Bild der Woche #78

Mit einer Kollegin habe ich gestern eine Schweizerreise unternommen. Das klingt so globihaft, aber es ist eben schon so. In Zürich trafen wir uns, würfelten, welches Gleis wir nehmen sollten und landeten via Lötschbergtunnel in Brig. Da gabs kurz Kaffee und dann gings mit dem überteuerten Glacier Express über den Furka ins Bündnerland, nach Chur. Dort nervten wir den Damian ein bisschen, erkundeten die Altstadt und machten uns schliesslich auf den Weg zurück nach Zürich. Das klingt nach wenig, aber alleine von Brig nach Chur warens etwa vier Stunden Zugfahrt, bei der wir vielen Touristen begegneten und einer ahnungslosen Verkäuferin beim Zwischenstopp erklären mussten, was Butterbrezel sind. „Butter-was? Haben wir nicht. Aber wir haben Butter-Fly-Güatzi.“ Und schönen Tag.

GA, ich hasse dich

Ich bin einer dieser privilegierten GA-Besitzer, der ganz sorglos quer durchs Land pendeln kann, wann und wie und wohin er will. Das ist zwar unheimlich cool, wird aber, sobald man kein GA (Generalabonnement, freie Fahrt auf allen ÖV-Netzen) bei sich hat, oder für jemand anderen sorgen muss, zum Verhängnis. Seit Jahren habe ich nun nämlich dieses GA, und muss mir keine Gedanken mehr machen, dass ich noch ein Billett zu lösen habe, weil ich ja immer eins auf mir trage. Nun ging ich aber heute mit meinem Neffen aus dem Haus, ins Nachbarkaff, zu meiner Schwester (nicht seiner Mutter) in die Schule. So stiegen wir in den Bus und fuhren damit eine Station weit, und natürlich hatte ich kein Ticket für meinen Neffen gelöst und natürlich kam die Billetkontrolle. Immerhin wurden wir von einer Busse verschont, und mussten lediglich das Fahrgeld zahlen, aber es war schon schockierend, wie einen das Privileg des GAs dermassen gleichgültig macht. Denn für den Zug vergass ich gleich nochmal um ein Haar, ein Billet zu lösen, dort kam dann aber auch keine Kontrolle. Darum sind GAs das Werk des Teufels. Jaja.