Altbekannte Gesichter auf dem Fussballrasen

Zum Glück haben wir dem Lordy sein doofes BVB nicht in der Champions League, die wollen wir gar nicht, wir wollen ja gute Gegner. Und die hat der FC Basel in Form von Manchester United und Benfica Lissabon zugelost bekommen. Dritter, bzw. vierter im Bunde ist Otelul Galati. In seiner nunmehr vierten Teilnahme in der europäischen Königsklasse trifft Basel zum ersten Mal auf einen Gegner, auf den man bisher schon einmal im Wettbewerb traf.

In der Saison 2002/2003 stand man in der Zwischenrunde der Champions League Manchester United gegenüber, Begegnungen, die im desaströsen 1:3-Ruud van Nistelrooy-Schaulaufen und einem ernüchternden 1:1 (Fussballnerd hat das alles im Kopf) und der Endstation des FCB in dieser Runde endeten. Dennoch sind die Erinnerungen an diese Begegnungen gut, Basel war ManU nie so unterlegen, wie man annehmen musste, und führte in beiden Matches lange. Dennoch ist man heuer nicht wirklich in Form, und mit einer Leistung von weniger als 100% liegt kein Punkt drin.

Neue Gesichter sind dagegen die Portugiesen von Benfica Lissabon und die rumänischen Neulinge von Otelul Galati. Beide sollten aber lösbare Aufgaben darstellen, die man mit der nötigen Konzentration knacken kann. Und dann können wir die Borussen ja in der K.O.-Phase runterputzen. Hast du gehört, Lordy, HAST DU GEHÖRT?! 🙂

Prädikat: Lösbar.

Nun wurde also ausgelost, und ich bin sehr zufrieden mit der Champions League-Gruppe, die Basel zu bewältigen hat. Ausserdem wurde ein Wunsch von mir berücksichtigt, nämlich die Bayern.

Die Bayern werden ein harter Brocken, jeder Punkt ist schon Gold wert, auch wortwörtlich. Verliert man also, heisst das, dass gegen die anderen Gegner umso mehr Punkte her müssen, bestenfalls das Maximum, 12. Das ist zwar hoch gesteckt, nicht aber unwahrscheinlich. AS Rom hatte man bereits letztes Jahr als Gegner in der Europa League, und wir erinnern uns an das grossartige 2:0 im St. Jakob Park. Trotz drei Siegen schied Basel dann aus und scheiterte an Gruppensieger Fulham, aber es zeigte sich klar, dass mehr dringelegen hätte. Der dritte Gegner, Rumäniens Cluj, ist eine der schwächsten Mannschaften in der Gruppenphase und sollte unbedingt zu schlagen sein, ansonsten kann man sich ein Weiterkommen abschminken. Für die 12 Punkte muss daher einiges her, aber machbar sollten sie doch sein. Ich drücke die Daumen!

Rotblau isch hüt d’Farb!

Ich bin echt stolz auf „meinen“ ÄFFZEEBEEH, der im Champions League-Quali-Spiel gegen Sheriff Tiraspol (Hinspiel 1:0 für Basel) einfach wieder mal geil wie Sau gespielt hat. Gut, am Anfang sah es nicht so gut aus, die ersten 15 Minuten jeder Halbzeit können wir ausblenden, aber dann, dann hat Basel das Zepter übernommen. Kurz vor der Pause gabs beinahe das 1:0, doch Marco Streller scheiterte an einem Rumänen Tschechen Ukrainer Wasauchimmer Moldawier, der denn Ball noch vor der Linie abwehren konnte. Nach 74 Minuten dann die Erlösung. Nach einem weiteren groben Foul der Moldawier (das nicht geahndet wurde – menno!) folgte ein Freistoss, den Alex Frei zu einer sauberen Flanke für Streller verwandelte, dieser nickte unhaltbar ein.

Um Weiterzukommen hätte Tiraspol 3 Tore gebraucht, angesichts der schlechten Angreifer und der miserablen Chancenverwertung ein Ding der Unmöglichkeit. Dann wiederholte sich die Szene aus der 74. Minute: Der bereits verwarnte Tee-Schwili legte Stocker und es gab Gelb-Rot und ne heisse Dusche. Nun legte Basel los – in der 80. Minute liess der Tiraspol-Keeper den Ball aus den Händen flutschen, Frei bedankte sich und tunnelte obendrauf noch die halbe Hintermannschaft. Nur sieben Minuten später nochmals Frei, der nach einem Zuckerpass von Shaqiri den Keeper lobte und Tiraspol klar zeigte, wer Boss ist. 3:0 der Endskore und nichts, gar nichts lässt mich Mitleid mit den unfairen und unsportlichen Moldawiern haben.

Ich freue mich vielmehr mit Basel, was will man mehr? Was jetzt kommt ist Zugabe, Basel kann untergehen, wayne, für mich war das das Hauptziel der Saison, nun folgen Meistertitel und Cup, und dann bin ich ein glücklicher Bebbi. Coach Thorsten Fink hat in zwei Saisons bereits mehr erreicht als manche Trainer in der ganzen Karriere: Saison, Cup, Europa League und Champions League. Hut ab!