OOSW: D23

OOSW

Dieses Wochenende fand in Anaheim die D23 statt, die Disney-Convention, die mittlerweile als zweite Comic Con bezeichnet werden kann, jetzt wo Disney eigentlich alle wichtigen Franchises besitzt. Und so gab es viele News zu den Animationsprojekten von Disney und Pixar, dem Marvel Cinematic Universe, dem neuen Pirates of the Caribbean, den Realverfilmungen alter Klassiker – und zu Star Wars.

Wegen der Ähnlichkeit des Titels von Mission: Impossible – Rogue Nation und Rogue One musste Disney bis zum Filmstart des Tom Cruise-Filmes auf Promotion zu ihrem Film verzichten – nun, wo der Film mehr als eine Woche in den Kinos zu sehen ist, packte Disney alles aus, was man an News zu bieten hatte. Zuerst einmal gab es eine kleine Schönheitskorrektur: Die Spinoffs heissen nun nicht mehr Anthology-Filme, sondern „A Star Wars Story“, was in meinen Augen weniger episch und zu sehr nach Kinderbuch klingt. Der komplette Titel von Rogue One dürfte dann also Rogue One – A Star Wars Story lauten. Sei’s drum.

RogueOneCast

Der Film hat jedenfalls mit den Dreharbeiten begonnen, weshalb man den Cast bekannt gab und einige Gerüchte bestätigte. Neben Felicity Jones werden in Rogue One auch Diego Luna, Ben Mendelsohn und Forest Whitaker zu sehen sein. In weiteren Rollen werden Alan Tudyk (als Motion Capture-Charakter), Mads Mikkelsen und Riz Ahmed zu sehen sein. Mikkelsen kann ich mir schon jetzt gut als schmierigen Imperialen vorstellen – ich lasse mich aber auch gern überraschen. Die Story wird sich darum drehen, dass eine Gruppe Rebellen die Pläne des Todessterns stiehlt, was dann zu den Ereignissen von A New Hope führt.

Die zweite grosse Nachricht der D23 drehte sich um Star Wars: Episode IX, der vermutlich erst in vier Jahren ins Kino kommen wird. Auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird nicht, wie früher immer wieder berichtet, der Regisseur von Star Wars: Episode VIII, Rian Johnson. Als vor einigen Wochen die Fortsetzung zu Jurassic World angekündigt wurde, und Colin Trevorrow nicht für die Regie bestätigt wurde, ahnten es einige bereits. Und nun hat es Disney also offiziell gemacht: Trevorrow macht Star Wars: Episode IX. Jurassic World gefiel mir gut und so habe ich kein Problem damit, dass der vielversprechende Regisseur nun auch Star Wars übernimmt.

Jurassic World (2015)

JurassicWorld

„Corporate felt genetic modification would up the ‚wow‘ factor.“ – „They’re dinosaurs, wow enough.“

Ich war ein bisschen besorgt, als bei mir auch wenige Tage vor dem Kinostart von Jurassic World noch keine richtige Vorfreude auf den Film aufkommen wollte. Ich meine, wir reden von Jurassic World! Die Fortsetzung zu jener Filmreihe, in die ich mich zwar erst im vergangenen Jahr verliebt habe, die mir aber am Herzen liegt, als wäre es eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen. Doch sobald sich das Tor zum Park öffnete und John Williams‘, von Michael Giacchino wunderschön adaptiertes Thema ertönte, war sie wieder da: Die Freude an dieser Dinowelt.

Diesmal funktioniert der Park einwandfrei und die Besucher kommen in Strömen. Dies wiederum sorgt dafür, dass die Leitung der „Jurassic World“ immer neue Attraktionen ausheckt – solange, bis man einen Schritt zu weit geht: Mit dem übermächtigen Indominus Rex wurde eine gefährliche Spezies herangezüchtet, die sich nicht kontrollieren lässt und bald schon im Park für Angst und Schrecken sorgt. Colin Trevorrows Jurassic World gibt sich herrlich selbstironisch und prangert mit dem Marketingmonster das nach immer grösserem Spektakel gierende Hollywoodkino an. Gewisse Erwartungen muss aber auch Trevorrow erfüllen, und so bekommen wir in diesem Film mit dem beeindruckenden Mosasaurus einen neuen Giganten und unseren ersten richtigen Fischsaurier zu sehen.

Chris Pratt beweist einmal, dass er einen grossen Blockbuster ohne Probleme tragen kann. Als beinharter Velociraptorentrainer ist der neue Hollywoodliebling die perfekte Besetzung für die Rolle, die ursprünglich für Josh Brolin vorgesehen war. Bryce Dallas Howard hingegen kann nicht wirklich überzeugen, was vermutlich auch der schwach geschriebenen Rolle geschuldet ist, die ihre Figur als „Frau in Führungsposition, die aber keinen Plan hat“ definiert. Das Drehbuch von Jurassic World hat auch sonst so seine Mängel – doch Plot-Holes gehören zur Reihe wie mangelnde wissenschaftliche Genauigkeit. Es ist nunmal Popcornkino für Träumer, das einen für zwei Stunden in eine fantastische Welt, in der gigantische Echsen für Grauen und Schrecken sorgen, entführen soll.

In Kürze:

Jurassic World macht Spass. Mein Tipp: Geniesst die grossen Momente und noch grösseren Dinos und verzeiht dem Film seine eindimensionalen Figuren und die teilweise wirre Story.

Wertung:

4 von 5 Plastikdinosauriern

Jurassic Park (1993)

JurassicPark

„Dr. Grant, my dear Dr. Sattler… Welcome to Jurassic Park!“

Der Milliardär John Hammond will auf der Isla Nublar einen riesigen Dinosaurierpark errichten. Die ausgestorbenen Riesen hat er mittels modernster Gentechnologie zum Leben erweckt. Die Spezialisten Alan Grant, Ellie Sattler und Ian Malcolm sind von der Sicherheit des Parks jedoch nicht wirklich überzeugt – und ihre Bedenken erweisen sich als richtig, als einige Dinosaurier aus dem Park ausbrechen. Mit Jurassic Park verfilmte Steven Spielberg die gleichnamige Buchvorlage von Michael Crichton und lieferte nebenbei einen Meilenstein der Filmgeschichte.

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