Pearl Harbor (2001)

PearlHarbor

„I fear all we have done is to awaken a sleeping giant.“

Der zweite Weltkrieg hat Europa fest im Griff – die Vereinigten Staaten haben sich aber bisher tunlichst aus diesem Konflikt heraus gehalten. Das ändert sich schlagartig, als die japanische Luftwaffe einen gnadenlosen Angriff auf den amerikanischen Stützpunkt Pearl Harbor startet. Michael Bays Weltkriegsdrama Pearl Harbor ist ein Film, bei dem jeder Nicht-Amerikaner verzweifelt den Kopf schütteln muss – und nicht nur, weil Ben Affleck die Hauptrolle spielt.

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Armageddon (1998)

Armageddon

„United States government just asked us to save the world. Anybody wanna say no?“

Entweder man mag Michael Bay oder man ist Filmliebhaber. So oder so ähnlich gilt offenbar die goldene Regel im Filmfanbusiness. Ich sehe das nicht ganz so, und liebe (bis auf Transformers: Revenge of the Fallen) alles, was ich von ihm gesehen habe. Auch Armageddon, für den sich der Regisseur mit der höchsten Explosionsrate in seinen Filmen kürzlich öffentlich entschuldigt hat, was ich mal gar nicht verstehe. Denn der Streifen rockt.

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To The Wonder (2013)

ToTheWonder

„You shall love, whether you like it or not.“

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr einen Trailer anschaut, und der festen Überzeugung seid, dass dieser Film auf keinen Fall schlecht sein kann? Selbst wenn eine Stimme in euch sagt, dass er vermutlich abstinken wird – sei das, weil er Versprechen nicht hält? Und dann sitzt ihr im Kinosaal und euch wird klar, dass ihr ein Opfer gemeinster Werbung geworden seid, die euch vielleicht mit guter Musik oder schönen Bildern bewusst ein falsches Bild vermittelt hat? Und der Film, den ihr da seht, der ist mal gar nicht, was ihr euch versprochen habt? Kennt ihr das? Ich kenne das. So ging es mir des Öfteren in letzter Zeit. Das letzte Mal bei Terrence Malicks To The Wonder, bei dem der Trailer mit Abstand das Beste ist. Der Rest ist einfach nur… nun… lest meine Review:

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Holy Ben Affleck, Batman!

AffleckSuperman

Nein, mit Ben Affleck als Batman bin ich alles andere als zufrieden. Der Mann ist in meinen Augen ein überbewerter und schlechter Schauspieler, der bestenfalls zwei verschiedene Gesichter machen kann. Normalerweise würde ich mich vielleicht ein bisschen ärgern, aber dann sagen, dass das ja noch lange hin ist, und dass ich erst meckern will, wenn ich den Film gesehen habe. Hier überwiegen meine Zweifel aber. Denn Batman ist ein zu vielschichtiger Charakter, als dass er einfach von irgendeinem Hollywoodbüebli verkörpert werden darf. Und so eines ist Affleck in meinen Augen, da kann er hinter der Kamera noch soviel gutes Zeug machen, davor langweilt er mich einfach.

Was ich abgesehen davon auch schade finde, ist dass man so kurz nach dem letzten Batman-Auftritt offenbar nichts wagt. Zwischen dem letzten und dem kommenden Film liegen gerade einmal drei Jahre – eine etwas spannendere Schauspielerwahl hätte dem Ganzen eine grössere Daseinsberechtigung gegeben. Jetzt wo man Superman mit einem unbekannten und sehr jungen Gesicht gecastet hat (und das mit Erfolg – Cavill machte einen tollen Job), könnte man dasselbe doch auch mit Batman machen? Oder aber das Gegenteil versuchen und Superman einen deutlich älteren, rauheren Batman zur Seite stellen. Josh Brolin wäre da meiner Meinung nach die perfekte Wahl gewesen.

Ein Gerücht ist ja, dass man Affleck – neben Snyder – zum DC-Joss Whedon aufbauen will. So soll er nicht nur für mehrere Filme unterschrieben haben, sondern auch bei kommenden Batman-Streifen und dem überfälligen (überflüssigen?) Justice League-Film Regie führen. Damit könnte ich mich ja schon eher anfreunden, zumal ich ihm hinter der Kamera mehr zutraue als davor. Oder um Orlindo zu zitieren: „Ich sähe mehr Chancen für das Projekt, wenn Ben Affleck die Regie und Zack Snyder die Hauptrolle übernehmen würde.“ Wobei ich das nicht ganz so negativ sehe, zumal ich Snyder für sehr talentiert halte. Was auch der Hauptgrund ist, weshalb ich dieser Geschichte nicht total ablehnend gegenüberstehe.

Eine gute Seite hat diese Ankündigung aber doch noch. Ich zitiere hierfür mal einen Abschnitt aus der offiziellen Medienmitteilung: „The new Super Hero film is being scripted by David S. Goyer from a story he co-created with Zack Snyder. Charles Roven and Deborah Snyder are producing, with Benjamin Melniker, Michael E. Uslan and Wesley Coller serving as executive producers.“ Na, habt ihr es entdeckt? Korrekt, von Christopher Nolan ist plötzlich nicht mehr die Rede. Entweder, es ist einfach eine ungenaue Mitteilung, oder aber, der Regisseur der The Dark Knight-Trilogie ist ausgestiegen, beziehungsweise – ebenfalls möglich – „wurde“ ausgestiegen, wenn ihr versteht, was ich meine.

Das ist für mich effektiv eine gute Sache. Eine weitere Zusammenarbeit mit Warner bei ihrem verzweifelten Versuch, noch mehr Geld aus der Marke DC zu pressen, hätte arg an der Credibility von Nolan genagt. Mit 43 Jahren ist Chris Nolan zudem noch relativ jung und hat jetzt noch die Zeit für wegweisende Projekte – sich bereits zu diesem Zeitpunkt zum Sklaven von Warner und deren DC-Universum zu machen, wäre ungeschickt. Aus dem selben Grund finde ich auch, dass Nolan ruhig warten soll, bevor er einen Bond-Film in Angriff nimmt. Das rennt ihm nicht davon, aber jetzt, so kurz nach seinen Erfolgen mit Batman, hat er endlich die Möglichkeit, grosse Projekte, die ihm am Herzen liegen anzureissen. Und diese Chance sollte er auch zwingend nutzen.

Und ganz abgesehen davon soll Drehbuchautor Goyer anscheinend schon beim ersten Film Einwände von Nolan bezüglich der Schlussequenz ignoriert haben. Das sagt ja schon genug darüber, wie sehr Nolans Arbeit geschätzt wird.

8 Highlights des 8. Zurich Film Festival

Noch ein kleines bisschen wehmütig denke ich ans 8. Zurich Film Festival zurück, das definitiv zu meinen Highlights des Jahres zählen wird. Und weil es bei der grossen Zahl an Filmen unmöglich ist, einen Überblick zu behalten, gibt es hier acht grossartige Filme, die am 8. Zurich Film Festival gezeigt wurden, und die man sich unbedingt merken muss. 8 Highlights des 8. Zurich Film Festival.

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Argo (2012)

„If I’m doing a fake movie, it’s gonna be a fake hit!“

Filme, die auf einer wahren Geschichte beruhen können diese meist gar nicht akkurat wiedergeben – denn das Leben funktioniert meist nicht nach den Regeln von Hollywood. Und so ist es stört das längst keinen mehr, dass man gerne Drama dazudichtet, wo keines ist, und nicht so tolle Dinge beschönigt. Ausser vielleicht die beteiligten Personen, wie der frühere kanadische Botschafter im Iran Ken Taylor, der sich über die Rolle seiner Figur in Argo beklagte. Und nachdem Regisseur und Hauptdarsteller Ben Affleck das Ende ein bisschen umgeschrieben hat sind beide wieder beste Freunde und ihr um ein bisschen Trivia-Wissen reicher.

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