die dadurch resultieren, sind nicht wirklich erwähnenswert. Erst recht nicht, wenn man sie mit Provisionen decken kann. Also: Wenn ihr euch ein Exsila-Konto anlegen möchtet, dann gebt unbedingt an, dass ihr von meiner Wenigkeit (Owley) angeworben wurdet – damit helft ihr mir bei jedem Verkauf.

Und falls ihr immer noch unsicher seid, ob sich das lohnt: Wer sich einen neuen Account anlegt, erhält als Willkommensgeschenk einen Artikel im Wert von 50 Punkten. Nicht übel, oder?

Deadpool (2016)

Deadpool

„I know right? You’re probably thinking „Whose balls did I have to fondle to get my very own movie“? I can’t tell you his name, but it rhymes with ‚pullverine.'“

Bevor ich euch erzähle, wie ich Deadpool fand, möchte ich etwas festhalten: Wer behauptet, der Film wäre ein Risiko für das Studio gewesen, ein Gamble, der hat einen anderen Film gesehen als ich. Es erstaunt doch vielmehr, dass 20th Century Fox überhaupt so lange gebraucht hat, um einen Film mit dem Söldner mit der grossen Klappe durchzuwinken. Schliesslich spricht doch alles für Deadpool. Da wäre zum Einen die grosse Fanbase – kaum ein Superheld, oder Supersöldner in diesem Fall, ist so beliebt wie Wade Wilson. Auch darum, ob sich der Film vom restlichen Superheldengedöns abhebt, müssen sich die Macher keine Sorgen machen, schliesslich ist Deadpool mit seinem Meta-Humor und seinem Bewusstsein für das Medium in dem er sich bewegt einzigartig. Warum also stellen sich die Macher so übervorsichtig an? Warum gehen sie nicht aufs Ganze, sagen den Konventionen des Genres „Fuck You!“ und gehen tatsächlich ein Risiko ein?

Nicht dass man mich jetzt falsch versteht – Deadpool hat mir sehr gut gefallen. Der Humor ist mit seinen zahlreichen Seitenhieben auf das ganze Superheldenuniversum und den bissigen Pointen spot on. Es ist lange her, dass mich ein Blockbuster so sehr zum Lachen gebracht hat. Für den stark aufspielenden Ryan Reynolds dürfte Deadpool die Rolle seines Lebens sein. Man mag ihm den Erfolg nach seiner Bauchlandung mit Green Lantern von Herzen gönnen. Mit dem humorlosen Hünen Colossus hat Deadpool zudem den coolsten Sidekick im Superheldenuniversum. Dass es ganze vier Anläufe brauchte, bis diese Figur in irgendeiner Weise relevant wurde sagt eigentlich genug aus über die Probleme mit Charakteren im X-Men-Universum. Der britische Rapper und Ex-Game of Thrones-Schönling Ed Skrein schnuppert zudem als schmieriger Fiesling Francis ein weiteres Mal Blockbusterluft.

Diese Dinge sind Grund genug, Deadpool zu mögen. Und ihm zu verzeihen, dass er so unglaublich schwach geschrieben ist. Für einen Film, der sich auf die Fahne geschrieben hat, das Superheldenuniversum aufzumischen, ist Deadpool erschreckend konventionell gestrickt. Es ist, als ob sich die Macher nicht sicher gewesen wäre, ob das Publikum auf das Konzept anspricht. Und darum soll uns eine überlange Origin Story erklären, warum Deadpool so ist, wie er ist. Doch statt Empathie weckt diese nach klassischem Schema gestrickte Einführung nur Langeweile – wie können wir mit einem Charakter mitfühlen, wenn sich die Macher in nahezu sämtlichen Szenen des Films über diesen mokieren? Was ist der Anreiz, diesem Charakter, der in jeder Szene als unberechenbarer Kindskopf und notorischer Eigenbrötler dargestellt wird, auch noch eine Liebesgeschichte anzudichten? Eine Love Story, die obendrein darin gipfelt, dass der Held seine Geliebte aus den Klauen des Bösewichtes retten muss? Es wäre doch spannend gewesen, wenn Deadpool eben gerade einen Fick auf all diese Klischees gegeben hätte und damit bewiesen hätte, dass er nicht nur auf dem Papier anders ist.

In Kürze:

Mit Deadpool landen Fox und Regiedebütant Tim Miller einen Volltreffer. Ryan Reynolds überzeugt in der Hauptrolle dieses bissigen und schonungslosen Action-Spektakels. Schade, dass das Drehbuch mit diesem Drang zum Anderssein nicht einhergeht und den Film mit seiner Konventionalität immer wieder ausbremst.

Wertung:

4 von 5 Adventure Time-Armbanduhren

Owley und Harrison Ford

Vor einigen Jahren hatte ich am Zurich Film Festival die Gelegenheit, einer Pressekonferenz mit Harrison Ford beizuwohnen. Ford war nicht wirklich gut drauf, musste erklären, warum ihm dieser x-te Award für sein Lebenswerk, ausgestellt von irgend so einem Schweizer Festival, unglaublich viel bedeutet und war – habe ich es schon erwähnt? – schlecht aufgelegt. Immerhin konnte ich ihn dann doch noch zum Grinsen bringen. Ich hatte damals nämlich den Geistesblitz Harrison Ford zu fragen, ob er in Star Wars mitspielen würde. Damals gab es noch keine Bestätigung, nur Gerüchte – denen ich, wie ich in meiner Naivität glaubte, ein Ende setzen zu können.

Dieser Moment ist für mich immer noch einer der Tief- und gleichzeitig Höhepunkte meiner Arbeit als Filmjournalist. Ich bin zwar ganz schön auf die Schnauze geflogen, aber ich bin vor Harrison Ford auf die Schnauze geflogen, und das ist immerhin etwas. Nun habe ich vor Kurzem auf einem YouTube-Kanal einen Live-Mitschnitt der Konferenz entdeckt. Ich habe meinen Teil ausgeschnitten, untertitelt und einen Einspieler aus dem originalen Star Wars entfernt (darum der abgehackte Schnitt zwischen den Fragen).

Zootopia Gewinnspiel

Zootopia

Nachdem das Studio im vergangenen Jahr pausiert hat, bringt Disney am 3. März mit Zootopia endlich wieder einen neuen Film ins Kino. Der Animationsfilm von Byron Howard, Rich Moore und Jared Bush erzählt dabei von einer Welt, die nur von Tieren bevölkert wird. Die neue Hasen-Polizistin Judy Hops muss dabei – mit der mehr oder weniger freiwilligen Unterstützung des Fuchses Nick Wilde – ein Verbrechen aufklären. Der erste Disney-Film seit fünf Jahren mit tierischen Helden in der Hauptrolle verspricht beste Unterhaltung. Für mich ist Zootopia definitiv das erste grosse Animations-Highlight in diesem Jahr.

Und weil ich mich so sehr auf den Film freue, verlose ich zwei coole Goodie-Sets, die ein Erwachsenen-T-Shirt, einen Trinkbecher, eine Stofftasche, ein Notizbuch und einen Stift mit kuschligem Bommel beinhalten. Ihr könnt euch eines dieser Sets sichern, indem ihr mir im Kommentarbereich verratet, welches Tier am ehesten eurem Charakter entspricht. Unter allen Einsendungen, die bis am 4. März 2016 um 12:00 Uhr eingehen, werde ich zwei glückliche Gewinner ziehen.

Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen. Mehrfachteilnahmen sind wie immer nicht gestattet – wer mit mehreren Accounts teilnimmt, wird umgehend disqualifiziert. Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen.

Übrigens: Wer sich über die unzähligen Titel für diesen Film wundert, für den eine kurze Erklärung. Zootopia lautet der originale Titel, der im deutschen Markt in Zoomania abgeändert wurde. Auch in den UK wurde der Titel angepasst, dort heisst der Film Zootropolis. Da die Goodies für den britischen Markt produziert wurden, werden sie darum auch diesen Titel tragen.

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