S2E10 – Imposant

Der Deserteur war die erste Folge von The Clone Wars, die ich auf Digital TV, also als Direkt-Aufnahme gesehen habe. Da ein paar Klassenkameraden für ein Schulprojekt vorbeikamen, konnte ich die Folge erst Sonntag-Abend schauen. Diese Episode ist wieder eine der stärkeren der Serie, die durch ihre schönen Landschaften und Bilder zu überzeugen weiss.

Auf der Suche nach General Grievous auf Saleucami wird Rex schwer verwundet. Er wird bei einer Bauernfamilie untergebracht. Doch deren Vater Cut Lawquane stellt sich als desertierter Klon heraus und stürzt den Klon-Captain in Selbstzweifel. Obi-Wan heftet sich derweil an die Fährte des Droidengenerals…

Ausführlicher Episodenguide

Kontinuität und Logik wird in dieser Folge nicht wirklich gross geschrieben. Ich spreche nicht von der Timeline, die man eh schon über den Haufen geworfen hat, sondern davon, dass man sich nicht an ein einmal aufgestelltes „Gesetz“ hält. Mal heisst es, Klone seien hörig und in der nächsten Folge desertieren sie. Erklär mir das mal einer. Ebenfalls komisch wirken auf mich die Kommandodroiden. Einmal sind sie toughe Guys, denen kein Blaster was anzuhaben vermag, ein andermal werden sie mit einem Schuss weggeblasen. Und wer kommt denn auf die Idee, den Kampfdroiden derart schwache Energiezellen einzubauen? Und warum hat ein Twi’lek-Kind einer pinken Twi’lek blaue Haut? Irgendwie komisch. Naja, wie auch immer.

Die Bilder der Folge sind jedenfalls wieder einmal überragend. Saleucami wird von all seinen schönen Seiten gezeigt, und nichts, wirklich nichts, wird ausgelassen. Ganz toll gefallen hat mir die Animation von General Grievous, dessen Umhang wie in Episode III gestaltet wurde. Kleine Details, die gefallen. Ganz schlimm fand ich aber die zwei Kinder, beziehungsweise das grosse Mädchen. Seine Hautfarbe war echt übel gemacht und ich kenne kein Kind, das sich annähernd so doof verhielt wie das Mädchen („Die Monster sind aus dem Ei geschlüpft“). Echt unsympatisch, das Ding. Da war doch die kleine Twi’lek aus der Ryloth-Trilogie viel besser. Und auch ihr kleiner Bruder war um Längen besser.

Gelungen ist ebenfalls der von mir so hochgelobte Link zu den Filmen und dem restlichen Star Wars-Universum. Grievous reitet ein Reek, das hörnige Arena-Monster aus Episode II, während Rex und Cut Holoschach spielen (siehe Episode IV). Ausserdem zu sehen sind Eopies, die man bislang nur auf Tatooine entdecken konnte. Alles in allem eine gelungene Folge. Von nichts zu viel oder zu wenig.