Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi (1983)

EpisodeVI

„I’ll never turn to the Dark Side. You’ve failed, your highness. I am a Jedi, like my father before me.“

Ich hatte vor zwei Jahren das Glück, Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi an der Celebration Europe II in Essen anlässlich des dreissigsten Geburtstags mit hunderten anderen Fans unter freiem Himmel zu sehen. Das war eine spezielles Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Nichtsdestotrotz muss ich festhalten, dass ich den Abschluss der Klassischen Trilogie für den schwächsten der drei Teile erachte. Nein, es sind nicht die Ewoks, die mich stören – im Gegenteil, ich finde die Ewoks klasse – und auch nicht die unzähligen Muppets in Jabbas Entourage. Return of the Jedi verliert sich für meinen Geschmack zu sehr in einer Nebengeschichte, die er sich mit seinem Cliffhanger in The Empire Strikes Back eingehandelt hat. Leia, Lando und Luke gehen nach Tatooine, um den in Karbonit eingefrorenen Han Solo aus den Fängen des Gangsterlords Jabba the Hutt zu retten. Es ist ein spannender Einstieg in den Film, den uns Richard Marquand da bietet – aber es ist eben doch eine unwichtige Nebenstory, auf die der britische Regisseur viel zu viel Zeit aufwendet.

Denn eigentlich dreht sich Return of the Jedi um den Zweiten Todesstern, eine neue Superwaffe des Imperiums, die einmal mehr zum Ziel der Rebellen-Allianz wird. Diesmal ist es jedoch nicht an Luke, das Ding zu schaukeln, denn der junge Jedi muss sich parallel seinem Vater und den Verlockungen des Imperators stellen. Gespielt wird Letzterer herrlich von Ian McDiarmid, der auch in den Prequels dieselbe Rolle übernahm. Der Brite ist ein grossartiger, wenn auch brutal unterschätzter Schauspieler, der bisher – abgesehen von einem kleinen Auftritt in Sleepy Hollow – den Sprung auf die Grosse Leinwand nicht geschafft hat. Parallel zum Angriff auf den Todesstern begeben sich Han, Leia und Co. auf den Waldmond Endor, wo sie einen Schutzschild deaktivieren sollen, der die imperiale Waffe vor Angriffen schützt. Die drei Erzählstränge verwebt und balanciert Marquand, der nur vier Jahre nach diesem Film an einem Herzinfarkt starb, geschickt. Auch in technischer Hinsicht kann sich Return of the Jedi sehen lassen. Die Schlacht von Endor ist eindrücklich inszeniert – sowohl die Raumschlacht um den Todesstern als auch das Scharmützel auf dem Waldmond selber.

In Kürze:

Return of the Jedi ist ein würdiger Abschluss einer starken Filmtrilogie, dessen einzige wirkliche Schwäche der deplazierte erste Akt ist. Das grosse Finale zum Schluss entschädigt dafür umso mehr.

Wertung:

4 von 5 grölenden Hutt-Lords

Clone Wars

Star Wars hat seinen Kanon, sprich jeder Film, jedes Buch, jeder Comic und auch jedes Ereignis hat seinen Platz und es gibt keine Widersprüche. Zumindest auf dem Papier, in Wahrheit gibt es längst Werke, die anderen Werken widersprechen – wie zum Beispiel die Serie The Clone Wars. Die lässt Charaktere sterben, und belebt andere wieder, wie sie gerade mag. Das ist unglaublich schade für ein Universum, das soviele gute und durchdachte Stories zu bieten hat. Eine davon ist die Zeichentrick-Microserie Clone Wars, die noch lange vor The Clone Wars in drei Staffeln lief und ein ganz anderes Bild von den Klonkriegen zeichnete, als die neue Serie.

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S2E11 – Etwas Ruhe in all dem Krieg

Mit Eine Lektion in Sachen Geduld lief heute die 11. Episode von The Clone Wars und damit auch die Staffelhalbzeit, wozu ich dann später einen kurzen Rückblick auf Teil 1 der zweiten Staffel tätigen werde. Der Titel ist, für einmal keine 1:1-Übersetzung aus dem Englischen (Lightsaber Lost) und trifft den Ton der Folge in meinen Augen sehr. Eine sehr schöne Folge, die etwas Ruhe in all dem Krieg und für einmal die Unterwelt Coruscants zeigt.

Ahsoka wird bei einer Razzia ihr Lichtschwert gestohlen. Gemeinsam mit dem Jedi-Ältesten Tera Sinube begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Schwert, dem Dieb und der Ruhe in sich…

Ausführlicher Episodenguide

Ich finde bereits die Idee lobenswert, eine etwas ruhige Folge in die Sendung einzubauen, und den Blick einmal vom ganzen Kriegsgeschehen weglenken. Ein Blick in Coruscants Unterwelt finde ich auch interessant, und den Stadtplaneten mal nicht aus der Vogelperspektive, vom Raumschiff aus oder aus dem Jedi-Rat, zu sehen, ist überfällig. Die Idee des gestohlenen Lichtschwerts wurde meines Wissens sogar einst in einem Comic behandelt, ob mit Anakin oder Obi-Wan in der Rolle des bestohlenen Padawan kann ich nicht mehr genau sagen. Der ungestümen Ahsoka Geduld zu lehren ist eine schwierige Aufgabe, aber Tera Sinube erweist sich als nicht schlecht darin. Dass Ahsoka ihn „Grampa“ nennt, bzw. dass er es durchgehen lässt, verstehe ich nicht ganz, da dies wohl keineswegs Jedi-like ist… 😕

Vollkommen misslungen ist jedoch das Charakterdesign in dieser Folge. Die drei neuen Spezies von Tera Sinube und den beiden Diebinnen sehen unglaubwürdig aus. Bei Sinube stört mich vorallem der Schnabel, den man meiner Meinung vogelähnlicher machen hätte können, während ich bei Cassie Cryar (die Hauptdiebin) die Ähnlichkeit zu Aurra Sings Spezies zu offensichtlich finde, sodass ich nach der Sneak Peek dachte, Aurra Sing würde in der Folge vorkommen. Die Komplizin Ione Marcy ist zwar nicht schlecht, aber reisst mich auch nicht vom Hocker. Sehr enttäuschend ist die nicht vorhandene Spezienvielfalt in der Folge, vorallem in der Unterwelt. Ausser den in der Serie bisher verwendeten Spezien gibt es kaum was zu sehen, sodass die verschiedenen Arten an einer Hand abzuzählen sind. Den ermordeten Nack Movers schliesslich hat man nach dem Konzept zum Droidenhändler Gha Nachkt gestaltet, was auch an Kreativität zu wünschen übrig lässt. Einzig der Patrolianer Bannamu ist gelungen, auch wenn er ebenfalls auf einem bestehenden Konzept basiert, jedoch immerhin farblich verändert wurde.

Ziemlich nervig finde ich die Weisheit dieser Woche die besagt, dass „Einfach nicht immer leicht ist“. Ja was ist es denn sonst, bitteschön? Logisch bedeutet „Du bist einfach doof.“ nicht „Du bist leicht doof.“, aber langsam beginnen die Macher sich in der Blödheit der Zitate zu übertreffen. Echt schön ist aber sicherlich das Bild am Schluss, als die unter Schock stehende Twi’lek-Mutter ihr ebenfalls verstörtes Kind in die Arme schliesst – ein Bild, das einem nachzudenken gibt, ohne gross eine Aussage zu enthalten 🙂 Den Spruch der „Waffe die dein Leben ist“ finde ich aber langsam etwas überstrapaziert, diese Folge wurde das Zitat zweimal oder dreimal gesagt und bereits in der letzten Staffel kam der Spruch in Verwendung.

Abschliessend lässt sich sagen, dass eine solche Folge, die den Blick mal vom Krieg weglenkt, immer wieder gut tut, aber dafür oftmals dann nicht wirklich so klasse ist, wie die Kriegsepisoden. Wofür steht sonst denn das „Star Wars“ oder das „The Clone Wars„? Diese Episode ist schön und enthält einige gelungene Momente, dümpelt jedoch nur knapp über dem Mittelmass, und das, wegen dem ulkigen Tera Sinube und dem coolen Patrolianer 😛

Blicke ins Universum

Heute gibt es – wegen Weihnachtspause – keine Episode von The Clone Wars. Da mittlerweile bereits sechs Episoden, also gut ein Viertel von Staffel 2 vorbei sind, könnte man hier mal auf Staffel 2 – Teil 1 zurückblicken. Man könnte aber auch vorausblicken, auf die kommenden Zuckerle von Staffel 2… Nur soviel: Es wird düster! Und ganz zuletzt könnte man noch ganz humorvoll um sich herumblicken! Und das alles zusammen sind: Blicke ins Universum

Neugierig gemacht?

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