Owley und Harrison Ford

Vor einigen Jahren hatte ich am Zurich Film Festival die Gelegenheit, einer Pressekonferenz mit Harrison Ford beizuwohnen. Ford war nicht wirklich gut drauf, musste erklären, warum ihm dieser x-te Award für sein Lebenswerk, ausgestellt von irgend so einem Schweizer Festival, unglaublich viel bedeutet und war – habe ich es schon erwähnt? – schlecht aufgelegt. Immerhin konnte ich ihn dann doch noch zum Grinsen bringen. Ich hatte damals nämlich den Geistesblitz Harrison Ford zu fragen, ob er in Star Wars mitspielen würde. Damals gab es noch keine Bestätigung, nur Gerüchte – denen ich, wie ich in meiner Naivität glaubte, ein Ende setzen zu können.

Dieser Moment ist für mich immer noch einer der Tief- und gleichzeitig Höhepunkte meiner Arbeit als Filmjournalist. Ich bin zwar ganz schön auf die Schnauze geflogen, aber ich bin vor Harrison Ford auf die Schnauze geflogen, und das ist immerhin etwas. Nun habe ich vor Kurzem auf einem YouTube-Kanal einen Live-Mitschnitt der Konferenz entdeckt. Ich habe meinen Teil ausgeschnitten, untertitelt und einen Einspieler aus dem originalen Star Wars entfernt (darum der abgehackte Schnitt zwischen den Fragen).

Star Wars: Episode IV – A New Hope (1977)

EpisodeIV

„Use the Force, Luke!“

Nach über sechs Jahren rezensiere ich auf meinem Blog endlich jene Filme, ohne die Kino für mich nur halb so viel Spass machen würde. Dabei habe ich mich dazu entschlossen, die Filme in der chronologischen und nicht in der numerischen Reihenfolge zu besprechen. Ich finde, man sollte die Filme auch in dieser Reihenfolge schauen – und ich will schliesslich auch Bezug nehmen auf die originalen Filme, wenn ich dann bei den Prequels angekommen bin. Darum starte ich mit dem Film, mit dem alles begann: Star Wars, oder wie er später benannt wurde, Star Wars: Episode IV – A New Hope. Ein Aspekt, der diese Episode für mich von den anderen Star Wars-Filmen abhebt und einzigartig macht ist seine Erzählstruktur. Wir werden in dieser uns fremden Welt nicht mit unzähligen Figuren konfrontiert, sondern langsam in die Geschichte eingeführt. Die Geschichte wandert mit den Charakteren – von den Droiden zu Luke, von Luke zu Obi-Wan, von Obi-Wan zu Han Solo, von Han Solo zu Leia. Dieser Aufbau der Erzählung ermöglicht es uns, einen Überblick über diese weit, weit entfernte Galaxis zu bekommen, ohne gleich von der Fülle an Charakteren und den unterschiedlichen Motivationen überfordert zu sein. Prinzessin Leia ist eine der zentralen Figuren der Rebellion, die gegen die Übermacht der Imperialen kämpft. Auf Initiative des Jedi-Ritters Obi-Wan Kenobi retten Luke Skywalker und der Schmuggler Han Solo sie aus den Fängen des düsteren Darth Vader und geraten dadurch selber ins Visier des Imperiums.

Mit Vader präsentierte uns George Lucas vor bald vierzig Jahren einen Bösewicht, der die Filmgeschichte massgeblich prägte. Der schwarzgekleidete Hüne mit der Atemmaske ist aus der Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken – kaum ein Bösewicht ist so cool und bedrohlich wie Darth Vader, dem James Earl Jones die Stimme leiht. Die Figuren in A New Hope sind ohnehin alle perfekt besetzt. Der junge Mark Hamill mimt den naiven Bauernjungen Luke Skywalker während Carrie Fisher die toughe Prinzessin Leia spielt. Die Schau stiehlt den Beiden aber Harrison Ford, der durch seine Rolle als smarter Schmuggler Han Solo zur Schauspielikone wurde. Die Altstars Sir Alec Guiness als Obi-Wan Kenobi und Peter Cushing als Grand Moff Tarkin verleihen dem Film den nötigen Glamour, ohne die eigentlichen Helden in den Schatten zu stellen. Was Star Wars zudem einzigartig macht, ist sein „used-future“-Look. Alles sieht abgenutzt und verbraucht aus, die Raumschiffe sind rostig und die Kleider verfilzt. Diese anti-idealistische Zukunft, trägt, zusammen mit den handgemachten Effekten massiv zur Authenzität dieses Universums bei. Und Star Wars wäre natürlich nicht Star Wars ohne die Musik die John Williams für diese Filmreihe schrieb. A New Hope bringt uns zum ersten Mal die grandiosen Melodien – wie das epische Titelstück oder das mystische „Force Theme“. Und natürlich nicht zu vergessen: Das ikonische Stück, das die Band in der Cantina spielt.

In Kürze:

Es ist Star Wars, was soll ich da noch sagen? A New Hope ist ein wundervoller Film, der mich mit seinen illustren Figuren, bahnbrechenden Effekten und der wunderschönen Musik von John Williams immer wieder aufs Neue verzaubert.

Wertung:

5 von 5 zerstörten Heimatplaneten

The Force Awakens, die Fünfte.

SW

Previously on Owley.ch: Episode IIIIIIIV

Ich bin gestern drei Stunden quer durch die Schweiz gefahren, um den Live-Stream des Panels der Star Wars Celebration VI zu Star Wars: The Force Awakens im Kino in Genf zu sehen. Eigentlich hatten wir vorletzten Sommer bereits beschlossen, gleich richtig nach Anaheim zu fahren, doch unsere finanzielle Realität holte uns schnell ein und so sahen wir uns das Teil eben zuhause an. Für den Stream selber wäre ich ja nicht durch die Schweiz gefahren, aber dafür, den Trailer auf der grossen Leinwand zu sehen? Hell yeah! Danke an dieser Stelle an Disney Schweiz, die das auf die Beine gestellt haben.

Der Trailer selber ist grandios und macht richtig Freude auf diesen Film. Bereits der erste Shot auf dem Wüstenplaneten, der, wie wir jetzt erfahren, nicht Tatooine ist, sondern der neue Planet Jakku, hat die Sache für mich erledigt. Der gigantische Sternenzerstörer, der am Boden liegt, als hätte sich gerade der Hulk an ihm vergangen, ist einfach wunderprächtig. Für mich, zusammen mit den Nazi-Sturmtrupplern der Shot des Trailers. Und mit Harrison Ford hätte ich mich dann auch noch angefreundet, der sieht in diesem Film ja richtig aus, als ob ihm das Spass machen würde (und Harrison Ford macht nie etwas Spass). Einziger Wermutstropfen? Dass der Film nun doch in 3D kommen wird. Schade, aber wohl unvermeidlich, wenn Disney mit diesem Film Avatar als erfolgreichster Film aller Zeiten ablösen möchte.

Den Trailer poste ich erst jetzt, weil ich nicht denke, dass ihn irgendjemand, der an diesem Film interessiert ist, noch nicht gesehen hat. Man muss nicht immer der Erste sein – lieber später posten, als dann vom „neuen Trailer zu Star Wars: The Force Unleashed“ zu schreiben.

YouTube Preview Image

The Expendables 3 (2014)

Expendables3

„You were stupid enough to get yourself into this mess! And we’re the only ones crazy enough to get you out of it!“

Als einer der ihren schwer verletzt wird, schwören die Expendables Rache. Dass es sich beim Täter um den ehemaligen Expendable Conrad Stonebanks handelt, macht das Ganze erst recht zu einer persönlichen Mission für Barney. Die beiden Expendables-Filme bescherten dem Lionsgate mit einem jeweiligen Budget von knapp 100 Millionen und nahezu dem Dreifachen an Einspielergebnissen ein volles Portemonnaie. Logisch, dass da ein dritter Teil nicht lange auf sich warten lässt. Und auch nach The Expendables 3 soll noch lange nicht fertig sein – ein vierter Teil mit The Rock und Pierce Brosnan soll schon bald in Produktion gehen.

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Episode VII, die Erste.

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Ich werde an dieser Stelle im Laufe der kommenden rund 600 Tage immer mal wieder über Star Wars: Episode VII schreiben. Wenn es was zu berichten gibt. Wie zum Beispiel heute, als die Macher nämlich den Cast bekanntgaben, und sowohl einige Gerüchte bestätigten bzw. für Unfug erklärten, als auch mit Überraschungen aufwarten konnten. Keine Überraschung: Der alte Cast kehrt zurück. Das heisst Harrison Ford, Mark Hamill und Carrie Fisher. Mit ihnen Peter Mayhew (Chewbacca), Anthony Daniels (C-3PO) und Kenny Baker (R2-D2). Billy Dee Williams alias Lando Calrissian fehlt auf dieser Liste, dürfte aber sicher in einem späteren Film folgen.

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Raiders of the Lost Ark (1981)

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„So once again, Jones, what was briefly yours is now mine.“

Es gibt Filme, von denen wünscht man sich, dass man dabeigewesen wäre, als sie im Kino liefen. Für mich ist das bei den Star Wars-Filmen beispielsweise der Fall. Oder auch den Bond-Filmen, die leider bis Casino Royale vor meiner Zeit kamen. Und so nutze ich jede Möglichkeit, das zumindest ein bisschen nachzuholen. Als am Zurich Film Festival anlässlich der Preisverleihung für Harrison Ford eine Retrospektive von Raiders of the Lost Ark gezeigt wurde, war für mich klar, dass ich da hinmusste.

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Picture my Day #14

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Eigentlich war ich der festen Überzeugung, dass mein Beitrag zum gestrigen Picture my Day #14 voll cool wird. Ich hatte einiges vor, wollte drei Filme sehen, Harrison Ford treffen, ein Interview führen und auch sonst den Tag geniessen. Leider gab es nur zwei Filme (darunter immerhin Raiders of the Lost Ark), Harrison Ford war (ich hätte es wissen sollen) ziemlich enttäuschend, und auch das Interview, auf das ich mich sorgfältig vorbereitet hatte, kam gestern nicht zustande. Dazu kommen noch einige sonstige unschönen Momente, auf die ich aber an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte. Nur war all das zusammen mitverantwortlich, dass ich den heutigen Tag dann eben auch nicht wirklich geniessen konnte. Und darum auch nicht so begeistert fotografiert habe. Hence mein demonstrativ angry-blickiges Egopic.

Veranstaltet hats diesmal Katharina von Regenbogenzebra. Merci.

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Zähne und ZFF 2013

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Im Moment komme ich irgendwie nicht so sehr zum Bloggen, wie ich das gerne hätte. Und wenn, dann sind es nur die Filmreviews der letzten Tage. Ich gelobe Besserung. In den nächsten Wochen wird sich das aber nur noch verschlimmern. Wie bereits im vergangenen Jahr werde ich auch dieses Mal am Zurich Film Festival in journalistischem Auftrag am Start sein und haufenweise Filme sehen und über haufenweise Filme schreiben. Ich habe mir von meiner Arbeit freigenommen und meine Schule gab mir ebenfalls frei. Geiler Scheiss. Harrison Ford kommt, Hugh Jackman kommt, James McAvoy kommt, Michael Haneke kommt. Und verdammt – sogar Ronaldo kommt. Der Dicke.

Ab heute Abend ist es soweit, und von da an werden an die dreissig Reviews auf diesem Blog landen. Wie ich das genau bewerkstellige, weiss ich selber noch nicht genau, aber ich finde sicher eine Lösung. Eigentlich wollte ich Harrison Ford auch noch interviewen, aber ich bezweifle, dass das zustande kommt, weshalb ich jetzt einfach an das Screening von Raiders of the Lost Ark gehe, an dem er auf der Bühne steht und nuscheln wird. Aus 200 Metern habe ich ihn ja eigentlich schon mal gesehen.

In der Zwischenzeit erhole ich mich von meiner Weisheitszahnoperation. Weisheitszahnoperation im Singular, denn ich hatte nur einen Zahn, den es zu ziehen galt und somit eigentlich keinen Grund zu klagen. Trotzdem verliere ich hier gerade ein bisschen die Nerven. Ich kann nicht ohne richtiges Essen leben und Rührei, Suppe und Brot ohne Rinde ist nunmal kein richtiges Essen. Und die ganze Pillenschluckerei geht mir auch auf den Sack. Aber ich werde es überleben. Und ich werde meine erste richtige Mahlzeit im grossen Stil zelebrieren. Da könnt ihr Gift drauf nehmen. Und somit habt ihr auch richtig erkannt – das Bild oben ist natürlich ein Fake und wurde kurz vor meiner Operation aufgenommen.

Aber immerhin habe ich damit Tickets für oben erwähntes Raiders of the Lost Ark-Screening gewonnen. Auch nicht übel.

Trailer: Paranoia

Paranoia

Ich bin eigentlich immer sehr skeptisch bei solchen Spionagethrillern, aber Paranoia sieht echt gut aus. Darin spielt Liam Hemsworth einen jungen Typen, der aus der Arbeiterklasse kommt, durch sein Wissen und Können aber ins Blickfeld eines Technologiekonzernchefs (Gary Oldman) gerät. Der möchte ihn in die Firma seines früheren Chefs (Harrison Ford) einschleusen. Das klingt zwar etwas abgedroschen, der Trailer dazu gefällt aber. Ausserdem hat Josh Holloway einen Auftritt als FBI-Agent und Richard Dreyfuss darf Liam Hemsworths Vater spielen.

Bei uns kommt der Film am 19. September 2013, gut möglich, dass man den Filmstart dem Zurich Film Festival zuliebe etwas später ansetzt.

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