Pschhhhhhhhhhhhhhht!

Ich habe es aufgegeben, rumzuzicken. Das geh├Ârt sich nicht f├╝r ein m├Ąnnliches Wesen. Aber heute habe ich mich wieder aufgeregt. Es gibt einige Sch├╝lerinnen in meiner Klasse, genau genommen eigentlich nur zwei, beziehungsweise eineinhalb, man k├Ânnte auch sagen, jemanden, die regt mich dadurch tierisch auf, dass sie der Meinung ist, sie st├╝nde ├╝ber allem und jedem. Man beklagt sich lautstark ├╝ber die Leute, die w├Ąhrend dem Unterricht reden, egal ob es den Unterricht direkt (wenn der Lehrer oder jemand redet) oder indirekt (der Lehrer verteilt gerade Arbeitsbl├Ątter) st├Ârt, man muss einfach mal aus Prinzip lautstark „Pschhhhhhhhhht!“ rufen. Es st├Ârt ja achso gewaltig. Ich kann es ja noch ansatzweise verstehen, wenn ein guter Sch├╝ler, der sich aktiv am Unterricht beteiligt dadurch gest├Ârt wird. Aber die? Ne.

„Pschhhhhhhhhhhhhhht!“

Es bleibt dann nicht bei einem „Pschhhhhht!“ oder zweien pro Stunde, nein, das wird in Intervallen von gef├╝hlt f├╝nf Minuten durchgezogen, je nachdem, ob wir auch entsprechend quatschen. Wie gesagt, prinzipiell haben die Leute recht, aber wenn es dann genau diejenigen sind, die eh jeden Lehrer scheisse finden, und jedes Fach gleich mit, die ganze Klasse und eh alles, ├╝ber alles meckern und motzen m├╝ssen, dann regt es mich auf. Vorallem weil es genau dieselbe Person ist, die kleinlich auf die Uhr schaut, und bereits zehn Minuten vor Schulschluss zusammengepackt hat.

„Pschhhhhhhhhhhhhhht!“

Eigentlich hat sie ja Recht. Aber mit ihren kleinlichen Meckereien geht sie mir auf den Keks und bewirkt genau das Gegenteil. Zumal sie keinen Dreck besser ist, was Respekt angeht. Aber das ist ja egal, schliesslich muss ja auch „Pschhhhhhhhhhht!“ gesagt werden. Tu ich ja auch, wenns mal nervt, aber alle 2 Minuten? Hell. Dar├╝berhinaus scheint es, als haben sie dann auch noch ihre allmonatlichen Stimmungsschwankungen. Und die sind jeweils krass. Dann wird jeder und alles umso st├Ąrker angeblafft. Geschah ihr ganz Recht, dass sie den Wasserballon aufn Kopf gekriegt hat.

„Pschhhhhhhhhhhhhhht!“

Als der Mathelehrer mit uns ├╝ber unser Verhalten im Unterricht (allgemein und komplett ohne Bezug zum „Pschhhhhhhht!“) sprechen wollte, kam aus heiterem Himmel, und nachdem sie schon die Dauerschw├Ąnzerin runtermachen wollte, von eben dieser Person die Forderung, ob man schwatzende Sch├╝ler nicht rausstellen k├Ânne. Dann hab ich halt erw├Ąhnt, dass Einpacken-vor-Schulschluss auch scheisse und st├Ârend sei, und alles endete im verbalen Bitchfight. ­čÖé War eigentlich noch ganz lustig und auch jetzt ist der Aufreger ann├Ąhernd verebbt. Sch├Ân wa. Da f├Ąllt mir eine gute Schlusspointe ein:

„Pschhhhhhhhhhhhhhht!“

Jetzt habt ihr also gewonnen

Gratulation nach Deutschland. Gratulation an Stefan Raab, der die F├Ąden gezogen hat. Gratulation an die Songwriter. Und auch noch Gratulation an das deplaziert wirkende Quietschentchen, das den Song zum Besten gab. Nein, ich mag Lena nicht, sorry. Und das als einer der wenigen Schweizer, der die Deutschen nicht hasst. Als einer der wenigen Schweizer, der sagt: „Es gibt auch nette Deutsche“. Als einer der wenigen Schweizer, der an der WM auch f├╝r Deutschland jubelt. Ich h├Ątte euch den Sieg geg├Ânnt. Ihr habt nen super Song, eing├Ąngig und echt sommerlich. Alles prima. Aber was mich st├Ârt, war Lena. Nein, ich mag Lena nicht.

Madame kann kein Interview geben, ohne sich selbst erst hochzujubeln. Dann wird mal zehn Minuten lang unter kindlichem Schnaufen und Prusten erw├Ąhnt, dass man gl├╝cklich sei, wobei man sich in Intervallen von rund f├╝nf Minuten jeweils die Hand vor den Mund oder alternativ vor den Bauch h├Ąlt. Und zuletzt winkt man fr├Âhlich in die Kamera. Und das alles, w├Ąhrend man seine unglaublichen Englischkenntnisse unter Beweis stellt, indem man vom Inhalt her eigentlich nichts, ├╝berhaupt nichts sagt. Nein, ich mag Lena nicht.

Sie vereint genau die Eigenschaften, die der durchschnittliche Schweizer am Ballerman-Deutschen hasst. Die er dann, wie ich bereits erw├Ąhnte, ungerechtfertigterweise, jedem Deutschen nachsagt. Arroganz, Hochn├Ąsigkeit, Ich-bin-hier-ich-bin-Boss. Nein, ich denke nicht so. ├ťber Lena aber schon. So tritt sie auf. Dass man vielleicht auch den Fans danken sollte, die einem zweimal aufs Podest gew├Ąhlt haben, vergisst man nat├╝rlich. Issjaauchegal. Nein, ich mag Lena wirklich nicht.

Und okay, sie kann singen. Ab und zu verfehlt sie die T├Âne, aber das ist ja beinahe Voraussetzung f├╝r eine ESC-Teilnahme. Und das nehme ich ihr ja gar nicht ├╝bel. Aber gut, so toll ist die Stimme dann auch wieder nicht. Nett, aber in den Himmel loben sollte man sie ja doch nicht. Ich weiss, dass das einigen Deutschen sauer aufst├Âsst. Ich bin ja auch nicht missg├╝nstig. Nur verstehe ich nicht, was ihr an der Lena so toll findet. Ich nehme einen grossen Abgang an Lesern in Kauf, genauso wie die Drohbriefe, die ich n├Ąchste Woche im Briefkasten vorfinden darf.

Ich mag euch Deutschen wirklich. Ich mag den Song. Aber nein, ich mag Lena nicht.

Bilderquelle: S├╝ddeutsche.de

Von Quarten und Oberterzen

Als ich so durch die Schweiz getrudelt bin, ist mir aufgefallen, wie musikalisch die Schweizer sind. Gut nicht alle. Aber die Leute aus Unter- und Oberterzen, aus Quarten, Quinten (liegen alle beieinander)┬áund vom Septimer – die sollten’s sein.

Eher ruhig zu und her geht’s in Betten und Bettwiesen. Da k├Ânnen die Leute von Bullet noch so l├Ąrmen. Und auch die Affolterer k├Ânnen da mit ihren sadistischen Methoden nichts ausrichten.

F├╝rs Wetter zust├Ąndig sind die Leute in Regensberg (in Blitzingen und Fl├Ąsch ist man f├╝r das Lichtspektakel dazu verantwortlich), w├Ąhrend die┬áGastronomen ihre Basis in Brot, in Champagne┬áund in Donat haben. Belesen sind die Typen aus Buch und eher┬ámartialisch geht es in Degen und┬áGalgenen zu und her. Animalische Anzeichen sind in Hasliberg, Luchsingen, Dachsen, Wauwil,┬áG├Ąnsbrunnen┬áund in Entlebuch zu erkennen.┬áJa sogar in Knutwil. Die Flora und Fauna findet sich in Bauma, Erlen, Wald┬áund Eschenbach.

Wer es eher mit dem Glauben hat, sollte sich nach Gottlieben begeben. Oder nach Engelberg. Oder nach Gottshaus. Oder nach Klosters.┬áNicht aber nach┬áHeiden. Dort geht es n├Ąmlich ├Ąhnlich zu und her wie in Kleinb├Âsingen.

Geradezu┬áeinfallsreich┬áwar man bei der Namensgebung in Dorf, im bereits erw├Ąhnten Wald┬áund in┬áBurg; in Gurbr├╝ und Paspels hingegen war man dann wiederum ausgesprochen kreativ. In M├Ąnnedorf werden weibliche Dorfbewohnerinnen gesucht. Vorzugsweise aus Frauenfeld.

Das Ganze war ├╝brigens – ein ziemlich schlechter – Scherz.

Logik nicht gleich Schule

Ich zum Kollegen: „Wieviele Strafstunden hast du noch?“
Kollege, am Strafstunde absitzen: “ Ich hab noch 5 Strafstunden!“
Ich: „Tja, ich hab noch 6.“

Nun dr├Ąngt sich die Frage auf – sind wir dermassen schlimme Sch├╝ler oder ist die Schule zu streng? ­čśŤ Nicht zu vergessen, dass ich neben den genannten 6 Stunden ca. noch weitere 4 machen m├╝sste… ├Ąhem. ­čśë

Mit der oben┬áerw├Ąhnten Logik hat das noch wenig zu tun, ich weiss, und so w├╝rde der Post┬á├╝berhaupt nichts mit dem Titel zu tun haben, w├Ąre da nicht der Architekt, der schon einiges an Bl├Âdsinn geboten hat. So hat er…

1) vor ca. 2 Jahren einen Neubau der Schule gebastelt, dessen Eingang er gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz weit hinten plaziert hat. Warum weiss noch heute keiner und es gab sogar einen Film dar├╝ber…
2) das Musikzimmer mit dem anliegenden Esssaal zu einem┬ágrossen Musikzimmer┬ázusammenf├╝gen lassen, dabei jedoch vergessen, dass die S├Ąule, die nun in der Mitte des Raums steht, so bl├Âd rumsteht, dass man nun eh nur die eine H├Ąlfte des Raums benutzen kann um Schule zu geben. Hat sich ja gelohnt…

Nun hat man f├╝r ein Theaterprojekt den grossen Essaal geschlossen. Und der kleine ist ja – dank dem tollen Musikzimmer – nicht mehr. Dass es nun draussen kalt ist und wir nirgends mehr essen k├Ânnen, daran hat keiner gedacht. Man h├Ąlt dennoch verbissen┬áan der Regel, dass wir im Neubau nix essen d├╝rfen, fest.

Fazit: Logik nicht gleich Schule

Was gad so am laufe isch – Part I

Ganz am Aafang h├Ąnd mi eigentli d├Ą Darth Ridiculous und die fetti B├╝├╝ti uf d Idee bracht, mal en schwiizerd├╝├╝tsche Biitrag zmache. Aber grad vorane het de Silencer mier eher unfreiwilligerwiis wider in Erinnrig gr├╝efd, dasi das mal au mache s├Âtti.┬áIch wird also hie und da mal es bitzli Z├╝├╝gs verzelle, wo grad am laufe isch… Eifach alles uf schwiizerd├╝├╝tsch. Mal luege, wie lang ers uushalted.

Bin h├╝t grad widr mal in Z├╝ri gsi. Isch es riise Gnoiel deete, immer de doofi Wiehnachtsstress. Bin na paar Sache f├╝r de Wiehnachtskalender vo minre Liebe ga chaufe, und han im Lollipop im HB┬ána glatt mini Sportt├Ąsche vergesse. Han denn vom Stadelhofe grad wider zruggfahre m├╝ese, de Sack go hole, han miin Zug verpasst und m├╝ese es wiili uf de n├Ąggschti warte. Denn het mer mini Mueter gschribe, ├Âbi na uf D├╝bedorf choo wott, will si na id Interio m├╝end und nacher na zum Chines ga esse. Bin den in neggschte Zuug ine (die sind ja im Winter wider mega voll, chunsch sogar ime Bummler chuum meh en Platz meh ├╝ber, es isch echt zum Chotze… Und denn wends na Priise ufehaue. Arschl├Âcher das ;)) und in D├╝bi hend mii mini Eltere erwartet, mer sind id Interio und denn ga esse. De Chineees isch w├╝kli na toll, muni scho sege, Peking Garden in D├╝bedorf – top! Chum hemmer bstellt, scho ischs Esse daa gsi, richtig tiifig, wiemer soo sch├Ân seit ­čśë

H├╝t em Namitaag bini es bitzli s Arsch vo de Lehrer gsi. Zersch isch de GG-Lehrer soo komisch druff gsi, und het mi i die vorderst Reihe gsetzt, debii hanich doch nur die doofi Koreolischraft uf mim Papier aagw├Ąndet (ich han en Strich gmalt, w├Ąhrend Kollegin s Blatt tr├╝├╝lled het…). Und woni den anegsesse bin, hegi mich mini Kollegin aazwinkered (het sii ned, het er aber gfunde), woruf er denn widerum ihre zuezwinkred het (macht ja ├╝├╝berhaupt ken Unterschiid, ├Âb si mich oder de Lehrer sii aazwinkred!). Und de holl├Ąndischi Chemie-Lehrer mit sine Peepernooten und sinre Belschek├Ârf (Bell-shaped-curve) het mi au┬áwarte┬álaa („…und sie verlassen als Letzter den Raum“), woni knapp e Minuute zspaat cho bin, wil die andre soo lang mit rauche gha hend. Pff. Und nacher het er na tumm taa, woni mit sonre doofe Pipette de Kollegin an Nacke gspr├╝tzt han (so st├Ągef├Ârmigi Schuelzimmer sind, voruusgsetzt, du sitzisch obe, na sehr toll). Debii het sii aagfange… Pf. Globi das. Jaja, zum Gl├╝ck isch jetzt ja Wiikend.

Soo. Vil und lang gschriibe – guet Nacht zeme!

This is how it goes.

Schule kennt jeder. Manche m├╝ssen es noch erdulden (graval…) – andere sind froh, da raus zu sein (Silencer…). Wie auch immer – jede Schule hat ihren Knigge, ihre Verhaltensregeln. Wer diese nicht einh├Ąlt, mutiert bald zum Aussenseiter ­čśŤ Folgende Regeln sollten f├╝r ein angenehmeres und Verletzungs-vorbeugendes Sch├╝lerdasein eingehalten werden:

  • Man solle nicht andere Sch├╝ler r├╝gen, wenn sie tratschen, wenn man selbst eine Stunde zuvor dasselbe getan hat.
  • Man solle ├╝berhaupt nicht so vorbildlich tun.
  • Das ist doof. Und streberisch.
  • Man solle keine doofen Fragen stellen.
  • Man solle sich nicht zum Idioten machen.
  • Gut, dass ich das sage ist leicht paradox.
  • Man solle Leute nicht von oben herab behandeln.
  • Und schon in den ersten Wochen der Meinung sein, dass man obercool ist.
  • Vorallem, wenn man es nicht ist.

To be continued. A real-life-story.