Auslosung der WM-Gruppen

Morgen werden ja die Gruppen der WM 2010 in Südafrika ausgelost. Charlize Theron, die ja selbst südafrikanischer Herkunft ist, spielt die Glücksfee. Bei der Hauptprobe brachte sie so manchen FIFA-Kopf zu qualmen, als sie statt des gezogenen Frankreichs Irland nannte. Wir erinnern uns an das unfaire Ausscheiden der Iren durch Thierry Henrys Handspiel.

Die Töpfe sind mittlerweile bekannt. In Topf 1 befinden sich die sieben besten Teams und Südafrika, in Topf 2 die asiatischen, pazifischen und nord-/mittelamerikanischen Teams , in Topf 3 die restlichen afrikanischen und südamerikanischen Teams, und in Topf 4 schliesslich das restliche Europa. Das Ganze sieht folgendermassen aus:

Topf 1: Südafrika (gesetzt in Gruppe A), Argentinien, Brasilien, Deutschland, England, Niederlande, Italien, Spanien
Topf 2: Australien, Japan, Nordkorea, Südkorea, Neuseeland, Honduras, Mexiko, USA
Topf 3: Algerien, Elfenbeinküste, Kamerun, Ghana, Nigeria, Chile, Paraguay, Uruguay
Topf 4: Dänemark, Frankreich, Griechenland, Portugal, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien

Welches wäre nun wohl die attraktivste Gruppe für die Schweiz? Fussballerisch? Erfolgsbedingt?

Ich sähe die Schweiz gerne in einer Gruppe aus Argentinien/Niederlande, Australien/Neuseeland und der Elfenbeinküste/Ghana. Sowas in der Art wäre zwar schwierig, jedoch immer noch machbar. Solange die Schweiz gut aufspielt würde alles klappen. Eine eher einfache Gruppe wäre hingegen Südafrika, die ja kaum Spielpraxis mehr haben, Honduras/Neuseeland und Algerien/Chile. Aber man darf die Teams auf keinen Fall unterschätzen, denn immerhin haben es alle an die WM geschafft und sich gegen rund 150 Teams weltweit durchgesetzt (gut, nicht alle hatten die 150 als Gegner, aber ihr versteht mich schon). Gute Teams wie Schweden, Tschechien, Tunesien oder auch Ecuador blieben auf der Strecke, und müssen von zu Hause aus zuschauen. Daher gibt es keine schlechten Mannschaften mehr. Nur noch bessere. Und weniger gute.

Wie sähe eure (deutsche/schweizer) WM-Gruppe aus? Wen hättet ihr gerne in der Gruppe? Wen nicht? Warum?
Stimmen wir uns doch schonmal auf Südafrika ein.

Hand Gottes

"Die Hand im Fussball" von Jan Zablonier

Nein, es war sie nicht. Aber an wem sich Thierry Henry gestern Abend bei seiner Handspiel-Vorlage orientiert hat ist klar. Ich habe mich auch göttlich darüber aufgeregt. Warum weiss ich nicht. Lag wohl daran, dass ich Irland den Coup gegönnt hätte. Ahja, a propos „Coup“ – dass Coupet nicht im Franzosentor stand missfiel mir zusätzlich, wie die Tatsache, dass Frankreich sich mit einer miesen Leistung an die WM murkst. Und dann erst noch durch ein Abseits- & Handspielvorlagentor. Geht gar nicht. Erstmals haben mir die Iren um Urgestein Shay Given richtig Leid getan.

„Fairness“ bewies Thierry Henry nachträglich, indem er zugab, dass die Hand im Spiel war. Na danke, so ein Geständnis ist ja echt ne schwere Sache angesichts der Tatsache dass die ganze Welt im Replay seine Pfoten am Ball gesehen hat. Ein echter Held. Die Iren vermuten indes Verschwörung von Seiten der FIFA, die sie „partout nicht an der WM wolle“, so Robbie Keane.

Finale!

Spricht man momentan von Fussball, dann fällt den meisten wohl der tragische Suizid von Robert Enke ein. Es gibt jedoch auch erfreuliche Meldungen. Zumindest für die Einen. Zum ersten Mal bei einer U17-Weltmeisterschaft dabei, steht die Schweizer Nationalequipe bereits im Finalspiel vom Sonntag. Und das auf überragende Weise. Vor einigen Stunden hatte man – im Halbfinal, wohlgemerkt, das Kanonenfutter sollte in diesem Stadium bereits verschossen sein – Kolumbien mit 4:0 abgefertigt. Zuvor wurden wohlklingende Teams wie Italien oder – sorry – Deutschland eliminiert. Auch gegen die Gruppengegner Mexiko, Brasilien und Japan behielt man mit drei Siegen eine weisse Weste. Hallo?! Brasilien! Nicht irgendwer.

Am Sonntag trifft die mittlerweile bereits achtzehnjährige Truppe auf Nigeria oder Spanien, je nachdem wer den Match heute gewinnt. Was auch immer geschieht, die Jungs haben bereits einiges erreicht, der Finalplatz ist für ein schweizer Team bereits erstklassig. Wer der Meinung ist, dass dieses Turnier nicht mit einer richtigen WM zu vergleichen ist, der übersieht, dass das Turnier bereits Leute wie Cesc Fabregas hervorgebracht hat. Und: Die Kicker von heute werden in ein paar Jahren in der A-Mannschaft auf ähnliche Teams wie heute treffen. Schliesslich werden auch die Brasilianer älter.

Die Mannschaft ist kompakt und solid. Klar spielen sie noch nicht wie Topstars, aber woher sollten sie Technik lernen? Das kommt schon noch. Und im Vergleich zu den ideenlosen Italienern oder Kolumbianern zeigen die Eidgenossen doch ein tolles Sturmfeuerwerk. Auch im Team ist die Stimmung gut, so der einstimmige Chor aus den Betreuer-, Trainer- und Spielerkehlen. Die Stürmer sind der Motor der Mannschaft, die ganze Geschichte läuft vorne ab, wo die Jungs ständig ihr Können unter Beweis stellen. Lattenknaller aus dem Stand von 20 Metern sind für Junioren nicht an der Tagesordnung. Oder schon?

Die weisse Weste (5 Spiele, 5 Siege) ist bereits grossartig. Und weitaus rühmlicher, als die der A-Nationalmannschaft an der WM 2006, als man mit null Gegentoren aus dem Turnier schied. Und das nicht etwa bereits nach der Gruppenphase. Weiter hat eine Schweizerische U17-Truppe bereits einmal Fussballgeschichte geschrieben. 2002 gewann man um Philppe Senderos und Tranquillo Barnetta die Europameisterschaft. Da passt ein WM-Titel perfekt obendrauf 😉

Tag 3: 4. 7. 2009 – Spaziergang und Tipp-Kick

Nachdem sich das Wiesel gestern ausgiebig mit der Galaxie, weit, weit entfernt befasst hat (hier), liess es mich heute morgen auf Wunsch ausschlafen. Heisst bis kurz vor zwölf konnte es sich durchringen, bevor es dann auf meiner Bettdecke rumzuhüpfen begann. Und mich so weckte. Nach einem ausgiebigen Frühstück spielten wir gemeinsam Tipp-Kick. Ich schlug zwar vor, dass wir Deutschland gegen die Schweiz spielen würden, doch es lautete dann Schweiz : Wieselland. Wieselland gewann 3:1.

Darauf zeichnete mir das Wiesel das Wappen von Wieselland, welches ein Wiesel zeigt, das sich ab einer Blume erfreute, wie ich zu interpretieren versuchte. Es gab sich sehr viel Mühe und zur Belohnung zeigte ich ihm den Wald in der Umgebung. Das Wiesel begab sich auf die Suche nach einem Artgenossen, wurde jedoch enttäuscht. Ich sagte ihm, die Wiesel hielten momentan Winterschlaf und zeigte ihm die schöne Seesicht, die man von hier oben betrachten konnte. Am frühen Abend spielten wir wieder Tipp-Kick und diesmal unterlag Wieselland der Schweiz.

Für den Abend habe ich dem Wiesel eine Überraschung versprochen, über die ich morgen dann berichte. Nur ein kleiner Tipp vorneweg: Einäugiges Wiesel. Und nein, es ist nicht so schlimm wie es klingt.

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