Rotblau isch hüt d’Farb!

Ich bin echt stolz auf „meinen“ ÄFFZEEBEEH, der im Champions League-Quali-Spiel gegen Sheriff Tiraspol (Hinspiel 1:0 für Basel) einfach wieder mal geil wie Sau gespielt hat. Gut, am Anfang sah es nicht so gut aus, die ersten 15 Minuten jeder Halbzeit können wir ausblenden, aber dann, dann hat Basel das Zepter übernommen. Kurz vor der Pause gabs beinahe das 1:0, doch Marco Streller scheiterte an einem Rumänen Tschechen Ukrainer Wasauchimmer Moldawier, der denn Ball noch vor der Linie abwehren konnte. Nach 74 Minuten dann die Erlösung. Nach einem weiteren groben Foul der Moldawier (das nicht geahndet wurde – menno!) folgte ein Freistoss, den Alex Frei zu einer sauberen Flanke für Streller verwandelte, dieser nickte unhaltbar ein.

Um Weiterzukommen hätte Tiraspol 3 Tore gebraucht, angesichts der schlechten Angreifer und der miserablen Chancenverwertung ein Ding der Unmöglichkeit. Dann wiederholte sich die Szene aus der 74. Minute: Der bereits verwarnte Tee-Schwili legte Stocker und es gab Gelb-Rot und ne heisse Dusche. Nun legte Basel los – in der 80. Minute liess der Tiraspol-Keeper den Ball aus den Händen flutschen, Frei bedankte sich und tunnelte obendrauf noch die halbe Hintermannschaft. Nur sieben Minuten später nochmals Frei, der nach einem Zuckerpass von Shaqiri den Keeper lobte und Tiraspol klar zeigte, wer Boss ist. 3:0 der Endskore und nichts, gar nichts lässt mich Mitleid mit den unfairen und unsportlichen Moldawiern haben.

Ich freue mich vielmehr mit Basel, was will man mehr? Was jetzt kommt ist Zugabe, Basel kann untergehen, wayne, für mich war das das Hauptziel der Saison, nun folgen Meistertitel und Cup, und dann bin ich ein glücklicher Bebbi. Coach Thorsten Fink hat in zwei Saisons bereits mehr erreicht als manche Trainer in der ganzen Karriere: Saison, Cup, Europa League und Champions League. Hut ab!

Freitagsfüller XV

Eine wechselhafte Woche war es. Lugano, Pedalofahren, Eisessen, Inception, Schlafen, Babysitten, 4 Stunden Fussball am Stück, Plaudern.

1. Meine letzte SMS endete mit den Worten „chani zruglüte?“.

2. Das Leben ist schön, auch wenn es manchmal anders aussieht .

3. Zum Abendessen gabs Pasta mit Bolognese, die keine war.

4. Den 29. September, darüber denke ich in der letzten Zeit öfter nach.

5.  Am 31. August habe ich wieder Sch-eiss-ule.

6. Binnich lebendig und energiegeladen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf schlafen, morgen habe ich noch nix, vielleicht City, vielleicht aber auch noch mal Kino geplant und Sonntag möchte ich rhabarbarabablllllllgrbl!

Best of WM – Teil 3

Nun sind die Achtel- und Viertelfinals vorüber, mit Spanien, Uruguay, Holland und Deutschland (*grummel*) sind nun noch vier Teams im Rennen, und wiedereinmal dominiert Europa. Vor vier Jahren waren gleich vier europäische Teams unter den letzten vier, und auch diesmal sind es noch deren drei. Dabei waren alle fünf südamerikanischen Teilnehmer in den Achtelfinals und davon gleich vier als Gruppensieger. Diese vier kamen dann auch in die Viertelfinals, Chile musste nach dem Duell gegen Brasilien die Heimreise antreten. Danach war aber Schluss – Brasilien ging gegen Holland unter, Paraguay verlor gegen Spanien in letzter Minute und auch Argentinien verlor, wenn auch ganz knapp (jaaaaah, das war gaanz knapp!). Mit Uruguay ist nun noch ein Südamerikaner im Rennen. Asien musste bereits in den Achtelfinals heimreisen, Ghana hielt die Flagge bis im Viertelfinale hoch, Ozeanien blieb in der Vorrunde hängen.

Die Achtelfinals zeigten bereits sehr schön (?), woran man sich in einer Weile noch erinnern wird, wenn jemand von dieser WM spricht. Das Bloemfontein-Tor und Tevez‘ Abseits-Tor waren noch die ärgsten Fehlentscheide, welche die unzähligen ungerechtfertigten roten Karten der Vorrunde zu toppen vermochten. Das ist sehr schade, aber wenn die FIFA sich für Schiedsrichter, wie Al Ghamdi, der klar fehlgepfiffen hat entscheidet, und Schiedsrichter wie Busacca, die ein Spiel völlig gut gepfiffen haben, heimschickt, ist eigentlich klar, was dann passiert.

Mit Portugal und England traten nach Italien, Frankreich und der Schweiz zwei weitere (selbsternannte) Favoriten bereits früh die Heimreise an. Obwohl sie im Direktduell gegen andere Favoriten den Kürzeren zogen, ist dieses Aus keinesfall ungerechtfertigt. Ideenlos und ohne jegliche Begeisterung traten die Teams an, das 7:0 gegen Nordkorea vermag das nicht zu übertuschen, die Favoriten dieser WM waren schlecht. Auch Argentinien und Brasilien. Beide wurden über ihrem Wert verkauft. Argentinien spielte kaum gegen ernstzunehmende Gegner, die ihnen nie wirklich gefährlich wurden. Dass daraus nur ein 1:0 oder 2:0 reüssiert, wenn man doch so einen tollen Sturm hat, ist einfach schlecht. Gegen Mexiko geriet man ein erstes Mal ins Stolpern, konnte sich aber noch glücklich auffangen. Das gelang nun gegen Deutschland leider nicht mehr.

Auch Brasilien zeigte Schwächen. Aber nicht etwa der vielkritisierte Mangel an schönem Fussball an sich, sondern, dass Dungas taktisches System in der Idee gut war, in der Ausführung Mängel zeigte. Nur ab und an gab es gute Pässe, schöne Flanken, gelungene Tore, ansonsten blieb die Seleçao ziemlich blass. Wer jetzt aber der Meinung ist, dass die Niederlande und Spanien verdient so weit vorne mitmischten, täuscht sich. Die Niederlande liess ihren schönen Fussball vermissen, die Tore zeigten, wie schwer sich der Sturm tatsächlich tat. Erstmals gefallen hat mir das Team nur gegen Brasilien, ansonsten waren sie eher Mittelmass. Und Spanien würgte sich jeweils mit 1:0 in die nächste Runde, „gut“ ist anders. Dem Sturm fehlt der Biss, die Verteidigung liess oftmals einige Löcher offen.

Lediglich Deutschland, das ironischerweise ohne weisse Weste anreist, vermag in letzter Zeit zu überzeugen. Wurde das Team doch auch von Beginn an echt gefordert und warf der Reihe nach England, Argentinien und jetzt vielleicht sogar auch Spanien aus dem Rennen. Alles andere als eine Routineübung. So tippe ich auf einen Final der Extraklasse: Niederlande – Deutschland.

Überraschung der Woche: Das war wohl Ghanas Sieg über die USA, mit dem man einen letzten Hoffnungsschimmer für Afrika behielt. Ghana war dann auch das neue Holland, jeder Einzelne fante für Ghana, egal, ob er eine Beziehung dazu hatte, oder nicht. 🙂

Spiele: 60 (von 64)

Tore: 133 (2,22 pro Partie)
Torschützenkönig: David Villa – 5 Tore

Gelbe Karten: 224 (3,73 pro Partie)
Rote Karten: 7 (0,12 pro Partie)
Gelb-Rote Karten: 9 (0,15 pro Partie)

Schönstes Tor der Woche: Vielleicht das 2:2 von Lampard gegen Deutschland? Oder doch das 3:0 von Tevez gegen Mexiko?

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Gravals Steilpass

  • Warum Dunga Felipe Melo mitgenommen hat, weiss keiner. Ausser Eigentoren schiessen und Foulen hat der nicht viel gemacht. Vielleicht ein Tor vorbereitet, gut. 😉
  • Das Bloemfontein-Tor war schön. Ach was, das zählte nicht?
  • Ich habe mit Japan mitgefiebert, aber die sind ja selbst schuld, wenn die das Tor nicht treffen tun. 😛
  • Genialste Schwalbe mit Roter-Karte-Folge von Capdevila: Theatralisch umfallen, hochblicken und schauen, was der Schiri macht, wenn er kommt, gleich wieder schreiend am Boden liegen.
  • Der japanische Schiedsrichter, der sich Respekt mit Karten verschaffen muss, weil Brasilien und Holland ihn nicht ernstnehmen. 😀
  • Ghana kann fussballspielen, aber weiss nicht, wie seine Spieler heissen. Richard Kingson hiess mal „Kingston“, und John Pantsil wurde als „Paintsil“ geboren. Aber ist ja egal, hauptsache, sie spielen Fussball 😉
  • Péle soll ins Museum. Ach was? Der kriegt sein eigenes Museum? Schön.
  • Russland hofft. 8 Prozent der Bevölkerung gaben im Vorfeld der WM in einer Umfrage an, für Russland die Daumen zu drücken. 2 Prozent waren noch für die Türken. Schade nur, dass die nicht dabei sind ^^
  • Luis Suarez fehlt wegen der roten Karte im Halbfinale und ist wohl der glücklichste und beliebteste Uruguayaner dieser Tage.
  • Asamoah Gyan hätte wohl einen neuen Rekord setzen können. Drei Penaltytore an einer WM (ohne Elfmeterschiessen). Man muss nur treffen, weisste.

Ich verkriech mich dann mal

Was war denn das? Mein blau-weisses Fussballherz blutet. Das war kein Fussball. Das war… irgendwas anderes. Da ist man rund 50 Minuten vorwiegend im Ballbesitz und kriegt kein Tor hin? Ja sorry, dann kann es ja nicht gut gehen. Die Deutschen haben genau die argentinischen Schwächen erkannt, und sie gnadenlos ausgenutzt. Keine Frage. Maradona muss im defensiven Bereich über die Bücher. Und Otamendi drei Ohrfeigen geben.

Meine Gratulation, auch wenn ich mich ein bisschen freue, dass der Gerd Thomas am Mittwoch nicht mittun darf, soviel Schadenfreude sei mir gegönnt 😛

Und übrigens seid ihr „offiziell“ rausgeflogen, und Argentinien ist „offiziell“ im Halbfinale. Sagt die FIFA-Website. (Nein kein Photoshop – das ist ja das Lustige an der Sache)

Projekt 52/25 – Sportlich, Sportlich

Ich bin ein ziemlicher Fussballfreak und spiele auch selbst oft, meist mit Herrn Meinkleinerneffe, dem ich die coolen Tricks beibringen darf. Da ich jedoch nie (bzw. nur gaaaaaaaaaaanz kurz) im Klub war, musste ich mir das Fussballspielen selbst beibringen, und das tat ich jeweils auf unserem Parkplatz, der sich über eine grosse Fläche erstreckt. Doch rasch lernte ich die Siedlung als kinderfeindliches Altersheim kennen. Die Nachbarin fauchte uns erst gerade kürzlich ultrafies an, als wir den Ball auf ihren Balkon kickten und ihn dann anschliessend holen wollten. Von Verständnis für einen achtjährigen Jungen (ich stand ja nur daneben, der Kleine sollte den Ball holen, weil auch er ihn gekickt hatte) keine Spur.

Und erst vor einem halben Jahr wurde der Platz renoviert und anstelle eines normalen Teerparkplatzes kam nun ein Teerplatz mit Kiesspikes hin. Heisst, dass bei jedem Fussballspiel die Oberfläche des Fussballs schrecklich aufgeschlitzt wird. Ultrafies. Ein weiterer Grund, dass ich mir gesagt habe, dass ich mit 18 das Scheisskaff verlassen will. Jedenfalls schaut unser Fussball nach nur einem Monat Fussballspielen auf dem neuen Platz aus, als hätten wir schon Jahre damit gespielt. Bedauerlich, irgendwie, auch wenn ein Fussball natürlich Gebrauchsgegenstand ist, ist es trotzdem ein Armutszeugnis für die senile Überbauung.

Wie auch immer, Farin und ich kickten bei dem schönen Wetter heute ein bisschen mit dem Fussball, weil Farin ja für das Freundschaftsspiel gegen Wieselland fit sein muss. Und dabei zeigte er seine tollen Tricks, mit denen er jedem Gegner um die Ohren tanzt. Da hat kein Wiesel eine Chance.

WM II

Frankreich und Italien haben bereits kapituliert. England und Deutschland machen es unter sich aus. Und die USA griffen auch erst im letzten Moment ein. Und wie geht es mit Japan weiter?

Best of WM – Teil 2

Nun sind 2 Wochen WM vorbei, viele freuen sich – entweder, dass nur noch 2 Wochen Leiden vor ihnen liegen, oder, dass jetzt die spannende Phase losgeht. Die Gruppenphase ist nun nämlich offiziell zu Ende und bereits sind zwei Anwärter auf den Titel ausgeschieden. Die desaströs aufspielenden Frankreich und Italien, Finalisten 2006, wurden Gruppenletzte hinter Mannschaften wie Neuseeland, Südafrika, Paraguay und Co. Man fragt sich. Die einzigen beiden Teams, die fehlerlos in die Achtelfinals kamen waren Argentinien und die Niederlande mit 3 Siegen und einem Torverhältnis von 7:1, bzw. 5:1. Alle anderen Favoriten leisteten sich entweder kleinere oder grössere Stolperer, die meisten konnten sich aber dennoch erholen und stehen nun in der Runde der letzten 16. Und auch da ist Spannung angesagt. Denn bereits in dieser Runde kommt es zum Knüller Deutschland-England, und der Sieger trifft höchstwahrscheinlich noch auf Argentinien. Auch in den Spielen der hinteren Gruppen bleibt es spannend. Spanien trifft auf Nachbar Portugal, Chile spielt gegen Brasilien. Interkontinentale und -regionale Spiele also. Der Sieger des Brasilien-Spiels trifft mit grosser Wahrscheinlichkeit auf die Niederlande.

Doch erstmal muss gespielt werden an dieser WM. Und wie wir ja wissen, gab es schon genügend Überraschungen. Restlos überzeugt hat noch kein Team, und so oft war die Verteidigung der Schwachpunkt. Argentinien und die Niederlande waren vorne gut, liessen aber hinten Löcher auf. Brasilien dagegen war irgendwie überall (noch) nicht so schön, erstmal zeigten die Stars aus Südamerika gegen die Elfenbeinküste schönen Fussball. Spanien und Deutschland haben einen Kleckser im Reinheft, egal was passiert, diese 1:0-Niederlagen schmerzen doch. Auch Portugal hat trotz des Kantersiegs noch nicht wirklich für Spektakel gesorgt, will man weiter dabei bleiben, muss man sich mehr anstrengen, als bisher.

Für die Schweizer ist die WM leider fertig. Alles hat super begonnen, dann konnte man noch alles auf den Schiri schieben, aber jetzt, jetzt muss man gestehen, dass der Fehler einzig und allein in der Chancenauswertung lag. Vielen Mannschaften wurde dies (beinahe) zum Verhängnis, Deutschland und Italien können ein Lied davon singen. Doch statt nur die Guten zu kritisieren, sollte man auch die Underdogs loben, die immer wieder für spannende Matches gesorgt haben und sich bis zum Schluss im Turnier gehalten haben. Einige von ihnen stehen nun auch im Achtelfinale, und das sorgt doch für Spannung bis zum Schluss!

Überraschung der Woche: Abgesehen von den negativen Überraschungen mit Frankreich und Italien gab es nicht viele positive Überraschungen diese Woche. Am meisten erstaunt war ich über die Ausdauer Australiens und Neuseelands, die immerhin mit 4 respektive 3 Punkten jeweils Gruppendritte wurden.

Spiele: 48 (von 64)

Tore: 101 (2,1 pro Partie)
Torschützenkönig: Gonzalo Higuain, David Villa & Robert Vittek – 3 Tore

Gelbe Karten: 176 (3,67 pro Partie)
Rote Karten: 6 (0,13 pro Partie)
Gelb-Rote Karten: 7 (0,15 pro Partie)

Schönstes Tor der Woche: Sehr gut gefiel mir das 3:2 von Quagliarella in der 92. Minute gegen die Slowakei. Ein schöner Lob über Torwart und Verteidigung. Auch sehr schön: Das 2:1 von Klaas-Jan Huntelaar für die Niederlande gegen Kamerun.

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Gravals Steilpass

  • Spaniens Gerard Piqué ist wohl der Spieler, der diese WM am meisten hat leiden müssen. Gegen die Schweiz traf ihn beim Tor ein Stollenschuh im Gesicht, im Folgespiel gegen Honduras kriegte er eine Hand ins Gesicht und lief blutend vom Feld.
  • Piqué setzte darauf einen neuen Trend diese WM: Wattebäusche im Mund sehen super sexy aus.
  • Ebenfalls zu leiden hatte die australische Nationalmannschaft. Sie erhielt in zwei Spielen zwei rote Karten. Und so gerechtfertigt waren sie nicht…
  • Das inoffizielle Motto der WM 2010: „Va te faire enculer, sale fils de pute!“. Heisst übersetzt etwa: „Wir werden Weltmeister!“
  • Nur zwei Team hielten bisher den Kasten rein. Uruguay und Portugal gelang das Kuststück, alle Spiele zu 0 zu spielen.
  • Portugal ist punkto Torverhältnis ausserdem auch das beste Team. 7:0 steht es nach drei Spielen. Knapp dahinter ist Argentinien mit einem Verhältnis von 7:1. Deutschland und die Niederlande trafen je 5 mal ins Tor und griffen nur einmal ins Netz.
  • Was wohl mit den nordkoreanischen Spielern nach der Heimreise geschieht?
  • Preis für den lustigsten Trainer. Kandidaten: Diego Armanda Maradona und Dunga.

Weltbrüderschaft

Wisst ihr, ihr Deutschen, so verschieden sind wir ja auch nicht. Gut, ihr habt ein paar Arschlöcher mehr hervorgebracht als wir, aber ihr habt ja auch die entsprechende Fläche, um die zu züchten, das ist nicht schlimm. Aber wir sind uns doch ähnlicher, als man meint. Ich weiss, einige Schweizer wie Gl0rfindel werden das gar nicht gerne hören, einige Deutsche fühlen sich wahrscheinlich auch beleidigt und wieder andere wie Borstel finden prinzipiell alles scheisse 😉

Aber bevor ihr mich jetzt mit Molotow-Cocktails und Steinen bewerft, wartet doch ab, was ich euch Schlaues zu sagen habe. Schaut mal die WM an. Erster Spieltag. Deutschland flippt aus, die Schweiz steht kopf. Bei euch lag es an den vielen Toren, die eure Bundeself erzielt hat, bei uns lags an der Sensation des Siegs über Spanien. Das Wort „Weltmeistertitel“ macht in beiden Ländern die Runde. Den nächsten Gegner schlägt man locker, ist doch klar. Man spricht es nicht aus, aber allgemein ist klar: Diese Gruppe wirft 9 Punkte ab.

Dann die Ernüchterung. 1:0 verloren? Hallo? Was ist denn los. Lange Gesichter von Kiel bis ins Tessin. Kaum zu fassen. Und der Schuldige steht fest. Fast entschuldigend verweisen die Fans auf die Leistung des Manns in Gelb. „Diesmal wars wirklich der Schiri!“ Ungerechtfertigte Karten. Der Platzverweis ist völlig nicht OK. Und auch sonst hatte er das Spiel nicht im Griff. Aber den Schiri für die Niederlage verantwortlich zu machen, ist zu viel des Guten. Man muss die Chancen nutzen, die man hat. Wenn man vom Elfmeterpunkt abziehen kann, muss das Leder rein. Seis Penalty oder aus dem Spiel.

Dennoch, den Niederlagen haftet ein bitterer Geschmack nach. Und so reichen wir uns beide, die Schweiz und Deutschland, in dieser schweren Zeit die Hände und ziehen uns gegenseitig aus der Scheisse. 🙂

Best of WM – Teil 1

Eine Woche WM haben wir hinter uns, und zugegeben, anfangs war es noch ziemlich spärliche Kost, die uns da vorgeführt wurde. Zwei Unentschieden am ersten Spieltag, und auch am zweiten Spieltag keine grossen Galas. Unterhaltung kam nur bei Torwartpatzern auf, die es zuhauf gab. Denn erste richtige Monstersieg fuhr dann Deutschland mit einem 4:0 gegen Australien ein und die Welt stöhnte auf. Sah man da den neuen Weltmeister? Diese Frage beantwortete Jogi Löws Elf knapp eine Woche später schon selbst mit dem eher peinlichen 0:1 gegen Serbien. Die Favoriten gerieten überhaupt alle ziemlich ins Straucheln, anfangs vermochten nur Deutschland, Argentinien, Niederlande und Brasilien zu überzeugen, obwohl, letztere drei schwächelten dann doch auch ein bisschen. Während Deutschland dann wie Frankreich (1 Punkt aus 2 Spielen), Italien (1:1 gegen Paraguay), England (2 Punkte aus 2 Spielen), Portugal (0:0 gegen die Elfenbeinküste) und Spanien (0:1 gegen die SCHWEIZ!) stolperte, blieb es bei Argentinien, die Ehre der Favoriten zu retten. 4:1 putzte man ideenlose Südkoreaner weg, doch die Verteidigung schwächelt immer noch stark. Die interessanteste Gruppe ist sicherlich die England-Gruppe, bei der alle Teams noch voll im Rennen sind und im Moment überraschenderweise Slowenien den Gruppenersten macht.

Überraschung der Woche: Nordkorea spielte eine solide Partie gegen Brasilien und war nahe an einer Sensation dran

Spiele: 23 (von 64)

Tore: 43 (1,86 pro Partie)
Torschützenkönig: Gonzalo Higuain – 3 Tore

Gelbe Karten: 83 (3,60 pro Partie)
Rote Karten: 3 (0,13 pro Partie)
Gelb-Rote Karten: 4 (0,17 pro Partie)

Schönstes Tor der WM: Es gäbe einige, aber gut gefallen hat mir das erste WM-Tor von Tshabalala zum 1:0 gegen Mexiko in der 55. Minute (Endstand 1:1). Inklusive dem Torjubel. :mrgreen:

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