Godzilla (2014)

Godzilla

„The arrogance of men is thinking nature is in their control and not the other way around.“

Kurz nach einem Grubenunfall auf den Philippinen zerstört 1999 ein Erdbeben ein japanisches Kernkraftwerk. Zwei Unfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch der Fabrikaufseher Joe Brody glaubt nicht an einen Zufall – er sucht Beweise für seine Theorie: Dass ein riesiges Wesen diese Katastrophen verursacht hat. Mit Godzilla wagt sich der frischgebackene Star Wars-Regisseur Gareth Edwards an den Stoff des japanischen Riesenmonsters. Doch trotz einer Marketingkampagne mit dem Prädikat „mouth-watering“ und einem vielversprechenden Cast (Bryan Cranston, Juliette Binoche, Ken Watanabe) kann dieses Riesenechsenremake nicht überzeugen. Warum erfahrt ihr in meiner Review, die jedoch einige Plotpoints vorwegnimmt.

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Gareth Edwards macht Star Wars

Boba

Gareth Edwards dreht als Nächstes nicht Godzilla 2, sondern das erste Star Wars-Spin-Off, das am 16. Dezember 2016 kommen soll. Das hat Disney heute bekannt gegeben. Um welchen Charakter es geht, ist noch nicht bekannt, aber die Fans sind sich nicht zuletzt dank dieser Meldung einig, dass es im ersten Spin-Off eindeutig um Boba Fett gehen wird. Damit dürfte Disney die Fans zufriedenstellen

Wer jetzt befürchtet, dass das Spin-Off ein gleiches Chaos wird wie Godzilla, kann beruhigt aufatmen. Denn zumindest der Drehbuchautor Max Borenstein wurde nicht verpflichtet (der darf sich einer anderen noch nicht genauer definierten Disney-Property annehmen), das Script für das Spin-Off liefert Gary Whitta, der vorallem für seine Arbeit zu The Book of Eli bekannt ist.

Insofern sehe ich – anders als andere, die von Godzilla enttäuscht wurden – nicht schwarz. Denn der Schwachpunkt war das Drehbuch, nicht was Edwards damit angestellt hat. Und wenn der Film optisch und technisch nur halb so eindrücklich wird wie Godzilla, bin ich happy. Und übrigens nerve ich mich gerade darüber, dass ich eine Signierstunde mit Edwards in London geschwänzt habe, weil ich dachte, dass das sowieso ein kleiner Fisch ist.

Das obige Artwork ist übrigens nicht offiziell, sondern stammt vom Comic-Zeichner Leinil Yu und gefiel mir einfach total gut.

S2E19 – Die Rückkehr des Zillo

Die zweite Folge des Zillo-Godzilla-King Kong-Zweiteilers mit dem Namen Das Zillo-Biest schlägt zurück lief heute am TV, und das mit einem Novum für die deutschsprachigen Fans – einer Doppelfolge, wie sie in den USA zu Staffelbeginn und -ende gang und gäbe sind. Eine solche Doppelfolge bildet auch nächste Woche den Abschluss des heute gestarteten Boba Fett-Dreiteilers.

Einheiten der Republik bringen die Zillo-Bestie zur weiteren Untersuchung zurück nach Coruscant. Als sie entwischt, müssen die Jedi wählen, Millionen Leben zu retten und die Zillo-Bestie zu töten, die letzte ihrer Art.

Ausführlicher Episodenguide

Nachdem mir die erste Folge nicht wirklich gefallen konnte, so hatte ich wieder meinen Spass an dieser Folge über das Zillo-Biest, die offensichtlich an den Klassiker King Kong angelehnt ist. Vom spektakulären Ausbruch, über die Waffen, die dem Biest nichts anhaben können, bis zu der Aufnahme des am Boden liegenden, toten Wesens – alles ist drin. Sogar Flugzeuge Raumschiffe werden verscheucht und ein Gebäude wird erklimmt, die weisse Frau gibt es leider nicht. Ansonsten bildet King Kong nur die Eckpfeiler dieser Folge, denn Zillo hat es hier nicht auf die gesamte Bevölkerung, sondern auf Palpatine und die Jedi abgesehen, die es nach seinem Ausbruch aus der Gefangenschaft quer durch die Stadt jagt (wieder ein bisschen mehr Godzilla-Einfluss).

Das hat mich sogar überrascht, da ich erwartete, dass das Biest nur die Unterstadt oder so verwüsten würde, und nicht halb Coruscant. Mal eine Action, die sich nicht nur am Rand abspielt, sondern die wirklich wichtig in der Geschichtsschreibung der Republik sein könnte. Ebenfalls einen wichtigen Schritt macht die Figur des Kanzlers, also nicht seine Figur, sondern… naja, ihr wisst schon. Obwohl ich noch nicht ganz verstehe, warum er genau Coruscant dem Erdboden gleichmachen möchte, und das, wie man zum Ende erfährt, gleich zweimal. Ansonsten sieht man zum ersten Mal düstere Züge der Figur und Versuche, Anakin zu beeinflussen, die, wie sehr schön dargestellt wird, jedoch scheitern.

Doch auch eine gewisse Unlogik ist unumgänglich, wie es scheint. Immerhin merken es die Macher selbst, wenn sie sich über die Klone fragen, ob es Sinn macht Panzer gegen die Bestie einzusetzen, wenn sie ja so stark ist. Das habe ich mich auch gefragt, aber man darf es ja ruhig versuchen. Oder eben nicht, denn als Zillo dann tatsächlich ausbüxt, bleiben die Kanonen stumm. Toll. Und warum C-3PO einen solch hohen Fall so unbeschadet übersteht weiss… die Macht. 🙄 Ansonsten gefällt die Folge, wenn man vom Design der Bestie absieht. Aber darüber habe ich mich ja bereits zu Genüge ausgelassen. Auch musikalisch gibt es wieder viel hörenswertes, Komponist Kiner zeigt wieder mal Klasse, wenn er den Schlussfight spannend untermalt.

Eine rundum gelungene Folge, die wieder an die Klasse der ersten Folgen der Staffel 2 anschliesst.

S2E18 – Oh My God, Zillo!

Der erste Teil der Godzilla-King Kong-Doppelfolgen, denen ich bereits im Vorfeld mit gemischten Gefühlen entgegenblick(t)e, Das Zillo-Biest lief heute über den Äther, namentlich Kabel1. Die Fortsetzung findet sich nächste Woche in einem Double Feature mit der ersten Boba Fett-Folge, das bereits um 9 Uhr losgeht.

Die neue Superwaffe der Republik hat die fürchterliche Zillo-Bestie (NHHN berichtete) von Malastare geweckt. Nun müssen die Jedi einen Weg finden, die tödliche Kreatur zu bändigen.

Ausführlicher Episodenguide

Das Zillo-Biest, eine gaaaaanz subtile Anspielung an die japanische Mörderechse, gefällt mir einfach nicht. Das Viech, das aussieht wie ein flachgedrückter Exogorth mit Armen, hat schon mal im Artwork verloren. Dass man ihn nach Belieben schrumpfen und wachsen lässt, sorgt auch nicht für mehr Pluspunkte, und schon habe ich einen guten Grund, diese Folge nicht zu mögen. Ansonsten ist sie eigentlich nicht mal so schlecht, denn die Idee einer Doppelfolge mit zwei an zwei Horrorklassiker angelehnten Episoden ist doch gar nicht zu verurteilen. Auch die Umsetzung kann im Grossen und Ganzen gefallen.

Dabei wird man das Gefühl jedoch nicht los, als wäre man ziemlich gleichgültig an diese Folge heran gegangen, sodass man sich am Schluss fragt „Toll, und jetzt?“. Irgendwie kann der offenbar eh nicht vorhandene Funken nicht auf die Zuschauer rüberspringen, die Episode bleibt blass, wenn man das so ausdrücken kann. Da helfen auch gut herausgearbeitete Charaktere wie der ziemlich arrogante und ignorante Dug-Lord oder auch Mace Windu nicht, die die jeweiligen Gegenpole und die Gegenteile der Ideale des jeweils anderen verkörpern.

So freue ich mich auf die nächste Episode, die sicher ein actionreiches Finale auf Coruscant bereithält, wo sich Zillo nun befindet, doch diese Folge heute bleibt nur als eine Episode in Erinnerung, die im Grunde sehr gut gewesen wäre, jedoch auch viel Potentialund Überzeugungskraft verpufft. Vielleicht passt halt Godzilla auch einfach nicht zu Star Wars.

Und übrigens, an die Drehbuchschreiber und/oder deutschen Übersetzer: Seit wann sprechen sich Jedi nicht mehr in der Höflichkeitsform an? – „Meinst du?“