Schweizer Meister 2012, Part II

Ich habe es angedroht, aber keiner wollte hören. Egal. Jetzt ist Basel also ein weiteres Mal Schweizer Meister, bereits das sechste Mal in den letzten 10 Jahren. Damit steigt das Titelskore auf 15, was auch das Meister-Shirt mit der Aufschrift „Me15ter“ deutlich macht. Zudem ist das der erste Titelhattrick überhaupt. Das alles dürfte gut zeigen, wie deutlich Basel die Liga in den letzten Jahren dominiert. Diese Saison stand es eigentlich schon länger fest, zwar nicht offiziell oder so, aber dass der FC Basel seit 23 Spielen nicht mehr verloren hat, war Zeichen genug. Und letztlich dauerte es dann auch nur wegen rechtlichen Scherereien, die dem zweitplatzierten Luzern noch Punkte gegeben hätten, etwas länger, bis es so richtig offiziell feststand.

Herzliche Gratulation ans Rheinknie! Nächstes Ziel: Schweizer Cup, dann die Weltherrschaft.

Altbekannte Gesichter auf dem Fussballrasen

Zum Glück haben wir dem Lordy sein doofes BVB nicht in der Champions League, die wollen wir gar nicht, wir wollen ja gute Gegner. Und die hat der FC Basel in Form von Manchester United und Benfica Lissabon zugelost bekommen. Dritter, bzw. vierter im Bunde ist Otelul Galati. In seiner nunmehr vierten Teilnahme in der europäischen Königsklasse trifft Basel zum ersten Mal auf einen Gegner, auf den man bisher schon einmal im Wettbewerb traf.

In der Saison 2002/2003 stand man in der Zwischenrunde der Champions League Manchester United gegenüber, Begegnungen, die im desaströsen 1:3-Ruud van Nistelrooy-Schaulaufen und einem ernüchternden 1:1 (Fussballnerd hat das alles im Kopf) und der Endstation des FCB in dieser Runde endeten. Dennoch sind die Erinnerungen an diese Begegnungen gut, Basel war ManU nie so unterlegen, wie man annehmen musste, und führte in beiden Matches lange. Dennoch ist man heuer nicht wirklich in Form, und mit einer Leistung von weniger als 100% liegt kein Punkt drin.

Neue Gesichter sind dagegen die Portugiesen von Benfica Lissabon und die rumänischen Neulinge von Otelul Galati. Beide sollten aber lösbare Aufgaben darstellen, die man mit der nötigen Konzentration knacken kann. Und dann können wir die Borussen ja in der K.O.-Phase runterputzen. Hast du gehört, Lordy, HAST DU GEHÖRT?! 🙂

Prädikat: Lösbar.

Nun wurde also ausgelost, und ich bin sehr zufrieden mit der Champions League-Gruppe, die Basel zu bewältigen hat. Ausserdem wurde ein Wunsch von mir berücksichtigt, nämlich die Bayern.

Die Bayern werden ein harter Brocken, jeder Punkt ist schon Gold wert, auch wortwörtlich. Verliert man also, heisst das, dass gegen die anderen Gegner umso mehr Punkte her müssen, bestenfalls das Maximum, 12. Das ist zwar hoch gesteckt, nicht aber unwahrscheinlich. AS Rom hatte man bereits letztes Jahr als Gegner in der Europa League, und wir erinnern uns an das grossartige 2:0 im St. Jakob Park. Trotz drei Siegen schied Basel dann aus und scheiterte an Gruppensieger Fulham, aber es zeigte sich klar, dass mehr dringelegen hätte. Der dritte Gegner, Rumäniens Cluj, ist eine der schwächsten Mannschaften in der Gruppenphase und sollte unbedingt zu schlagen sein, ansonsten kann man sich ein Weiterkommen abschminken. Für die 12 Punkte muss daher einiges her, aber machbar sollten sie doch sein. Ich drücke die Daumen!

Rotblau isch hüt d’Farb!

Ich bin echt stolz auf „meinen“ ÄFFZEEBEEH, der im Champions League-Quali-Spiel gegen Sheriff Tiraspol (Hinspiel 1:0 für Basel) einfach wieder mal geil wie Sau gespielt hat. Gut, am Anfang sah es nicht so gut aus, die ersten 15 Minuten jeder Halbzeit können wir ausblenden, aber dann, dann hat Basel das Zepter übernommen. Kurz vor der Pause gabs beinahe das 1:0, doch Marco Streller scheiterte an einem Rumänen Tschechen Ukrainer Wasauchimmer Moldawier, der denn Ball noch vor der Linie abwehren konnte. Nach 74 Minuten dann die Erlösung. Nach einem weiteren groben Foul der Moldawier (das nicht geahndet wurde – menno!) folgte ein Freistoss, den Alex Frei zu einer sauberen Flanke für Streller verwandelte, dieser nickte unhaltbar ein.

Um Weiterzukommen hätte Tiraspol 3 Tore gebraucht, angesichts der schlechten Angreifer und der miserablen Chancenverwertung ein Ding der Unmöglichkeit. Dann wiederholte sich die Szene aus der 74. Minute: Der bereits verwarnte Tee-Schwili legte Stocker und es gab Gelb-Rot und ne heisse Dusche. Nun legte Basel los – in der 80. Minute liess der Tiraspol-Keeper den Ball aus den Händen flutschen, Frei bedankte sich und tunnelte obendrauf noch die halbe Hintermannschaft. Nur sieben Minuten später nochmals Frei, der nach einem Zuckerpass von Shaqiri den Keeper lobte und Tiraspol klar zeigte, wer Boss ist. 3:0 der Endskore und nichts, gar nichts lässt mich Mitleid mit den unfairen und unsportlichen Moldawiern haben.

Ich freue mich vielmehr mit Basel, was will man mehr? Was jetzt kommt ist Zugabe, Basel kann untergehen, wayne, für mich war das das Hauptziel der Saison, nun folgen Meistertitel und Cup, und dann bin ich ein glücklicher Bebbi. Coach Thorsten Fink hat in zwei Saisons bereits mehr erreicht als manche Trainer in der ganzen Karriere: Saison, Cup, Europa League und Champions League. Hut ab!

Warum Basel Meister wurde und nicht YB

Diese Saison war eine der spannendsten seit etwa 2006, als Zürich Basel sprichwörtlich in der letzten Minute den Titel abluchste. YB lag in der Winterpause mit 7 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze, danach holte Basel bis auf zeitweise 0 Punkte auf, und lag, aufgrund des besseren Torverhältnisses oben. Diese Führung währte nur kurz, schon eine Runde danach schnappte sich YB dank einer Niederlage der Basler wieder die Leaderposition, die die Berner dann auch bis eine Runde vor Schluss innehatten. Am Mittwoch nämlcih ging man regelrecht unter mit 5:1, Basel gewann sein Spiel indes souverän 3:0. So hiess es eine Runde vor Schluss und vor der Finalissima: YB – 77 Punkte, Basel – 77 Punkte. Die Basler lagen erneut wegen des deutlich besseren Torverhältnisses vorn und konnten sich ein Remis zum Titelgewinn leisten. Dem Druck, siegen zu müssen, war YB offenbar nicht gewachsen, denn das wichtigste Spiel der Saison verlor man mit 2:0. Ironischerweise ist dies genau dasselbe Resultat wie vor zwei Jahren, als man ebenfalls gegen Basel die Saison noch zum Schluss aus der Hand gab. Warum hat es den Bernern nicht zum Titel gereicht?

Zum Einen ist ein wichtiger Faktor, dass Basel ein Team ist, YB nicht. Während Basel immer wieder durch gutes Aufbauspiel überzeugen konnte, richteten die Berner ihr Spiel an Saisongoalgetter Seydou Doumbia aus, der in diesem Spiel jedoch rasch von der rotblauen Abwehrmauer, allen voran der gnadenlose Xherdan Shaqiri, kaltgestellt wurde. Es überraschte dann auch nicht, dass die einzige richtige Berner Torchance von Doumbia ausging. Ich prophezeie düstere Zeiten für die Young Boys, wenn Doumbia und Spielmacher Yapi das Team auf die nächste Saison hin verlassen.

Was Basel auch hat, ist ein Trainer, der sagt, was Sache ist. Er stellt sich vor sein Team, wenn es nötig ist, gibt aber auch Fehler zu und zieht Konsequenzen. Das war bei YB nie der Fall. Vladimir Petkovic redete Niederlagen schön oder nahm die Schuld auf sich und die einzigen Konsequenzen, die er zog, war Gilles Yapi nach der Ankündigung, dass er auf die nächste Saison hin zu Basel wechseln würde, auf die Bank zu setzen. Heisse Luft. Dass Petkovic zu „lieb“ zu seinem Team war, zeigte sich auch auf dem Platz. Man streckte die Basler gnadenlos nieder, sprang mit dem Bein auf Kopfhöhe des Gegners in den Zweikampf, wohlwissend, dass Petkovic keine Konsequenzen ziehen würde. Stellenweise war es nicht mehr schön anzusehen, wenn beispielsweise Alberto Reggazoni in der Anfangshalbstunde einen fiesen Check landete, „nur“ Gelb kriegte, und dann dem gefoulten Spieler Zeitverzögerung vorwarf. „Einfach still sein“, schlug der Kommentator des SF vor und ich schliesse mich ihm an. Taten statt Worten.

Denn YB war nicht die bessere Mannschaft dieser Saison. Nein, das war Basel. Im Unterschied zu den Berner gewann Basel, wenn man gut spielte, und verlor nach schlechten Spielen. YB zeigte dagegen oft schlechte Partien und gewann durch ein Tor gegen Ende, in der Nachspielzeit. In der sogenannten „YB-Viertelstunde“. Wenn man 90 Minuten Mist baut, und dann am Ende doch gewinnt, dann ist das weder schön noch gut, sondern das ist einfach nur „Glück“. Eine solche Mannschaft, und ich bin hart, ich weiss, hat den Titel nicht verdient. Der Frust YB über den erneuten „Titelverlust“ entlud sich auf dem Platz in unschönen Fouls, was unter anderem die Verletzung von Valentin Stocker (wurde gefühlte 10x unfair gefoult) nach sich zog.

Dann ist das nicht Missgunst, wenn ich sage, dass YB den Titel nicht verdient hat. Sondern nüchterne Betrachtung.
Darum: Herzliche Gratulation ans Rheinknie zum 13. Titelgewinn!

Ebenfalls interessanter Artikel zu diesem Thema auf Sport.sf.tv
Bilderquelle: BazOnline.ch

Freitagsfüller IV

Heute hab ich mir nen City-Tag gemacht, mit Shoppen, Bummeln und dem krönenden Abschluss im Kino. 🙂

1. Wenn ich mir einen faulen Tag mache schlafe ich erstmals bis 12.

2. Momentan fühle ich mich sehr produktiv. Noooot!

3. Ich mag kleine Kinos und große Kinos.

4. In diesem Sommer möchte ich viel ins Kino und chillen.

5. Ich schreibe und denke viel, darum habe ich angefangen zu bloggen.

6. Rot sind meine Coladosen und orange meine Juno-CD.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend, morgen habe ich nix geplant und Sonntag möchte ich den FCB-Meistertitel bejubeln!

Status Quo

Ich freue mich über

– nette Worte einer lieben Person
– den 6:0-Cupfinalsieg des FC Basel

Ich freue mich auf

– Lost
– die Auffahrtsbrücke
– meinen Geburtstag

Ich lese gerade

– die alten Old School Star Wars Comics von Marvel
– Per Anhalter durch die Galaxis
– Der letzte Jedi 8, 9

Ich schaue

– Lost
– X-Men 2

Noch Fragen?

Penaltykiller

Auf der Suche nach einer Info, gegen wen der Schweizer Mladen Petric heute das Tor schoss, über das so eifrig getwittert wurde (Dortmund, die Flaschen :P), entdeckte ich ein Video von einem etwas älteren Match, FC Basel gegen Nantes, als der Eidgenosse Petric für Basel einen Penalty hielt. Ihr lest richtig, der helvetische Fussballer Mladen Petric, der im übrigen – ich möchte es nur nebenbei erwähnen – Schweizer ist, stand zwischen den Pfosten. Als Basel keine Wechsel mehr übrig hatte, musste Petric, der Spieler, der in der Schweiz gross wurde, gezwungenermassen ins Tor, nachdem der Goalie Franco Costanzo nach einer Notbremse Rot sah. Fazit: Wir Schweizer sind vielseitig einsetzbar wie Taschenmesser.

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Tormaschine

Zugegeben, einen Spieler wie Seydou Doumbia hätte jeder gern in seiner Mannschaft. Der Ivorer der Berner Young Boys schiesst Tor um Tor, führt die Goalgetter-Liste nach 27 Runden mit 26 Treffern an und ist für knapp die Hälfte der YB-Tore verantwortlich. 2009 wurde er in der Position des Jokers (!) Torschützenkönig der Liga, und hat insgesamt in 55 Spielen 44 mal getroffen.

Man könnte also durchaus sagen, dass die Berner ohne ihre Tormaschine quasi nirgends stehen würden, und es wird sicherlich spannend sein mitanzusehen, wie Bern die nächste Saison ohne Doumbia meistert, der dann für ZSKA Moskau startet. Ich hoffe, dass Doumbia künftig das Toreschiessen unterlässt, und Basel somit den Weg zum Titel ebnet 😉

Bilderquelle: Newsnetz-Blog.ch

Autogramm von…

Wir lieben sie doch achso sehr, die Stars und Sternchen, Leute, zu denen wir hochschauen können, und die das verkörpern was der o815-Mensch nie erreichen kann. Und kaum wer hat sich noch nie ein Autogramm geholt, sei es als Kind, als Erwachsener, von einem Star, einem Politiker, einem Helden. Darum nimmt es mich Wunder, von wem du dir ein Autogramm geholt hast. Ich habe, wie schon einige Male zuvor, ein Stöckchen gebastelt, das mit einigen Fragen gespickt ist. Ich bin so frei/frech und geb das Stöckchen an Tobi weiter 🙂

Nenne drei Autogramme, auf die du stolz bist, und beschreibe kurz, woher du sie hast:

  • Christian Gimenez, ex FC Basel-Goalgetter – 2005 im Trainingslager besucht
  • Franz Hohler, Schweizer Autor – ca. 2003 an einem Vortrag in der Schule 🙂
  • Wise Guys, A-Capella-Gruppe – 2009 am Konzert
  • Und vielleicht bald: Roman Polanski 😉 Jaja, I got connections 😛

Welches ist dein „wertvollstes“ Autogramm, und wieso?

Jenes von Christian Gimenez, weil er seinerzeit der Mann beim FC Basel war. Neben dem heutigen VfB-Coach Christian Gross, mit dem ich mich damals kurioserweise über seine Primarschulzeit unterhalten habe 😉 Obwohl, alle FCB-Autogramme auf meinem Shirt sind erinnerungswürdig 🙂 Gimenez hat auch auf meinem Schuh unterschrieben, was sogar ein FCB-Fotograf festgehalten hat. Den FC Basel-Präsident wollte ich auch noch auf meinem FCB-Poster haben, was jedoch dazu führte, dass der Silberstift, den ich mitgebracht hab auslief und das ganze Poster verschmierte. Das trug mir ein lebenslanges FCB-Magazin-Abo ein 😀 Auf dem unteren Bild bin ich als kleiner Knirps mit kurzen (noch blonden) Haaren zu sehen 🙂

Bilderquelle: FCBasel.ch

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