Universal kauft DreamWorks

Shrek

Die Spatzen pfiffen es schon seit Tagen von den Dächern, jetzt ist es offiziell: Der Comcast-Konzern, Mutterkonzern von NBC Universal, übernimmt für knapp 4 Milliarden Dollar DreamWorks Animation. Das ist aus verschiedenen Gründen ein entscheidender und vermutlich trauriger Tag für den Animationsfilm.

Nach einer Reihe von Misserfolgen ist man gezwungen, diesen Verkauf seitens DreamWorks als Forfait zu werten. Das Studio schrieb vor zwei Jahren rund 250 Millionen Verluste und konnte auch in der Folge nicht überzeugen. Zuletzt scheiterte sogar Kung Fu Panda 3, ein eigentlich sicherer Wert. Es ist davon auszugehen, dass mit diesem Verkauf also die Tage von DreamWorks als Zeichentrickfilmschmiede gezählt sind. Dafür spricht die Tatsache, dass Universal mit Illumination das aktuelle Wunderkind des Animationsfilms gehört, das sowohl günstiger als auch lukrativer Filme produziert. Es ist also zu erwarten, dass die Animationsfilmabteilung von DreamWorks dereinst in Illumination integriert wird.

Und so überrascht es auch nicht, dass nun mit Chris Meledandri ein Hauseigener über die Animationsabteilung von Universal thront – und nicht der langjährige DreamWorks-Boss Jeffrey Katzenberg. Universal scheint darauf bedacht, diese Übernahme nicht nach einem Königsmord aussehen zu lassen. Katzenberg wird Vorsitzender der neuen DreamWorks Animation New Media-Abteilung – also Chef der Serien- und Webcontent-Produktionsschmiede. Hier liegt auch einer der Hauptgründe, warum sich Universal für ein derart erfolgsloses Studio überhaupt so viel Geld locker macht: Anders als die letzten Filme sind die Netflix-Serien von DreamWorks ein voller Erfolg. Dazu kommen die zahlreichen Rechte, die sich das Studio gesichert hat, die nun alle in den Händen von Universal sind.

Trotzdem ist es traurig, dass mit DreamWorks der neben Disney/Pixar wohl grösste Player im Animationsfilmmarkt verschwunden ist. Auch wenn die letzten Filme viele Wünsche offen liessen, hinterlässt das Studio hinter Shrek, How To Train Your Dragon und Madagascar eine grosse Lücke in der Filmlandschaft. Ob das Studio unter Illumination zu den Erfolgen der frühen Tage zurückkehren kann, wird sich zeigen.

 

Home (2015)

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„Oh, no! My hands are in the air like I just do not care!“

Eine Alien-Rasse namens Boov ist auf der Flucht vor ihren Feinden. Auf der Suche nach einer neuen Heimat stranden sie auf der Erde. Und so werden die Menschen kurzerhand umgesiedelt, um den Boov Platz zu machen. Als der schusselige Oh versehentlich seine Position an die Feinde verrät, herrscht Panik in den Reihen der Boov. Zusammen mit dem Menschenmädchen Tip muss Oh das Chaos wieder in Ordnung bringen.

Ich erinnere mich noch, als vor Mr. Peabody & Sherman im Kino der Kurzfilm Almost Home lief. Auch wenn die Story dieser kurzen Vorgeschichte zu Home ein bisschen simpel war, gefiel mir dieser Short vorallem wegen der witzigen Charaktere. Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass aus dem Film doch noch etwas werden könnte, was mich angesichts meiner Erfahrungen mit dem DreamWorks der letzten Jahre ein bisschen überraschte. Doch weit gefehlt: Home ist ein typischer Film des Studios, der so unwitzig wie lieblos gemacht ist und auf die Dauer einfach nur nervt.

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Home Gewinnspiel

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Kaum ein Animationsstudio hat so viele derart starke Franchises wie DreamWorks im Portfolio – entsprechend handelte es sich bei sechs von den letzten zehn Filmen um Fortsetzungen oder Spin-Offs. Nach How To Train Your Dragon 2 und Penguins of Madagascar versucht es das Studio nun wieder einmal mit einem neuen Stoff: Home erzählt die Geschichte einer ungleichen Freundschaft zwischen einem kleinen Mädchen und einem unbeliebten Alien, die bemüht sind, die Erde vor der Zerstörung zu retten.

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Zum Kinostart des rasanten Animationsspektakels verlose ich 2 Goodie-Sets bestehend aus dem Soundtrack zum Film, einem coolen Bag, einer magnetischen Glitzerkugel, einem Pin und – jetzt kommt’s – endgeilen Schnürsenkeleinlagen. Wer das Gefühl hat, dass er dieser Goodies würdig ist, soll mir bis am 23. März um 12 Uhr verraten, welches der coolste Alien-Buddy der Filmgeschichte ist? Chewbacca? Oder doch eher Spock? Hinterlasst eure Antwort, zusammen mit eurer E-Mail-Adresse im entsprechenden Feld im Kommentarbereich.

Penguins of Madagascar (2014)

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„Adventure and glory like no penguins have ever seen before!“

Da er immer in ihrem Schatten stand, will sich der fiese Tintenfisch Dave an den vier Pinguinen Skipper, Kowalski, Rico und Private ein für alle Mal rächen. Mit der Hilfe der Spezialeinheit North Wind stellen sich die flugunfähigen Vögel dem tentakeligen Fiesling entgegen… Nach drei filmischen Auftritten als Nebencharaktere und einer erfolgreichen (wenn auch nicht überzeugenden) TV-Serie versuchen sich die Pinguine aus den Madagascar-Filmen in einem eigenen Film – passend unter dem Titel Penguins of Madagascar. Ob die heimlichen Helden der Franchise auch in ihrer Solo-Mission überzeugen können, erfahrt ihr in meiner Kritik.

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Trailer: The Penguins of Madagascar

Penguins

Eigentlich dachte ich, dass ich mit Madagascar schon längst abgeschlossen hatte. Der dritte Teil war dermassen zum Einschlafen und auch die TV-Serie mit den Pinguinen empfand ich als eine Zumutung. Doch der Solo-Einstand der eigentlichen Helden dieser Franchise sieht einfach zu genial aus. Ich liege hier am Boden. Alleine die Szene mit dem Zebrastreifen… WER DENKT SICH SOWAS AUS? Sicher, The Penguins of Madagascar wird uns gewohnt leichte Unterhaltung bieten, aber hey, wenn wenigstens die Gags zünden, ist das ganz okay für mich. Der Voice-Cast des Films ist zumindest schon brutal eindrücklich – Benedict Cumberbatch, John Malkovich, Ken Jeong, Peter Stormare und Werner Herzog sind alle in diesem Film zu hören.

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Interview mit Simon Otto

SimonOtto

Dass mich Animationsfilme begeistern, habe ich vermutlich zu Genüge kundgetan. Dieser Leidenschaft werde ich im Herbst mit einem Animationsstudium selber nachgehen, weshalb das Gespräch, das ich letzte Woche führen durfte, eine sehr spezielle Bedeutung für mich hat. Simon Otto ist ein Schweizer Animator, der seit über einem Jahrzehnt im Dienst von DreamWorks steht. Für den 2010 erschienen How To Train Your Dragon waltete er ausserdem als Head of Character Animation, eine Rolle, die er auch beim Nachfolger, der nächste Woche anläuft, einnimmt.

Im Interview spricht Simon ausführlich über den Schaffensprozess hinter How To Train Your Dragon 2, die momentane Situation der Animationslandschaft und den geplanten dritten Teil.

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How To Train Your Dragon 2 (2014)

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„With Vikings on the backs of dragons, the world just got a whole lot bigger.“

Fünf Jahre sind vergangen, seit der Wikingerjunge Hiccup und sein Drachen Toothless das Leben im verschlafenen Nest Berk über den Haufen geworfen haben. Auf dem Rücken seines Drachen macht sich Hiccup nun daran, die Welt zu erkunden, die ihm neu offensteht – und stolpert dabei Hals über Kopf in einen seit Langem schwelenden Konflikt zwischen Menschen und Drachen. Nach zahlreichen Flops wartet DreamWorks Animation nun mit einem garantierten Kassenschlager auf: How To Train Your Dragon 2 wird dem Studio ordentliche Einspielergebnisse bescheren, und das zu Recht. Die Fortsetzung des Überraschungs-Hits von 2010 ist einer der besten DreamWorks-Filme überhaupt.

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Turbo (2013)

Turbo

„No dream is too big, and no dreamer too small.“

Nach einem schrägen Unfall ist die Gartenschnecke Turbo plötzlich total schnell. Mit dieser Superkraft ausgerüstet steht einer Teilnahme am Indy 500 eigentlich nichts mehr im Wege. Für weit hergeholte Geschichten ist DreamWorks immer gut, und auch Turbo bildet da keine Ausnahme. Was der Debutfilm von David Soren sonst noch alles falsch macht, erfahrt ihr in meiner Review nach dem Klick.

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The Croods (2013)

Croods

„Everything we’re standing on will be gone!“

Ich bin kein allzu grosser DreamWorks-Fan und musste ein bisschen schadenfreudig schmunzeln, als ich hörte, dass das Studio über seinen Märchenfantasyfilm Rise of the Guardians gestolpert ist. Ich mochte den erhöhten Output und die tausend Sequels, die uns da um die Ohren geschmissen wurden, noch nie und so passte es mir eigentlich ganz gut in den Kram, dass das Studio in Folge seines Box Office-Strauchlers erst einmal mit der Produktion zurückfahren musste. Als dann Studioboss Jeffrey Katzenberg verlauten liess, dass der Erfolg oder Misserfolg von The Croods eine entscheidende Rolle in der Zukunftsplanung von DreamWorks spielen würde, war ich mir sicher, dass das Studio endlich die gesalzene Rechnung für ihre grässliche Filmpolitik erhalten würde. Doch weit gefehlt – das von Steven Spielberg gegründete Animationsstudio konnte dank tollen Einspielergebnissen den Kopf gerade noch aus der Schlinge ziehen… zumindest fürs Erste.

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Trailer: Turbo

Turbo

Als ich seinerzeit meine erste Animationsfilmvorschau schrieb, war ich auf keinen Film so gespannt, wie auf Turbo. Denn mal ehrlich – fällt euch ein Animationsfilm ein, mit einem ähnlich abgefuckten Plot, wie der Film über eine Schnecke, die Rennen fahren will? Dacht ich mir doch. Und jetzt ist also der erste Teaser draussen, und es sieht irgendwie noch herzig aus. Könnte vielleicht sogar noch etwas werden. Jedenfalls besser als so mancher DreamWorks-Film der letzten Jahre.

Lediglich gibts bisher nur Abstriche für Ryan Reynolds und die viel zu offensichtliche Musikwahl – Chromatics, seriously?

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