Boyhood (2014)

Boyhood

„What do you wanna be, Mason? What do you wanna do?“

Mit Boyhood folgt Filmemacher Richard Linklater dem sechsjährigen Mason durch seine turbulente Kindheit bis zum Erwachsenwerden. Der Clou: Der Film wurde über eine Zeitspanne von 12 Jahren gedreht, und die Schauspieler sind mit dem Film gealtert. Jedes Jahr trafen sich Linklater und die Darsteller – darunter Ethan Hawke und Patricia Arquette, die die Eltern von Mason spielen – für ein paar Tage, um an ihrem Film weiterzudrehen. Und der fast dreistündige Coming-of-Age-Film hat es in sich.

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La Vie d’Adèle – Chapitres 1 & 2 (2013)

Adele

„J’ai l’impression de faire semblant, de faire semblant de tout quoi. Moi, il me manque un truc.“

Seit sie auf der Strasse einem Mädchen mit blauen Haaren begegnet ist, kann Adèle an nichts anderes mehr denken. Als sie sie einige Tage später in einer Bar wiedertrifft, kommen sich die beiden näher, und mit einem Moment wird alles, was Adèle über ihre Sexualität wusste, in Frage gestellt. La Vie d’Adèle – Chapitres 1 & 2 von Abdellatif Kechiche basiert lose auf einem französischen Comic namens Le bleu est une couleur chaude (daher auch der englische Titel des Films) und gewann 2013 in Cannes die Goldene Palme. Die beiden Hauptdarstellerinnen Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux wurden zudem mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet.

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Puppylove (2013)

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„Tu sais, un jour, il va se passer.“

Während ich mich im letzten Jahr am Zurich Film Festival den Wettbewerbsfilmen noch ziemlich stark entzog (und es trotzdem schaffte, in zwei Kategorien ausgerechnet die Gewinner zu sehen), nahm ich mir in diesem Jahr vor, mehr Filme aus den vier Wettbewerbskategorien zu sehen. Da mich Dokumentationen immer noch nicht interessieren, beschränkte ich mich auf die internationalen und deutschsprachigen Spielfilmproduktionen. Und im Falle des frankophonen Coming-of-Age-Dramas Puppylove war das ein echter Glücksfall.

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The Way Way Back (2013)

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„That’s the power of this place. It’s like Spring Break for adults.“

Es ist fast schon schockierend, dass Hollywood nicht schon längst Schlange steht bei Nat Faxon und Jim „Dean Pelton“ Rash. Nach dem ihr Drehbuch zu The Descendants mit so ziemlich jedem erdenklichen Preis dotiert wurde, ist auch ihre nächste Zusammenarbeit ein Volltreffer. The Way Way Back, bei dem die beiden nicht nur das Script beisteuerten, sondern auch Regie führten und mitspielten, wurde ihn Sundance mit Standing Ovations bedacht und mischte das sommerliche Box Office in den Staaten ordentlich auf. Doch wird der Film dem Ruf, der ihm vorauseilt, auch wirklich gerecht?

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The Perks Of Being A Wallflower (2012)

„Why do I and everyone I love pick people who treat us like we’re nothing?“ – „We accept the love we think we deserve.“

Nach dem Ende der Harry Potter-Reihe stand eigentlich fest, dass es Emma Watson am leichtesten haben dürfte, im „richtigen“ Filmgeschäft Fuss zu fassen. Für die beiden anderen, männlichen Hauptdarsteller war es entweder zu schwer, weil sie das Gesicht der Filme waren (Daniel Radcliffe) oder einfach zu einzigartig aussehen, um eine andere Rolle glaubhaft zu spielen (Rupert Grint). Nach der Sichtung von The Perks Of Being A Wallflower bestätigt sich diese Vermutung, zumindest, was den weiblichen Teil des Zauberlehrlingtrios betrifft: Emma Watson hat definitiv eine interessante Zukunft vor sich, und muss sich keinesfalls Sorgen machen, auf die Rolle von Hermione Granger reduziert zu werden.

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