Ich habe gestern ein bitz Fussball geschaut
Und fand die Spanier allein deshalb titelwürdig.
(via)
Erstaunlich eigentlich. Dafür, dass ich vor vier Jahren noch 270 Stutz geblecht habe, um am Eröffnungsspiel dabeizusein. Und auch sonst immer und überhaupt der allergrösste Fussballfan bin.
Ich habe es angedroht, aber keiner wollte hören. Egal. Jetzt ist Basel also ein weiteres Mal Schweizer Meister, bereits das sechste Mal in den letzten 10 Jahren. Damit steigt das Titelskore auf 15, was auch das Meister-Shirt mit der Aufschrift “Me15ter” deutlich macht. Zudem ist das der erste Titelhattrick überhaupt. Das alles dürfte gut zeigen, wie deutlich Basel die Liga in den letzten Jahren dominiert. Diese Saison stand es eigentlich schon länger fest, zwar nicht offiziell oder so, aber dass der FC Basel seit 23 Spielen nicht mehr verloren hat, war Zeichen genug. Und letztlich dauerte es dann auch nur wegen rechtlichen Scherereien, die dem zweitplatzierten Luzern noch Punkte gegeben hätten, etwas länger, bis es so richtig offiziell feststand.
Herzliche Gratulation ans Rheinknie! Nächstes Ziel: Schweizer Cup, dann die Weltherrschaft.
Zum Glück haben wir dem Lordy sein doofes BVB nicht in der Champions League, die wollen wir gar nicht, wir wollen ja gute Gegner. Und die hat der FC Basel in Form von Manchester United und Benfica Lissabon zugelost bekommen. Dritter, bzw. vierter im Bunde ist Otelul Galati. In seiner nunmehr vierten Teilnahme in der europäischen Königsklasse trifft Basel zum ersten Mal auf einen Gegner, auf den man bisher schon einmal im Wettbewerb traf.
In der Saison 2002/2003 stand man in der Zwischenrunde der Champions League Manchester United gegenüber, Begegnungen, die im desaströsen 1:3-Ruud van Nistelrooy-Schaulaufen und einem ernüchternden 1:1 (Fussballnerd hat das alles im Kopf) und der Endstation des FCB in dieser Runde endeten. Dennoch sind die Erinnerungen an diese Begegnungen gut, Basel war ManU nie so unterlegen, wie man annehmen musste, und führte in beiden Matches lange. Dennoch ist man heuer nicht wirklich in Form, und mit einer Leistung von weniger als 100% liegt kein Punkt drin.
Neue Gesichter sind dagegen die Portugiesen von Benfica Lissabon und die rumänischen Neulinge von Otelul Galati. Beide sollten aber lösbare Aufgaben darstellen, die man mit der nötigen Konzentration knacken kann. Und dann können wir die Borussen ja in der K.O.-Phase runterputzen. Hast du gehört, Lordy, HAST DU GEHÖRT?!
Heute in aller (Schweizer) (fussballinteressierter) Munde – der Doppelrücktritt von Alex Frei und Marco Streller aus der Nationalequipe. Allein Frei weist mit 42 Toren in 84 Spielen eine Treffequote von 0,5 Toren pro Spiel auf, und auch sein Sturmpartner Streller, mit dem er beim FC Basel regelmässig aufblüht konnte immerhin in jedem dritten Spiel skoren. In letzter Zeit war jedoch in der Schweizer “Nati” der Wurm drin, in den vergangenen acht Partien seit der WM resultierten lediglich ebensoviele Tore, und nur zwei Siege, die restlichen Unentschieden und Niederlagen fuhr man unter anderem gegen unterklassige Gegner wie Bulgarien, Australien oder Montenegro ein.
Gestern Abend hat die Schweizer Fussballnati unter der Führung von Ottmar Hitzfeld gegen Wales gespielt. In der Gruppe G gilt man als Favorit für das EM-Ticket hinter England. Umso grösser war die Enttäuschung, dass man nach zwei Spielen, gegen England und der “Schande von Montenegro” noch mit null Punkten und einem Score von 1:4 dastand. Für weiteren Unmut sorgten Fakten, wie dass man seit dem Spiel gegen Spanien an der WM nicht mehr gewinnen konnte, und in den letzten 13 Spielen nur fünf Tore für die Schweizer fielen. Eine weitere Statistik, die gerne verwendet wurde, um aufzuzeigen, wie sehr die Schweiz am Arsch ist, war, dass das letzte Stürmertor aus dem September vergangenen Jahres stammt.
Daher war die Schweiz also unter Zugzwang. Um die WM-Qualifikation wieder auf die richtige Bahn zu bringen, und um die Fans zu beruhigen, mussten ein Sieg und Tore her, und nicht zuletzt, sollte man nun wieder gut spielen, und nicht rumharzen, wie man das seit geraumer Zeit zu tun pflegte. Die Schweiz erfüllte alle Wünsche mit dem 4:1-Sieg, es gab Tore, es wurde gut und fair gespielt und auch die Stürmer trafen endlich wieder, für Marco Streller ging sogar eine dreijährige Durststrecke zu Ende. Und obendrein gleichte man das Negativscore nun zu 5:5 aus. Soweit so gut, doch für die Misstöne sorgten diesmal die Fans selbst.
Dass Stürmerstar und Rekordtorjäger Alex Frei seit einer Weile eine gewisse Ladehemmung hat, das ist kein Geheimnis. Auch gestern gelang ihm wieder kein Treffer, was das Publikum, erneut, nach einem verschossenen Penalty gegen Australien, dazu veranlasste, ihn auszupfeifen. Dass Frei sich aber sonst für seine Teamkollegen abgerackert hat, zahlreiche Bälle wiedererobert hat und vielfach auch als Vorbereiter tätig war, vergass man in der Hektik um die Negativquote. Ich verstand noch, dass Frei unmittelbar nach dem verschossenen Penalty damals gegen Australien ausgepfiffen wurde, aber auch dort war es für mich unbegreiflich, dass er nachher das Spiel durch ausgebuht wurde.
Es ist also durchaus begreiflich, dass sich Frei nun einen Rücktritt überlegt, was seine Gesten unmittelbar nach dem Pfeifen deutlich machten. Aber ich hoffe trotzdem, dass es Hitzfeld gelingt, Frei umzustimmen, und dass Frei doch noch zurückkehrt, denn auch trotz seines Personenkults ist er ein wertvoller Spieler, was er gestern wieder bewiesen hat.
Bilderquelle: Wldcup.com
Eine langweilige und kinogeprägte Woche habe ich hinter mir
Und das Weekend fängt für einmal etwas früher an.
1. Zum Frühstück gabs wieder sonen Ernährungsgesundheitsdrink.
2. Ich habe keinen Stress und das ist auch gut so .
3. Der letzte Fehler für den ich mich entschuldigen musste war der Fussball, den ich dem Kollegen mit voller Wucht an den Hinterkopf geknallt habe. Muss halt nicht vor dem Lattenkreuz rumwatscheln
.
4. Erlaubt: Drinnenhocken bei diesem Wetter.
5. Ich habe mich sehr geärgert als Basel mit arrogantem Auftreten in Cluj unterging.
6. Ich behalte den Wunsch für mich, wenn ich jetzt spontan einen Wunsch bei der guten Fee äußern dürfte.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Sturmfrei 1, morgen habe ich TCW und vermutlich la Ville geplant und Sonntag möchte ich das Sozialpraktikum organisieren!
Nun wurde also ausgelost, und ich bin sehr zufrieden mit der Champions League-Gruppe, die Basel zu bewältigen hat. Ausserdem wurde ein Wunsch von mir berücksichtigt, nämlich die Bayern.
Die Bayern werden ein harter Brocken, jeder Punkt ist schon Gold wert, auch wortwörtlich. Verliert man also, heisst das, dass gegen die anderen Gegner umso mehr Punkte her müssen, bestenfalls das Maximum, 12. Das ist zwar hoch gesteckt, nicht aber unwahrscheinlich. AS Rom hatte man bereits letztes Jahr als Gegner in der Europa League, und wir erinnern uns an das grossartige 2:0 im St. Jakob Park. Trotz drei Siegen schied Basel dann aus und scheiterte an Gruppensieger Fulham, aber es zeigte sich klar, dass mehr dringelegen hätte. Der dritte Gegner, Rumäniens Cluj, ist eine der schwächsten Mannschaften in der Gruppenphase und sollte unbedingt zu schlagen sein, ansonsten kann man sich ein Weiterkommen abschminken. Für die 12 Punkte muss daher einiges her, aber machbar sollten sie doch sein. Ich drücke die Daumen!
Das Sequel zum Letzten Ferientag.
Lieber Vollmond,
Der du bist am Himmel,
Ich danke dir dafür,
Dass du mir schlaflose Nacht bescheret habest,
In aller Ewigkeit,
Was auch immer das heissen möge.
Fick dich.
Seriously. Muss ich nicht haben. Um zwei Uhr frühestens einzuschlafen, um dann lediglich vier, fünf Stunden später todmüde aufzustehen. Nun geht nicht anders, und zum Loslaufen Grossstadtflüster reingehaut. Ursprünglich hatte ich gedacht, jeweils mittwochs zwei Stunden später zur Schule zu dürfen. Doch man hat mir genau dort die Schlagzeugstunde reingepflanzt, ergo kann ich nur noch eine Stunde ausschlafen. Doch daraus wird auch heute nichts, denn es ist “Schuleröffnungsanlass”. Heisst, der Rektor hält eine Rede über das kommende Schuljahr, die keinen interessiert.
Nach der Schlagzeugstunde folgte eine Doppelstunde BG, also Bildnerisches Gestalten. Während alle meckern, wie scheisse das neue Thema “Raum & Mensch” ist, geniesse ich das Zeichnen, und nachdem ich tagelang Menschen gekritzelt habe, könnte es wohl keine bessere Aufgabe geben, als “einen Menschen abzuzeichnen”. Da der Mittwoch der chilligste Tag der Woche ist, war Mathe das einzige ernsthafte Fach, zumindest das einzige, auf das man sich vorbereiten musste. Ich wurde von den neuen Schülern als Mathegenie erkannt, was ich nicht bin, nur weil ich ne Aufgabe gecheckt habe. So fühlt es sich also auf der Sonnenseite an
Am Nachmittag hatten wir Sport in gemischten Klassen, also Jungs und Mädels zusammen und wir spielten Fussball. Gibt echt bessere Ideen, wenn man die Geschlechter mischt, als Fussball, aber ich mag ja Fussball und meckere nicht. Ist aber wirklich nicht so lustig, wenn man nicht Hundertprozent spielen darf, gegen Gegner, denen es eh egal ist. Und wenn ich dann noch alle zehn Minuten zusammenknicke, weil ich abwechslungsweise links und rechts nen Unterschenkelkrampf habe, weiss Gott warum, dann macht es noch weniger Spass. Irgendwie war das der unchilligste Teil am Tag
. Jep, Gl0rfindel, hier hast du deine Rache!
Ich bin echt stolz auf “meinen” ÄFFZEEBEEH, der im Champions League-Quali-Spiel gegen Sheriff Tiraspol (Hinspiel 1:0 für Basel) einfach wieder mal geil wie Sau gespielt hat. Gut, am Anfang sah es nicht so gut aus, die ersten 15 Minuten jeder Halbzeit können wir ausblenden, aber dann, dann hat Basel das Zepter übernommen. Kurz vor der Pause gabs beinahe das 1:0, doch Marco Streller scheiterte an einem Rumänen Tschechen Ukrainer Wasauchimmer Moldawier, der denn Ball noch vor der Linie abwehren konnte. Nach 74 Minuten dann die Erlösung. Nach einem weiteren groben Foul der Moldawier (das nicht geahndet wurde – menno!) folgte ein Freistoss, den Alex Frei zu einer sauberen Flanke für Streller verwandelte, dieser nickte unhaltbar ein.
Um Weiterzukommen hätte Tiraspol 3 Tore gebraucht, angesichts der schlechten Angreifer und der miserablen Chancenverwertung ein Ding der Unmöglichkeit. Dann wiederholte sich die Szene aus der 74. Minute: Der bereits verwarnte Tee-Schwili legte Stocker und es gab Gelb-Rot und ne heisse Dusche. Nun legte Basel los – in der 80. Minute liess der Tiraspol-Keeper den Ball aus den Händen flutschen, Frei bedankte sich und tunnelte obendrauf noch die halbe Hintermannschaft. Nur sieben Minuten später nochmals Frei, der nach einem Zuckerpass von Shaqiri den Keeper lobte und Tiraspol klar zeigte, wer Boss ist. 3:0 der Endskore und nichts, gar nichts lässt mich Mitleid mit den unfairen und unsportlichen Moldawiern haben.
Ich freue mich vielmehr mit Basel, was will man mehr? Was jetzt kommt ist Zugabe, Basel kann untergehen, wayne, für mich war das das Hauptziel der Saison, nun folgen Meistertitel und Cup, und dann bin ich ein glücklicher Bebbi. Coach Thorsten Fink hat in zwei Saisons bereits mehr erreicht als manche Trainer in der ganzen Karriere: Saison, Cup, Europa League und Champions League. Hut ab!