Trailer: Saving Mr. Banks

SavingMrBanks

Auch wenn es vermutlich etwas gar selbstbeweihräuchernd werden dürfte und auch wenn die etwas unangenehmeren Elemente womöglich unter den Teppich gekehrt werden, ist die Disney-Produktion Saving Mr. Banks für mich mit Abstand das Highlight der kommenden Oscar-Saison. Der Film über die Entstehung von Mary Poppins mit Tom Hanks als Walt Disney (eine rare Möglichkeit für die Academy gleich zwei Kinolegenden zu ehren) und Emma Thompson als Autorin P.L. Travers, die ihr Buch eigentlich nicht verhollywoodisiert haben möchte, dürfte dem ersten Trailer nach zu urteilen ein wunderschönes, leicht kitschiges Drama werden, das von zwei starken Protagonisten getragen wird. Und mit Paul Giamatti, Jason Schwartzman und Colin Farrell haben wir auch noch einen eindrücklichen Cast.

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Total Recall (2012)

„I may not remember who I was, but I know who I am.“

Ich habe nicht viele Filme mit Arnold Schwarzenegger gesehen, Batman & Robin und die beiden The Expendables, und dann hätten wirs auch schon. Damit wäre dann auch klargestellt, dass ich das Original von Total Recall nicht gesehen habe, aber ich sehe sowas immer als Chance, denn so kann ich den Film von Standpunkt des Neulings sehen, und kann darauf achten, ob der Film für Uneingeweihte auch interessant genug ist. Da Total Recall aber – wohl in weiser John Carter-Voraussicht – nicht auf dem Mars spielt und auch sonst anders sein soll als das Original (die drei Titten sind drin), ist dessen Sichtung so oder so nicht wirklich zwingend, um das Remake zu verstehen.

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Trailer: Epic

Der ging irgendwie an mir vorbei, oder sie haben den Titel geändert. Vermutlich Letzteres (EDIT: Korrekt). Seinem Namen gerecht wird der erste Trailer zu Epic nur stellenweise, aber auch so ist es schonmal cool. So ein bisschen der Öko-Avatar. Eine coole Idee und optisch sehr gut umgesetzt, gerade im Charakterdesign. Leider ist das nicht aussagekräftig, denn das waren seit jeher Stärken von Blue Sky, die Frage ist, ob sie auch wirklich eine gute Story erzählen können – ausser bei Rio und Ice Age war das nämlich nie der Fall. Und auch der Voicecast ist eher dürftig, mit Amanda Seyfried, Josh Hutcherson, Pitbull, Béyonce und mehr von dieser Sorte. Immerhin ist der Trailersong okay, und das obwohl er von Snow Patrol stammt.

Zu Rio wird dann wohl 2014 ein weiterer Teil kommen, die wechseln sich ja immer ab mit einem neuen Film und einem Franchise-Teil.

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The Imaginarium of Doctor Parnassus (2010)

Ein geiler Film war das. Gegen Ende freakt Terry Gilliams Fantasymärchen etwas aus, ansonsten kaum was auszusetzen. Schon gar nicht an den Top-Darstellerleistungen. Der Film könnte genausogut aus der Feder von Tim Burton oder Guillermo del Toro stammen. Oder eben von Terry Gilliam.

Story

Die Story ist interessant. Parnassus ist ein 1000jähriger Besitzer eines Kabinetts, mit dem man in Traumwelten gelangt. Das wäre ganz nett, hätte er nicht einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, der besagt, dass seine Tochter an ihrem 16. Geburtstag dem Teufel gehört. Natürlich geht schief, was kann und auch der allwissende Teufel kriegt sein Fett ab. Wer hätte sich nicht auch eine Traumwelt gewünscht, in die man fliehen kann. Leider versucht dort der Teufel, die Leute für sich zu gewinnen. Parnassus versucht mit allen Mitteln, das Schicksal seiner Tochter abzuwenden und gerät dank fieser Tricks des Teufels nur weiter in den Sumpf.

Schauspieler

Die Story zu Heath Ledger kennt jeder. Er verstarb während des Filmdrehs (also nicht am Set) sodass Jude Law, Colin Farrell und Johnny Depp seine Rolle aufnehmen. Letzterer trifft Ledger so gut, dass mir oft nicht klar war, wann Ledger spielte und wann Depp. Die anderen beiden sehen auch toll aus, treffen aber Ledger nicht so gut wie Depp. Man hätte die Story also ruhig auch ohne Law und Farrell durchiehen können, aber schaden tut es nicht. Zumal der durchgeknallte Jude Law sowas von abgeht auf seinen Leiterstelzen x)

Der Cast überzeugt allgemein auf der ganzen Linie. Die vier „Heath-Ledgers“ passen sich prima aneinander an, sie ähneln einander regelrecht. Der Teufel, Mr. Nick, als Tom Waits, ist grossartig. Er spielt den Teufel, wie man ihn sich vorstellt – gemein, hinterhältig und verführerisch. Dr. Parnassus (Christopher Plummer) macht seinen Part ebenfalls sehr überzeugend, und die beiden Jungdarsteller Andrew Garfield und Lily Cole spielen sehr echt. Mein Liebling nach dem Teufel ist klar Verne „MiniMe“ Troyer als Zwerg Percy. Auch er meistert seinen Part souverän.

Chaos

Anfänglich geht alles ganz gut. Die Fantasie von Terry Gilliam kommt gut rüber und man versteht alles. Bis zu einem gewissen Punkt, als alles im Chaos versinkt. Heath Ledgers Figur, die einem so sehr nähergebracht wird und die man liebgewinnt, stellt sich als Mistkerl heraus, und ehe man damit fertigwird, kommt das nächste Problem. Warum dreht Valentine schon wieder durch? Und ist sie jetzt tot? Oder nicht? Und was macht Parnassus plötzlich hier? Woher kommen all diese Spiegel? Soviele Fragen, dass man vor lauter „Hä?“ die Story aus den Augen und den Faden verliert. Schade, aber offenbar nicht das erste Mal bei Terry Gilliam.