Spring Breakers (2013)

SpringBreakers

„Let’s just get that fucking cash and go on Spring Break. Pretend it’s a video game.“

Die Kritiken im Vorfeld von Spring Breakers waren ja ganz unterschiedlich – manche bezeichneten den Film als Meisterwerk und lobten ihn als tiefgründigen Kunstfilm, andere wiederum waren der Meinung dass der Film nicht mehr als anderthalb Stunden Scheisse wär und das Geld nicht wert. Ob das vermutlich weniger am Film, als an der (gut-)mitteleuropäischen Borniertheit liegt, wenn es um solches Zeug geht, darüber werde ich mich an dieser Stelle nicht äussern. Soll jeder gut finden, was er mag. Ich für meinen Teil finde diesen Film sehr stark, wobei er natürlich seinem auf Sex Sells ausgerichteten Marketing viel gerechter wird, als ich nach den ersten Kritiken annahm.

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Oz: The Great and Powerful (2013)

Oz

„I don’t want to be a good man – I want to be a great one!“

Ich sehe es vor mir – das Meeting einer Horde kreativer Köpfe, die den Titel für ihren Film suchen. „Nennen wir ihn doch einfach The Wizard of Oz, das ist naheliegend und lockt die Leute ins Kino!“, ruft ein dicker Mann mit buschigem Bart, der vermutlich den Film ebendieses Namens noch selber erlebt hat. „Neineinein, aber nicht doch, das ist ja ein Prequel“, wirft ein hagerer Typ ein, der mit Sicherheit fürs Geld der Firma zuständig ist „und Prequels mit James Franco haben Tradition, auch, was die Titel betrifft – wie wärs mit Rise of the Wizard of Oz?“ Ein Raunen geht durch die Meute, letztlich wird dieser Vorschlag aber ebenfalls abgetan. Schüchtern meldet sich der Praktikant: „Wie, äh, wärs, äh, mit, sagen wir, äh Oz?“ Alle lachen ihn aus. „Das ist zu einfach, Filmtitel müssen alles andere als kurz und knackig sein“, erwidert einer der Schlaumeier, der auch schon für die Titelfindung von The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford zuständig war, und wirft eben jenen grenzgenialen Titel ein, für den sich die Gruppe schliesslich unter lautstarkem Jubeln entscheidet: Oz: The Great and Powerful.

Hätten sie nur auf den dicken Mann oder den Praktikanten gehört.

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Trailer: Spring Breakers

SpringBreakers

James Franco als abgefuckter Player? Zwei Ex-Disney-Mädchen sowie die Frau des Regisseurs als in das Minimum an Kleidung gehüllte Spring Break-Partygirls? Ein Soundtrack von Cliff Martinez und Skrillex? Yeah, count me in. Harmony Korines erster richtig grosser Film Spring Breakers sorgte an den Festivals, an denen er bisher gezeigt wurde für Furore, und das vermutlich nicht ohne Grund, rechnet man doch schon mit einem harten R-Rating, und das nicht in erster Linie wegen der Gewalt. Der Trailer macht schonmal ordentlich Lust auf den Streifen, der irgendwie wie eine Mischung aus Sucker Punch, Savages und Project X aussieht.

Und bis er zu uns kommt (er ist momentan noch ohne Starttermin, in den USA kommt er im März) ziehen wir uns noch 265 Mal SebastiAn rein, ja?

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Rise of the Planet of the Apes (2011)

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„Get your stinking paws off me you damn dirty ape!“

Manchmal glaube ich, dass unter Filmproduktionsfirmaangestellten, also den Leuten, die für gute Filmtitel zuständig sind, bzw. sein sollten, ein Wettbewerb stattfindet, wer seinem Film den noch blöderen Titel verleihen kann. Jedes Jahr gibts dann eine Preisverleihung (die auch die hässlichsten Poster und das grusigste Logo prämiert) und der Sieger kriegt dann eine Tüte Gummibärchen. Und wenn es in Hollywood nicht für den Titel reicht, setzen die Firmen auf den deutschen Filmverleih. Dieser sorgt garantiert für bescheurte Filmtitel. Beim Prequel zu „Planet of the Apes“ war der englische Titel Rise of the Planet of the Apes aber schon so dämlich, dass man beschloss, wenigstens dem deutschprachigen Raum einen halbwegs undämlichen Titel zu verleihen. Wie dem auch sei, das hat letzten Endes recht wenig mit dem Film zu tun. Oder mit der Realität.

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