Avengers: Age of Ultron (2015)

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„You want to protect the world, but you don’t want it to change. You’re all puppets, tangled in strings… strings!“

Tony Stark will nicht, dass sich das Fiasko von The Avengers und der Schlacht von New York wiederholt. Aus diesem Grund schafft er Ultron, einen übermächtigen Roboter, der die Menschheit vor Bedrohungen beschützen soll. Nur dumm, dass Ultron überzeugt ist, dass die Avengers die grösste Bedrohung für die Menschen darstellen. Avengers: Age of Ultron ist die Fortsetzung zum erfolgreichsten Superheldenfilm aller Zeiten, die wie der erste Teil, unter der Regie von Joss Whedon entstand. Was mit dem fehlenden Artikel in der Titelbezeichnung des Filmes passiert ist, weiss niemand so recht.

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The Nightmare Before Christmas (1993)

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„Haven’t you heard of peace on earth and goodwill toward men?“ – „No!“

Jack Skellington ist der „Pumpkin King“ von Halloween Town – doch wirklich Spass bereitet ihm das schon lange nicht mehr, er sehnt sich nach Abwechslung. Als er eines Tages zufällig Christmas Town entdeckt, eine völlig gegensätzliche Stadt voller Liebe und Freude, ist er sich sicher, dass er das auch haben muss. The Nightmare Before Christmas ist eine Geschichte von Tim Burton, die aber nicht von diesem verfilmt wurde, sonder unter der Regie von Henry Selick entstand (Burton sass zu jenem Zeitpunkt auf dem Regiestuhl zu Batman Returns). Die Handschrift des Kultregisseurs ist aber trotzdem unverkennbar.

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Epic (2013)

Epic

„Just because you haven’t seen something doesn’t mean it’s not there.“

Eine schräge Geschichte zum Anfang: Chris Wedge, Regisseur von Ice Age und jetzt auch Epic, wusste lange nicht, was mit den Rechten zu diesem Buch anzufangen, sodass er sich an Pixar – immerhin grösster Konkurrent seines Studios BlueSky – wandte, die sich sofort an die Arbeit machen und einen Animationsfilm produzieren wollten. Im letzten Moment legte aber das BlueSky-Mutterstudio 20th Century Fox ein Veto ein, und so blieben die Rechte bei Wedge und Co. Das ist ganz gut so, hat Pixar bisher doch mit Erfolg die Finger von Adaptationen gelassen. Was BlueSky schliesslich damit anstellte, erfahrt ihr nach dem Klick.

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Oz: The Great and Powerful (2013)

Oz

„I don’t want to be a good man – I want to be a great one!“

Ich sehe es vor mir – das Meeting einer Horde kreativer Köpfe, die den Titel für ihren Film suchen. „Nennen wir ihn doch einfach The Wizard of Oz, das ist naheliegend und lockt die Leute ins Kino!“, ruft ein dicker Mann mit buschigem Bart, der vermutlich den Film ebendieses Namens noch selber erlebt hat. „Neineinein, aber nicht doch, das ist ja ein Prequel“, wirft ein hagerer Typ ein, der mit Sicherheit fürs Geld der Firma zuständig ist „und Prequels mit James Franco haben Tradition, auch, was die Titel betrifft – wie wärs mit Rise of the Wizard of Oz?“ Ein Raunen geht durch die Meute, letztlich wird dieser Vorschlag aber ebenfalls abgetan. Schüchtern meldet sich der Praktikant: „Wie, äh, wärs, äh, mit, sagen wir, äh Oz?“ Alle lachen ihn aus. „Das ist zu einfach, Filmtitel müssen alles andere als kurz und knackig sein“, erwidert einer der Schlaumeier, der auch schon für die Titelfindung von The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford zuständig war, und wirft eben jenen grenzgenialen Titel ein, für den sich die Gruppe schliesslich unter lautstarkem Jubeln entscheidet: Oz: The Great and Powerful.

Hätten sie nur auf den dicken Mann oder den Praktikanten gehört.

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Owleys Top 10: Serientitelsongs

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Auch im neuen Jahr gibt es Owleys Top 10 – diesmal mit meinen Lieblings-Serientitelsongs. Dabei sind aber nicht nur gesungene Stücke gemeint, sondern sämtliche genug langen Melodien, die ikonisch für die jeweilige Serie sind. Hier also meine zehn Lieblinge:

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Dark Shadows (2012)

„Are you stoned or something?“ – „They tried stoning me, my dear. It did not work.“

Tim Burton ist so etwas wie der Jack White der Filmszene – er macht, was er will, und nicht, weil er dem Publikum zusagen will, sondern einfach, weil es ihm Spass macht, Jahr für Jahr neuen abgedrehten Scheiss zu produzieren. Mit dem feinen Unterschied, dass White gutes Zeug macht, und Burton bei den Zuschauern dagegen immer mehr an Kredit verliert. Und, dass Burton auf Johnny Depp setzt. Immer. In ihrer nunmehr achten Zusammenarbeit verfilmten sie die Serie Dark Shadows, über eine wohlhabende Familie, auf der ein Fluch lastet. Hier konnte ich mich erst mit dem Trailer für den Film begeistern, was eigentlich ungewöhnlich ist, da ich Johnny Depp gerne sehe, und auch von Tim Burton kaum enttäuscht wurde. Doch dieses Projekt klang nie wirklich interessant, ein Umstand, den ich mit der Sichtung gerne ändern wollte.

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Alice in Wonderland (2010)

Da der Film relativ neu in den Kinos ist, möchte ich nicht, dass ich mit meiner Rezension jemandem den Spass verderbe. Wenn ich jetzt aber vor Spoilern warne, liest keiner den Post. Anderer Vorschlag – ich zensiere die Spoiler, indem ich sie ausspare, so werde ich es auch künftig halten. In diesem Review musste ich genau einen Spoiler zensieren, ihr könnt euch also sorglos durch den Text wuseln. Soviel zum Technischen. Nun zu Tim Burtons atemberaubenden 3D-Special, das ich mir gestern im randvollen Kino angesehen habe.

Story

Alice Kingsleigh ist ein 19-jähriges Mädchen, das sich in seinen Träumen immer wieder in einem Land wiederfindet, wo sie gemeinsam mit einem verrückten Hutmacher und einem Hasen in Gilet Tee trinkt. Als sie den im wahrsten Sinne des Wortes hochnäsigen Hamish heiraten soll, folgt sie stattdessen einem Hasen in den Wald und landet durch ein Loch im Unterland, wo sie sich dem Hutmacher und seinen Freunden im Kampf gegen die fiese rote Königin anschliesst…

Burton schreibt die Story um Alice so um, dass das Mädchen nun bereits erwachsen ist und wir uns nun im „Unterland“ und nicht mehr im „Wunderland“ wiederfinden. Offenbar ist Carrolls Version ohnehin nur eine Sammlung von einzelnen Stories, die bislang immer neu interpretiert wurden, sodass Burtons Zuschneidungen nicht viel wiegen.

Darsteller und Sprecher

Die Schauspieler geben eine sehr gute Leistung ab, allen voran Johnny Depp als lispelnder und schottisch sprechender, durchgeknallter Hutmacher. Auch Mia Wasisa… Wasauchimmer, die Darstellerin von Alice zeigt eine solide Performance, obwohl ich an dieser Stelle festhalten muss, dass man ihr die 19 Jahre nicht ansieht, vielmehr schaut sie wie ein 12 – 15jähriger Teen aus, der im falschen Film gelandet ist, um mich hier mal eines Kalauers zu bedienen 😉 Burtons Gattin Helena Bonham Carter überzeugt als martialische Rote Königin ebenso wie Anne Hathaway als ihr weisses Gegenstück. Soviel zu den Hauptdarstellern. Was in meinen Augen jedoch das echte Zückerchen an diesem Film ist, sind die prominenten Sprecher für die Figuren. Diese Namen zergehen einem – wie ein Zückerchen eben – auf der Zunge: Alan Rickman, Stephen Fry, Timothy Spall, Christopher Lee. Wer wen spricht, überlass ich eurem gut geschulten Gehör 😉 In der Darstellerauswahl hat Tim Burton, wie sooft, zwar ein gutes Händchen bewiesen, doch obwohl Johnny Depp als Hutmacher richtig abgeht, wünschte ich mir für nächste Burton-Filme einen anderen Hauptdarsteller, immerhin hat Depp in den letzten vier Burton-Filmen die oder zumindest eine Hauptrolle besetzt.

Burtons Handschrift

Unverkenntlich zieht sich Tim Burtons Duktus durch den Film. Auf schwarzweisse Fussböden folgen knorrige Äste und Bäume, die stark an bereits gesehenes aus Filmen wie „Nightmare before Christmas“ oder „Sleepy Hollow“ erinnern. Doch nicht nur diese starken Bilder lassen erkennen, wer hier am Werk war, sondern auch der abstruse Humor, der immer wieder zu Tage tritt. Die Igel-Golfende und Frosch-Torten-Dieb-Jagende Rote Königin sorgt für zahlreiche Lacher, und auch ihr Sidekick, Knave of Hearts, der Herzbube, sorgt für den ultimativen Lacher am Schluss, den ich aber nicht verraten möchte 🙂 Dieser Punkt wird auch immer wieder kritisiert, es wird gesagt, dass es nun „zuviel Tim Burton in einem Tim Burton-Film“ war, wobei ich eher sagen würde, dass es gerne noch mehr hätte sein können!

Danny Elfmans Soundtrack

Ein Score, der durchaus auch dem Genau-Hinhörer Lichtschwert gefallen könnte (der ja bekanntlich eher auf Williams-Scores steht :D), ist diese skurill anmutende Filmmusik von Genre-Krösus Danny Elfman, die mich zeitweise an Klänge von Williams oder Horner erinnern, wenn auch weniger an Williams als an Horner im einzigen bisher veröffentlichten Stück. Vom ersten Mal Durchhören her kann ich nur sagen, dass Elfman einen genialen Score geschaffen hat, ob es denn nun auch der Beste sein wird, kann erst die CD zeigen 😉 Jedenfalls vermischt sich der Sound fabelhaft zu einer Einheit mit den Bildern, dass der Zuschauer sofort mitgerissen wird.

YouTube Preview Image

Special Effects vs. 3D

Die Machart des Films ist nicht konventionell. Man hat einerseits mit echten Darstellern gearbeitet, andernseits jedoch viele CGI-Effekte eingebaut, sodass die Rote Königin nun einen übergrossen Kopf hat oder Alice nun sorglos schrumpfen, wachsen und wieder schrumpfen kann. Diese Machart verleiht dem Film durch ihre Komik, die auftritt, sobald man den Kopf der Königin erblickt, ein grosses Mass an Lockerheit. Die Tieranimationen sind unglaublich gut, und gerade die Szene mit den gestohlenen Törtchen (per klick zum YouTube-Clip) strotzt nur so von animalischer Glaubwürdigkeit. Grossartige Leistung in diesem Punkt. Etwas mager fällt dagegen die 3D-Technik aus. Ab und zu fliegt eine Tasse auf einen zu, man kriegt jedoch das Gefühl nicht los, dass der Film ursprünglich nicht für 3D produziert wurde, denn ansonsten unterscheidet sich das Bild kaum von einer durchschnittlichen 2D-Version, hie und da zeigt sich ein Relief – That’s it. Aber allzu dramatisch ist das nicht, zumal alle andern Punkte stimmen.

Fazit

Ein grossartiger Film, der verspricht was er hält – oder umgekehrt ;P Ich bin noch nicht sicher, ob ich Avatar oder Alice im Wunderland nun besser finde, gelungen sind die Beiden allemal. Grosses Kino gewährleistet!