The Hobbit: An Unexpected Journey (2012)

Hobbit

„Home is now behind you. The world is ahead.“

Als ich gestern an der Vorpremiere von The Hobbit: An Unexpected Journey war, geschah etwas, was im Publikum für spontanen Applaus sorgte. Ein paar Zuschauer kamen zu spät und wurden noch eingelassen, was den anderen Zuschauern natürlich nicht verborgen blieb. Gleichzeitig machte sich auf der Leinwand Bilbo auf die Suche nach den Zwergen, drehte sich zur linken Leinwandseite, wo auch die Türe ist, durch die die beiden Zuschauer eingelassen wurde, und rief laut: „Hello?“. Ich habe, glaube ich, selten dermassen über etwas, was im Saal passiert ist, gelacht. Und jetzt zu meiner Review, die je nach Wissensstand vermutlich den ein oder anderen Spoiler enthält:

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Hugo (2011)

„We could get into trouble!“ – „That’s how you know it’s an adventure!“

Bei den vergangenen Oscars war es ja zum Schluss bekanntlich das Rennen zwischen Hugo und The Artist, das dann in einem Unentschieden endete. Ich entschied mich damals für den französischen Stummfilm und konnte damit aus Prinzip nichts mit Martin Scorseses Kinderfilm anfangen. Eine eher dämliche Entscheidung, denn Monate nach meiner ersten Sichtung muss ich ganz nüchtern gestehen, dass Scorsese tatsächlich ein Meisterwerk gelungen ist.

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Cosmopolis (2012)

„The logical extension of business is murder.“

Vor A Dangerous Method kannte ich David Cronenberg gar nicht. Und mit „kannte gar nicht“ meine ich, dass er mir kein Begriff war. Noch nie gehört. Und plötzlich ist er da, und alle sagen, wie toll seine bisherigen Filme waren, und wie cool doch der neueste Film wird. Und der Film ist Murks. Und schon steht mit Cosmopolis ein weiterer Film in der Pipeline. Der ein bisschen zur letzten Chance für Cronenberg wird, mich davon zu überzeugen, sein Zeug anzugucken. Was natürlich dem Film, wie dem Regisseur vermutlich nicht so ganz gerecht wird. Trotzdem, so wars.

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Howard Shore & K’naan – Mecca

Howard Shore zusammen mit K’naan? Ist nicht ganz so geschmacklos, wie es klingt, im Gegenteil. Dieser Song gehört zum Besten, was Cosmopolis zu bieten hat (mehr dazu später), und das ist durchaus positiv zu verstehen. Ein YouTube-Kommentar findet, dass Mecca ein bisschen das sei, was Nightcall für Drive war. Der Vergleich zu Drive ist ohnehin omnipräsent, aber nirgends ist er so zutreffend wie bei diesen beiden Stücken. Ich rieche internationale Preise.

Übrigens konnte Shore neben K’naan (der im Film einen Rapper spielt) auch Metric gewinnen, die den Grossteil des Soundtracks mit Shore zusammen schrieben. Und unter anderem für diesen bombastischen Track verantwortlich sind.

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GollumTUNE

Gemeinsam mit meinem Dad, meinem Bruder und Maloney besuchte ich am Sonntag eine Spezialaufführung der „The Lord of the Rings Symphony„, eines von Howard Shore persönlich in Auftrag gegebenen und selbst aus den Scores der Filmen „zugeschnittenen“, gut zweistündigen Konzerts in sechs Akten. Dabei sollte man erwähnen, dass es nicht wie „Star Wars – In Concert“ war, wo die Filmmusik zu Filmbildern gespielt wurde, sondern die Musik wurde in Form einer Symphonie, von Shore bewusst gekürzt, gespielt. Das Ganze war sehr schön, und da ich die Musik nur vom als Hintergrundbeschallung hören kenne, und nie bewusste gehört hatte, und zudem die Filme vor langer Zeit das erste und bisher letzte Mal gesehen habe, war es auch für mich ein neues Erlebnis. In wenigen Wochen werden auch die vollständigen Scores an drei Abenden zu den Filmbildern gespielt, ich werde vermutlich auch ein solches Konzert besuchen, um die andere Form dieses Events auch zu erleben. Diesmal war es jedoch, wie erwähnt, „nur“ Orchester.

Besonders angetan hat es mir Gollum’s Song von Emiliana Torrini aus „The Two Towers“, den die Sopranistin Kaitlyn Lusk auf Wunsch von Howard Shore, auf der Tournee des Orchesters singt. Der Song spricht Gollums Schizophrenie und seinen zwiespältigen Charakter, sowie sein Schicksal, das er durch seine Ringbesessenheit, erleidet oder erlitten hat, an. Mir gefällt die Hoffnungslosigkeit, die Gollum in diesem Song umgibt, die sich in den Lyrics, aber auch in der Orchestrierung niederschlägt. Und Lusk sang diesen Song sehr schön, hiervon habe ich leider keine Aufnahme, an unserem Konzert wurde jedoch eine Aufnahme gemacht, vielleicht findet ja ein Auszug bald seinen Weg auf YouTube. Aber auch Torrini singt diesen Song schön und verleiht ihm diesen traurigen, melancholischen Touch.

Und wer sich jetzt denkt: „Hey, die hat mal eine Popmusikstimme!“, der liegt nicht falsch. Torrini ist auch für den Sommer-Dauerbrenner „Jungle Drum“ verantwortlich. Zwei völlig verschiedene Stilrichtungen. 🙂

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